Sonnenbebachtung mit Startravel 80/400 - Sonnenfilterfolie oder ...?

Nun wenn das OAZ-Rohr komplett eingefahren "eben noch das gesamte Objektiv" sichtbar sein lässt;
dann ist nach meiner laienhaften Ansicht beim fokussieren auf stellare Objekte ebenfalls das gesamte Objektiv sichtbar. ;)
Ähm, nope.
Definitiv nicht.
Allein weil da noch ein Zenithspiegel dazwischen ist, ist das innere Ende des Rohres viel weiter vom Auge weg, der Tunnel somit länger und der Winkel also deutlich enger.
Nachtrag:
Habe geraden den Lütten ohne Okular und Spiegel auf die Fensterbank gestellt und den OAZ rein- und rausgedreht.
Das Objektiv war in beiden Fällen mit Abstandsplättchen sichtbar.
Und du machst immernoch genau den gleichen Denkfehler.
MIT Zenithspiegel.
Genau so wie es beim echten Beobachten auch ist.

Dein Auge muss da sein, wo die Feldblende vom Okular sonst wäre.
ZS rein, Okular rein, auf was entferntes fokussieren, Okular raus, Auge dran.
Und zwar NUR das Okular raus. Fokusposition und Zenithspiegel bleiben da wo sie sind.
Ich hab das nicht umsonst so geschrieben.
Alles andere führt zu falschen Ergebnissen.

Der Zenithspiegel verlängert das ganze um 7cm. Du kannst nicht ernsthaft annehmen, dass du durch ein 10cm langes 32mm großes Rohr genauso viel sehen kannst, wie durch ein 17cm langes, immernoch nur 32mm großes Rohr.
Das halbiert den einsehbaren Bereich nahezu.

LG
Olli
 
Hallo Olli,
bin froh dass der Lütte so leicht ist und neben dem Schreibtisch steht.
Ich habe das jetzt noch einmal ohne Okular und mit Zenitspiegel gemacht und kann in beiden Fällen die Abstandsplättchen und das gesamte Objektiv sehen.
! Ich habe es gebraucht erworben und kann daher nicht ausschließen dass da vorher gebastelt wurde !

CS
Dirk
 
Fehler.
Du musst mit deinem Auge in der Schärfeebene sein. Bei komplett eingefahrenem Rohr bist du mit dem Auge viel zu weit intrafokal und das Rohr ist vom Auge aus auch deutlich kürzer ohne Zenithspiegel
Zenithspiegel rein, omular rein, auf was weit entferntes fokussieren, Aber kular raus, und DORT mit dem Auge rein schauen.

Trugschluss an der Stelle, bitte nochmal neu prüfen.

LG
Olli
Hallo Olli,

heute hatte ich endlich die Möglichkeit, den Zest mit Zenitspiegel zu machen:

Du hattest Recht: Hier sieht man tatsächlich nicht mehr den Objektivrand. Die Abstandsplättchen sind gerde eben nicht mehr im Geschtsfeld. Es geht also nur um eine extrem geringe Vignettierung, aber sie ist nicht wegzudiskutieren.

Letztendlich hat die praktische Beobachtung bzw. das Experiment, sprich was man sieht, eben doch Vorrang gegenüber der Theorie.

CS, Christian
 
Die Sonnenfilterfolie sollte nächste Woche eintrudeln, also habe ich noch Zeit die Bleistifte zu spitzen. :cool:
Das letzte Mal hatte ich während der Schulzeit Sonnenflecken gezeichnet.
Ich dachte mir, bevor ich Nachts am Telesköpchen etwas zeichne, versuche ich es erst mal am Tage.
Allen ein herzliches
Clear Skies!
 
Der Sonnenfilter ist da, aber es kam wie es kommen musste:
Ich packte den Filter aus und zeitgleich war Verwandtschaft da. Es entstand ein Gespräch ob das Dingens nicht nur bei einer SoFi nutzbar wäre und ich erwähnte was von Sonnenflecken.
Die Sonne strahlte vom Himmel und ich holte den Lütten. Also Sonnenfilter drauf und der Spiegel wurde durch ein 90 Grad Amici ersetzt (erschien mir geeigneter für die Verwandtschaft) eine 6mm Goldkante kam hinzu.
Also zurück durch die Wohnung über die Veranda in den Garten ... zack Wolken! :sneaky:
 
Überraschender Weise kam heute Verwandtschaft vorbei, die noch nie Sonnenflecken gesehen hatte.
:cool: Natürlich wurde sofort Abhilfe geschaffen, auch wenn recht wenig dort oben zu sehen waren.
 

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Baader Solar Continuum Filter 7,5 nm | Kerste.de – wenn man sich mit der grünen Sonne anfreunden kann, bringt er deutlichen Kontrastgewinn.

Das gilt aber nur für typische Achromaten bzw. Fraunhofer-Refraktoren. Bei einem guten APO ist durch einen SC-Filter kein Gewinn in Punkto Kontrast etc. feststellbar. Zumindest bei meinen Geräten konnte ich bisher durch den Solar Continuum-Filter keine Verbesserung erkennen, weder am TeleVue NP101 noch am TS 102/f11 SDP. Es kommt mir sogar so vor, dass durch den SC-Filter der Kontrast minimal schlechter wird, vielelicht durch das zusätzliche Glas im Strahlengang begründet.
 
Hallo Walter,

das entspricht meiner Erfahrung mit dem alten Solar Continuum, den ich vor knapp 20 Jahren mit dem schwarzen Herschelkeil mitgekauft hatte. Am ED80/600 und am Zeiss 150/2250 war kaum ein Unterschied, oder nur bei einigen Austrittspupillen.

Hier ist ein bearbeitetes Bild und ein Screenshot während der Aufnahme mit Zeiss AS 150/2250 mit Herschelkeil, ND3 und ND0,9
01-ND09-1184x1536.jpg

Und das ganze mit Zeiss AS 150/2250 mit Herschelkeil, ND3 und Baader 7,5 nmSolar Continuum
02-SC-1184x1536.jpg

Der Unterschied ist hier im Vorschaubild bei weitem nicht so extrem, wie ich ihn in Erinnerung habe, aber das Fokussieren war einfacher. Den ND0,9 im ersten Bild hatte ich dabei verwendet, um auf halbwegs vergleichbare Belichtungszeiten zu kommen, wobei ich mit SC sogar noch länger belichtet habe. Bildbearbeitung war identisch, und trotz längerer Belichtungszeit kamen mit SC-Filter mehr Details zum Vorschein.

Gut, der Zeiss läuft als Halb-Apo, aber man muss sich schon Mühe geben oder spektroskopieren, um da einen Farbfehler zu erkennen...

Eventuell zu bedenken, was mir mittlerweile eingefallen ist: Den Test hatte ich im Oktober gemacht, und ich weiß nicht genau, wie hoch die Sonne da stand. Mag sein, dass der Solar Continuum da (zusätzlich zur Optik-Korrektur) den selben Effekt wie ein ADC hatte.

Mein ausführliches Fazit damals in meinem Test war:
Mein Fazit des Tests ist zweigeteilt. Zuerst einmal der visuelle Einsatz:

Für Benutzer von Achromaten lohnt sich der Filter eindeutig, da die Teleskope dann endlich auch an der Sonne scharfe Bilder bei höherer Vergrößerung zeigen.

An hochwertigen, farbreinen Apochromaten ist der Effekt subtiler. Am Apo lohnt sich der Baader 7,5nm Solar Continuum Filter (540nm) wohl vor allem, wenn man wirklich auf feine Details bei hoher Vergrößerung aus ist und nicht nur gelegentlich beobachtet. Am Herschelkeil ist mir ein einfacher Polfilter zur Lichtdämpfung bei gleichzeitig weißem Sonnenbild lieber.

Fotografisch sieht es ganz anders aus. Wer ernsthaft die Sonne fotografiert und eine Schwarzweiß-Kamera verwendet, wird enorm von dem Baader Solar Continuum Filter profitieren, auch am Apochromat. An Spiegelteleskopen dürfte der Effekt ähnlich beeindruckend sein.

Wer dagegen nur mit einer Farb-DSLR die gesamte Sonne fotografiert und ggf. auch ohne Stacking arbeitet, wird weniger von dem Filter profitieren, da nur die Hälfte der Pixel genutzt wird. Hier ist der Kontrastgewinn ähnlich dem visuellen Eindruck und hängt davon ab, wie stark der Farbfehler des Teleskops ist.
Mit dem 7,5nm SC hatte ich auch am Apo also einen dezenten, aber vorhandenen Kontrastgewinn – jedenfalls stärker als mit dem Vor(vor?)gänger, der am Apo keinen nennenswerten Effekt hatte.

Gut möglich, dass mit einem ADC die selbe Schärfe erreichbar ist, nur mit aufwändigerer Handhabung, und ich da mehr Atmosphäreneffekte als Teleskopeffekte korrigiert hatte. Und keine Ahnung, ob ich mit ADC und Herschelkeil noch in den Fokus komme, dürfte eng werden...

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo,

Ich habe oft vor ein par Jahren einen AC 90/500 fuer Sonnenbeobachtungen eingesetzt, wie auch manchmal einen ED 70/420. Beide immer mit dem Baader weißen Herschelkeil, das Vorgängermodell vom aktuellen.

Ich konnte und kann keine Erwärmung/Abschattung(Vignette) seitens OAZ bestätigen. Auch Tubus Seeing habe ich bei den beiden nicht. Beim langen f11er hatte ich öfters den Verdacht wegen des langen Strahlengangs das er nicht sich bestens akklimatisiert intern und Tubus Seeing haben kann..., das hatte ich schon mal anders wo erwähnt.

Sonnensucher habe ich immer noch den Roten mit Rueck Einblick von Lacerta, ist nen bissl fummelig die kleinen Schrauben, geht aber prima auf ner Azimutalen T Montierung. Reicht mir dicke zusammen mit dem Rückfenster des Baaders auf die schnelle.

Zwecks Fett das verdampfen könnte im extremsten unvorsichtigen Falle falsch accidentel nachgeführt wegen eines Glitches im Software Remote...., liegt das doch eh weit ab vom Brennpunkt des Instrumentes, habe aber meine ganzen OAZ`s leicht eingeölt(periodisch mit dem nutzen wird nachgecheckt und da trieft auch nichts).
China Honig habe ich nirgends drin, oder festes verharztes in einem alten russischen Helical den man second Hand aufgabelt.

Den SC 10nm HWB von Baader hält sich bis jetzt über ein par gute Jahre ohne jegliche befürchtete anfängliche Abstriche zwecks Haltbarkeit versus restante Temperatur im optischen "Train" auch visuell.

Folie zum Beobachten ist nicht so mein Ding, ist sehr empfindlich zum transportieren, vielleicht bin ich auch zu dämlich und Platzsparend in den Koffern, meins war von Anfang so nen präzisen Keil, der sich richtig polyvalent gelohnt hat. Gleich noch alle abgestuften Filter dabei und machte mir so Sinn ab der Anschaffung des Cak fuer Foto. Da werden sie alle genutzt und bin echt froh die zu haben im Sorglos Packet damals.

Bei mir dauerte es halt nur einiges bis der CaK durch durfte, ist auch gut so gewesen im Endeffekt.

Clear skies,
- Martin
 
Das gilt aber nur für typische Achromaten bzw. Fraunhofer-Refraktoren. Bei einem guten APO ist durch einen SC-Filter kein Gewinn in Punkto Kontrast etc. feststellbar.
dass durch den SC-Filter der Kontrast minimal schlechter wird, vielelicht durch das zusätzliche Glas im Strahlengang begründet.
Basierend mich auf was ich so als Mensch am besten sehen kann, das ist auch streng individuell und persönliche Preferenz(!), habe ich am aller liebsten zum Visuellen den SC.
Verbessert wirklich den feinen Kontrast von den umgebenen Fotosphaerischen Fackelgebieten die ich niemals sehen würde ohne Filter, das sind meine liebsten immer noch die ich jage und bewundere. Vielleicht habe ich auch nur China Schrott, schwierig zu vergleichen in der Einöde. Bin aber schon sicher das nen Fluo mehr bringt an Kontrast was ich so beobachten konnte.
Am liebsten habe ich den Bino dann mit ein par einfachere Okus die seitliche Flaps haben.

Klar am AC hat den Vorteil ihn ein bissl zu Bändigen mit dem schmaleren Bereich, bis halt doch schon gegenüber einem ED/APO in der Vergrößerung die Pfeife dann kalt wird bei so kürzeren AC`s
Bei mir meistens eh hat die Atmosphäre zwecks Seeing das ultimative Wort(am ED f11er). Selten sind die Tage wo man das gut hochschrauben kann(bei mir). Gut die Luft am wirbeln bei so weiter Distanz durch.

Bei mir zählt halt einfach das Erlebnis zum Sehen, und das erfüllt der 10nm HWB SC allemal mit gutem Bonus im Kontrast.

Clear skies(!)hopefully,
- Martin
 
Hallo Alex,

Das erste Bild, und das zweite, das du da zeigst, ist schon extrem unscharf. Würde in Anbetracht des verwendeten Teleskops auf eine Fehlfokussierung tippen. So einen Unterschied zum Bild mit SC-Filter ist nicht üblich, bzw. nicht in dem Rahmen, den ein SC ausschöpfen kann.
Wenn ich bei meinem TS-102/f11-SDP so einen Vergleich hier mache, die Sonne links mit SC-Filter (Baader-SC-Filter) und rechts ohne SC-FIlter.

Sonne_mit_SC 1.jpg
Sonne_ohne_SC.jpg


So erscheint mir das Bild ohne SC-FIlter in Bezug auf Informationsgehalt besser zu sein. Nun ja, allzu groß sind die Unterschiede nicht, bei weitem nicht so extrem wie im Beispiel vom Alex oben.

LG Walter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

Ich kann den Test von Alex ebenfalls nichts abgewinnen.
Ich hatte mir gestern schon gedacht, bei den ersten beiden Bildern war das Teleskop nicht richtig fokussiert, so unscharf wie die Bilder sind. Ich denke, das der deutliche Unterschied zwischen dem Bildern ohne oder mit den SolarContinuum nicht von diesem Filter kommen, sondern durch eine unterschiedliche und vor allem ungenügende Fokussierung des Teleskops bei der Aufnahme ohne dem SolarContinuum oder vom unterschiedlichen Seeing durch unterschiedliche Uhrzeiten der Aufnahme.

Eventuell zu bedenken, was mir mittlerweile eingefallen ist: Den Test hatte ich im Oktober gemacht, und ich weiß nicht genau, wie hoch die Sonne da stand. Mag sein, dass der Solar Continuum da (zusätzlich zur Optik-Korrektur) den selben Effekt wie ein ADC hatte.

Da sehe ich eher die Ursache für die unterschiedlich scharfen Bilder.
Wenige Grad + und - über dem Horizont machen in der Sonnenbeobachtung viel aus. Das ist im Okular deutlich zu sehen und noch mehr mit der Kamera.

Viele Grüße
Gerd
 
Hallo,

Sonne beobachten mit RGB Camera, sei es die Astro oder DSLM hat bei mir noch nie gut funktioniert mit dem SC. Aber mit der Mono Cam plus SC sieht das gleich viel besser aus(!).

Visuell kommt es ohne SC an der Zeit sicher den ADC einzusetzen speziell wenn ich die Sonne nur beobachten kann am späten Nachmittag wo die Sonne bei mir reinschwenkt.

Die Atmosphärische Dispersion sieht man 1A an den Sonnenflecken visuell ohne SC, auch mit Polarizer zum drehen.

Ich bleib beim SC.

Clear skies,
- Martin
 
Hi!

Der Zeitunterschied war etwa 5 Minuten – ein Filter raus, einer rein. Der Coudé hat leider keinen Motorfokussierer…

Vielleicht komme ich mal dazu, das nochmal zu machen – wenn es mal wieder lang genug voraussagbar klar ist, dass es sich lohnt, zur Sternwarte zu fahren.

Beste Grüße,
Alex

PS: Oder ich habe die Rohdaten noch, nächste Woche mal schauen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielleicht komme ich mal dazu, das nochmal zu machen – wenn es mal wieder lang genug voraussagbar klar ist, dass es sich lohnt, zur Sternwarte zu fahren.
Wenn ich heute beim Fenster rausschaue, ist von CS weit und breit nix zu sehen, Regen, Wind, Saharastaub und Kälte.
Deswegen fliege ich morgen für eine Woche nach Zypern zur Erholung 😁
 
Ich glaube das liegt im wesentlichen daran, dass das grüne Bild zu dunkel ist.
Bei gleicher Helligkeit sehe ich da keinen Nachteil des SC.
Ich gucke etwas lieber mit SC und bilde mir ein, ein mü mehr zu erkennen.
Belichtungszeit Bild ohne SC:
ISO 200, 1/5000s
Belichtungszeit Bild mit SC:
ISO 200, 1/200s.
Kamera: Olympus OM-1.
Die wesentlich längere Belichtungszeit mit SC ist hw. auch ein Grund für die Schärfeunterschiede, insbesondere in Hinblick auf die Luftunruhe.
 
Okay ich bin visuell unterwegs. Da ist die Belichtungszeit immer gleich und die Helligkeit kann ich mit Polfilter einstellen.

Ich habe mir also deine Bilder genommen und die Helligkeit angepasst und schon empfinde ich das grüne Bild als mindestens gleichwertig. Ich würde dann mit SC länger belichteten.
Andererseits hast du natürlich recht, dass eine kurze Belichtung weniger Unruhe erfassen sollte. In deinem Beispiel kann ich das aber nicht so klar erkennen.
 
Hallo,

Kamera: Olympus OM-1.
Die wesentlich längere Belichtungszeit mit SC
Ich habe schon probiert mit meinen beiden Olympus DSLM, die ältere E-M10(ohne Tiefpassfilter/Moiré Filter/AA, bildet eindeutig schärfer ab!) und die E-M10MarkII mit dem Baader SC 540nm 10nm HWB Filter. Da kam das gleiche raus wie mit meiner 533MC oder 120MC-S, gut haben alle die selbe Pixel Größe....

Ich hatte äußerst schwere Probleme zu fokussieren an den RGB's, auch nachträglich(*) mit einem EAF an der Sonne mit dem besagten Filter. Ich konnte einfach nichts erkennen was mir half zum Fokussieren, und habe dabei die Möglichkeit das direkt am PC Bildschirm zu sehen oder über die App am iPad.

An der ASI120MM-S wie auch mit der mini 120er war das gleich palleti, prima zu Fokusieren in Firecapture, sei es am f11er ED, 70/420Ed wie auch am 90/500AC.

Neustens kam noch die 432MM dazu und auch mit der alles bestens mit dem besagten Filter inklusive 1,5x- 2x Barlow, den 540nm SC Baader in 10nm HWB Version, wie auch den neueren Cak(auch mit 3x TZ Barlow am f11er)

Hatte auch schon mal den Versuch wiederholt mit den Mono Cams und einem #56 Filter(ohne Barlows), fehlte doch aber schon gut an Schärfe gegenüber dem SC 10nm HWB von Baader.

Hatte auch schon probiert im reinen Weißlicht mit und ohne PL Filter mit den RGB`s, sah einiges freundlicher aus an den Sonnenflecken, aber störte mich zu stark bei meinen Aufnahme Uhrzeiten am Spätnachmittag die atmosphärische Dispersion.

Habe diese Aufnahmen nicht mehr mit den RGB's im Weisslicht ohne selektiven Filter/PL Filter, da wenn se bei mir nichts sind hebe ich das auch nicht auf.
Merkt man sich aber gut(!), habe noch irgendwo Aufnahmen zur einer teilweisen Sonnenfinsterniss mit der OM E-10MarkII.
Der Mondschatten war schon scharf zu sehen, konnte man auch gut nachträglich die Krater ausmachen, aber dezentes Detaille von der Sonne war halt nicht drin(*).

Clear skies,
- Martin
 
Hallo allerseits,

die Rohdaten mit dem Zeiss finde ich natürlich nicht mehr, aber ich weiß jetzt wieder, dass ich bei den Screenshots nicht darauf geachtet hatte, wann das Bild ruhig ist, sondern nur die Kameraeinstellungen dokumentieren wollte.

Aber ich habe noch Rohdaten vom 21. April 2022 mit dem Vixen 80Mf (80/910). Das passt schon eher zu meiner Erinnerung.

Mit Herschelkeil, ND3 und ND1,8 um 9:22, 13 ms Belichtungszeit, mit der Automatik von Siril das beste Bild von 2000 Bildern automatisch ausgesucht:
Herschel-ND3-ND18-09_22_27_421.jpg


Mit Herschelkeil, ND3 und Solar Continuum um 9:29, 10 ms Belichtungszeit, mit der Automatik von Siril das beste Bild von 2000 Bildern automatisch ausgesucht:
Herschel-ND3-SC-09_29_01.jpg


Passt schon eher zu meiner Erinnerung. Kamera war die ASI120 Mono Mini; der ND0,9 war wie gesagt für ähnliche Belichtungszeiten drin.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo,

Zu der Diskussion über die Wärme an Bauteilen am Teleskop bei der Benutzung eines Herschelprismas/Herschelkeils:

Ich habe an meinem Teleskopen noch mal nachgefühlt, ob den irgend ein Bauteil, sei es am Tubus, im Bereich vom Okularauszug oder am Anschlussstutzen vom Herschelkeil irgendetwas auch nur warm wird.
Erst heute Vormittag habe ich mein Teleskop über eine Stunde auf die Sonne ausgerichtet gelassen, dabei war die Sonne nicht immer mittig im Okular eingestellt, da ich auch den Sonnenrand beobachte. Am vergangenen Sonntag habe ich über drei Stunden die Sonne beobachtet, auch hier war die Sonne nicht immer mittig eingestellt.

Am Teleskop wurde einfach nichts warm. Nicht am Tubus, an keiner Stelle vom Rohr des Okularauszugs, und auch nicht am Stutzen vom Herschelprisma. Der UV/IR auf KG3 Filter den ich vor dem Herschelkeil eingeschraubt habe, blieb kalt, die Lichtfalle vom Lacerta 2" Herschelkeil wurde allenfalls lauwarm.

Für meine beiden Teleskope die ich für die Weißlichtbeobachtung mit einem Herschelprisma einsetze, das ist ein 152/1200mm ED-Refraktor und ein 110/770mm ED-Refraktor, kann ich sagen: Es wird nichts warm, an keiner Stelle vom Teleskop, auch nicht nach längerer Beobachtung der Sonne.

Viele Grüße
Gerd
 
Hallo Gerd,

stimmt, die Erwärmung hält sich bei den Teleskopen in engen Grenzen.
Die Solarkonstante bei uns beträgt so ca. 1200W/m², d.h. dass bei einem Teleskop mit einer Öffnung von 100mm ein Energiefluss von ca. 10W ins Teleskop gelangt bei direkter Ausrichtung auf die Sonne. Mit der relativ geringen Leistung ist es schwer, das Gerät merkbar zu erwärmen.
Im Brennpunkt hingegen wird die Energiedichte sehr hoch, d.h. wenn wir einen Brennpunktdurchmesseer von 1mm in Betracht ziehen, konzentrieren sich obige 10W auf diesen kleinen Durchmesser, was einem Flächenverhältnis hier von 1:100 entspricht. Somit kommt man auf ca. 120kW/m² und das ist nicht mehr zu unterschätzen.
Zum Glück liegt der Herschelkeil relativ weit vor dem Brennpunkt im Strahlengang, sodass sich diese Energie auf eine größere Fläche verteilt. Mein Lacerta 2" Herschelkeil hat in der Lichtfalle einen Strahldurchmesser von etwa 1cm (nicht nachgemssen). Bei stundenlanger Beobachtung der Sonne wird das Alu leicht handwarm, mehr nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

Ich wohne in einer Gegend die im Sommer schon gut warm wird. +40ºC sind keine Seltenheit.

Auch an solchen Tagen bei grosser Hitze mache ich manchmal die eine oder andere Sonnenbeobachtung fotografisch oder visuell. Es kann sich manchmal lohnen nach ein par Tagen wo eh alles Tag und Nacht gut warm(!) bleibt. Über +32ºC Nachts hatte ich auch schon mehrmals.

Visuell geht bei mir seit einiger Zeit jetzt mit dem TS ED 4" f11visuell mit dem Bino, ohne GWK. Das praktische am f11er ED ist halt die 120mm lange Huelse die abschraubbar ist, und ich auf den GWK verzichten kann.
Mit Bino oder wie auch Monokularer Beobachtung wird der Baader Herschelkeil nicht besonderlich warm.
Was doch ein bisschen wärmer wird ist das Keramik Plättchen hinten das sehr gut als Sucher funktioniert(bei kleineren Brennweiten ;)), mit ner kleinen ASI120MM kann dieser "Sucher"auch durchaus sehr nutzvoll sein.
Aber sehr bedeudent warm wird diese Keramikplatte auch nicht. Mann kann da immer locker sorgenfrei den Handrücken dran machen.
Ich hatte mal an einem Bullenhitzentag das IR Thermometer angepeilt, waren maximal 5 bis 10 Grad Celsius mehr. Die Kacheln am Boden waren heisser(!).
Im inneren vor der Keramikplatte liegt ein Metallgitter, ich habe das schon ein par mal kurios aufgemacht mit den nervenden winzigen Schrauben mit ihren Unterlagscheiben, da war nirgends die schwarze Farbe verrostet. Ich mach das Teil auch nicht mehr auf.....
Es sind Qualitäts Materialien. Dafür habe ich auch erfolgreich den Geldbeutel im Endeffekt aufgemacht.

Nun gut auf meinem winzigen Balkon kann es schon ungemütlich (zu) warm werden. Der Teleskoptubus des f11er`s da er direkt auf die Sonne anpeilt wird auch nicht besonderlich warm, eher Gegenteil da er ja im Prinzip im "Schatten" liegt.
Und da faengt jetzt die Sache an zu meinen Befuerchtungen das ich Tubus Seeing habe bei den Sonnenbeobachtungen im langen Tubus.
Ich hatte das schon mal wo anderst erwähnt....
Wie beobachtet sehe ich das nur am Monitor oder Okular mit dem Baader 2"SC Filter, am CaK nicht die Spur(?). 🤷‍♂️

Der Tubus selber wie auch OAZ sind gleich warm, nichts besonderes. Des Öfteren führt meine arme Monti auch das lange Rohr mal nen kompletten Nachmittag nach. Dabei decke ich die schwarzen Deckel der Motoren und Elektronik vorsorglich mit nem weissen Handtuch ab(iEQ30Pro). Das wird mir dort zu warm in der prallen Sonne.
Der Herschelkeil macht das dicke mit, nur muss man die ND Filter nachkontrollieren die was an Wärme gut abkriegen ueberm Herschelkeil. Wenn das ein bissl rattelt stört mich gar nicht. Bin es doch eh schon gewohnt, auch am 2"SC 540nm 10nm HWB Filter von Baader. Gut präzise verarbeitetes Alu dehnt sich spürbar mehr aus als vergütetes Glas, schon logisch bei meinen Temperaturbereich.

Nur der Baader CaK weist solche Symptome gar nicht auf. :unsure:

Na gut der sitzt auch hinter einer Barlow an der Cam. Mit der derzeitigen 432MM sogar eine TZ 3x.

Bis jetzt mag ich am meisten die 120MM-S, die wird laut Temperatur Sensor gar nicht so warm(niemals 55ºC erreicht), gegenüber der Umgebungs Temperatur. Ich habe diese sehr gerne :)
Aber die 432MM von ZWO, die nicht billig war, musste ich oft fruehzeitig bei hohen Temperaturen wieder Abnehmen, da schon bei dem internen ablesen der Temperatur bis zu maximal verbotene 62ºC :cry: auf dem Bildschirm angegeben wurden. Hatte auch mit dem IR Thermometer nachkontrolliert, was mir nicht diese Temperatur angab, aber gut die elektrische Wärme hat mir doch Anlass zu Sorgen gegeben. Und runter geht sie wieder...


Clear skies,
- Martin
 
Hallo,


Die Solarkonstante bei uns beträgt so ca. 1200W/m²,

Es sind so in etwas 1000 W/m² laut Wikipedia. Das gilt aber nur für einem klaren Himmel bei hohen Stand der Sonne. Abseits davon ist die Einstrahlung geringer. Ich habe das für mein 150mm Teleskop mal durchgerechnet, es gelangen bei angenommenen 1000 W/m² rund 18 Watt in das Teleskop. Meist werden er weniger sein.
ich meine, diese Leistung kann an den Stellen, die Eingangs von diesem Thread hervorgehoben wurden, nichts anrichten und kaum erwärmen.

Im Brennpunkt hingegen wird die Energiedichte sehr hoch

Das ist klar.
Der Brennpunkt sollte hinter dem Herschelprisma liegen, sonst könnte ein Okular das Abbild der Sonne nicht vergrößern. Vor dem Herschelkeil ist der Kegelstumpf mit dem ungefilterten Sonnenlicht immer noch im Durchmesser so groß, das dieses keinen Schaden anrichten kann.

Aber die 432MM von ZWO, die nicht billig war, musste ich oft fruehzeitig bei hohen Temperaturen wieder Abnehmen, da schon bei dem internen ablesen der Temperatur bis zu maximal verbotene 62ºC :cry: auf dem Bildschirm angegeben wurden.

Das hat aber mit der Frage, ob im Teleskop bei der Beobachtung mit einem Herschelkeil im Teleskop etwas zu warm wird nichts zu tun.
Jedes Elektrogerät das Eigenwärme durch seinen Betrieb produziert und diese Abwärme durch zu hohe Lufttemperaturen nicht mehr abführen kann, wird sich erwärmen.
Deine Kamera kann ihre Eigenwärme scheinbar nur passiv über das Gehäuse abführen, das kann für sehr warme Lufttemperaturen in der Umgebung zu wenig sein. Das kommt nicht vom Herschelprisma.

nur muss man die ND Filter nachkontrollieren die was an Wärme gut abkriegen ueberm Herschelkeil.

Der ND Filter, der nach dem Herschelprisma eingebaut wird, sollte sich kaum mehr erwärmen. Dieser Filter bekommt an dieser Stelle nur noch rund 5% vom ungefilterten Sonnenlicht ab. Das ist unbedenklich für den Filter an dieser Stelle.

Viele Grüße
Gerd

 
Mein Lunt Herschelprisma 1,25'' wird am ED 80/480 so warm, dass ich meinen Finger nicht lange darauf lassen möchte.
Das ist kein Problem, verstehe nur nicht, warum es bei vielen hier nicht so ist?
 
Hallo Wolfgang,

Ich vermute mal, dass Gerds UV/IR-Sperrfilter einiges an Energie abweist (bei mir hat es ja einen Polfilter an der Stelle komplett ausgebleicht, wo sein Sperrfilter sitzt, da kommt also schon einiges an Energie an). Dazu dann wohl noch eine unterschiedliche Lüftung. Mein alter 2"-Keil hat ja nicht nur mehr Abstand, sodass sich das Licht auf eine größere Fläche verteilen dürfte, sondern auch ein mehrlagiges Gitterblech in der Lichtfalle, sodass das Gehäuse erst peu a peu erwärmt wird und die Wärme besser abgeben kann. Schaut am ED80/600 so aus:
2-Zoll-Herschel.jpg
Den Lunt Herschelkeil habe ich als ziemlich kompakt und weitestgehend geschlossen in Erinnerung, mit nur kleinen Lüftungsschlitzen. Da dürfte es eher einen Hitzestau geben, bzw. die Wärme wird langsamer abgegeben. Das hier ist der vom Verein, falls deiner noch so ähnlich aussieht:
Herschel125-DSC_4062.jpeg
Und Metall kann einiges ab. Ich experimetiere gerade ein wenig mit Sonnenprojektion rum (also ohne jegliche Filter vor dem Okular). Ein 18mm Baader Classic Ortho hat eine Stunde am 150/1200 mit schlechter Nachführung problemlos überlebt, auch wenn das Gehäuse deutlich über Umgebungstemperatur hatte (im Okularprojektionsansatz aus Metall). Ein billiges 20 mm Celestron-Einsteigerokular am 80/910 hatte rein durch das Streiflicht beim Einstellen der Sonne schon eine deutlich angeschmolzene Plastik-Linsenfassung, die Linsen haben da aber auch überlebt. Metall leitet Wäre doch besser ab als Plastik.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Alex,
genau diesen kleinen Lunt habe ich. An der roten Rückwand verbrennt man sich nicht. Für Finger immer drauf wird sie aber zu warm. Aber ich denke, das ist auch nicht der Einsatzzweck der Rückwand 😁.
 
Hallo Wolfgang,

Mein Lunt Herschelprisma 1,25'' wird am ED 80/480 so warm, dass ich meinen Finger nicht lange darauf lassen möchte.

Einerseits hast du am Brennpunkt eine hohe Energiedichte. Bei 480mm Brennweite hat die Sonne im Fukus einen Durchmesser von rund 5mm.
Das andere sind einfach die Dimensionen und die verschiedenen Bauarten der Herschelprismen.


Herschelprismen-1.jpg



Das in meinem Fall 2" Lacerta Prisma ist deutlich größer und massiver als das 1,25" Lunt Prisma.
Die Lichtfallen sind vollkommen anders konstruiert.


Herschelprismen-2.jpg



Das Lunt Prisma hat deutlich weniger Möglichkeiten die Wärme an die Umgebung abzugeben als das Lacerta Prisma. Beim Lunt geht das nur über die rote Platte und den kleinen Lüftungsschlitzen. Die Hitze kann beim Lunt Keil größtenteils nur durch Strahlung abgegeben werden, Konvektion durch die Lüftungsschlitze wird keine große Rolle spielen.


Lichtfalle-innen.jpg

(Bild: Lunt Herschelprisma mit geöffneter Lichtfalle).

Das Lacerta Herschelprisma hat durch seine massive Lichtfalle, die großen Raum bietet und den Kühlrippen viel mehr Oberfläche um die Wärme an die Umgebung abgeben zu können. Das massive Gehäuse erwärmt sich auch nur wenig. Zudem ist die Lichtfalle offen. Da kann Luft rein und mit der erwärmten Luft wieder heraus.

Viele Grüße
Gerd

(Alle Bilder sind von mir).
 
Hallo Gerd,

das ist ja ne super Gegenüberstellung! Dann darf mein Lunt weiter deutlich warm sein.
Ich mag das Teil. 2'' für Sonne brauche ich nicht und so wird auch das AZ-GTi nicht überfordert.
 
Die Wärme erinnert auch immer an die Gefahr durch das gesammelte Sonnenlicht und flößt Respekt ein.
Damit kann man dann neue Beobachter beeindrucken 😁.
 
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