Schärfere und detailliertere Bilder, welche Komponenten aufrüsten?

pmneo85

Mitglied
Hallo Zusammen,

nach den letzten tollen Nächten, stelle ich mir nun die Frage (alles auf längere Sicht), welche Komponenten in meinem Setup mehr Schärfe und Details in die Aufnahmen bringen?

Die Fragen die in meinem Kopf um gehen:

Würde es sich mehr lohnen eine bessere Optik mit meiner Canon 550Da zu verwenden?
Oder wäre eine bessere Kamera zuerst sinnvoller? - z.B. eine ASI 1600 mit Filterrad?

Ich meine, wo fängt man am besten an?

Danke & Gruß
 

DocHighCo

Mitglied
Hallo Philip,

die Komponente, die langfristig am meisten bringt, ist ein neues Haus mit Beobachtungsterasse in südlicher trockener wolkenfreier Höhenlage.:)

Gruß

Heiko
 

maximilian

Mitglied
Hallo!

die Komponente, die langfristig am meisten bringt, ist ein neues Haus mit Beobachtungsterasse in südlicher trockener wolkenfreier Höhenlage.
Eine Kuppel auf einem Turm mit Rundumsicht ist noch viel besser. Oberhalb der Tropopause.

Ansonsten würde ich nach meinen Erfahrungen beim Aufrüsten von Montierung/Stativ/Säule/Fundament anfangen.

Grüße
Maximilian
 

Bikerwaldi12

Mitglied
Hallo
Ein Astrofotografie Kollege von mir hat das gleiche Teleskop wie du. Er macht damit phantastische Astrofotos von denen er sogar schon welche an eine Astronomie-Zeitschrift verkaufen konnte. Seine Bilder waren immer schon gut, aber der Umstieg von einer DSLR auf eine ASI294MC PRO brachten, seiner Aussage nach, nochmal eine deutliche Verbesserung seiner Bilder. Vor allem die Kühlung des Sensors in den wärmeren Monaten ist ein großer Vorteil, da sie das Sensorrauschen deutlich verringert. Ich würde zu einer gekühlten Astrokamera raten.
VG Walter
 

frasax

Mitglied
Hi,


bevor du Geld in die Hand nimmst, würde ich erst mal schauen ob man die bestehende Ausrüstung nicht noch weiter ausreizen kann.
Also ist die Frage bei dir, sind alle Komponenten schön aufeinander angestimmt. Passt z.Bsp. die Justage deines Newtons, läuft die Nachführung perfekt und hast du wirklich zu 100% perfekt fokussiert? Bezogen auf deinen Affenkopfnebel den ich mir gerade mal angeschaut habe. Ich glaube da geht noch was, bevor du dein Heil im Kauf neuer Komponenten suchst.
Auch das aussortieren von schlechten Bildern kann Wunder wirken, nicht immer alles in den Stack rein werfen, nur weil man es ja hat.

In meiner Signatur ist ein Link zu meinem YouTube Kanal. Vor zwei Wochen hatte ich Tommy Nawratil zu Gast und er erzählt einiges darüber wie man die Sterne runder bekommen kann. Vielleicht hilft dir das ja erstmal weiter.

CS Frank
 

pmneo85

Mitglied
Hallo Zusammen!

Danke schon mal für eure Antworten :)

@DocHighCo Das wird schwer :D Spannend wäre aber eine ins Wohnmobil integrierte Sternwarte :cool: Aber ob das meine Frau aktzeptiert? _affeaugen:

Es ist ja wie gesagt nicht so, dass ich sofort was tun will. In Planung ist bereits eine Betonsäule ... Aber aktuell nicht so einfach an Zement zu kommen :cautious:

@frasax Ich hab mir schon einige Filme von dir angeschaut! Echt klasse und informativ!(y)(y)

Fokusierung bekomme ich aktuell nicht feiner hin. Muss mir aber evtl. noch eine Bahtinov Maske zulegen. Aktuell mache ich den Fokus mit Ekos und meinem Motorfokus (Deep Sky Dad 3).

Ausrichtung, ja ... das ist so ne Sache :D Habe ich schon manuell mit dem Polsucher gemacht, zuletzt immer mit Platesolving / Polar Alignment von Ekos. Dort erhält man dann ja ein Korrekturvektor und der war zuletzt quasi 0. Aber ob das 100% stimmt ... ich weiß es nicht ;)

Nachführung, ja ... das klappt inzwischen eigentlich, allerdings weiß ich nicht ob mein 180mm Guider Scope nicht doch evtl. zu "klein" ist. Nur welches Scope wäre besser? Hätte auch ne 2x Barlow für 1,25" da, hab mich aber noch nicht getraut die zu verwenden, wird ja dann auch um das doppelte dunkler oder? (Jetzt f3.6, dann f7.2)

Zum ende noch die Bearbeitung, ja ich denke da steckt noch viel mehr drin bei mir. Ich schöpfe bestimmt auch die Möglichkeiten von PI nicht aus....

Und ja, ich muss zugeben, dass ich mir bis dato nicht alle Frames vorher angeschaut hab :censored:.

Gruß
 

mettling

Mitglied
Hallo Gruß,

wenn ich mir durchlese was Du so schreibst, brauchst Du die nächsten ein, zwei Jahre noch keine neue Ausrüstung. Du beherrscht ja anscheinend selbst das vorhandene Equipment nicht vollständig, zumindest machen deine ausweichenden Antworten im letzten Posting diesen Eindruck. Entweder das Guiding läuft oder nicht. Was meinst Du mit "klappt inzwischen eigentlich "? Sind die Sterne rund oder nicht?

Wie sehen die Sterne im Feld aus? Sind sie überall rund und fein ?
Sind die Sterne auf den Bildern scharf fokussiert oder nicht?
Und wenn Du PI noch nicht wirklich beherrscht, würde ich an der Stelle ansetzen.
Und schaff Dir eine Batinhov-Maske an. Das dürfte momentan die sinnvollste Anschaffung sein, die Du tätigen kannst. (y)

Bis dann:
Marcus
 

pmneo85

Mitglied
Hallo Marcus,

nunja, ich bin erst seit 3 Monaten "dabei" und habe noch nicht so viel Erfahrung.

Das Guding läuft soweit ich das Beurteilen kann gut. Der Pilot bewegt sich meist innerhalb 2 Bogensekunden.

Hier ein 1:1 meiner M51 Aufnahme von heute nacht:
Sterne.jpg


Der Polare Fehler lt. Plate Solving beträgt aktuell 1' 06":
PolarError.png


Ist das Ausreichend?

Ich denke schon das der Fokus passt. Zu mindestens sind ja auch sehr kleine und feine Sterne zu sehen.

Gruß
 

joetaiga

Mitglied
Welchen RMS Wert hat das Guiding? Dein letztes Bild vom Eulennebel ist schon verhältnismäßig gut aufgelöst.

Ansonsten hast du ca. 4,3µ Pixel und damit ca. 1,25" pro Pixel. Damit bist du eigentlich im grünen Bereich. Das passt gut zusammen. Der Verhältnis Auflösung:pixelgröße sollte >=2:1 sein, damit du die maximale Auflösung erreichst. Bei mir liegt die Auflösung im Idealfall um 2", im übelsten Fall 4", meistens 2,5-3". Meine Erfahrung ist auch, dass die Auflösung bei Farbkameras eher bis 3:1 Vorteile bringt. Da hilft dann nur Brennweite, damit vergrößerst du das Sampling. Die Auflösung skaliert dann noch leicht mit der Öffnung, theoretisch bis 8-10". Dann wird es kaum noch einen Unterschied machen.

Da bist du aber noch weit weg. Die Bilder selektiv zu schärfen macht nochmal einen riesen Unterschied.

Dann würde ich den Fokus gerade in den Abendstunden alle 1/2 Stunde kontrollieren und korrigieren. Eine 50stel Umdrehung bei der Mikrountersetzung macht schon einen messbaren Unterschied. Du hast ja einen Motorfokus. Z.B. NINA kann damit automatisch den Fokus korrigieren, wenn du eine ASCOM Schnittstelle für deinen Motorfokus hast.

Die anderen haben es ja schon gesagt, solange du handwerklich dein Equipment nicht ausreizen kannst, hilft auch kein anderes Equipment. Die handwerklichen Fehler würden sich nur auf das neue Equipment übertragen.

Für 3 Monate sind deine Ergebnisse btw. schon extrem gut :)

Edit: ich seh grad deinen Update. Das Guiding ist ok. Welche Höhe war die Aufnahme?
 

pmneo85

Mitglied
Guding Rate ist 0,5 was lt. GUI 133,3 enstpricht:

settings.png


Btw: Evtl. ist das nicht so klar raus gekommen bis jetzt. Ich möchte _nicht_ sofort was neues Bestellen. Meine Frage geht in die Richtung auf welches Equipment ich "sparen" sollte.

Gruß
 

pmneo85

Mitglied
Das hier ist ein 1:1 Ausschnitt aus meiner M1 Aufnahme von Gestern:
M1_1zu1.jpg


Ich denke, das Guidung hat Funktioniert, oder? Ich habe nur gestreckt, mit PI Farben Kalibriert und dann in Photoshop Camera Raw Filter die Sättigung erhöht und etwas geschärft.

Roh kam das aus dem Stacking:
M1_1zu1_roh.jpg


Gruß
 

pmneo85

Mitglied
Hier noch der Stack von M101 (1:1 Ausschnitt):
M101_1zu1.jpg


Was sagen die Profis? Was muss ich besser machen, damit es schärfer wird?

Gruß
 

pmneo85

Mitglied
Hallo Klaus,

M101 ist 5,5 Std. belichtet. mit 180s pro Frame. (war vorher nicht im Sichtfeld)

M1 ist nur 2,5 Std belichtet, auch mit 180s pro Frame. (war dann nicht mehr im Sichtfeld)

Wie lang müsste es denn dann sein? Oder meinst du die einzel Belichtung verlängern?

Gruß
 

joetaiga

Mitglied
Da geht noch viel.

Alle halbe Stunde den Fokus kontrollieren, den Fokuspunkt penibelst genau treffen (wie gesagt, 1/50 Umdrehung der Feineinstellung), helle Bereiche selektiv schärfen, möglichst um den Meridiandurchgang aufnehmen, gutes Seeing für kleine feinstrukturierte Aufnahmen nutzen.

Guiding RMS im Zenit <0,8" würde ich als gut bezeichnen, <0,6" als sehr gut. Das Guiding sollte man bei unruhiger Luft etwas glätten durch längere Belichtungszeiten. 2-5 Sekunden je nach dem. Du kannst dir die maximale Zeit ausrechnen, wenn du den periodischen Fehler deiner Montierung misst. Näherungsweise ist das ein sinusförmiger Verlauf. Das Delta sollte an der steilsten Flanke der Kurve kleiner als dein RMS Wert sein, den du erreichen willst. Wenn der RMS 0,5" beträgt und die Montierung erzeugt innerhalb 5 sek an der steilsten Flanke diesen Fehler erzeugt, dann ist das deine maximale Belichtungszeit für den Guider. Ich würde sogar noch etwa darunter bleiben. Meine Montierung hat einen PE von +- 7", d.h. ptv 14", die Hälfte der der 8 min läuft sie durch die steile Flanke und das zweimal. Das sind 28" in 4min oder 240sek. Ich kann also 4-5 sek belichten ohne dass der Guider den PE nicht richtig korrigieren kann. Ich nehme im Moment 3 sek auf und habe gute Ergebnisse. 5 sek gingen aber auch noch je nach Höhe und Seeing. Beim Helixnebel habe ich z.B. RMS Werte von 2" beim Guiden, weil der so tief steht und könnte dementsprechend länger belichten, um der Luftunruhe entgegen zu wirken.

Du kannst auch mal mit kürzeren Belichtungszeiten und höheren ISO bei deiner Canon experimentieren.

Du kannst auch mal ohne Guiding experimentieren. Die maximale Belichtungszeit kannst du wie oben abschätzen. Du musst statt dem RMS Wert nur die Pixelgröße in " verwenden. Meine Pixel haben bei 1m Brennweite ca. 0,8". Die Abweichung sollte kleiner sein, das wären dann <8 sek. Man kann auch akzeptieren, dass manche Sterne etwas unrund sind oder diesen Anteil einfach wegwerfen und etwas länger belichten. Ohne Guiding habe ich ein paar Aufnahmen mit 10sek gemacht. Die DEC:RA Durchmesser ist >0,8. Das hat noch keine spürbaren Auswirkungen, da der Anteil gering ist. Saubere Einnordung ist aber Voraussetzung.

Dann kommt aber der Punkt Seeing. Das kann gerne mal ziemlich schlecht sein. Da hilft dann alles nix außer große Gesichtsfelder aufzunehmen. Die sehen trotzdem gut aus.
 

pmneo85

Mitglied
Hallo joetaiga!

Danke für deine ausführliche Antwort :)

Fokus habe ich auch nochmal immer wieder überprüft. Ich nehme hier aktuell den Mittelwert von zwei Sample Aufnahmen.

Mit den Belichtungszeiten hatte ich bereits schon mal experimentiert.
Du kannst dir die maximale Zeit ausrechnen, wenn du den periodischen Fehler deiner Montierung misst. Näherungsweise ist das ein sinusförmiger Verlauf.
Wie messe ich diesen denn am besten? Tracking ohne Guding laufen lassen, c.B. 5 Minuten und dann den Fehler vermessen?

Was mir etwas komisch vorkommt, ist das nach dem Ditthern der RMS immer sehr groß ist. Evtl. muss ich hier beim Capture eine längere Wartezeit probieren.
settings.png


Diese Nacht habe ich mit 2x2 Binning Guided. Da bin ich mir auch unsicher, denn das ist ja nur die halbe Auflösung, richtig?

Danke & Gruß
 

KlausTietzel

Mitglied
Hi, ich koennt mir deconvolution vorstellen. Das funzt umso besser umsomehr signal da ist. Wie lange - kommt auf deine bedingungen an. cs
 

frasax

Mitglied
Hallo,

du hast viele sehr gute Tips bekommen. Das sieht auch echt schon gut aus dafür, dass du erst so kurz dabei bist (ich habe ja bei KStarsEkos sehr schnell die Flinte ins Korn geworfen, Chapeau!). GGF, solltest du über PHD2 Guiding nachdenken, kann man noch etwas besser feintunen, und ein OAG Guider ist immer einem Leitrohr überlegen in Punkto Genauigkeit.
Über Justage haben wir jetzt noch nicht gesprochen, kann man aber immer schlecht dokumentieren.

Guter Rat ist Deconvolution, wie Klaus sagt funktioniert das umso besser, je mehr Signal du hast. Da kommt es letztendlich auf lange Gesamtbelichtungszeiten an. Der Effekt kann schon sehr viel bringen bei etwas Brennweite und gutem Sampling. Bei kleinen Brennweiten mache ich das nicht, lohnt nicht.
Dann einfach kritischer sein bei der Beurteilung der Bilder bzw. Aufnahmebedingungen. Etwas Zirren und die Sterne blähen sich extrem auf. Schlechtes Seeing ebenso. Die letzten drei Nächte hier in NRW waren sehr verführerisch. Aber es war immer etwas Dunst in der Luft und das Seeing miserabel am Ende noch extremer Wind. Da macht man besser was mit kleinen Brennweiten. Des weiteren alles aus dem Stack rauswerfen was nicht gut ausschaut. Guidingfehler, Wackler, Zirren, vergessen zu fokussieren etc. alles in den Müll, gnadenlos.
Dann ist als nächstes tatsächlich der Standort ein Faktor. Bevor du dir ein Weltraumteleskop kaufst oder eine Remotesternwarte in Chile, schau was du an deinem Ort besser machen kannst. Optik auskühlen lassen bzw. schön gleichmässig belüften. Weg von Flächen die sich tagsüber stark aufheizen. Teer ist Horror, Beton auch nicht besser, also weg von der Zivilisation, der gute alte Acker ist am besten. Etwas warten nach der Dämmerung, damit sich wenigstens die krassesten Wärme blasen vom Boden lösen können. etc etc etc da kann man Doktorarbeiten drüber schreiben.

Wenn du dann noch unbedingt sparen möchtest können wir dir gerne aber auch noch was zum Träumen geben:) Soll es denn mobil sein (Wohnmobil sagtest du?) oder fest aufgestellt. Lange Brennweiten z.Bsp. gehen m.E. nur fest.

CS Frank
 

pmneo85

Mitglied
Hallo Frank!

OAG ... geht das überhaupt mit DSLR? Der Oag vergrößert ja zwangsläufig den Abstand vom Okularauszug, bzw. in meinem Fall vom Korrektor (M48) zum T2 anschluss meiner DSLR?

Justage, ja, da habe ich aktuell "nur" so nen 1,25" Plastikding mit Loch und Reflektor. Zusammen mit dem Aufkleber am Hauptspiegel meine ich dass es ganz gut klappt. Ich drehe das Okular immer um 180° während ich durch schaue.
Die Laserdinger lese ich in Bewertungen immer mal wieder, dass diese oft selbst nicht richtig justiert wären? Gibt's hier evtl. eine klare Empfehlung? Ich hab bei Teleskop Express auch das hier gefunden: Teleskop-Express: TS-Optics Concenter 2" Justierokular für Newtonteleskope Was meint ihr?

Wind war es bei uns auch reichlich. Und was das Seeing betrifft, meine ich das es OK war, aber da fehlt es mir gewaltig an Erfahrung. Ich besitze ja insgesamt erst seit Anfang des Jahres ein Teleskop überhaupt ;)

Mein Setup stand seit Sonntag am selben Fleck, daher sollte es gut ausgekühlt sein. Zudem habe ich immer 2 Objekte gemacht. Von ca. 20:00 Uhr bis 23:00 Uhr noch was im bereich vom Orion und dann bis zum morgen was im nördlichen Himmel , z.B. M51, M101 etc.

Die grundsätzliche Frage die sich mir eben gestellt hatte, war: mal angenommen ich hätte ca. 2k übrig. Würde es sich mehr lohnen eine bessere Kamera zu kaufen oder eine bessere Optik.
Die 550Da war nicht sonderlich teuer ~250€. Die Alpha6400 möchte ich nicht Astromodifizieren, außerdem stellt sich hier ja immer mehr heraus, dass sie für Astrofotografie nur bedingt taugt. (siehe Schwarze Streifen bei Sony Alpha 6400 - Star Eater Problem?)

Danke an euch alle & Gruß
 

frasax

Mitglied
OAG ... geht das überhaupt mit DSLR? Der Oag vergrößert ja zwangsläufig den Abstand vom Okularauszug, bzw. in meinem Fall vom Korrektor (M48) zum T2 anschluss meiner DSLR?
Gibt doch den kurzbauenden, ich glaube von TS und meine auch von T-austria.

Justage, ja, da habe ich aktuell "nur" so nen 1,25" Plastikding mit Loch und Reflektor.
Ich justiere ja nur mit dem Chesire und finde es das beste Tool. Das CatsEye Tool ist drauf bezogen das beste was ich je gesehen habe. Aber teuer. Concenter komme ich persönlich nicht mit klar. Laser und Chesire (das Ding mit dem Loch) ist ne sehr gute Kombi. Google mal nach dem Justage Primer von Tommy nawratil.

meine ich das es OK war, aber da fehlt es mir gewaltig an Erfahrung.
Wenn die Sterne sehr funkeln is es schlecht:) Leider oft auch sehr
2k übrig. Würde es sich mehr lohnen eine bessere Kamera zu kaufen oder eine bessere Optik
Ich glaube die Optik kannst du gut trimmen so dass sie sehr gut abbildet. Ich bin erstaunt wie gut diese PDS sind. Das nächste wäre dann ein Carbon Newton oder Astrograph a la Takahashi Epsilon oder ein APO wie der Esprit.
Womöglich ist das Geld aber dann am besten in eine monochrome CMOS/CCD investiert. Der 1600er CMOS Chip z.Bsp. Ich persönlich würde zur CCD greifen, ATIK mit Sony Chip. Aber das ist ein anderes Thema:)

klar dann.
 

pmneo85

Mitglied
Danke Frank!

Ich denke das die Justage aktuell nicht (noch nicht?) das Hauptproblem darstellt, sondern wirklich das Guding.

Gestern war der Himmel wieder klar und so habe ich zuerst mit einer 2x Barlow Linse getestet.
Mit F7.3 wars da schon relativ Dunkel und der interne Guider hat nicht richtig funktioniert.
Also Barlow wieder raus und neuer versuch. Getestet hab ich an M78, also relativ Tief.

Habe dann aber mein Setup auf PHD2 umgestellt:

Hier ein Screenshot der Calibration:
31-03-_2020_08-16-23.png

Was sagt ihr dazu? Die Punkte bei Declination schauen recht komisch aus für mich.

Eine Auswertung der Daten nach dem Meridianen Flip hat ergeben:

RADE
MAX
3,24191​
4,34509​
AVG
0,83036868​
0,58513261​
>2
249​
192​
Anzahl
6451​
6451​

Brauche ich ein anderes Guider Scope mit höherer Brennweite? Ich hatte ja die 2x Barlow getestet, aber noch mit dem internen Guider. Das war schon recht Dunkel und es kam kaum was brauchbares raus. Werde ich aber nochmal mit PHD2 testen.

OAG funktioniert mit meiner DSLR + Koma vermutlich nur, wenn ich sowas hier nehme: Teleskop-Express: TS-Optics Off-Axis-Guider für Canon EOS Kameras - ersetzt den T-Ring, denn ich ich muss direkt mit M48 an den Korrektor ohne M48 zu t2 Adapter, sonst passt die Korrektur nicht.

Was verwendet ihr denn für Guider Scopes?

Danke & Gruß
 

svenk123

Mitglied
Hallo,

das sieht doch ganz gut aus. Dass die Punkte nicht exakt auf der roten bzw. blauen geraden liegen ist vollkommen normal. Nur wenn das ganze wie eine Kurve aussieht, hättest Du ein Problem mit Backlash. Nahezu senkrecht stehen die beiden Geraden auch. Das ist auch sehr gut.

Wie klein die Brennweite Deines Guidescopes sein kann um noch vernünftig Guiden zu können hängt auch von der Pixelgröße Deiner Guiding-Kamera ab. Mit den üblichen 8x50 Guidescopes (ca. 200mm-Brennweite) kannst Du mit den heutigen Guiding-Kameras locker ein Aufnahmeteleskop mit > 10000 Brennweite guiden. Wahrscheinlich kannst Du Dir das mit der Barlow sparen.

Vielleicht noch ein Hinweis. Bei schlechtem Seeing verwende ich häufig einen Rot-Filter an der Guiding-Kamera um das Seeing zu beruhigen. Das bringt dann etwas, wenn Du mit kurzen Guiding-Belichtungzeiten um die 1s arbeitest.

CS
Sven
 

pmneo85

Mitglied
Hallo Sven,

Danke für dein Feedback :)

10m Brennweite :D ? ich denke und meinst 1000mm oder?

Das mit dem Rotfilter finde ich interessant, d.h. du baust das öfters um? Wenn es das Seeing beruhigt, wäre es dann nicht sinnvoll immer einen zu verwenden? Oder ist es, weil einfach weniger Licht durch kommt?

Gruß
 

pmneo85

Mitglied
Heute habe ich beim Justieren festgestellt, dass mein Hauptspiegel spiel hat und verkippen kann!

Ich habe ihn dann ausgebaut und die Halter leicht nachgezogen. Der Spiegel wird ja in einer Art Gummi gehalten:
20200401_174318.jpg


Schwindet das evtl. mit der Zeit?

Danke & Gruß
 

pmneo85

Mitglied
Hmmm ...
Irgendwie habe ich die Sache jetzt schlimmer gemacht (imho).
Der Spiegel lässt sich in der Halterung drehen -> Kann er trotzdem verspannt sein?

Wenn ich mir die Sterne ansehe, dann scheint die Abbildung überhaupt nicht zu passen: (Alles vom selben Bild)
LinksOben.jpg
RechtsOben.jpg
Mitte.jpg
LinksUnten.jpg
RechtsUnten.jpg

Was meint ihr?

Danke & Gruß
 

frasax

Mitglied
Hi,

ich bin wahrlich kein Newton Justage experte, das gebe ich gerne zu, insofern das nun folgende unter Vorbehalt. Aber wenn du den HS schon ausgebaut hast, dann konzentriere dich zunächst voll auf den Fangspiegel. Es ist IMO das wichtigste, dass dieser absolut zentrisch und rund im OAZ ausschaut. Dann würde ich den HS wieder einbauen (falls du das schon gemacht hast, du kannst ihn jederzeit abdecken, in dem du z.Bsp. ein Blatt Papier von innen in den Tubus klebst, so dass der HS nicht mehr sichtbar ist). Was die Befestigung der Spiegel angeht, irgendwas zwischen nicht zu feste und nicht zu locker wird vermutlich richtig sein. Meine Vermutung ist, dass wenn der FS erstmal richtig justiert ist, bis zu schnell bei einer sehr guten Justage. Und mehr Gedanken würde ich mir dann an dieser Stelle gar nicht machen.
CS Frank
 

pmneo85

Mitglied
Danke Frank,

Ich habe nochmal dein Vorgeschlagenes Dokument "Justage Primer von Tommy nawrati" gelesen. Dort schreibt er:

Wichtig: Nie mit Tubus horizontal in der Waagrechten justieren! Denn der HS wird nie ganz von seinen Klammern fixiert - nur gegen Herausfallen gesichert - und kippt in der Horizontalen vielleicht etwas nach vorne. Immer auf die Sterne zielen beim Justieren, genau wie beim Knipsen, damit der HS korrekt in seiner Zelle sitzt.
Ich habe den HS wieder ausgebaut und das ganze wieder mehr gelockert, denn das Spiel das ich beobachtet hab, scheint ja "gewollt" zu sein. Mein Fehler lag wohl tatsächlich darin, dass ich sehr Horizontal justiert habe, dabei ist mir eben das Verkippen aufgefallen!

FS sieht für mich sehr rund aus. Zudem werde ich die Justage wie in dem Dokument beschrieben nochmal _mit_ Korrektor prüfen.

Leider hab ich noch keinen Laser, das Dokument beschreibt ja die Justage damit. Aber Corona-Bedingt lässt die Lieferung auf sich warten :cautious:

Gruß
 
Oben