"schneckenfehler?" bei seben eq em 10 | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

"schneckenfehler?" bei seben eq em 10

orionbith75

Mitglied
hallo,

besitze neuerdings gebraucht die seben eq em 10 montierung.

habe ca 6kg auf der montierung und verwende sie f die astrofotografie.

nun mein problem:

wenn ich mit der handsteuerbox 8X, 4X, und 2X sterngeschwindigkeit über manueller nachführung mit fadenkreuzokular nachführen will, läuft die montierung in der declinationsachse bis zu 12s leer.

dh, trotz tastendruck auf sterngeschwindigkeit, bleibt der stern erst einmal 12s stehen, bevor er, wie er eigendlich gleich, oder spätestens 1-2s in die richtung laufen sollte, wie ich gedrückt habe.

bei der rectas-achse läuft er n ca. 3-4s, dass noch im rahmen zur nachführung ist.


wer kann mir helfen?

gruss markus

orionbith75@yahoo.de

 

Joschi

Mitglied
da wird wohl das Getriebespiel und oder das Schneckenspiel zu groß sein.
Auch die Montierung kann generell zu schwergängig sein.
Es kann aber auch sein das Du das teleskop zu perfekt austariert hast.
Du siehst es gibt viele Ursachen.
VG Cl.-D
 

Stein

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Moin ...

... ich hatte diese Montierung auch mal ... schau mal, ob die zwei Zahnräder in Dec fest auf den Wellen sitzen. Die Madenschrauben die Du dort findest, kannst du eigentlich gleich gegen kurze normale M3 (?!) Schrauben austauschen ...

Astrofotografie geht mehr schlecht als recht mit der EQ-EM10 ... aber es geht ... am Ende meiner Bastelei (Autoguider, Fett, etc) konnte ich etwa 3-5 Minuten belichten. Manchmal mehr, manchmal weniger.

CS

Peter
 

watchgear

Mitglied
Hallo Markus,

Sven Wienstein hat diese Montierung mal getestet (http://www.svenwienstein.de/HTML/seben_eq.html) und hat entdeckt, dass die Motorisierung aus einfachen Gleichstrommotoren ohne Rückmeldung - Also weder Servos noch Stepper - besteht.
Dabei wird einem natürlich schnell klar, warum sich eine zu stramm gestellte DE-Achse verhält, wie Du es beschreibst.

Ich bin ja selbst ein alter Bastelfritz - ich würde mich aber fragen ob es sinnvoll ist, auf der Basis fotografieren zu wollen. Das endet vermutlich im Frust. Besser, Du hältst die Augen wg. einer gebrauchten GP auf...

Gruß
Klaus
 

orionbith75

Mitglied
also die 1 madenschaube war lose, danke!

habe sie angezogen und glaube zu vermuten, dass es etwas bessser geht.

was kann man noch mit einfachen mitteln verbessern, damit es ausreicht, über manuell mit fadenkreuzokular zu fotografieren?

gruss markus



 

Komtur

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Hi, ich habe diese Montierung auch noch!

Die Schnecken laufen auf beiden Seiten mit dem Motor in einem Kunststoffring und zusätzlich auf der anderen Seite in einer hohlen Achsenschraube (oder wie auch immer Ding heißt...) und wird von einer Kontermutter gesichert! Nicht der Brüller! Das Spiel der Schnecke in diesem Lager, sowie der Andruck des kompletten Schneckengehäuses an die große Welle der Montierung habe ich immer, beim anziehen mit der Hand, geprüft!
Sprich: den Punkt gesucht, an dem sich der Drehwiederstand merklich erhöht und dann ein kleines Stück zurück!

Mit Gefühl eben, sodass sich gerade noch eine gewissen "Leichtläufigkeit" erhält...

Das Spiel ist dann recht akzeptabel...d.h. die Reaktionszeit, bis die Richtungsänderung sich einstallt, dauert höchstens ne halbe sec.

Das ganze gereinigt, neu gefettet (komplette Montierung) und sauber eingenordet, kommt man bei Brennweiten von 200mm-500mm schon an die 3-4 min ran, ohne Eier zu haben...
In wie weit eine bauartbedingte Streuung sich da bemerkbar macht, kann ich nicht sagen, vieleicht hatte ich mit meiner damals Glück, oder auch Pech, keine Ahnung, hatte nie Vergleichsmöglichkeit was die Zeiten betrifft...

Bei 1000mm wird es da schon bei 2 min eng...
Mehr fällt mir an "einfachen Mitteln" nicht ein...

lg Karsten
 
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Okular

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Hallo allerseits,

da ich mir die eq-em10 kürzlich geordert habe, verfolge ich den Thread mit Interesse.

Ich hoffe, dass die Montierung für visuelle Beobachtung mit meinem MAK 127/1500 ausreichend stabil ist.

Dass sie nicht fototauglich ist (jenseits der 3 Minuten), war mir klar. Ich habe sie einer Eq3-2 vorgezogen, da ich Wert auf Motorisierung gelegt habe. Wenn die Lieferung da ist, dann werde ich mal ein kleines Statement abgeben.

Vg
Franz



 

Komtur

Mitglied
@Okular
ich hatte einen 200/1000 Newton drauf mit allerlei KrimsKrams
(500er Russentonne via Witty als Sucher, Eos Huckepack, Bino usw.) sodass ich ein drittes Ausgleichsgewicht auf die Stange packen mußte... :pfeif:

Grenzwertig aber visuell allemal ok... :biggrin:

...und zum üben fand ich es perfekt, weil günstig und Hauptsache Nachführung und mit beiden Achsen steuerbar...

Von daher glaube ich, dass es für Dich passen wird...

Hab jetzt das ganze auf ne EQ5, die ich mir nachträglich auf Skyscan aufgerüstet habe, gepackt und erfreu mich im Moment am Goto, weil viiiiiiel Zeit des Suchens gegen Zeit des Beobachtens getauscht habe...

Werde die Em10 auf alle Fälle behalten, um nur die Eos draufzupacken... gerade für Übersichtsaufnahmen müßte es absolut ausreichen...

Deine Erfahrung würd mich mal jucken...

LG Karsten

 

Okular

Mitglied
Hallo EM10-Freunde,

meine Montierung habe ich gestern aufgestellt, der Zusammenbau war trotz fehlender Anleitung sehr einfach. Meinen Travelmak trägt sie sehr stabil, die Beine habe ich nicht ausgezogen, weil ich mit der kleinsten Höhe zufrieden bin (reicht für angenehmes Beobachten in Horizontnähe, z.B. Jupiter).

Zunächst hatte ich ein paar Probleme, die Achsklemmen in der Dunkelheit zu finden (ist meine erste "deutsche" Montierung). Aber nach kurzer Gewöhnung war das kein Problem mehr.

Bei der Deklinationsachse gibts auch bei mir eine Zeitverzögerung. Die lässt sich minimieren, wenn man auf 16 fache Geschwindigkeit stellt. Bei 16 fach habe ich wohl eine geschätzte Sekunde Leerlauf, bei 2 fach entsprechend mehr. Das tritt aber nur bei Richtungswechsel auf und ist für visuelle Beobachtung nicht sehr störend.

Ich kann jetz nichts über die Qualität dieser Montierung sagen, weil ich keinen direkten Vergleich zu anderen hier oft diskutierten China-Modellen habe. Freilich, die Verarbeitung ist nicht perfekt, die Materialien wirken teilweise schlicht. Aber das ganze ist stabil und Jupiter blieb lange ohne nachzuregeln im Okular. Beim Fokusieren gibt es kaum wahrnehmbare Erschütterungen, auch bei hoher Vergrößerung.

Der Motor läuft leise, beinahe unhörbar. Über die Haltbarkeit kann ich nur mutmaßen, daß es bei schonendem Gebrauch auch ein paar Jahre haltbar sein wird. Die Plastikscharniere am Stativ halte ich für bruchgefährdet, wenn man zu oft auf und zu klappt. Ebenso die Klemmschrauben. Kann auch sein, daß die Motorklemmen sich mit der Zeit abnützen oder brechen könnten.

Für 199 Euro war es für mich ein sehr guter Kauf und ich bin mit der gebotenen Leistung nach ca. 2 Betriebsstunden wirklich sehr zufrieden.

@Komtur: Kannst Du kurz beschreiben, wie die EQ5 mechanisch im Vergleich zur EM10 ist? (ich hatte die EQ5 auch 'unter Beobachtung')

CS
Franz

P.S: von dem oft zitierten China-Fett, das teilweise sogar auf die Teilkreise triefen soll, war bei meinem Modell keine Spur zu sehen


 

Stein

Mitglied
Hallo Franz ...

bezüglich des China-Fettes wette ich, das Du es spätestens im Winter bei Minus-Temperaturen merken wirst. Ich denke das die EQ-EM10 für´s Visuelle ihr Geld wert ist. Bei Fotografie scheiden sich die Geister ... ich hab damals meiner EQ-EM10 nen Autoguider-Anschluß spendiert, so das ich wenigstens mit 600mm auch mal ein vorzeigbares Bild hatte. Aber der Ausschuß war trotzdem viel größer als die Anzahl verwertbarer Aufnahmen, somit hab ich mich dann von der Montierung getrennt.

Sollte jemand mal auf die Idee kommen, die RA-Achse zu demontieren um das Schneckenrad zu entgraten und neu zu fetten ... ihr braucht einen Ofen und einen Hammer :D. Das Lager ist dermaßen auf die Achse und ins Gehäuse gepresst, das man mit "normaler" Gewaltanwendung nicht weiter kommt. Zumindest war es bei mir so.

Peter
 
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Komtur

Mitglied
@Okular,

ich habe die EM10 seit über drei Jahren und das einzige was sich verabschiedet hat war das Kabel zur Dec.! War irgendwann ein Wackler drin, thats all...

Ansonsten hat sie manch Anfängerfehler verziehen... :pfeif:

Als ich dann meine EQ5 bekam, hatte ich beide demontiert weil mir alles sehr ähnlich vorkam! Die Wellen laufen, im Gegensatz zur EM10 bei der EQ5 in Kugellagern! Die Feststellhebeln laufen bei der EQ5 irgendwie weicher! Kann an den Gummistopfen liegen, die auf die Haupt-, bzw. Antriebswellen im inneren drücken!

Material? Keine Ahnung!

Die Gleitringe sind im im Inneren gleich groß! Die inneren Hauptwellen haben nur in der Länge ihren Unterschied, kann man von der EQ5 in die EM10 bauen, bringt zwar nix, aber man kann... :biggrin:

Der Polhöhenblock und die Montierungsaufnahme am Stativ wirkt bei der EQ5 etwas filigraner als bei der EM10.

Alles in allem sind sich die beiden Montierungen sehr, sehr ähnlich bezüglich mechanischen und optischen Aufbau! Allerdings wirkt die EQ5 runder und satter bei Spiel mit der selben als die EM10!

Ach ja... der Goto-Spaß ist erstmal vorbei! ;(
Habe die Brocken zurückschicken müßen...
Von heute auf morgen zeigten sich Fehler, deren Beschreibung den Händler dazu veranlasste mir kund zutun, das das Teil mal besser zurückgeschickt werden sollte... Montagsteile? Schau mer mal... ist ne Woche her und warte auf Nachricht...

CS Karsten
 

Komtur

Mitglied
Da kann ich nur die "Leichtläufigkeit" im Winter bestätigen...
Deshalb :respekt2: an die Brüder, die veranlasst haben, so einen Schmalz zu verwenden! Da ging nämlich fast nichts mehr... :teufelgrr:

Was das Schneckenlager betrifft, so ging es einigermaßen gut! Wird wohl die normale Streuung sein... :applaus: :totlach2:
 

Stein

Mitglied
Hallo Karsten ...

ich mein nicht das Schnecken(wellen)-Lager ... sondern das eine Kugellager auf der RA-Achse ...

cs Peter
 
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