Saturn mit Methanband-Filter am 26. April 2008

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marioweigand

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Hallo!

Hier ist das Ergebnis meines first lights mit einem
Methanband-Filter von Asahi Spectra an Saturn!

Leider kommt mit dem Filter nur sehr wenig Licht durch,
sodass das Aufnehmen mit Primärbrennweite schon herausfordernd ist...

Belichtet habe ich ca. 600 x 1,8s
Damit die Planetenkugel nicht ganz so dunkel ist habe ich noch am Gammaregler gedreht.

Link zur Grafik: http://www.skytrip.de/saturn/saturn2008-04-26-1a.jpg

Viele Grüße,

Mario
 
Hallo Mario,

schönes Bild wobei ich mir sofort die "wissenschaftliche" Frage stelle: Was lerne ich daraus? Vielleicht kannst du mich als Nichtphysiker aufklären.

cs Harald
www.unigraph.de
 
Hallöchen Harald,

ich antworte einfach mal auf deine Frage an Mario:
Auch die Gasplaneten sehen wir ja, weil sie letzlich nur Sonnenlicht reflektieren. Allerdings wird z.B. im Methanband, das Licht besonders gut absorbiert (statt reflektiert). Das ist also so eine Art "Frauenhoferlinie bei Planeten".

Das amüsante an den Methanbandfiltern ist, dass sie eigentlich ursprünglich dafür gebaut wurden, um lichtschwache Sterne/ Monde etc. in unmittelbarer Nähe zu den hellen Gasplaneten beobachten zu können ohne überstrahlt zu werden (auf dem Bild oben lassen sich problemlos 4 Monde identifizieren). Statt nun aber den Gasplaneten dank des Filters "auszublenden", machen sich viele inzwischen den Spaß daraus, damit Strukturen auf den Planeten nachzuweisen. Besonders bei Jupiter ist das spannend, weil man hier schön erkennen kann, dass ganz andere Wolkenstrukturen hell oder dunkel sind als im Weißlicht.

Gruß
Andy
 
Hallöchen ebenfalls,

Der Methanbandfilter ist auch gut geeignet, um z.B. Sternbedeckungen
durch die Gasplaneten besser aufzunehmen, da die Planetenkugel ja relativ dunkel wird
und so der Kontrast zum Stern erheblich gesteigert wird. So lassen sich u.a.
atmosphärische Phänomene nachweisen.

Viele Grüße
Michael
 
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