Skywatcher Dobson synscan 16 Probleme und Lösung | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Skywatcher Dobson synscan 16 Probleme und Lösung

KaiFelix

Mitglied
Hallo zusammen,

ich wollte unbedingt meine Erfahrungen teilen zum Teleskop Skywatcher Dobson Synscan 16 Zoll. Ich hatte das Teleskop beim Händler gekauft und es mit diesem zusammengebaut.
In meiner ersten Beobachtungsnacht fiel mir direkt ein massives Problem auf. Das Teleskop schien auf Positionen < 30 Grad Höhe "durchzurutschen" (manchmal auch auf höheren Positionen), das heißt, es bleibt nicht exakt auf dem angepeilten Punkt mit Nachführung stehen, sondern rutscht einfach mal 2-5 Grad runter, so als ob man ein schweres Okular drauf hätte und die Rutschkupplung nicht fest genug gezogen wäre. Das passierte nicht ständig aber oft aber nach keinem genauen Muster, scheinbar zufällig. Zunächst mal sehr ärgerlich das Ganze.
Ich habe viele verschiedene Varianten durchdacht, war auf verschiedenen Pfaden und letztendlich funktioniert es jetzt hervorragend, war aber sicher an die 10 - 15 Stunden Arbeit und Recherche. Das ich es leider final nicht komplett verstanden habe, sage ich Euch was ich gemacht habe, die Interpretation überlasse ich Euch.

  • ich hatte die neuesten Firmware Updates aufgespielt, das hat verschiedene Dinge besser gemacht und ich empfehle es jedem sofort zu tun, das Problem mit dem wegrutschen ging davon aber nicht weg. Ich hatte irgendeine uralte Version drauf, und die neue Version brachte viele Verbesserungen (z.B. den Algorithmus zum anfahren haben sie deutlich verbessert)
  • was es im Endeffekt gebracht hat, war die schwarze Plastik Verkleidung vom Höhenmotor abzuschrauben, dort gab es eine Schraube mit einer Feder zum einstellen. Diese reguliert meiner Meinung nach den Druck der Schnecke auf das Zahnrad. Dieser war viel zu stark, so dass eine Theorie ist, dass der Schrittmotor die ganze Zeit unter zu viel Last gearbeitet hat und dann irgendwann überhitzte und durchrutschte.

Von Anfang an fiel mir auf, dass in den 9 verschiedenen Geschwindigkeiten das Teleskop sich nicht wirklich gleichmäßig bewegte, manchmal ziemlich ruckartig, ich dachte erst das wäre normal, jetzt wo es perfekt läuft, weiß ich, dass es das nicht war. Ich habe bei offener Verkleidung des Höhenmotors immer verschiedene Geschwindigkeiten ausprobiert und an dieser Regelschraube mit Feder gedreht, solange, bis sich jede Geschwindigkeit irgendwie gesund angehört hat. Danach war dann auch das Problem mit dem wegrutschen weg. Ich glaube nach wie vor, das ganze hatte nicht mit der Rutschkupplung zu tun, auf jeden Fall hatte es garantiert nichts wie zuerst vermutet mit Ausbalancieren zu tun, denn bei ganz aufgedrehter Rutschkupplung war dieses Teleskop fast perfekt ausbalanciert. Falls die Einstellschraube doch auf die Rutschkupplung wirkt, dann war das Problem wohl, dass diese irgendwie so fest zugezogen war, dass das nicht nur eine Rutschkupplung sondern eine Dauerbremse für den Motor war, ich weiß, das klingt seltsam, die Logik mit dem Druck auf das Zahnrad scheint mir plausibler.
Fazit: Schon ärgerlich, dass diese Schraube scheinbar so falsch voreingestellt war, und man die Verkleidung abschrauben muss, um das zu beheben.
Aber: Jetzt funktioniert das Teil perfekt und ich bin von der Goto Genauigkeit und der Präzision mit dem es funktioniert völlig begeistert. Macht einen Riesenspaß.
Zur Transportierbarkeit, ich wußte, dass die 16 Zoll Variante ein Monster ist, da ich aber selten und intensiv beobachten gehe und dafür auch ein Stück fahre, die Info, dass ich, 1.88m groß, sportlich (Wasserski ;) das Teil allein auf- und abbauen kann. Die Rockerbox ist völlig unbeweglich und gefühlt 80 kg schwer, diese kann man aber auseinanderbauen. Die Einzelteile sind dann nicht schwerer als ein mittlerer Zementsack und das Aufbauen dauert 5-10 Minuten. Die Optik an sich kann ich gerade noch so heben und auch selbst in die Rockerbox einführen. Dafür muss man aber schon sportlich sein, ein 50kg Zementsack darf kein Problem sein, sonst geht es nur zu zweit. Aber wie gesagt, bei mir geht es gut und ich bin, falls es so bleibt wie jetzt, sehr sehr zufrieden.

Viele Grüße,
Kai












 

RoudenLeiw

Mitglied
Hi Kai,
Ich habe mir vor 1 guten Jahr bei TS den 10" Skywatcher Flextube gekauft.
Bei mir war es umgedreht , ich musste die Schraube anziehen , denn sobald CCD Cam drehte er immer runter. Dann habe ich die Schraube festgezogen und Gegengewichte installiert . Jetzt klappt es super. Ich habe zwar noch die Versin Synscan 3.08

Gruss
Claude
 

KaiFelix

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Das sehr sehr zufrieden aus meinem ersten Beitrag ist leider Vergangenheit. Ich habe leider seit dem unzälige verschiedene Probleme mit dem Teleskop. Zunächst mal noch zu der Geschichte aus meinem 1. Beitrag oben. In Wirklichkeit war es nicht die Schraubenspannung, sondern eine kaputte Platine, durch verändern der Schraubenspannung konnte man bewirken, dass sich der Wackelkontakt auf der Platine mehr oder weniger auswirkte. Seit Austausch der Platine ist zumindest dieses Problem weg. Seit dem gibt es ständig neue Probleme mit dem Alignment und der Goto Funktion. Ja ich habe alle Foren zu diesem Thema mehrmals durchgelesen und zahlreiche Varianten probiert. Zur Zeit ist es so, dass nach dem Alignment die Objekte immer 4-6 Grad!! daneben liegen, es ist aber immer nur die Höhe falsch, Azimut stimmt. Komisch ist, dass es vor ca. 2 Monaten mal eine Weile immer perfekt funktioniert hat. Es kommt mir so vor, als wären die Abtaster für die Höhe irgendwie Wetter-abhängig und würden nicht mehr richtig ablesen. Hat noch irgendjemand von Euch Ideen? Ansonsten muss ich das Goto leider abhaken. Ich hatte zur Zeit die Synscan Firmware Version 3.35 drauf, evtl. sollte ich ja nochmal auf eine alte Version zurückgehen.
 

RoudenLeiw

Mitglied
Hi,"KaiFelix"
ich habe auch ein 10" Skywatcher Synscan Flextube Goto und funktionniert bei mir 1a.
Nur 1x den Encoder kaputt, der direkt auf Garantie von TS repariert worden ist. ( Lob an TS )
Sonst hatte ich noch nie Schwierigkeiten oder Probleme.
Alignement 2 Sterne funktionnieren, und wenn ich dann Objekt anfahre funktionniert das auch.
Ich richte den Dobson nach Norden aus , niveliere den Dobson und mac das Alignement, ohne Probleme.
Vielleicht ist auch bei dir ein Encoder kaputt, denn wo er bei mir kaputt war, ist er egal wohin gefahren, nur nicht an die Stelle wo er sollte.
Habe noch die alte Version Synscan drauf, glaube die 3.08. Wieso hast du denn ueberhaupt die 3.35 drauf ?
Gruss
Claude
 

KaiFelix

Mitglied
Hallo RoudenLeiw,

vielen Dank für Deine Antwort. Die 3.35 habe ich draufgemacht weil ich einfach auf Fehlersuche war und praktisch nichts mehr übrig blieb. Wie gesagt, was ich mir schwer erklären kann sind diese nicht-deterministschen Wechsel des funktionierens/nicht funktionierens. Ich werde jetzt erstmal einen "Downgrade" machen, denn der Grund für das Update war ja der unverstandene Fehler mit dem Wackelkontakt auf der Platine. Wieso richtest Du nach Norden aus? (hab ich auch schon probiert und hat nichts gebracht), das ist doch gar nicht nötig bei 2-Star-Alignment. Soweit ich es verstehe, braucht man das nur für "Autotracking Operation". Für "Goto Operation" steht bei mir in der Anleitung "point the telescope roughly to the brightest star in the sky", worin ich aber auch für 2-star-alignment eigentlich keinen Sinn sehe, nur für Brightest Star Alignment, was ich nie benutze.
Es ist schon schade, da ich nach wie vor von der Optik in der Preisklasse begeistert bin.
 

RoudenLeiw

Mitglied
re,
du muss dein Scope nach Norden ausrichten, und horizontal neveliert haben.
Dann Strom und dann dein 2 Sterne alignement.
Wo soll denn dein Goto wissen wo er steht...
Er geht davon aus dass du in Richtung N ausrichtest hast und neveliert ist, also wie eine Parkposition.
Wenn dein Scope nicht so ausgerichtet ist, hilft dir das Auto Tracking auch nix.
Ich gehe ja auch nicht hin fixiere zb den Jupiter , schalten den Scope ein und tracke den Jupiter , so wird das nix.
Das steht auch in der Anleitung.
Wieso schade ? Probier doch mal aus...
Kucks du hier Seite 11!
http://www.ursa.fi/mwg-internal/de5fs23hu73ds/progress?id=NGTzQZszO4

Gruss
 
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KaiFelix

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Komisch dass es dann ca. 2 Monate perfekt funktioniert hat ohne es jemals irgendwohin auszurichten vor dem Anschalten. Ich verstehe es zwar nicht, denn 2 Sterne + GPS Koordinaten sollten ausreichen um zu wissen, wie er steht, aber ich werde es nochmal probieren. Ich habe jetzt mal ein Downgrad auf Firmware 3.08 gemacht und halte Euch auf dem Laufenden. Keiner kann mir vorwerfen nach insgesamt ca. 30 Stunden Fehlersuche und einigen fehlgeschlagenen Beobachtungsnächten ich hätte nicht den guten Willen das Teleskop positiv zu sehen ;)
 

RoudenLeiw

Mitglied
"KaiFelix"
das hat doch nix mit den GPS Koordinaten zu tun, sicher muss Goto N ° und E° wissen, das ist schon richtig, aber du kanns den ja nicht in den Sueden , Osten, oder sonst wo drehen und dann 2 Sterne alignement machen.
Lies mal bitte die Anleitung durch, da steht es ja auf Seite 11. Schon am ersten Bild siehst du dass das Scope in Richtung Norden gedreht ist. Bild mit N vordran.
Du muss mit deinem Dobson in die Parkposition und das ist nach N und neveliert muss es auch sein, und schon funktionniert es.

Gruss
Claude, und BITTE !
CS
 

alexw231

Mitglied
Hallo KaiFelix,

ich hatte selber einen 12" Goto-Dobson von Skywatcher.

Ich denke, wenn du den Dobson nicht nach Norden und horizontal ausrichtest und das 2-Star-Allignment durchführst, der Fehler sehr groß wird und sich dann auf die Genauigkeit auswirkt.

Ich hatte bei dem auch so in der Anleitung beschriebenen vorgehen immer das Objekt zumnindest in meinem 35er Panoptik drin und konnte dann für höhere Vergrößerungen das Objekt vor Okularwerchsel zumindest noch mal zentrieren.

Und mit GPS-Daten alleine weiß auch ein Navi nicht in welche Richtung du kuckst, erst wenn es durch die Fahrbewegung die Richtung erkennt wird es hinreichend genau.
 

KaiFelix

Mitglied
Hm... vielen Dank für Eure Ausführungen. Ich hatte die Anleitung so verstanden, dass die initialte Nord Ausrichtung nur für Autotracking ohne Sterne-Alignment nötig ist. So ganz klar ist mir das auch immer noch nicht, er fordert mich ja beim 2-Star-Alignment auf, einen Stern manuell anzufahren und zu zentrieren (ohne dass der Motor läuft beim ersten Stern). Durch die Uhrzeit und die GPS Koordination weiß er doch, in welcher RIchtung an meinem Ort genau dieser Stern steht, dadurch hat der doch die Aufstellung des Teleskops nach Himmelsrichtung? Naja egal ich teste es auf jeden Fall.

Grüße,
Kai
 

alexw231

Mitglied
Ja, er weiß schon wo die Sterne stehen, er geht aber auch davon aus, dass er nach Norden und horizontal ausgerichtet ist.

Ich würde übrigens den ersten Stern auch per Motor anfahren und nicht mit der Hand am Tubus zerren.
 

Matthias86

Mitglied
Hai Kai,

Grundsätzlich macht es immer Sinn der Anleitung zu folgen. Die Anleitung haben Menschen (so hoffe ich es doch) geschrieben, welche sich bedeutend besser damit auskennen wie du. Deshalb wird auch immer eine Anleitung dabei sein. So können sich die Unwissenden mit dem Wissen vertraut machen.

Sobald das Wissen das in der Anleitung vermittelt wird gespeichert ist funktioniert das System oft schon "fast" von ganz alleine;)

Grüsse

Matze

Ps: Wenn ich mich nicht auskenne nehme ich die Anleitung zur Hand, bzw. Frage ich Menschen (so hoffe ich es doch) die sich damit auskennen um einen Rat. Bisher hat es immer gut geklappt;)
 
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KaiFelix

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Hallo nochmal,

Vorweg: Danke für die Tips. Was die Anleitung angeht habt ihr mich missverstanden. Ich kenne (und kannte von Anfang an) jede Seite der Anleitung, weil ich bei meinem ersten Problem(der defekten Platine) ja alle Lösungsansätze durchprobiert habe (siehe ältere Einträge). Ich habe die Aufteilung in der Anleitung "autotracking operation Seite 11" und "goto operation Seite 12" nur als zwei verschiedene Pfade betrachtet (entweder oder). Interessanterweise folgten auf das Austauschen der Höhenabtastplatine mehrere völlig fehlerfreie Nächte, bei denen ich die Goto Objekte immer im 40mm Übersichtsokular hatte - ohne vor dem einschalten nach Norden auszurichten. Ich werde natürlich ab sofort immer genau nach Norden ausrichten und die Waage ausmessen, bevor ich anschalte, und auch den ersten Stern per Motor anfahren. (vielen Dank für den Tip).
Es geht auch nicht um eine Ungenauigkeit von ein paar Bogenminuten, sondern von 4-6 Grad, und zwar immer nur in der Höhe, nicht in Azimut - das passt auch noch nicht recht zum Problem der Nordausrichtung. Da es beim ersten Problem auch etwas mit der Höhenabtastplatine zu tun hatte, könnte da immer noch was faul sein. Ich probiers aus und sag Euch bescheid. Evtl. ist es auch das Zusammenspiel der Firmware Version mit der älteren Hardware, deshalb mein Downgrade. Da ich Informatik studiert habe bin ich auch nicht gänzlich technik-fern ;) - fühle mich von manchen Kommentaren hier allerdings etwas von oben herab behandelt. Soll aber kein Undank sein - ich bin ja froh über Eure Hilfe.
 

jbrachte

Mitglied
Hallo Kai,

ich hoffe mal, daß ich nicht allzu weit an Deiner Frage vorbei antworte, da ich an meinem Dobson nicht das Skywatcher Synscan System benutze, sondern ein anderes Goto/Tracking System.
Bei meinem System ist eine anfängliche Ausrichtung nach Norden nur für das Autotracking nötig. Für den normalen Goto/Tracking Betrieb muß der Computer (außer den Koordinaten des Standorts und der Uhrzeit) drei Dinge wissen. Erstens: Er muß wissen, wann der Tubus senkrecht (oder parallel) zum Boden der Rockerbox steht, und zweitens/drittens: er braucht zwei Alignment-Sterne. Hier ist weder eine Nordausrichtung noch eine Nivellierung des Dobsons nötig. Da Du eine grobe Mißweisung nur in Alt hast, könnte es sein, daß Du bei der Ausrichtung des Tubus (senkrecht oder parallel zum Rockerboxboden) einen Fehler gemacht hast?

Wie gesagt kenne ich das Skywatcher System nicht. Falls es ganz anders funktionieren sollte als meines, bitte ich für den Beitrag um Entschuldigung.

Viele Grüße
Johannes
 

KaiFelix

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Hallo Johannes,

danke für Deine Hilfe. Das könnte sein. Das bedeutet dementsprechend, dass ich den Tubus parallel zur Bodenplatte der Rockerbox über die Markierung der Höhe (Pfeil/Skala) auf 0 stellen muss, und nicht per Wasserwaage, richtig? Das war mir noch nicht ganz klar offengestanden. Der Unterschied sollte normalerweise klein sein, da die ROckerbox ja in Waage stehen soll (wobei einige Tester der Flextubes behauptet haben das ginge auch bis zu 3 Grad schief).
Ich hab derweil noch einen wahrscheinlichen Grund recherchiert - die Akkuspannung. Viele Beiträge wie dieser hier lösten sich mit einem neuen Akku/neuem Kabel bzw. vernünftigem Aufladen. Das würde auch zu dem jahreszeitlich neu auftretenden Problem passen (kalt/Akku).

Genug Stoff für einen Test und Danke an Alle.
 

jbrachte

Mitglied
Hallo Kai,

vielleicht liegt es an der Akkuspannung, aber es ist doch auffällig, daß die Mißweisung nur in Alt auftritt.

Hast Du schon einmal an das Phänomen des Encoder Slippage gedacht? Dies tritt dann ein, wenn der Schaft eines Encoders nicht fest sitzt und sich somit bei der Bewegung des Teleskops ein Stück mitdreht. Dann ist natürlich keine zutreffende Positionierung mehr möglich. Überprüfe doch einmal Deinen Alt Encoder daraufhin.

Wie das bei deinem System gehen kann, weiß ich - wie gesagt - leider nicht. Ich teste das bei meinem System im Zimmer bzw. in der Garage. Bei mir kann ich die Encoder Stellung anzeigen lassen, z.B. 39° 45' 30". Ich befestige dann meinen Laserpointer am Tubus und markiere die Stelle an der Wand, an der der Laserstrahl auftrifft. Dann bewege ich den Tubus mehrmals auf und ab. Schließlich stelle ich ihn so, daß der Laserpunkt wieder genau auf die gleiche Stelle an der Wand fällt. Wenn die Anzeige nun den gleichen Wert zeigt wie zuvor (39° 45' 30"), dann ist alles in Ordnung. Wenn der angezeigte Wert aber deutlich abweicht, dann rutscht der Encoder durch.

Ein wackliges Encoder Kabel wurde ich eher nicht vermuten, denn dann würde Dein System zwischendrin wohl das Alignment ganz verlieren.

Viele Grüße
Johannes
 

KaiFelix

Mitglied
Hallo Alle, Hallo Johannes,

der Tip mit dem Encoder Slipping war gut. Ich hab das mit dem Laser probiert. Bei jedem Mal hoch und runterfahren wird der Fehler um 0.5 - 1 Grad!! größer.
Extrem ärgerlich das Ganze. Erst die kaputte Platine, jetzt der nächste grobe Fehler, mit dem ich mir diverse Nächte versaut habe.
Ich werde jetzt erstmal meinen Händler kontaktieren. Ich erwarte nach dem ganzen Ärger von Skywatcher, dass Sie mir gleich das fertig montierte Seitenteil mit Höhenmotor zuschicken und ich das alte zurückschicke. So langsam hab ich echt genug

Viele Grüße,
Kai
 

KaiFelix

Mitglied
Und noch präziser: Ich habe herausgefunden, dass im Teleskop zwei Encoder verbaut sind. Einer funktioniert direkt am Motor und einer funktioniert auch (bzw. eben nicht) wenn man es von Hand bewegt.

Folgende Beobachtung. Ich habe den Stecker des Encoders (Höhenachse), der nicht am Motor misst sondern auch dann, wenn man das Teleskop von Hand bewegt, einfach herausgezogen. Und siehe da plötzlich funktioniert der Test mit dem Laser an der Wand 100%ig. Das bedeutet, dass die Schaltung die Signale der beiden Abtaster irgendwie kombiniert, und das falsche Signal vom manuellen Bewegungsabtaster so falsch war dass das Gesamtergebnis der Abtastung dadurch zerstört wird. Unfreiwillig werde ich langsam zum Skywatcher Dobson Flextube Goto Experten.
Da ich im Internet gelesen habe, dass der Abtaster der die Bewegung von Hand misst sowieso nicht so präzise ist, versuche ich jetzt einfach mal nur mit Motor. Ich bin sicher alles wird perfekt funktionieren.
Ich halte Euch auf dem Laufenden.

 

jbrachte

Mitglied
Kai,

das sieht ja so aus, als hättest Du einen Übeltäter gefunden. Eine so große Abweichung pro Schwenk zeigt eindeutig an, daß der Alt Encoder nicht richtig funktioniert. Mein Alt Encoder besteht aus zwei Hälften - die eine dreht sich mit dem Tubus, die andere ist über den Tangent Arm mit der Rockerbox verbunden und bleibt daher fest. Aus der Differenz mißt der Encoder das Maß der Drehung des Tubus. Möglicherweise ist derjenige Teil, der sich mit dem Tubus drehen soll, daran nicht richtig befestigt. Bei meinem System klemmt man den Schaft des Encoders mithilfe kleiner Sechskant Inbusschrauben fest. Stell doch mal sicher, daß der Encoder dort richtig befestigt ist, und mach dann noch einmal den slippage Test.

Viele Grüße
Johannes
 

KaiFelix

Mitglied
Hallo liebe Gemeinde ;)

ich wollte noch eine Kleinigkeit zu den Synscan Firmware Updates nachreichen. Ich hatte eine Weile lang um mein Problem einzugrenzen die neue Version SynscanV0335AZEQ (AZ=azimutale Montierung EQ=äquatoriale Montierung, teilweise gibt es auch Firmware die nur für AZ oder EQ ist) auf meiner Handsteuerung drauf. Auch hier hat sich noch gezeigt, dass diese Probleme in der Goto Steuerung verursacht. Er fährt dann den richtigen Punkt nicht korrekt an, die angezeigten Koordinaten stimmen aber genau (er zeigt also die falsch angefahrenen Koordinaten richtig an ;) . Sprich, er fährt einfach die Koordinaten die er selbst kennt nicht richtig an, dass heißt, die Position auf der man endet ist auch angezeigt nicht die Position, die man angefahren hat, er bleibt einfach vorher stehen oder lässt den letzten Schritt weg. Das ist klar ein Software Fehler. Die Encoder für die Position sind mittlerweile OK. Ich weiß das widerspricht völlig meinem ersten Posting hier - da sieht man mal wie viel in einem komplexen Umfeld die Psychologie ausmacht ;)
Fazit: Ich würde mit AZ-Montierung bei der Version SynscanV0308AZ bleiben.


Viele Grüße,
Kai

 
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Steingaertner

Mitglied
Hallo Kai,
mein Beitrag kommt zwar spät, aber vielleicht hilft es trotzdem noch etwas. Ich habe einen Skywatcher 10'' Goto Flextube. Probleme sind ähnlich wie bei Dir. Die Encoder-Abtastung im Alt-Antrieb ist bei mir ebenfalls fehlerhaft, sie hängt sich teilweise auf, daher fehlen hin und wieder 1-3 Grad. Somit kann das Goto nicht stimmen. Die manuellen Encoder braucht man aber im Goto-Betrieb wirklich nicht; also ausstecken! An den beiden Motoren (Az und Alt) sind je zwei Kondensatoren am Gehäuse angelötet, die für die Regelung der Fahrgeschwindigkeit notwendig sind. Damit sie besser fixiert sind, wurden die Kontaktstellen werkseitig mit Heißkleber überdeckt. Und das Ganze hält leider trotzdem nicht! Die Lötkontakte sind unter aller Kanone. Daher spinnt der Antrieb immer wieder. Lösung: Die Kondensatoren besser anlöten und evtl. Leitsilberlack auftragen; das hat bei mir funktioniert.
Gruß, Rüdiger
 
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