Takahashi Mewlon 210 | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Takahashi Mewlon 210

plonsky

Mitglied
Hallo Kollegen,

Hat jemand von euch zufällig einen Mewlon 210 ?
Lohnt es sich so ein Teleskop anzuschaffen oder ist es besser ein Cassgrain System zu nehmen ?

Gruß&Dank
 

NGC224

Mitglied
Hallo Stefan,

ich habe leider keinen Mewlon 210, insofern kann ich Dir nicht weiterhelfen.

Aber ich bin seit längerer Zeit stolzer Besitzer eines Mewlon 180, dies ist der inzwischen nicht mehr hergestellte kleine Bruder des 210.

Ich bin mit diesem Gerät außerordentlich zufrieden. Vorher hatte ich zwei C8-Modelle ( ein altes mit orangefarbenem Tubus und ein aktuelles mit XLT-Vergütung ), die ich optisch deutlich schlechter fand: weniger Kontrast, trotz größerer Öffnung kaum helleres Bild, massive Auskühlprobleme.

Kurz und gut, mein Mewlon ist ein tolles Kompaktteleskop, welches ich nicht mehr missen möchte. Ein ( kleiner ) Nachteil sollte allerdings nicht unerwähnt bleiben: Ein Mewlon ( Dall-Kirkham ) hat massive Koma, die Schärfe am Bildfeldrand ist ähnlich hoch wie bei Deinem f4,5 Newton oder einem SC. Wenn Du damit klarkommst, gibt m. E. es kaum eine Alternative.

Weitere Infos gerne per PM.

Beste Grüße

Manfred

 

leicam62003

Mitglied
Hallo,

auch ich kann dir nicht als Besitzer des 210er antworten aber als Gucker duch den sich im Besitz von Manfrd befindlichen 180er. (Was ein Satz am Ostersonntag, der Kater hat geschrien, ich werd noch irre)

Aus der damaligen Erinnerung heraus, ein fazinierendes Bild. Insofern verstehe ich Manfreds bescheidene Aussage nicht :)! Dieser Kontrast und diese Schärfe. Ich hatte ein C8, in sofern denke ich, ich darf hier den Unterschied, der wohl grundsätzlich rein subjektiv geäußert, mal äußern. Dies sollte auch bedingungslos auf den 210er übertragbar sein.(?) Das ist schon eine andere Liga, rein schon in mechanischer Hinsicht, vom der Abbildung mal ganz abgesehen. M.E. kam er mit der eines Refraktors gleich. Ich hoffe, andere können dir weiterhelfen und meine Aussage bestätigen oder korigieren. Habe gestern noch hier bei A.de. jemanden gelesen, der hatte den 210er, evtl meldet er sich ja zu deinem Anliegen.

Oder hier!
Bilder
Bericht

und andere-auch Testergebnisse in anderen Foren.
 

plonsky

Mitglied
Hallo zusammen,

danke für die Info.
Ich habe noch den Tele VUE Paracorr.
Funktioniert der ev. auch am Mewlon ?


 

NGC224

Mitglied
Hallo Stefan,

wenn ich mich nicht sehr irre, funktioniert der Paracorr am Mewlon nicht, der ist für schnelle Newtons gerechnet. Der neue Mewlon-Korrektor wird nur für den 250er und 300er Mewlon angeboten, ob da etwas für den 210er kommen wird, steht wohl in den Sternen.

Aber: Wenn Du das Gerät nicht für Richfield-Fotografie nutzen möchtest oder ein visuell beobachtender Randschärfefanatiker bist, sollte der Mewlon absolut zufriedenstellend sein. Wie schon gesagt, die Off-Axis-Abbildung ist in etwa wie bei einem Standard-SC, und da jammert doch auch kaum jemand über schlechte Randschärfe.

Kontrast und Mittenschärfe sind so gut, wie ein nahezu perfektes Teleskop mit ca. 33% Obstruktion nur sein kann, das Auskühlverhalten ist wegen der offenen Bauweise völlig unproblematisch. Es muss gut justiert sein, ist dafür aber auch sehr justierstabil. Die Äußerung:

vom der Abbildung mal ganz abgesehen. M.E. kam er mit der eines Refraktors gleich
ist aber leicht übertrieben, ein TEC 180 FL Apo zeigte im direkten Vergleich doch ein klar besseres Bild ( heller, ruhiger, mehr Kontrast ) als der Mewlon 180 ;) .

Beste Grüße

Manfred

 

leicam62003

Mitglied
schon gut schon gut,.......TEC 180,........... :)
ich dachte auch mehr an eine Scherbe wie die meine.

Ich bleib dabei - beeindruckendes Bild, welches den gerechneten im Vergleich zum Refaraktor vergleichbarer Größe nicht scheuen muss - Unterschiede sind, aber,....... weitläufig ist der Mewlon doch für seine Quali bekannt.

Aber ich merke, ihr seid schon ein paar Schritte weiter.
Gut so - ich lerne dazu, DANKE. :)
 

kurtpuhm

Mitglied
Hallo Stefan,

ich hab seit ca. 3 Jahren einen Mewlon 210 und bin mit diesem Teleskop sehr zufrieden.

Vor dem Mewlon hatte ich neben meinem FS 102 hintereinander auch zwei 8“ Schmidt-Cassegrain´s von Celestron und Meade. An die Leistung des 210ers kam aber keines der SC´s auch nur annähernd heran.
Der Mewlon kühlt aufgrund der offenen Bauweise sehr schnell aus, hat fast kein Shifting und liefert besonders an Mond u. Planeten wirklich knackscharfe Bilder. Ebenfalls lohnende Objekte sind KH und kleinflächige OH.

Überbewertet wird bei den meisten Mewlon-Diskussionen das Thema Kollimation, aber bei welcher Optik ist die eigentlich nicht wichtig? Wobei die meisten die sich negativ darüber äußern, keinen besitzen geschweige denn jemals durchgesehen oder justiert haben. Einmal perfekt justiert, bleibt meiner auch stabil.

Nicht zu unterschätzen ist allerdings die von Manfred erwähnte Koma, die wirklich an einen Newton erinnert. Aber das ist schon der einzige echte Nachteil.

Als Allroundteleskop würde ich den Mewlon allerdings nicht bezeichnen, aber für die oben erwähnten Aufgaben ist er sicher einer der Besten.

LG
Kurt
 

**DONOTDELETE**

Hallo Stefan,

Hat jemand von euch zufällig einen Mewlon 210 ?
Lohnt es sich so ein Teleskop anzuschaffen oder ist es besser ein Cassgrain System zu nehmen ?
gute Frage!
Aus optischer Sicht würde ich immer ein klassisches Cassegrain vorziehen.
Denn letzteres hat off-axis Koma etwa in der Stärke eine Newtons
mit gleichem Öffnungsverhältnis, während ein Dall-Kirkham-Cassegrain
wie der Mewlon (oder das Mewlon?!) off-axis Koma etwa in der Stärke
eines f/4 (oder vielleicht auch f/4,5) Newtons aufweist.
(Ich habe das mal mit dem einfachen Programm Spotplotter simuliert.)

Aber:
Der Sekundärspiegel eines Cassegrains (und ebenfalls der eines
Ritchie-Chretien-Cassegrains) ist nur sehr schwierig in hoher
Qualität herstelbar. Es ist eine konvex-hyperbolische Fläche.

Der Sekundärspiegel eines Dall-Kirkham ist eine sehr leicht
in perfekter Qualität herstellbare Sphäre.
Genau das scheint mir der Grund für die hohe Beliebtheit der Mewlons zu sein.
Ich habe mit einem 180mm beobachten können welches eine sehr
gute Abbildungsqualität aufwies. Saturn zeigte sich mit vielen Details.
Die "Bänderung" war gut sichtbar und der Ring mit Teilung war kontratreich.
Im Vergleich etwa so gt we eine 140mm TEC Apo.
Das Mewlon zeigte einen Mond ganz nah am Rand des Ringes
der im 140mm Apo nicht ichtbar war.

Das Mewlon muß aber sehr gut justiet sein damit es seine gute
Mittenabbildung ausspielen kann. Abseits hat es deutlich sichtbar Koma.
Diese kann auch nicht per Newton-Komakorrektor beseitigt werden.
Denn Das Mewlon ist ein f/12 oder so, der Komakorrektor würde
deshalb nur einen sehr kleinen Teil der off-axis Koma beseitigen.

Das Mewlon zeigt an helleren Sternen Spikes wie ein Newton.
Es kühlt durch die offene Bazweise schnell aus. Es ist leicht
und kompakt und läßt sich deshalb auch auf relativ kleinen
parallaktischen Montierungen visuell gut betreiben.

MfG,Karsten
 

Bocian

Mitglied
Hallo!

Ich lese hier interessiert mit, denn ich suche schon seit einiger Zeit ein sehr gutes visuelles Planetengerät.
Ich schwanke zwischen TOA 130 oder Mewlon 210 bzw. 250.
Der TOA schein mehr ein Allrounder mit Ausrichtung auf Fotografie zu sein. Die Mewlons mit f/12 eher visuelle Geräte für Objekte in unserem Sonnensystem. Koma am Sehfeldrand bei der Planetenbeobachtung ist sicher nicht relevant, dann eher die Seeinganfälligkeit. Kann vielleicht jemand etwas zum Unterschied bzw. Eignung von TOA und Mewlon sagen?

Viele Grüße!
 

**DONOTDELETE**

Re: Takahashi Mewlon 180

Hi,

auch ich kann dir nicht als Besitzer des 210er antworten aber als Gucker duch den sich im Besitz von Manfrd befindlichen 180er. (Was ein Satz am Ostersonntag, der Kater hat geschrien, ich werd noch irre)
Manfred kann sich nicht erinnern zusammen mit dir und seinem
180mm Mewlon beobachtet zu haben.
Da haben mit ihm erst 2 Leute durchgeschaut, einer war ich und
der Andere hieß auch nicht Dominique :)

Karsten
 

rolf

Mitglied
Re: Takahashi Mewlon 180

Visuell spielen ein Mewlon 210 und ein TOA 130 in zwei verschiedenen Ligen wegen des deutlich höheren Lichtsammelvermögens des Mewlon.
Auch wenn man von der außerordentlichen Bildqualität eines TOA 130 begeistert sein kann, so geht ihm einfach das Licht aus, wo ein Mewlon 210 noch zulegen kann.
Ich selbst habe einen TOA 130 und kann nur empfehlen, dieses edle Optik fotografisch zu benutzen, denn da ist er ausgezeichnet. Visuell gibt's für viel weniger Geld mehr zu sehen.

Gruß Rolf
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

leicam62003

Mitglied
Re: Takahashi Mewlon 180

Zitat von KaStern:
Hi,

auch ich kann dir nicht als Besitzer des 210er antworten aber als Gucker duch den sich im Besitz von Manfrd befindlichen 180er. (Was ein Satz am Ostersonntag, der Kater hat geschrien, ich werd noch irre)
Manfred kann sich nicht erinnern zusammen mit dir und seinem
180mm Mewlon beobachtet zu haben.
Da haben mit ihm erst 2 Leute durchgeschaut, einer war ich und
der Andere hieß auch nicht Dominique :)

Karsten
Klarstellung:

Hallo Karsten.

Mein Satz führt in die irre. "duch den sich im Besitz von Manfrd befindlichen 180er" soll bedeuten, dass ich in den 90ern im Sauerland an einem Beobachtungstag durch einen solchen durchgucken durfte ! Ich schreib hier nichts, was nicht stimmt. Hab ja keine Profilneurose :) Also, Sorry für die Korrektur.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

xipteras

Mitglied
Hi Stefan,

das Mewlon ist eine super Sache. Einsatzgebiet: Visuelle Beobachtung von Doppelsternen, Kugelsterhaufen, kleine offene Sternhaufen, Mond, Sonne, Planeten, Galaxien. Min. Vergrößerung mit einem Pentax XW40 ca. 60x. Nach oben geht es 2 mal im Jahr bis 483x mit dem TakLE 5mm Okular. Das Mewlon ist eine Vergrößerungsbestie. Es kühlt sich in 45 Minuten ab. Sehr scharf und kontrastreich. Tue einen Starlight-OAZ dran, damit es Ruhe mit dem Spiegelshifting ist. Bei Saturn siehst ohne adaptiertes Auge sofort 5 Monde, beim Mond siehst kleine Krater, die Du noch nie zuvor gesehen hast, M64 kann man das Schwarze Auge erkennen, beim M13 fällst Du vom Hocker (Tipp: gut festhalten), der M71 sieht wie ein Bienenschwarm aus, durch Epsilon-Lyra kann ein Omnibus durchfahren. Immer auf der Achse beobachten, da denkste Du guckst einen 5+ Zoll Apo. Das ist die reine Spiegelmaschine. Keine Linsen, kein Farbfehler, keine Frontscheibe, kein Tau und kein Blaustich wie bei den üblichen SC. Du siehst den Sternenhimmel in seiner Originalfarbe. Sein Tubus ist sehr steif und dient selber als Baffle. Unzählige Baffles sind auch drin um den Kontrast zu erhöhen. Die 33% Obstruktion kannst Du vergessen. Beide seine Spiegel sind ultra glatt wie selten ein Teleskop das in Massen hergestellt wird. Daher kommt auch diese Wucht beim Beobachten. Achtung, eine perfekte Kollimation wird erwartet. Keine 99% sondern 100%. Du musst das M hochkollimieren bis Du die 862x mit dem TakLE 2.8mm erreicht hast. Erst dann gehst Du raus auf Sternenjagd. Die Kollimation bleibt über Jahre erhalten, wenn man es nicht immer rumschlägt. Preislich stimmt auch alles. Von nichts kommt nichts. Du zahlst halt ein bisle mehr dafür behälst es für immer. Das teuerste Teleskop ist das jenige das man doppelt kauft. Das M210 ist eben "made in Japan". Es ist ein Keeper.

cs
px
 

kurtpuhm

Mitglied
Hallo Pana,

das liest sich ja fast wie das Schlußplädoyer im "Fall" Mewlon gegen Refraktor ;)
aber Spass beiseite, wo du recht hast hast du recht...

Da bekomm ich direkt Lust sofort in meine Dachsternwarte zu gehen und den 210er aufzubauen - wenn da nicht diese seit unzähligen Tagen festhängenden, grauen Dinger wären.

Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Grüsse aus dem Steirerland

Kurt
 

flamsteed_19

Mitglied
Hallo Stefan,

meine Vorredner haben bereits alles gesagt. Ich habe auch ein Mewlon210 und kann nur bestätigen, dass innerhalb seines Konstruktionsprinzips am Maximum arbeitet. Meine besten Beobachtungen von Saturn und Jupiter habe ich mit dem Mewlon210 gemacht. Der Preis ist sicher etwas höher, aber es lohnt sich.

Jochen
 

Miquel Prado

Mitglied
Sorry wenn ich dieses Thema wieder aus den Tiefen heraufhole :)

Aber mich würde interessieren wie man so einen Spiegel reinigt ohne ihn "anzufassen".
Bei diesem offenen System kommt man ja nicht drum rum.

Mit einem Tuch drüber, würde ich nicht riskieren und das mit dem Luft/Stickstoff Pusten ist eventuell nicht ausreichend.

Spiegel komplett in eine Seifen?-Lösung Eintauchen ist vielleicht auch nicht genug(?)
(zumal ich nicht weiß, ob man den Spiegel hier überhaupt separat abnehmen kann)

Ich habe von einer Flüssiggummi Lösung gehört, die nach dem Auftragen fest (aber noch elastisch wie Kautschuk) wird und dann vom Spiegel nur noch abgezogen werden muss, so dass sie dann den ganzen Schmutz/Staub mit nimmt. Kennt das jemand? Wo kann man das kaufen?

Ich weiß, man könnte auch Flüssigkautschuk kaufen, aber da hätte ich Bedenken, der Amoniakanteil könnte dem Spiegel schaden.

Wie reinigt ihr den Spiegel?

LG, Sebastian
 

mettling

Mitglied
Hallo Sebastian,

Google mal nach "Teleskop Spiegel reinigen" oder suche hier im Forum. Du wirst -zig Beiträge zu dem Thema finden, es wurde hier und anderorts schon tausendmal durchgekaut und es gibt hunderte von Anleitungen. Einen SCT oder Mewlon Spiegel reinigst Du genauso wie einen Newton Spiegel.

Und warum stellst Du eine allgemeine Frage zu Spiegelreinigung in einen neun Jahre alten Thread über ein spezielles Teleskop?

Bis dann:
Marcus
 

Eike

Mitglied
Hallo Sebastian,

ist zwar schon ein bisschen her Dein Eintrag :)

Ich habe meinen Spiegel immer mit flüssigem Kolloidium gereinigt. Damit gießt Du den Spiegel aus und ziehst nach dem Verdunsten des Alkohols den Film leicht ab. Aber Vorsicht! Kollodium ist leicht entflammbar und nur draußen verwenden. Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht.

Gruß
Eike
 

Miquel Prado

Mitglied
Wie viskos ist das Zeug? man könnte sonst damit auch Okulare reinigen, aber es sollte nicht in die Fassung reinlaufen.. (bevor es trocknet)
 
Zuletzt bearbeitet:
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