Stellung des Okularauszugs zur richtigen Fokussierung berechnen? (Anfängerfrage) | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Stellung des Okularauszugs zur richtigen Fokussierung berechnen? (Anfängerfrage)

I_Chris_I

Mitglied
Hallo zusammen,

als Neuling auf dem Gebiet der Astronomie, konnte ich in den letzten Tagen recht ansehnliche Mondfotos erstellen. Nun möchte ich mich dem Mars widmen und komme mit meinem Skywatcher Explorer 200/1000 sowie meiner Zwo Asi 224 MC Color an meine Grenzen. Den Mars ins Bild zu bringen ist erstmal kein Problem, durch eine 5x Barlow mit einem Auge das Bild auf dem PC zu Prüfen und mit dem anderen Augen den Okularauszug so zu verändern, dass man auch tatsächlich etwas sieht, will jedoch einfach nicht funktionieren.

Deshalb meine Frage, zu der meine stundenlangen Recherchen keine Antwort liefern konnten: Lässt sich anhand des Abstandes des zu beobachtenden Objektes und der Brennweite des Teleskops die optimale Position des Okularauszugs bzw. der Kamera berechnen? Mit der Formel 1/p + 1/q = 1/f wären das beim Mars 5m. Rechne ich falsch oder nutze ich die falsche Formel?

Ich danke euch vielmals vorab für eure Hilfe!
Beste Grüße
 

Radfahrer

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Hallo,

habe ich das richtig verstanden, den Mond bekommst du ohne Barlow scharf eingestellt aber den Mars mit Barlow nicht?

Eine Barlow verschiebt den Fokus nach außen, vielleicht reicht einfach der Weg des OAZ nicht und du brauchst eine Verlängerungshülse. Probiere es am Mond aus. Mond scharf stellen, Barlow rein und OAZ langsam ausfahren. Falls du den Mond so fokussieren kannst, dann den OAZ fixieren und auf den Mars schwenken. Der steht aber reichlich tief am Himmel und wird wahrscheinlich nicht sehr scharf erscheinen.

Gruß Uwe
 

zuiop94

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Hallo,

dem gibt es eigentlich nicht viel hinzuzufügen. Nur noch mal zu deiner Formel, der Linsengleichung: Die bringt dir hier nichts, da du durch die Barlow nicht mehr nur ein optisch aktives Element hast (den Spiegel), sondern mehrere. Das Strahlenbündel, dass auf deiner Kamera ankommt entspricht tatsächlich dem einer Optik mit 5m Brennweite. Insofern stimmt also das Ergebnis. Außerdem ist sie für übliche Entfernungen in der Astronomie nicht relevant. Wenn man mal die ISS als nächstes beobachtetes Objekt annimmt, kommt man bei einer Brennweite von einem Meter auf wenige um Abweichung. Beim Mond wird es dann völlig irrelevant.
Flls du mal irdische Objekte mit dem Teleskop fotografieren möchtest, wird es interessanter. Da kommt man achnell auf einige cm Fokusabweichung.

Gruß
Thomas
 
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