Skywatcher 150 PDS Newton für Astrofotografie? | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Skywatcher 150 PDS Newton für Astrofotografie?

TaurusM45

Mitglied
Hallo zuammen,

ich bin die Tage in München und werde dort mal ein bissl Männershopping bei einem größeren Teleskophändler machen.
Jetzt überlege ich gerade ob ein Skywatcher 150 PDS Newton ein gutes Gerät für die Astrofotografie wäre.

Ich habe als Hauptgerät ein 12" SC auf der EQ-8 aber das ist ausschließlich für Beobachtung von DS, Mond und Planeten und Fotografie von Mond und Planeten

Hat jemand von euch Erfahrung mit dem kleinen Newton?
Er käme auf die EQ-8 drauf bei Bedarf. Dazu wäre ja noch ein Leitrohr sinnvoll und das Ganze dann mit einer Doppelbesfestigung auf die Montierung.

Ich finde die 750mm Brennweite sehr schön für DS Fotos.
Die würde ich mit einer Canon EOS 760D machen.

Wäre das so eine fotografisch gute Kombi?
 

SkyBob

Mitglied
Dann solltest du dich vorher erkundigen, ob die Canon mit T2 Adapter in den Fokus kommt.

Ich hatte mir einen GSO 150-900 gekauft.
Musste dann aber den Tubus kürzen um mit der Canon in den Fokus zu kommen.

Und bei f/5 rechne auch mal mit dem zukauf eines Koma-korrektors.
Habe bei meinem f/6 er schon leichtes Koma.

Ergebnisbilder habe ich leider nur Anfängerfotos. Und die Einnordung hinkte auch bei mir.
Die Fotos waren X-mal 45sek. Frames als stack. Alles ohne guiding auf einer NEQ-5 mit den billigen , einfachen Nachführmotoren.
Also Gewichtstechnisch schon an der Grenze.
Kamera war eine1200D Non-Astro mit einfachem Kabelauslöser.
M31-Andromeda.jpg


PlejadMSKdrizzPS2_7.jpg


plejad1.jpg


OrionNebel.jpg


Gruß
Markus
 

MeisterDee

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Hallo Andreas,
auch mit einem 6" Newton kann Fotografie Spass machen.
Aber achte auf genügend Backfocus und denke daran, dass Du auch einen Komakorrektor brauchst.
Der kommt dann noch dazu.

CS

Dietmar
 

SilberBrain

Mitglied
Hallo Andreas!
Ich hatte den 150/750PDS zur Astrofotografie genutzt.
Sehr schönes Gerät, das viel Spaß macht. Mit 750mm bekommt man viele Objekte schön auf den Chip.
Ich nutzte den Newton mit einer Canon EOS600Da. Komakorrektor ist natürlich ein Muß, d.h. mindestens
den Baader besser jedoch den GPU. Kostet zwar mehr, ist aber deutlich besser.

Gruß Thomas
 

markusbodensee

Mitglied
Hallo Andreas,

ich verwende den kleineren Bruder, den 130er. Voll justierbar, 2"-OAZ mit Untersetzung, preislich top. Mit Korrektor entstehen schöne Aufnahmen. Das Gerät wurde durch Herrn Kloss vorjustiert, lediglich die Position des Hauptspiegels muss immer wieder mal mit Concenter korrigiert werden. Bisher verwendet mit EOS1000Da, EOS600Da und EOS100D.

CS

Markus
 

wynnie

Mitglied
Hallo Andreas,

der 150PDS ist ein feines Gerät für die Fotografie. Wie schon geschrieben ist ein Komakorrektor. Hier im Forum wird gerade ein Bader MPCC für 75€ angeboten. Günstiger kann man nicht einsteigen. Sicher der GPU ist besser, aber bis man Bilder macht auf denen der Unterschied auffällt hat es, zumindest bei mir, einige Zeit gedauert. Der OAZ trägt eine DSLR ganz prima und lässt sich mit der Untersetzung auch gut fokussieren.

Mit der DSLR kommst Du ohne Probleme in den Fokus. Wenn ich Dir einen Tipp geben darf, besorg Dir eine Bahtinov Maske um präzise zu fokussieren. Wenn die Temperatur sich in der Nacht stark ändert, kann es nötig sein den Fokus alle paar Stunden noch mal nachzuregeln. Gerade wenn es nicht ganz auf Umgebunstemperatur war, musste ich nach ein, zwei Stunden nach mal scharf stellen.

Wenn Du mehr Erfahrung gesammelt hast, kann es gut sein, dass Du das OAZ Rohr etwas kürzen möchtest. Das ragt, ja nach Komakorrektor und Fokusposition in den Strahlengang und ist (warum auch immer) schön silbern. Aber das ist am Anfang sicherlich nicht das größte Problem. Auch ist es sicher gut bei Gelegenheit den Tubus mit schwarzer Velours Folie auszukleiden.

Mit dem 150PDS und DSLR (EOS 1000Da) sind mir ein paar ganz hübsche Bilder gelungen. Zum Beispiel m106 oder der Sturmvogel.
Beide übrigens mit dem billigen Skywatcher 2-Linsen Komakorrektor ;)

Viele Grüße
Michael
 

Joschi

Mitglied
Hallo Andreas,

die Skywatcher PDS Serie ist fotografisch ausgelegt, also keine Probleme mit dem Backfokus.
Wie schon geschrieben ein Komakorrektor ist Pflicht.
Ich hatte mir noch einen Adapter besorgt womit man Kamera und Komakorrektor fest mit dem OAZ verschrauben kann.
Da verkippt und wackelt nichts mehr.
Bei dem 150 er ragt der OAZ auch nicht zu weit in den Tubus, dagegen war dies beim 130er der Fall.

VG Cl.-D.
 

TaurusM45

Mitglied
…evtl. könnte ich mich auch mit dem kleinen Bruder dem 130er PDS anfreunden.

Was passiert denn, wenn ich ohne Korrektor fotografiere? Gibt es da irgendwo mal ein Vergleichbild mit und ohne?
Würde mich mal interessieren.
 

SkyBob

Mitglied
Was passiert denn, wenn ich ohne Korrektor fotografiere? Gibt es da irgendwo mal ein Vergleichbild mit und ohne?
Würde mich mal interessieren.
Dann bekommst du am Bildrand leicht eierige Sterne auch wen perfekt geguided wurde.
Nur mit dem Unterschied das die Sterne sich alle in Richtung Bildmitte verziehen,
anstatt alle in eine Richtung wie es bei einer schlechten Einnordung bzw. ohne Guiding der Fall währe.

Je schneller das System ist (also je kleiner die f/ Angabe) desto wahrscheinlicher ist das Newtonkoma.
Zumindest bei günstigen Newtons. Also f/6 ist unwahrscheinlicher bzw. weniger ausgeprägt wie f/4 der gleichen Güteklasse.

Gruß
Markus
 

SkyBob

Mitglied
Zwar nicht das gleiche System.
Aber das Ergebnis gleicht sich bei fast jedem System.
Seite des Bader Planetarium
Da haben sie typische blinkebilder (anim.Gif) als vergleich.

Wie ausgeprägt das Koma an einem PDS ist weis ich allerdings nicht.
Soll nur mal den Effekt eins Korrektos darstellen.
 

wynnie

Mitglied
Hallo Andreas,

da bei einer EQ8 der Unterbau stimmt, spielt das Gewicht ja keine Rolle. Daher kannst Du Dich ganz auf den erreichbaren Bildausschnitt konzentrieren. Der ist beim 130PDS natürlich größer. Dafür hat der 130PDS etwas mehr Probleme mit dem (warum auch immer) silbrigen OAZ Rohr. Je nach Korrektor ragt das unter Umständen in den Strahlengang und sollte etwas gekürzt werden. Das ist zwar kein Hexenwerk, aber dennoch ist es nicht ganz so leicht das Rohr sauber abzusägen. Das Problem kann beim 150PDS zwar auch auftreten (wie gesagt je nach Korrektor), aber da ist es nicht ganz so wild.

Gib doch die Daten mal bei Blackwater Skies ein und schau Dir an, welche Objekte Du damit gut abbilden kannst. Viele Nebel sind ja ganz schön groß und passen bei langen Brennweiten nicht mehr auf den Sensor. Da wäre es allerdings vorteilhaft, wenn die Kamera modifiziert wäre, sonst macht h-Alpha keinen Spaß.

Beide, der 130PDS und der 150PDS sind f5 Newtons und stellen die gleichen Anforderungen an die Justage und den Korrektor. Die EQ8 wird das Gewicht ja eh kaum Spüren.

Viele Grüße
Michael
 

TaurusM45

Mitglied
...also ich denke ich werde den 150/750 PDS nehmen. Ein bisschen Gewicht muss schon auf die Montierung.

Muss ich da bei Fotografie eigentlich guiden? Die Brennweite ist doch so gering. Wenn ich da ne Serie mit Belichtungen von ca. 1-2 Minuten mache müsste das doch gehen.

Ich kann mich erinnern, das meine damalige CGE Pro bei 700mm Brennweite und 6 Minuten Belichtung immer noch runde Sterne gezeigt hat und zwar komplett ohne Nachführkontrolle.
Die EQ-8 ist ähnlich präzise.
 

Der_Peter

Mitglied
Na, wenn die Sterne ohne Guiding rund bleiben, ist ja alles prima.

Hier im Forum wird ja immer mal von Edelmontierungen in der Preislage > 10 TEU berichtet, die das nach einmaligem, sorgfältigen Einscheinern nicht nötig haben.
 

SkyBob

Mitglied
Muss ich da bei Fotografie eigentlich guiden? Die Brennweite ist doch so gering. Wenn ich da ne Serie mit Belichtungen von ca. 1-2 Minuten mache müsste das doch gehen.

750mm sind schon nicht ohne ^^

Ich kenne die EQ8 nicht. Aber ich gehe mal von zumindest einer SynScan steuerung aus.
Wenn du gut eingenordet hast (am besten Einscheinern), sollte das gut klappen.
Ist ja keine Billigmonti ^^

Für den Schneckenfehler hat die Synscan eine Funktion namens PEC.
"permanent error correction" - Permanentfehlerkorrektur (frei übersetzt) .
Sinnbildlich ist damit die Schneckenfehlerkorrektur angestrebt.
Den PEC muss man aber zusätzlich zum Einscheinern nach JEDEM Neuaufbau der Monti für ca. 10min trainieren.

Einen Stern anfahren und im Fadenkreuzokular betrachten während die Nachführung läuft.
Jede Abweichung im Fadenkreuz muss dann per Hand mit dem Steuerkreuz der SynScan korrigiert werden.
So lange bis deine Schnecke im Getriebe eine komplette Umdrehung hinter sich hat (ca.8min).
Diese Korrekturen werden dann Quasi Aufgezeichnet und dann von der Synscan permanent wiederholt.

Wie gut diese Technik funktioniert weis ich nicht.
Liest sichaber erst mal interessant ^^

Gruß
Markus
 

Astro Malte

Mitglied
Hallo Andreas,

die Skywatcher PDS Serie ist fotografisch ausgelegt, also keine Probleme mit dem Backfokus.
Wie schon geschrieben ein Komakorrektor ist Pflicht.
Ich hatte mir noch einen Adapter besorgt womit man Kamera und Komakorrektor fest mit dem OAZ verschrauben kann.
Da verkippt und wackelt nichts mehr.
Bei dem 150 er ragt der OAZ auch nicht zu weit in den Tubus, dagegen war dies beim 130er der Fall.

VG Cl.-D.
Was für ein Adapter ist das?
 

Astro Malte

Mitglied
Hallo,

Dies ist der beschriebene Adapter.

VG Cl.-D.
Also mal ne doofe Frage, ich hab seit 3 Tagen den 150/750 pds komakorrektor an die eos adaptiert und vorne am Korrektor ein m48 gewinde,wie adaptieren ich denn da ein Okular dass ich auf mehr Brennweite komme? Oder wird dieses mehr Brennweite nicht benötigt?
Gestern hatte ich das erste mal das teleskop+ HEQ5 mit synscan GoTo ausprobiert ( 1. Teleskop) ....bin dementsprechend völligst überfordert 😄🙄
 

Astro Malte

Mitglied
Das sind so meine ersten Bilder mit dem skywatcher, komme ehrlich gesagt gar nicht wirklich klar. Allein das einordnen etc is für mich echt ne Herausforderung. Fotografiere sonst mit ein Ioptron Skyguider Pro und dem 135mm von samyang, aber so nen Teleskop is ne ganz andere welt für mich.
 

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Joschi

Mitglied
wenn schon Brennweitenverlängerung dann nach dem Korrektor, wobei dann der Arbeitsabstand beachtet werden muss.
Für DeepSky sind die 750mm ausreichend. Mit Okular dazwischen nennt man das Okularprojektion.
Das wird im allgemeinen nur für Aufnahmen von Planeten Mond und Sonne verwandt.
 

Astro Malte

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Ist dies nicht derselbe?....vom Prinzip her?
 

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Joschi

Mitglied
noch ein Nachtrag. Für Okularprojektion braucht man nicht unbedingt den Komakorrektor, da das Bildfeld kleiner wird.
Es gibt dafür auch spezielle Okulare mit T2 Anschluss.
 

Joschi

Mitglied
nein du hast da den Komakorrektor mit der Adaption zur Kamera.
Lies dir mal die Beschreibung zum Adapter genau durch.
Das zweite Bild zur Beschreibung zeigt wie der Korrektor und der Adapter zusammen gehören
 

SkyBob

Mitglied
Ich kenne ja deine restliche Ausrüstung nicht.
Aber einnorden mit 750mm ist ne andere Hausnummer wie mit 135mm.

Das wird mittels Polsucher (vor nordung) und anschließend durch Einscheinern (ohne PC und Guiding) oder bei PC gestützten Systemen z.B. mit Sharpcap erledigt. MGEN hat glaube ich auch einen Support dafür.
Alle Varianten werden mittels Azimutschrauben und polhöhenschrauben eingestellt.

Wenn du auch guiderlos unterwegs bist, dann geht Fotografisch bei der Brennweite nur Einscheinern.
Das dauert in der Regel bei jedem Aufbau ca. 40-60 Minuten.
Lässt sich aber in der Regel an den ersten hellen Sternen des Abends erledigen, noch vor der astronomischen Dämmerung.
Dafür nutzt man ein Fadenkreuz Okular.
Geht auch mit Gitternetz einer DSLR im Live-View. Aber Faden Okular ist genauer.

Eine schnellere Variante bietet eine Kombination von scheinen und kamera, sofern deine Steuerung guidingspeed von 0,5 besitzt.
Dabei wartet man nicht die volle Schneckenumdrehung beim scheinern ab, sondern verfährt im guidingspeed bei laufender Aufnahme die Montierung 60sek in RA+ und direkt wieder 60sek. in RA-
Die so entstehende Strichspur (hin und zurück) muß auf der Aufnahme deckungsgleich sein.
Ansonsten mit den Pol o. Azimut Schrauben nachkorrigieren.
Ich hoffe es war verständlich erklärt.

Gruß Markus
 
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