Qualität von Vixen-FHs | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Qualität von Vixen-FHs

Kay

Mitglied
Hallo,
ich bin ja passionierter Fernglasbeobachter, mein PST ist da die Ausnahme.
Manchmal, aber nur manchmal denke ich, dass eine höhere Vergrößerung doch manchmal toll wäre...
So für Sonne, Mond oder Planeten. Für niedrige Vergrößerungen habe ich Ferngläser in Massen, aber für o.g. Zwecke vielleicht doch ein Rohr??
Ein FH tät reichen, aber mit ordentlich langer Brennweite. Bloß welche taugen da was? Wie machen sich die Vixen, die ja dauernd im Biete-Forum angeboten werden?
Vixen klingt jedenfalls nach mehr Qualität als Chinakram, oder? Wie machen sich die 80/910er oder 80/1200er?
Oder 90/1000??
 

Torsten_Mörke

Mitglied
Hallo Kay,

so ein FH Objektiv hat natürlich immer einen gewissen Farbfehler, allerdings gehören die von dir angesprochenen Vixen Rohre hier wirklich zu den besseren. Ich habe selbst den 80/910er und bin sehr zufrieden. Die Abbildung ist nicht mit den billigen Chinakrachern zu vergleichen. Auch Mechanisch sind die Vixen Rohre weitaus hochwertiger.

Die M Modelle haben eine ganz ordentlich Abbildung, bei der der Farbfehler eigentlich nur an sehr hellen Sternen oder an Mond/Venus stört. Die L Modelle sind hier sicherlich noch etwas besser, allersings habe ich hier keine persönlich Erfahrung.

Wenn es denn ein FH Refraktor sein soll, ist Vixen sicherlich eine sehr gute Wahl.

Gruß
Torsten
 

Lots

Mitglied
Hi Kay,

ich hatte selbst 4 Jahre lang einen Vixen 90M auf EQ5-Montierung und habe damit vile beobachtet, acuh Planeten. An Planeten geht die Vergrößerung bis 180x fach. Ab 120x merkt man den Farbfehler deutlich, d.h. ab hier handelt man sich Kontrasteinbusen ein.

Ein Minus-Vilolett Filter bringt zwar eine Verbesserung aber es werden wichtige Spektralbereiche eliminiert. An Doppelsterne bringt so ein Filter einiges. Am Planetn fand ich ihn nur am Jupiter brauchbar.

Das Bild in einen 8"f/6 Dobson ist jedoch dem Vixen weit überlegen. Obwohl natürlich Seeing anfälliger, kann ich beim Dobson auf 240x und mehr vergrößern, ohne das der Kontrast in den Boden geht. Jupietr ist jedoch so hell, das man geblendet wird auch bei maximaler Vergrößerung.

Um es mal zusammen zu fassen:

Vorteil Refraktor auf paral. Monti:

nicht so Seeing anfällig, kann am Planeten besser nachgeführt werden.

Vorteil Dobson:

höhere Vergrößerung möglich, Das Bild ist deutlich besser und kontasrtreicher sowie heller als am Refraktor.

Ein Optimum währe sicherlich ein 8" f/6 Newton auf parallaktischer Montierung, dann hätte man das gute Bild + stabile Nachführung.

Gruß

Lots
 

Harald_M

Mitglied
Hallo,

der 80mm f/15 ist ein kleines aber feines Planetenrohr. Der Farbfehler ist sichtbar, bewirkt m.M. nach aber keinen praxisrelevanten Detailverlust im Bild. Es ist aber klar, dass ein 80mm Gerät keine Unmenge an Details zeigen kann, denn die maximale gewinnbringende Vergrößerung liegt nur bei etwa 120x.

Der Hauptvorteil von dem 80er sehe ich in der praktisch seeingunanfälligen Öffnung und der schnellen Einsatzbereitschaft. Ausserdem ist es ein Liebhaberstück für Freunde von klassischen Fraunhofer-Refraktoren.


Gruß Harald
 

Oliver_Rieck

Mitglied
Hallo Kay !

Mit einem 80/1200er Vixen beobachte ich nun schon seit fast acht Jahren.

Viele Teleskope habe ich danach gekauft und wieder verkauft. Der "80L" blieb immer bei mir.

Mit f/15 gibt es zwar immer noch einen Farbfehler, der aber kaum ins Gewicht fällt. Er braucht nicht allzu lange zum Auskühlen und ist Seeingunanfällig.

Zu beachten ist aber seine Baulänge. Eine Montierung der GP-Klasse sollte es schon sein.
 

dadaclaus

Mitglied
Hallo Kay,
durch einen 80L sieht man einen violetten Saum nur bei den wenigen sehr hellen Sternen und natürlich auch bei Venus.
Aber nur, wenn du die Vergrößerung über 150x treibst.
Ich benutze das Teil als Leitrohr an meinem 260 f18 Cassegrain
und blicke natürlich durch beide Teleskope.
Es ist erstaunlich,welchen Kontrast das Vixen Teleskop an den Planeten liefert.Riegl u. Lyra eps. trennt das Ding ohne Probleme.
Auch zur Sonnenbeobachtung ist es bei Verwendung eines geeigneten Filters bestens zu gebrauchen.

Von der Qualität der Abbildung braucht sich der "Lange" nun wirklich nicht hinter einschlägigen 80mm APOs der Orion- Klasse zu verstecken.
Sein Nachteil ist seine Länge durch die das kleine wunder bewirkt wird.
als Montierung visuell sollte es mindestens eine GP sein

Beste Grüße

Claus
 

Kay

Mitglied
Danke Leute,
klingt ja gut.
Ich gucke mir morgen den Vixen 80/910 mit blauer Vergütung an. Kennt den Jemand, hat jemand Erfahrung?
Und ist die Blauvergütung nun soooo viel schlechter??
 

**DONOTDELETE**

Hallo Kai,

die Vergütung ist relativ nebensächlich, nur bei den innenliegenden Flächen
wichtig um Geisterbilder zu vermeiden. Wichtig ist der Schliff, die Politur,
die Zentrierung und die Justage. Wenn möglich und deine Montierung und das
Stativ ausreichen nimm die lange 80/1200mm Variante. Da ist der Farbfehler
sehr sehr gering.

MfG,Karsten
 
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