Stativ und Montierung fürs DOCTER Aspectem 40x80 | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Stativ und Montierung fürs DOCTER Aspectem 40x80

Hey,

ich nenne seit kurzem ein DOCTER 40x80 mein Eigen. Ein wirklich beeindruckendes Glas!!!
Allerdings suche ich nun die richtige Kombi, um das ganze Montieren zu können. Es wird fast ausschließlich astronomisch genutzt.

Im Moment kommt ein Berlebach Report mit einer Vixen Gabelmontierung zum Einsatz. An sich gar keine so schlechte Lösung. Ich komme aber leider nur auf 185cm Höhe, was aufgrund der Baulänge des DOCTERS nicht ausreicht.

Die Überlegung ist nun, dass wenn schon ein neues Stativ samt Monti her soll, dass ganze auch möglichst transportabel sein sollte. Also auch per Rucksack.

Hat hier jemand Erfahrungen mit den gängigen Kurbelstativen wie z.B. dem Manfrotto http://www.manfrotto.de/stativ-pro-digital-schwarz oder dem http://www.manfrotto.de/057-carbon-stativ-4-segmente-kurbelsaule

Oder sollte man dort zu einem der Gitzo Systematics greifen und wenn ja welches?

Reicht die Stabilität einer Stativsäule überhaupt für die 40fach?

Und kennt jemand die von Binoptic entwickelte Montierung für das DOCTER? Ist diese für den astronomischen Gebrauch tauglich?

Vielleicht gibt es auch noch andere Alternativen, auf die ich noch nicht gekommen bin.

Ich bin gespannt auf Eure Ideen!


Schöne Ostern und vielen Dank für die Hilfe

Christoph
 

portaball

Mitglied
Hallo Christoph,

also ich bin ein grosser Fan dieser zentralen Einarmmontierungen, egal ob sie nun von Binoptic, Intercon, Matsumoto oder wem auch immer gebaut werden.
Sie ermöglichen den maximalen Komfort mit minimalem Materialeinsatz.
Gabelmontierungen sind mir zu wuchtig und unhandlich, ausserdem bringen sie unnötig Gewicht aufs Stativ.

Kurbelsäule ja oder nein ist primär Geschmacksache oder besser gesagt hängt davon ab, wie man bevorzugt beobachtet.
Ich beobachte generell im Stehen und für mich ist eine Kurbelsäule ein Muss.
Ich finde es genial wie man mit ein paar Drehungen an der Kurbel schnell den Winkel am Himmel ändern kann.

Hier mal ein Bild meines 125mm Doppelrefraktor auf dem 28er Manfrotto, wie Du siehst auch mit zentraler Einarmmontierung:

Link zur Grafik: http://www.arsmachina.de/astro/borg42.jpg

Vom Gewicht her ging das sogar noch, aber das Stativ hatte mit dem langen Hebelarm doch schon zu schaffen. Die Ausschwingzeit des Systems war schon recht lang. Mit genügend Augenabstand ohne die Okulare zu berühren ging es aber doch noch.
Das 100mm APM Glas hingegen wurde sehr gut getragen und das Docter ist ja eher noch kleiner und leichter.

Ich bin jetzt auf ein Linhof Professional Stativ mit Kurbelsäule umgestiegen, das ist deutlich (!!!) stabiler, allerdings auch deutlich schwerer.
Alleine die Kurbelsäule hat 50mm Durchmesser mit sehr satter Klemmung, da wackelt nun gar nichts mehr ;-)

Link zur Grafik: http://www.arsmachina.de/astro/borg49.jpg

Du musst auch bedenken, dass Du mit einem geradesichtigen Glas noch mal deutlich mehr Höhe benötigst als ich mit dem 90° Einblick.
Beim Manfrotto hatte ich den dritten Auszug der Beine nie benutzt, beim Docter wird das aber nicht zu vermeiden sein.

Wenn Du beobachtest, ohne mit den Augen die Okulare zu berühren könnte das Manfrotto vielleicht noch reichen, und der grosse Augenabstand der Dokter Okulare sollte das eigentlich auch ermöglichen.

Es gibt aber auch Leute die im Sitzen beobachten, was eine völlig andere Situation ist.
Dann ist eine ausziehbare Mittelsäule eher kontraproduktiv, denn bei dieser Art zu beobachten zieht man das Stativ zu sich heran, es steht also nur noch auf 2 Beinen.
Eine Mittelsäule würde hierbei mit den eigenen, menschlichen, Beinen kollidieren :)
Die Höhenverstellung geschieht hier primär durch Änderung des Stativwinkels und der Sitzhöhe, bei grösseren Unterschieden muss man mit den Auszügen der Stativbeine arbeiten.
Der Vorteil ist ganz klar die geringere Höhe und damit grössere Stabilität.
Mein Ding ist das nicht, aber es gibt viele Beobachter, die diese Art zu beobachten bevorzugen.

Die Berlebach Stative überzeugen mich persönlich nicht, alternativ gibt es aber auch noch grosse Vermessungsstative, auch oft mit ausziehbaren Mittelsäulen.
Nach langem hin und her habe ich mich für das Linhof entschieden und bin damit sehr glücklich.
Wie Vieles, ist aber auch das alles Geschmacksache :)

Grüsse Jochen
 

selenograph

Mitglied
Hallo Christoph,

willkommen im Club der Aspectem-Fans. :) Ich besitze die Version mit den 40x UWA-Okularen seit 1½ Jahren und bin nach wie vor begeistert. Ich stand damals vor demselben Problem, da ich es ebenfalls größtenteils astronomisch nutze. Dafür ist ein stabiles und hoch ausfahrbares Stativ mit guter Montierung notwendig. Ich habe mich für die BINOPTIC-Einarmgabel entschieden. Damit kann ich das Aspectem sanft, selbst mit meiner Nasenwurzel zwischen den Okularen, über den Himmel bewegen. Ein dazugehöriges Ausgleichsgewicht (montiert zwischen den Objektiven) kompensiert das Gewicht der schwereren UWA-Okulare, so dass das Aspectem perfekt austariert ist. Die Montierung wurde extra für das Aspectem entwickelt - Perfektion von Herrn Schumann. Das Stativ sollte möglichst hoch ausfahrbar und stabil sein, damit man sich bei großen Höhen bequem darunter stellen kann. Ich habe mich für das Berlebach-Stativ UNI 29C entschieden. Die Kenndaten (Maximalhöhe 210 cm; Belastbarkeit 20 kg; Schwingungsdämpfung extrem gut) sprechen eine klare Sprache. Mit der Kurbelmittelsäule kann der Einblick immer in die optimale Position gebracht werden, das ist extrem wichtig für entspanntes Beobachten! Dabei kann ich mich noch am Stativ festhalten.

Ich hatte vorher Bedenken, wegen dem geradsichtigen Einblick bei astronomischen Beobachtungen. Aber die Qualität des Aspectem ED war so überzeugend, dass ich es unbedingt haben wollte. Dank dieser Kombination, verbunden mit dem großem Austrittspupillenlängsabstand von 20 mm der UWA-Okulare, ist für mich ein entspanntes Beobachten bis in große Höhen möglich. Diese Kombination ist sicherlich eine teure Lösung, alles »Made in Germany«, aber eine bessere kann ich mir kaum vorstellen. Was nützt mir ein so hochwertiges Beobachtungsinstrument auf einem »Wackeldackel«.
 

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portaball

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Hallo Ralf,

welchen Durchmesser hat denn die Kurbelsäule des Berlebach Statives?
Das Teil sieht gut aus, das kannte ich noch gar nicht...

Grüsse Jochen
 

selenograph

Mitglied
Hallo Jochen,

der Durchmesser der Kurbelsäule beträgt 40 mm. Das Stativ ist wirklich klasse und bombenfest. Die Verarbeitung ist tadellos, alle Teile sind präzi­se gefertigt und arbeiten spielfrei. Es hat allerdings auch ein entsprechendes Gewicht von 8,2 kg. Weite Strecken möchte ich es nicht schleppen.

Ich nutze das Stativ nicht nur mit dem Aspectem, sondern auch gern mit Teleskopen, z.B. einem Vixen ED102SS und AYO-Montierung.

Im Anhang noch ein Foto vom gesamten Stativ.
 

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portaball

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Danke, Ralf.
Was mir auch gut gefällt ist die Klemmung der 3 Beine mit den Knebeln an den Gelenken.

Grüsse Jochen
 

Christian_P

Mitglied
Hallo Ralf

was mir nicht so gut gefällt ist der geradsichtige Einblick. ich stelle mir das ziemlich krampfhaft vor, damit astronomische Beobachtungen zu machen. Das Aspectem samt Stativ sieht gut aus, aber ist doch eigentlich etwas ungünstig, ob des geradsichtigen Einblicks!? Das kenn ich von Ferngläsern auf einem Stativ zu genüge. Würde ich so nicht montieren.


Viele Grüße,
Christian
 

portaball

Mitglied
Hallo Christian,

man muss allerdings sagen, dass die Beobachtung im Zenit auch mit 90° Einblick Gläsern nicht unproblematisch ist.
Da bekommt man zwar keine Genickstarre, aber das Stativ muss extrem weit ausgezogen werden wodurch es natürlich instabiler wird:

Link zur Grafik: http://www.arsmachina.de/astro/borg46.jpg

Für mich relativiert sich dadurch der Nachteil von geradesichtigen Gläsern etwas, zumal man ja immer etwas warten kann, bis sich das Objekt der Begierde in einem angenehmen Winkel befindet :)

Grüsse Jochen
 

selenograph

Mitglied
Zitat von Christian_P:
was mir nicht so gut gefällt ist der geradsichtige Einblick. ich stelle mir das ziemlich krampfhaft vor, damit astronomische Beobachtungen zu machen.
Hallo Christian,

natürlich ist der geradsichtige Einblick bei astronomischen Beobachtungen nicht ideal, aber das Aspectem gibt es nun einmal nur geradsichtig. Außerdem nutze ich es zu einem großen Teil auch für terrestrische Beobachtungen. Bei astronomischen Beobachtungen muss das Stativ hoch genug ausgefahren werden, damit man bequem, ohne sich zu beugen, Einblicken kann. Dabei lehne ich mich oft leicht gegen das Stativ. So kann ich recht entspannt, längere Zeit beobachten. Bei meiner Beobachtungsplanung wähle ich natürlich hauptsächlich Objekte in mittleren Höhen und weniger die im Zenit.
 

portaball

Mitglied
Ich hatte auch schon mal so eine Parallelogrammmontierung, fand sie aber nicht sehr vorteilhaft.

Natürlich kann man mit ihr die Höhe des Einblicks einfach, schnell und intuitiv verändern, diesbezüglich gibt es nichts besseres und die Kurbelsäule ist hier nur second best.

An der Problematik der Geradesichtigkeit - Stichwort Genickstarre - ändert sie aber auch nichts, man steht nur etwas weiter vom Stativ entfernt.

Mit Gegengewicht und dem Material der Montierung selbst belastet man das Stativ mit mindestens dem Doppelten, was das Fernglas alleine wiegt.
Dazu kommt der lange Hebelarm, der die Ausschwingzeiten noch mal erhöht.

Tatsächlich benötigt man für so eine Parallelogrammmontierung ein deutlich stabileres und tragfähigeres Stativ, um letztendlich zum fast selben Ergebnis zu kommen.

Es ist natürlich immer sinnvoll seine Beobachtungen etwas voraus zu planen, damit man nicht permanent die Einblickhöhe verstellen muss, dann reicht die Bequemlichkeit einer Kurbelsäule hierfür locker aus, die Puristen können sogar damit leben dies über die Beinauszüge des Statives zu regeln...

Jochen
 

Kerste

Mitarbeiter
Hi!

Spätestens wenn mehrere Leute durch ein Gerät schauen sollen, ist so eine Binomount klasse, auch wenn dann nicht unbedingt ein Fernglas drauf sollte (wegen dem ständigen Verstellen des Augenabstands).

Link zur Grafik: http://kerste.de/wp-content/uploads/2014/06/Leonardo-Kinder-Kinder.jpg

Von der Mobilität eines kleinen Fernglases bleibt dann natürlich nicht mehr viel übrig, aber spätestestens wenn es um Öffentlichkeitsarbeit geht, ist eine stabile Parallelogramm-Montierung unschlagbar - im Verein haben wir auf der 10Micron Leonardo entweder ein 20+40x100 drauf oder für die Sonnenbeobachtung einen ED80. In der Fußgängerzone ist das ein echter Blickfang, besser als jeder Kundenstopper :/

Am Geradeinblick ändert das natürlich nichts, da hilft wohl nur ein SkyScanner - aber da ist dann die Orientierung kniffliger, und gute Spiegel in der Größe sind auch nicht billig.

Beste Grüße,
Alex
 

JürgenH

Mitglied
Hallo Jochen,

erstmal herzlichen Glückwunsch zu Deinem tollen Binoselbstbau!

Ich habe mit großem Interesse die Entstehung hier im Forum mitverfolgt, das Ergebnis ist wirklich beeindruckend.

Es ist eben so, genussvolle Astronomie mit größeren Ferngläser gibt es nicht umsonst.

Entweder man braucht Umlenkspiegelsysteme, was den Preis stark in die Höhe treibt und nicht selten das Gesichtsfeld auch noch zusätzlich einschränkt, oder man muss sich bei den Geradsichtgläsern bei der Montierung etwas einfallen lassen. Hier bietet die Parallelogrammmontierung viele Vorteile. Die Bauhöhe des Stativs wird verringert, bei der stehenden Beobachtung braucht man sonst Stative mit gerne 2,20m Auszugslänge im Zenith. Bei dieser Auszugslänge sind die meisten Stative aber auch sehr wackelig und man steht zu nahe am Stativ. Ich habe jahrelang so beobachtet mit meinem 16x70 und finde daher die Parallelogrammmontierung als großen Fortschritt und ich komme auch bequemer Richtung Zenithnähe. Gerade den letzten Kometen Lovejoy habe ich damit oft zenithnah beobachtet, wie es mir sonst kaum möglich gewesen wäre. Außerdem kann man mit der Parallelogrammmontierung auch im Liegstuhl bequem beobachten, wie es mit einem normalen Stativ nicht möglich ist.
Also, mir persönlich hat die Parallelogrammmontierung mit dem 16x70 einen riesigen Fortschritt gebracht, aber das muss vielleicht auch jeder selber ausprobieren.

Beste Grüße
Jürgen
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hey,

vielen Dank für die ganzen Ideen!!! Mit der Einarmgabel von Binoptic habe ich ja schon geliebäugelt. Ich denke, dass ich mir diese für das DOCTER anschaffen werde.

Eine Parallelogrammmontierung macht für mich mit dem ganzen Aufwand sie aufzubauen den Vorteil des unkomplizierten Beobachtens mit dem Fernglas wieder zu nichte.

Das Berlebachstativ finde ich sehr interessant, nur schreckt mich noch ein wenig das Gewicht ab. Allerdings habe ich auch ein wenig Angst, dass ein Fliegengewicht wie die Gitzo-Stative anfälliger für Schwingungen sind.
Da muss ich noch ein wenig überlegen, tendiere aber doch zur schweren Variante.

Ralf, nutzt du an deinem DOCTER auch einen Sucher oder reicht Dir das eingebaute Visier in Verbindung mit den über 2 Grad? Und kommst du gut ohne Tauschutzkappen zurecht? Das wären ja Sachen die man bei der Monti von Herrn Schumann berücksichtigen müsste.

Viele Grüße und cs
Christoph
 

JürgenH

Mitglied
Hallo Christoph,

sorry, ich habe jetzt erst gelesen, dass Du das Docter 40x80 im Rukcksack transportieren willst. Da hat Jochen natürlich recht, eine Parallelogrammmontierung ist dafür zu sperrig und braucht wohl auch mehr Gewicht.
Zumal Dein Docter mit über 4,5kg und 40x Vergrößerung schon andere Anforderungen an die Montierung stellt, als mein 16x70. Dein Instrument im Rucksack mit Stativ und Montierung astrotauglich in einem Rucksack zu transportieren halte ich für sehr schwierig und dürfte wohl nur mit trickreichen Selbstbauten möglich sein.



...Eine Parallelogrammmontierung macht für mich mit dem ganzen Aufwand sie aufzubauen den Vorteil des unkomplizierten Beobachtens mit dem Fernglas wieder zu nicht...

Da liegst Du allerdings falsch, der Aufbau ist nicht aufwändiger als Einen Stativkopf zu montieren und ich kenne keine Statvikombination die so bequem und nahe an der freihändigen Beobachtung liegt, wie mit einer Parallelogrammmontierung.

Ich bin aber kein Parallelogrammverkäufer und Du darfst gerne eigene Erfahrungen sammeln. ;)

Beste Grüße
Jürgen
 
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portaball

Mitglied
Hm, das mit dem Rucksack habe ich doch glatt auch überlesen.

Ich hatte bis vor Kurzem ein Manfrotto 028B
Das liess sich dreimal ausziehen und hatte noch eine Kurbelsäule:

http://www.manfrotto.de/product/1108654.1108656.78449.14773.0/028B/_/Stativ_Triman%2C_schwarz

Dazu war es relativ leicht und kompakt, mein APM Semi Apo hatte es ganz gut getragen...
Vielleicht ist das ja noch eine Option, wenn Du wirklich sehr mobil sein willst.

Bei der Binoptik Einarmgabel würde ich aber auf jeden Fall bleiben ;-)

Grüsse Jochen
 

selenograph

Mitglied
Zitat von Christoph_Quandt:
Ralf, nutzt du an deinem DOCTER auch einen Sucher oder reicht Dir das eingebaute Visier in Verbindung mit den über 2 Grad? Und kommst du gut ohne Tauschutzkappen zurecht?
Hallo Christoph,

ich benutze das eingebaute Visier. Ist zwar unter dunklem Himmel schwierig zu erkennen, aber mit der Zeit hat man genug Übung und findet auch so das Ziel.
Bisher habe ich ohne zusätzliche Tauschutzkappen beobachtet, allerdings auch nur bei Nächten mit nicht zu hoher Luftfeuchtigkeit. Ich erwäge allerdings den Selbstbau leichter Kunststoff-Taukappen zum aufstecken.

Noch etwas zur BINOPTIC-Einarmgabel. Die Frik­ti­on in Höhe lässt sich mit einem kleinen Innensechskantschlüssel einstellen. Schön ist weiterhin, dass die Montierung beim Transport im dazugehörigen Aluminiumtragekoffer am Aspectem verbleiben kann. Die Gabel muss einfach nur eingeklappt werden werden (siehe Foto). Aber wenn du transportabel sein willst, hast du dich bestimmt alternativ für den sehr guten Komfortrucksack entschieden. Da sollte es genauso gut funktionieren.
 

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Manne

Mitglied
Hallo - schönes Teil, auch für Terra… Das mit dem Geradeinblick weiss man ja vorher, und wenn mit dessen eigenen Gesetzen zurecht kommt, dann ist das auch kein relevanter Nachteil.

Ich habe seit vielen Jahren auch eine Einarmmonti, und zwar die von ICS an meinem 100er Miyauchi - läuft perfekt mit dem kleinen Finger (oder der Nase) und hält auch bei kleiner Friktion in jeder Höhe perfekt und fast ohne Schwingung (bei 20x). Daher würde ich auch zur BinOptik-Version raten. Als Stativ mit Kurbel nutze ich ein älteres Slikstativ, welches groß, stabil und schwer ist. Aber da Du ja sportlich ambitioniert dein Docter samt Stativ im Rucksack tranportieren möchtest, kommt es auf die 4kg auch nicht mehr an… ;-)

Ich weiß ja nicht, wie weit Du das ganze tragen willst/musst, aber für die gängigen Spektiv/Stativkombis gibt's ja Transportlösungen

felsenfester Gruß
Manfred
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

danke für die weiteren Tipps und Infos. Ich habe inzwischen die BINOPTIC-Einarmgabel. Das Teil ist wirklich Megagenial!!!

Ich bin inzwischen auch zum Beobachten gekommen. Markarians Galaxienkette komplett im Feld, M13 deutlich gemottelt und und und ... . Ein ganz neues Beobachtungserlebnis mit diesem Gerät und dabei so schön unkompliziert. Übrigens ging es auch mit dem Visier ganz gut.

Nun brauch ich nur noch ein passendes Stativ. Da bin ich mir nach wie vor nicht so sicher. Im Moment denke ich an das von Ralf vorgeschlagene Uni 29C oder das von Jochen angesprochene Manfrotto 028B.

Das Manfrotto werde ich demnächst mal ausprobieren können.

So ein Slikstativ haben wir bei uns in der Lübecker Sternwarte und das ist bei 40fach schon leicht überfordert.

Ich habe übrigens den Alutragekoffer. Transportieren würde ich das ganze in einem http://intranet.tatonka.com/infosys/php/artintt3.php?7600_TT Pathfinder. Da passt der Koffer neben dem ganzen anderen Krimskrams den man so braucht perfekt rein.


Viele Grüße und CS
Christoph
 

pulti

Mitglied
Moin Christoph,

Glückwunsch zur BINOPTIC-Einarmgabel.
Als Stativ würde ich auch persönlich das Berlebach Uni 29C nehmen. Ist was für die Ewigkeit.
 

Manne

Mitglied
Ja - dass das Slik Professional4 bei 40x schon leicht überfordert ist, halte ich durchaus für möglich. Als Ganzmetallstativ mit 4 Beinauszügen zieht es bei hohem Auszug und Vergrößerung wohl ggü. den Holzvarianten den kürzeren. Ich beobachte nur mit 20x (kriege keine gescheiten Okus mehr) und lasse auch für's Beobachten im Stehen den vierten Auszug eingefahren - dennoch ist das natürlich immer noch eine Schwachstelle. Ich habe es vor einigen Jahren aus einer Geschäftsauflösung für 150€ erstanden und es erfüllt meine Vorgaben bis 20x gut.

Ich würde auch das BB nehmen: einen (niedrigeren) Vorgänger kann ich mein eigen nennen, heute hiesse das Ding 27C. Hab's auch gebraucht gekauft für 70€ von einem älteren Fotografen. Der konnte mit 70 den Trumm nicht mehr schleppen. Ich wollte es auch für Astro haben; meine Frage, was er damit gemacht habe, beantwortete er lakonisch: Naturfotografie natürlich! Und da regen wir uns heute über 2,5kg Karbon auf… Die haben damals eben die 7kg + Kamerakram geschultert, weil's nix anneres gab.
Das Ding steht bombenfest, nur der Kopf ist ein wenig unterdimensioniert und ich kann ihn nicht entfernen, muss vielleicht mal bei BB anfragen. Das Schöne an den neuen BB ist die Modularität - bei Bedarf einfach umrüsten. Ausserdem fasst sich Holz natürlich viel angenehmer an, als das immer kalte Alu. Falls es doch das manfrotto werden sollte, es gibt auch zum Nachrüsten solche Stativbeinüberzüge , vielleicht passt da ja einer. Ich habe einen an meinem 3er Gitzo (für's DiaScope): nicht zum Tarnen, sondern weil's sich auch bei Karbon viel besser anfasst und vor allem beim Tragen des Geraffels auf der Schulter fein abpolstert ;-)

stabiler Gruß
Manfred
 
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