Sky Quality Meter

Domi93CH

Mitglied
Hallo Zusammen

Ich überlege mir ein SQM-L zu kaufen, gemäss Aussage vom Fachhändler sollen solche Geräte nicht besonders gut sein.
Daher nimmt es mich wunder, was eure Meinungen zum SQM-L sind:

  • Wie genau ist das SQM-L bei in kuzen Abständen wiederholten Messungen? (+- Abweichung des Werts)
  • Visuelle Vergleiche ob der Wert Plausibel ist, Augenmass mit Langjähriger Erfahrung
In erster Linie interessiert es mich zum Nachthimmel die Werte, die auf der Lichtverschmutzungskarte vorhanden sind.
Als Sternenhimmel zu erkennen. Bzw. Ein Gefühl zu bekommen was eine Änderung von 0.2 in Sichbaren Sternen bedeutet.

Würdet ihr mir so ein Gerät emfpehlen?


Gruess Dominic
 

Wolfgang Hofer

Mitglied
Hi Dominic!

Braucht man als Hobby-Astronom ein SQM-L? Nein!

Ich habe mir trotzdem eines gekauft - allerdings gebraucht. Der Neupreis war für mich persönlich dann doch oberhalb der Schmerzgrenze.

Wie gut ist das SQM-L?
Nachfolgend eigene Erfahrungen:

Die Messergebnisse sind gut reproduzierbar (ca. +/- 0,05 mag/arcsec²). Wir haben kürzlich zwei Geräte direkt miteinander verglichen. In der späten Abenddämmerung hatten beide Geräte zueinander eine Abweichung von < 0,05 mag/arcsec². Später (bei relativ schlechtem Himmel) zeigte ein Gerät 20,8 und das andere 20,9. (Das ist auch der Fehler, der von Unihedron in der Bedienungsanleitung angegeben wird.) Ja, der Wert ist plausibel!

Irgendwo hatte ich im Netz auch mal eine systematische, technisch-wissenschaftliche Untersuchung gefunden, bei der eine größere Anzahl an SQM-Ls verglichen wurden. Das Ergebnis war ähnlich: +/- 0,1. Ein ähnlicher Test wurde auch schon mal bei ITV gemacht.

Generell gilt: Wer belastbare und vor allem mit anderen Anwendern vergleichbare Messergebnisse erhalten will, kommt am SQM-L nicht vorbei. Denn:
1.) Es gibt kein vergleichbares Konkurrenzprodukt
2.) Es gibt schlicht und ergreifend keinen Kalibrierstandard, mit dem man Eigenbaugeräte kalibrieren könnte. Letztendlich gilt überspitzt formuliert: Himmelshelligkeit ist per Definition das, was das SQM-L misst.

Das, was man normalerweise von einem professionellen Messgerät erwartet, erfüllt das SQM-L nicht: Es ist werkseitig nicht gegenüber einem echten Standard kalibriert. Es wird lediglich gegenüber einem anderen kommerziellen Luxmeter abgeglichen. Dieses Luxmeter kann aber nur bei Beleuchtungsstärken messen, die weit oberhalb dessen liegen, was vom Nachthimmel an Beleuchtungsstärke verursacht wird. Die im SQM-L hinterlegte Hellempfindlichkeitskurve entspricht auch nicht der des Auges. Letztendlich kann daher der SQM-Messwert nicht auf SI-Einheiten zurückgeführt werden.

Ich habe mir das Gerät vor allem dafür gekauft, um verschiedene Standorte sowie die Bedingungen in verschiedenen Beobachtungsnächten miteinander vergleichen zu können. Dafür funktioniert es sehr gut. Ein Unterschied von 0,2 mag/arcsec² wirkt sich meiner Meinung nach tatsächlich auf das subjektive Empfinden aus.

Einen Vergleich Bortle/NELM/SQM gibt's hier:

Gruß
Wolfgang
 
Zuletzt bearbeitet:

Domi93CH

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Hallo Wolfgang

Danke für deine Erklärung, ich habe eben mal auf meinem IPhone ein App installiert das auch wie ein SQM sein soll. Jedoch muss man dort am Anfang immer zuerst ein "Dunkel" kalibrieren, da war die Abweichung teilweise sehr gross +/- (0.2mag/arcsec²) je schlechter man die Kamera abgedeckt hat bei der Dunkelmessung desto besser war danach der Messwert.

Somit wäre das SQM-L sicher mal genauer als die App, da werde ich mir wohl auch so eines kaufen. Damit ich mal die Werte habe und auch einen Anhaltspunkt sehen kann was denn genau jetzt beim 20.4mag/arcsec² alles sichtbar ist.

Gruess Dominic
 

Wolfgang Hofer

Mitglied
Hallo Dominic!

..., ich habe eben mal auf meinem IPhone ein App installiert das auch wie ein SQM sein soll.
Es gibt mit Sicherheit etliche Möglichkeiten, die Helligkeit des Nachthimmels zu messen. Ich habe z.B. mal damit experimentiert, den Grünkanal von Fotos meiner Spiegelreflexkamera mit der Bildbearbeitung auszuwerten. Das klappt eigentlich ganz gut, solange es nur auf relative Vergleiche ankommt. Es wäre vermutlich sogar eine Kalibrierung möglich, indem man einen Stern bekannter Helligkeit unscharf einstellt und die Fläche vermisst. Am Ende bleibt aber das Problem: Himmelshelligkeit ist per Definition :) das, was das SQM-L anzeigt. Alles, was man selber bastelt, muss mit einem SQM-L kalibriert werden. Ansonsten kann man zwar relative Aussagen treffen, aber niemals mit anderen Beobachtern vergleichen. Das war mir dann alles zu kompliziert. Daher habe ich mir kurzerhand einfach doch ein SQM-L gekauft.

Gruß
Wolfgang
 

Michael_Haardt

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Im SQM-L ist keine Helligkeitskurve hinterlegt, sondern die Empfindlichkeit ergibt sich aus der spektralen Empfindlichkeitskurve des Sensors multipliziert mit dem verwendeten Filter. Ja, es ist vom Nachtsehen verschieden, aber nicht sehr. Ich habe mich eingehend damit befasst und denke, besser geht's nur mit einem kalibrierten Spektrometer und das wird bei sehr geringen Lichtmengen teuer. Unihedron hat im Rahmen des Designs solide Arbeit geliefert. Das ist auch der Riesenunterschied zu MySQM: Ein simpler IR/UV-Filter ergibt eine spektral völlig falsche Empfindlichkeit. Mit einer RGB-Kamera im Handy, d.h. drei Bandpässen, wird auch nichts Sinnvolles herauskommen.

Relative Vergleiche mit Hilfe des Grünbands sind natürlich einfacher machbar.

Michael
 

Dysnomia

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Auf dem HTT haben wir vor ein paar Jahren mal verschiedene SQM(L) getestet. Alle Geräte wichen voneinander mehr oder weniger stark ab. Zum Teil gab es Unterschiede bei einzelnen Geräten in den Messungen von +- 0,2 bis 0,3 mag/arcsec². Also kalibriert sind die Dinger untereinander nicht.

Mein SQM-L zeigt gegenüber dem Median 0,1 mag/arcsec² zu geringe Werte an.
 

winnie

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> Würdet ihr mir so ein Gerät emfpehlen?

Ich hatte so ein Gerät vor Jahren schon in der Anschaffungsplanung. Nachdem aber, was von den Besitzern so berichtet wurde (auch hier wieder gemacht wird) habe ich beschlossen, es sein zu lassen.
Außerdem ist es viel zu teuer. (Ein elektronischer Photometer aus Fernost kostet ab 15 EUR - das SQM-L das Zehn(!)fache.)

Als "Himmelsqualitätsmeßgerät" habe ich mir eher mal überlegt, ein IR-Thermometer oder einen empfindlichen Luxmeter zu benutzen, aber im Grunde verläßt man sich beim Anblick des Himmels lieber auf das (geschulte) Anwenderauge... - und: was will man mit einem wenig aussagekräftigen Zahlenwert, wenn die SQM nur grob gestreute Werte liefern?
 

Dysnomia

Mitglied
Hier gibts den Bericht zur SQM(L) Messungen damals auf dem HTT, wo ich auch anwesend war.


Man erkennt Abweichungen von 0,1 bis 0,2 mag/arcsec² sind durchaus drin. Wenn ein Gerät 0,1 zu hohe Werte gegenüber einem Referenzgerät anzeigt und das andere 0,2 mag zu niedrige Werte wären wir dann bei 0,3. ;)
 

UwePilz

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> Himmelshelligkeit ist per Definition :) das, was das SQM-L anzeigt
Nein, das hat eine Einheit, nämlich mag/arcsec². Man kann das in Candela/m² umrechnen.
Ich hatte vor vielen KJahren mal in der interstellarum einen Aufsatz, wie man das mit einer einfachen Spiegelreflexkamera mesen kann. Man muss so viel belichten, dass man den Hintergrund zuverlässig messen kann, er aber noch nicht in der Sättigung ist. Aus der Sättigung des Hintergrunds und den Belichtungsdaten (Blende, Zeit, ISO) bekommt man sowohl Candela/m² als auch mag/arcsec² heraus. Man kann dies sogar aus einem Bild für verschiedene Himmelsregionen getrennt ablesen, wenn man unterschiedliche Stücke des Hintergrundes ausschneidet. Allerdings sollte man eine Optik nehmen, die keinen so großen Lichtabfall zum Rand hin hat, also ein leichtes Tele.
 

Wolfgang Hofer

Mitglied
> Himmelshelligkeit ist per Definition :) das, was das SQM-L anzeigt
Nein, das hat eine Einheit, nämlich mag/arcsec². Man kann das in Candela/m² umrechnen.
Ich hatte ja extra geschrieben "überspitzt formuliert" und dann extra noch einen Smilie eingfügt. Alles im Glauben, dass damit schon klar sein sollte, dass man "Himmelshelligkeit ist per Definition :) das, was das SQM-L anzeigt" nicht wörtlich nehmen darf. Ist leider schief gegangen. Daher nochmal hoffentlich klarer, worauf ich hinaus will:

Selbstverständlich kann man den Messwert des SQL in SI-Einheiten [cd/m²] umrechnen. Es geht aber darum, dass aufgrund der einfachen Bauart des Gerätes der tatsächliche Fehler des SQM wahrscheinlich oberhalb von 0,3 mg/arcsec² liegt. Oder wie auch immer, zumindest ist das SQM nicht zuverlässig gegen einen auf SI-Einheiten zurückzuführenden Standard kalibriert. Heißt also: Wenn ich statt des SQM ein deutlich besseres Gerät verwenden würde und dieses zudem perfekt kalibrieren würde, dann wäre ich unter den Hobby-Astronomen derjenige mit dem genauesten Messwert. Damit könnte ich meine Messwerte aber nicht mehr mit anderen Leuten vergleichen, der eigentliche Sinn der Messung ginge damit zum Teil verloren. Unterm Strich muss also jede eigene Lösung unbedingt immer gegen ein SQM abgeglichen werden.

Gruß
Wolfgang
 

Wolfgang Hofer

Mitglied
Hallo Uwe!

Aus der Sättigung des Hintergrunds und den Belichtungsdaten (Blende, Zeit, ISO) bekommt man sowohl Candela/m² als auch mag/arcsec² heraus.
Ich kenne zwar deinen Artikel nicht, aber genau so habe ich das auch gemacht. Dass ich mir am Ende doch lieber ein SQM gekauft habe, hatte mehrere Gründe:

- Ich will direkt an Ort und Stelle schnell einen Messwert
- Ich hätte mit Digitalkamera trotzdem noch mit einem SQM abgleichen müssen

Ich wollte das Verfahren auch zur Vermessung des Taghimmels verwenden. Daher habe ich Messreihen mit unterschiedlichen Blenden, ISOs und Belichtungszeiten gemacht. Ich habe dabei festgestellt, dass bei Änderung der Blende und der ISO Abweichungen im Messwert auftraten, was mich auch nicht sonderlich wundert, denn die Blendenzahlen und ISOs sind ja auch nicht in Stein gemeißelt. Wenn man das alles akribisch angeht, denke ich sogar, dass die Methode Digitalkamera insgesamt bessere Resultate liefern kann als ein SQM. Vor allem aus dem Grund, den du ja auch schon genannt hast. Man kann kleine, unterschiedliche Himmelregionen messen, also z.B. auch die Aufhellung Richtung Horizont. Das SQM hat demgegenüber halt den Charme: Knopf drücken, ablesen, fertig.

Gruß
Wolfgang
 

klawipo

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Hallo,

die eine Frage blieb unbeantwortet: was bedeutet ein Unterschied von 0,2 mag/Arcsec² In sichtbaren Sternen?

Lässt sich das einigermaßen Beobachterunabhängig ausrechnen? Steigt die Grenzgröße einfach mit dem Wert? Also 0,2mg/arcsec² mehr steigert fst ebenfalls um 0,2mg? Meinen Erfahrungen mit Werten aus Clearoutside nach könnte das jedenfalls ganz grob übern Daumen hinkommen.

VG Klaus
 

eckehardt70

Mitglied
Hallo,

benutze seit vielen Jahren einen SQM-L und messe mehrfach am Abend, wenn ich auf dem Acker stehe und meine Ausrüstung vor sich hin fotografiert. ( Soviel zur MGEN Diskussion) . Die Durchschnitt notiere ich. Über die Jahre kann ich sagen, das der Himmel etwas heller geworden ist und das am Abend sprunghaft um etwa 0,2 mag/Arcsec² dunkler wird, wenn die Starßenbeleuchtung in den umliegenden kleinen Dörfern um Mitternacht abgeschaltet wird.
Werte um 21,6 mag/Arcsec² habe ich vor Jahren öfter gehabt und in den letzten Jahren nur noch in Ausnahmenächten. Die Messung und Resultate daraus sind stimmig, egal ob das Gerät am oberen oder unteren Ende der Toleranz ist.
Die von mir gemessenen Werte sind fast identisch mit den angegebenen Werten auf: Light pollution map ( dort bekommt bei der 2015 Karte den mag/Arcsec² Wert direkt angezeigt, wenn man auf die gewünschte Position in der Karte clickt)
Schöner Nebeneffekt des Gerätes ist, das auch die Temperaturangezeigt nach der Helligkeitsmessung kurz angezeigt wird. Das wird dann auch in meiner Beobachtungssatistik erfasst.
Ich möchte das Gerät nicht mehr missen .

@ Klaus:
wenn man an meinem Standort in hessisch Sibirien die Straßenlampen ausschaltet, steigt der Wert augenblicklich um ca.0,2mag/Arcsec². Das kann man deutlich wahrnehmen und lässt z.B die Sommermilchstraße besser rauskommen. Man kann es schlecht beschreiben, aber der Unterschied ist deutlich Größer als es die Zahl 0,2 vermuten lassen. Man sieht es auch deutlich an den Aufnahmen ( 600da, meist 10 min Belichtungen) kurz vor und nach der Abschaltung der Lampen. Der Hintergrund der Aufnahme wird dunkler und der Kontrast im Objekt steigt.

Gruß
Thomas
 

klawipo

Mitglied
Hallo Thomas,

mal sehen, als Beispiele habe ich einen Ort mit 20,8, Grenzgröße ca 5mag für meine trüben Augen. Bester Platz knapp 21,5, Grenzgröße mindestens 6mag. Dann muss da vielleicht doch noch ein Faktor merklich größer 1 rein oder die Beziehung fst vs SQM-Wert ist nicht linear.

Anderes Thema: Wie bringt man eigentlich Gemeinden dazu um Mitternacht das Licht auszuschalten? Ich dachte das gäbe es nur aus alter Tradition im Osten...

VG Klaus
 

eckehardt70

Mitglied
Hallo Klaus,

es giebt eine schöne Seite von Gerhard Dangl über die Messung mit dem SQM-L und das Gerät selbst. Dor ist auch ein Diagramm, vis. Helligkeit und Messwerte SQM-L eingebunden. Es ist kein linearer Zusammenhang, zumindest nicht der Teil, der uns Hobbyastronomen interessiert.

Die kleinen Dörfer machen das so schon ewig. Bei den größeren Gemeinden z.B. Herleshausen, wird ab Mitternacht jede zweite abgeschaltet. Die mit roter Banderole am Mast leuchten durch.
Leider haben die Gemeinden in den letzten Jahren auf LED umgestellt. Das macht sich negativ bemerkbar. Aber ich will nicht klagen mit Werten um 21,5 ( min. war mal 21,65) kann ich gut leben, muss allerdings auch 25min ( einfache Strecke ) fahren.
Allerdings mache ich mir zunehmend Sorgen, da in der Ecke Wölfe ( vielleicht auch nur einer) vermehrt und ein Luchs gesichtet wurden. Mit den Kühen, Pferden und Schafen nachts auf der Kopple habe ich mich arrangiert ;-)

Gruß
Thomas
 

Wolfgang Hofer

Mitglied
die eine Frage blieb unbeantwortet: was bedeutet ein Unterschied von 0,2 mag/Arcsec² In sichtbaren Sternen?
Ich habe gerade mal die Beziehung zwischen visueller Grenzgröße und SQM-Messwert von Gerhard Dangls Internetseite (Gerhard Dangl Sky Quality Meter - Lens) genommen und (numerisch) die erste Ableitung gebildet.

Beispiel 1:
SQM-Messwert: 21,5 mag/arcsec²
Steigung der Kurve 0,51
D.h. bei einer Erhöhung des SQM-Wertes um 0,2 mag/arcsec² erhöht sich die visuelle Grenzgröße um 0,10

Beispiel 2:
SQM-Messwert: 20,0 mag/arcsec²
Steigung der Kurve 0,67
D.h. bei einer Erhöhung des SQM-Wertes um 0,2 mag/arcsec² erhöht sich die visuelle Grenzgröße um 0,13

Gruß
Wolfgang
 

eckehardt70

Mitglied
Hallo Wolfgang,

vielen Dank für die Arbeit, die du dir gemacht hast, das umzurechnen. Ja hört sich nicht so viel an, wenn die visuelle Grenzgröße um 0,1 steigt. Der Unterschied ist aber, wie ich es weiter oben beschrieben habe, durchaus deutlich wahrnehmbar.

Gruß Thomas
 

Specht

Mitglied
Hallo!
Vielleicht mag man mich ja jetzt als altmodisch bezeichnen, aber ich habe so ein Gerät nie vermisst. M.M. nach ist der faintest star immer noch das Maß der Dinge, und jeder weiß genau, wie gut oder schlecht ein fst von z.B. 5.8m ist. Auch in der Deep-Sky-Liste der VdS wird er verwendet. Und so ein SQM kann einem auch üble Streiche spielen: Ein sehr dunkler bewölkter Himmel ohne Sterne im Hochgebirge zeigt bisweilen tolle SQM-Werte. Nö, ist für mich jetzt wirklich nix, da gibt es sinnvolleres Zubehör...
salü, volker.
 

eckehardt70

Mitglied
Hallo Volker,

ob so ein Gerät für einen Sinn macht muss ja jeder für sich entscheiden. Ich würde das auch nicht altmodisch nennen, wenn man so ein Teil nicht hat. Die 150€ sind ja auch kein Pappenstiel.
Die vis. Grenzgröße ist aber sehr stark abhänig vom Beobachter und damit schlecht vergleichbar. Wie geschrieben möchte ich das Gerät nicht mehr missen. Ich habe das Teil jetzt seit 10 Jahren in Nutzung. Wenn ich da überlege, wieviel teuren Elekrtonikschrott mit kurzen Halbwertszeiten ich da gekauft habe, geht das Teil im Rauschen unter.
Für gewöhnlich messe ich auch nicht wie dunkel die Wolken sind und wenn ich das Teil unter die Bettdecke lege, werden die Werte sicher noch besser ;-).

Gruß und CS
Thomas
 

Domi93CH

Mitglied
Habe mir jetzt mal so ein Gerät bestellt, so kann ich dann auch mal die Werte auf den Karten vergleichen mit meinen Messwerten.
Die sind ja auch schon bald 5 Jährig
(Lightpollutionmap.info)
 

dkracht

Mitglied
Ob man so ein Gerät "braucht", ne eigentlich nicht - wozu denn?
Aber wenn man gerne etwas misst und gerne Vergleiche anstellen will - na klar - ich habe auch eines.
Clear Skies
Dietrich
P.S. zu Gebieten mit weniger Light Pollution fahre ich nicht mehr, dass ist mir zu aufwendig. Zu hause habe ich SQM 17,5 mag/arcsec2 das ist in der Innenstadt von Hamburg. Da kann man auch schön Astro machen.
 

Domi93CH

Mitglied
Mein SQM-L ist heute angekommen, ich konnte noch messen da der Himmel klar war.

Resultat: 18.36 mag/arcsec2
War auch klar bei Vollmond und Weihnachtsbeleuchtungen im Dorf

Das App hat beim Test nur 18.03 mag/arsec2 gemessen, der Höchstwert wo das App mal gemessen hat waren 21.09
(gleicher Standort). Mal schauen was der SQM-L bei Neumond und abgelöschter Strassenbeleuchtung misst.
 
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