Romane, Genre Sci-Fi oder Soc-Fi ,auf Deutsch

VisuSCor

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Hallo Annette,

Phillip P. Petersons Transport habe ich gelesen, war mir aber zu blutrünstig.

Brandon Q Morris habe ich fast alles gelesen. Seine Hard SciFi gefällt mir sehr gut.

Gerd Kramer finde ich persönlich auch gut, nur das letzte Buch 'Spielball ferner Welten' kann ich nicht empfehlen.

Die englischen Autoren lese ich nur in Englisch. Clarke ist mein Lieblingsautor, seine Romane sind voller interessanter Ideen und kommen ohne viel Blutvergießen oder große Schlachten aus. Bei Asimov warens die Robotergeschichten, die mich fesselten.

Eigentlich würde ich Dir Becky Chambers ans Herz legen. Aber da kenne ich halt auch nur die englischen Originalausgaben.

Aber danke für den Thread, den ich jetzt erst entdeckt habe. Da habe ich auch wieder ein Anregungen für neues Lesematerial gefunden.

Gruß Oli
 

silver

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Sehr cool. Auch noch ein paar deutsch gelesene dabei, das freut mich.
Wir können den Thread nun auch insgesamt sprachbarrierefrei weiterführen.

Meine Thread-Motivation und feste Eingrenzung auf auf deutsch gelesene Soc- und Sci-Fi-Romanempfehlungen hat sowas wie einen "sprachpsychologischen" Grund, falls es den Begriff gibt. Ich bewege mich nicht viel auf deutsch, weshalb ich oft beim Sprechen und Schreiben nach meinem Empfinden nicht den Kern dessen treffe, was ich eigentlich denke und ausdrücken will. Auch das Denken selbst ist davon negativ beeinflusst - und die Ich-Wahrnehmung. Weil ich aber gern Belletristik lese, schien das der einfachste Weg, meine muttersprachlichen Synapsen zu trainieren. Schlecht Geschriebenes bzw schlecht Übersetztes muss dabei vermieden werden, weil mir das sehr quer runter geht.
Daher der Thread.
Die Wirkung, die die 3-4 hintereinander auf deutsch gelesenen Romane hatten, war auch spürbar. Ich hatte mir auch gewünscht, dass durch's Wiederbeleben auch das dicke Fell wiederkommt, das man braucht, wenn man sich in Deutschland bewegt. Aber ich glaube, darauf verzichte ich dann doch auch in Zukunft.
Ich lese auch schon wieder nur Englisch. Der Versuch war's zwar wert. Im weiteren Verlauf wär das abzusehende Ergebnis aber aus philosophischen Inkompatibilitäten nicht erstrebenswert.
 

Hoschie

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Habe vor Kurzem die "Hyperion-Trilogie" von Dan Simmons gelesen. Nachdem das Buch jetzt 7 Jahre lang hier rumstand, und ich vor 7 Jahren nicht über die ersten paar Seiten hinauskam, habe ich zum Lesen ein paar Wochen gebraucht und kann es jetzt endlich zurückgeben. Ich verbuche das Buch auf meinen Platz 1 im Genre.

Mir war im Anschluss daran nach mehr Science Fiction, und so bin ich zum lokalen Buchladen geradelt und habe mir "Die drei Sonnen" von Cixin Liu besorgt. Leider eine Enttäuschung, dieses Buch gehört sicher nicht in die Top-10. Ich besorge mir jetzt mehr von Dan Simmons: Endymion wird umgehend angeschafft!

Auch nicht in die Top-10 gehört die "Höhlenwelt-Saga" von Harald Evers. Ursprünglich mal als Trilogie geplant, fing die Saga ganz gut an, und war zwischendurch wirklich spannend! Als ich das gelesen habe, war die Trilogie noch nicht komplett, und irgendwann musste man dann auf die Fortsetzungen warten. Nur leider passierte zu guter Letzt etwas, was viele wohl auch bei George R.R. Martin befürchten: Der letzte Roman des zweiten Zyklus wurde posthum von seiner Frau anhand von Manuskripten und Aufzeichnungen zu einem hastigen Ende der Saga zusammengeschustert und veröffentlicht. Schade, sah lange wirklich gut aus.

Weiterhin habe ich früher noch ein paar Bücher von Asimov und Clarke gelesen. Asimov's Foundation-Trilogie hatte ihre Längen, aber war phantastisch, und wurde hier schon genannt. Und Clarke ist zum Teil schon sehr lange her (2001 etc), das Rendezvous mit Rama und besonders die Sequels dazu blieben leider eher blass, fand ich.

Toll fand ich die Elric-Saga und die verschiedenen Reinkarnationen des tragischen Helden von Michael Moorcock. Gehört nicht ins SF-Genre, aber zur Phantastischen Literatur. Könnte sein, dass ich es heute nicht mehr gut finde, aber ich habe es damals verschlungen.

Ganz lange her ist eine Geschichte, die ich im Kindesalter (Grundschule) gelesen hatte, und die ich damals sehr fesselnd fand. Ich habe jahrzehnte lang immer wieder danach gesucht, kannte aber weder den Autor, noch den Buchtitel, sondern nur ein paar wenige Details aus der Geschichte. Letztes Jahr bin ich dann fündig geworden: Die Keill Randor Reihe (Last Legionary) von Douglas Hill. Leider nicht alle Titel wurden übersetzt, sie sind es wohl auch nicht wert (zumindest nicht aus Sicht eines Erwachsenen, damals fand ich's toll). Und wer das mit 10 gut fand, fand mit 13 wohl auch Gefallen an Perry Rhodan.

CS Hoschie
 
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DocHighCo

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Hallo,

ich habe auch ziemlich viel vom oben genannten in früheren Jahren gelesen und neuerdings auch als Hörbuch gehört - letztens diverse Dune-Bücher von Frank Herbert und aktuell "Delta-V" von D. Suarez. Irgendwie muß man ja die Zeit auf der Autobahn und Staus sinnvoll überbrücken.
Aber dieser Thread wurde ja von Silverette eröffnet und von der habe ich lange nichts mehr hier gelesen. Ich hoffe es geht ihr gut.

Viele Grüße

Heiko
 

silver

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Mir gehts gut! Bloss sternlose Saison :rolleyes:

Niven / Pournelle: Mote in God's eye und The Gripping Hand hab ich auf hiesige Empfehlung auf engl gelesen. Tolle Story. Was mich fasziniert hat war, wie sehr mir aufstiess, dass Frauen bloss Deko-Artikel sind und wie Navy-verliebt die Schreiber waren.
Beides war fast Grund genug, die Bücher nicht zu Ende zu lesen. Was für ne reaktionäre Weltsicht, wo 1000 Jahre in die Zukunft projiziert wird, dass sich Gleichberechtigung nicht etabliert und Navy-Gepflogenheiten sich nicht ändern.
Mein Widerwillen dagegen war spannend, weil er zeigt, dass unsere gesellschaftliche Konditionierung schon jetzt, nur 40 Jahre nach Veröffentlichung, viel weiter ist, als sich die Autoren für 1000 Jahre später ausmalen konnten.

Den Klassiker gucke ich mir mal genauer an, @Wattwurmi . Gesellschaftsvergleich finde ich spannend, auch, wie er vor 120 Jahren analysiert und in Belletristik verpackt wurde. Auf zwei Planeten – Wikipedia
 

DocHighCo

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Hallo,

schön, daß es Dir gut geht Silverette. Ich hatte ein Weile nichts mehr gesehen von Dir hier im Forum.
Als ich jünger war, habe ich Niven/Pournelle verschlungen. Jetzt habe vor nicht allzu langer Zeit auch mal wieder "The Mote in Gods eye" gelesen, weil ich vor über 30 Jahren auch begeistert davon war. Ich fand das zwar immer noch eine interessante Story, muß aber sagen, daß ich das auch über lange Strecken für meinen jetzigen Geschmack zu einfach gestrickt fand. Auch der "die Space Force wird´s schon richten"-Unterton ist mir heutzutage zu allgegenwärtig. Als bewußt frauenfeindlich oder reaktionär würde ich es aber nicht runtermachen. War wohl damals so und die Autoren haben sich vermutlich nicht viele Gedanken gemacht und nur den Zeitgeist bedient.
"Auf zwei Planeten" hatte ich übrigens auch irgendwann mal gelesen.

Gruß

Heiko
 

donadani

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Richtig gut hat mir zuletzt Eisenhorn aus der Warhammer 40k Bibliothek gefallen - wenn man sich drauf einlässt - ein großer Spaß! :)
 

Ronald_Stenzel

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auch wenn es kein Roman ist, sonder eher eine Novelle, aus dem Genre ScoFi - von Kris Neville: "Der Demagoge".
Darin geht es um die recht simple Möglichkeit durch einfachste Manipulation des Konsumverhaltens der Bevölkerung, eine ganze Gesellschaft zu stürzen.
Leider findet man mittlerweile in der Realität überraschende Parallelen.

viele Grüße - Ronald
 
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