Tamron 150 - 600 Rauschen | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Tamron 150 - 600 Rauschen

Hubsi75

Mitglied
Hallo zusammen,

Ich wollte es nochmal mit dem Tamron 150-600 probieren.
Ist eigentlich ein super Objektiv. Aber kann das sein das das Sigma 150-600 ein Stück besser ist.

Es wirkt irgendwie unscharf und verrauscht.

Nikon D7500 | ISO 1600 | F7.1
50 Darks 50 Flats 100 Bias
Hab eine Stufe abgeblendet. Und mit der Bathinov-Maske fokussiert.

Kann es sein das das Live View Bild den Prozessor so erwärmt das es das Rauschen anfängt nach einer Zeit?
883AE8B0-FC2E-43DE-BE44-118D1C380AE1.jpeg
 

SkyBob

Mitglied
Hallo Hubsi.

Ja.
Live-View nach der Fokussierung und den Testaufnahmen abschalten.
Das Display heizt die Kamera zusätzlich auf.

Gruß Markus
 

Hubsi75

Mitglied
Hallo Markus,

danke, werde ich machen.
Kann es auch sein das sich der Fokus von alleine verstellt?

Viele Grüße
Joachim
 

Optikus

Mitglied
Hallo,

die Zoom's sind relativ empfinglich was die Mechanik angeht. Das ist bei Temperaturänderung durchaus möglich. Der Fokus sass bei der Aufnahme m.E. nicht. Das Rauschen hat mit dem Objektiv nichts zu tun.

CS
Jörg
 

Hubsi75

Mitglied
Hallo Jörg,

eingestellt habe ich den Fokus mit der Bathinov Maske.
Hier mal ein Einzelbild. Und da schaut es nicht schlecht aus.
EA5D0533-1B6D-46EF-9827-F507C9BD783D.jpeg
 

dietmar42

Mitglied
Hallo Hubsi,

zur Frage ob sich der Fokus von selbst verstellt: Ja, das hatte ich auch beim Tamron.
Ich bin von einem Problem beim Zoom ausgegangen, je senkrechter es ausgerichtet ist umso schneller läuft es zurück.

Meine Lösung war ein Überzug aus Fahrradschlauch:

- ungefähr 1,2 fache Länge vom Umfang des Zoomrings zurechtschneiden
- der Länge nach aufschneiden
- mit Superkleber zu einem ca. 4cm breiten Ring verkleben (vielleicht geht auch der Kleber vom Flickzeug)
- dann mit Krafteinsatz von der Mountseite her aufziehen (Der dehnbare Ring muss eng sitzen aber das Zoomen noch ermöglichen)

Das hält seit 9 Monaten ganz gut.

Für den Fokusring würde ich lieber irgendein Klebeband nehmen.

CS

Dietmar
 

Hubsi75

Mitglied
Hallo Dietmar,

danke Für deinen Tip.
Auf einen Fahrradschlauch wäre ich jetzt nicht gekommen. Muss ich mal ausprobieren.

Den Fokusring werde ich das nächste mal mit einen Klebeband fixieren. Dann dürfte sich eigentlich nix mehr verstellen.

Viele Grüße
Joachim
 

Bikerwaldi12

Mitglied
Servus Joachim
Das fixieren des Fokusrings wird dir nicht viel bringen schätze ich. Foto Objektive haben durch die vielen Linsen in ihrem Inneren, eine noch größere Fokusdrift als Teleskope. Die Fokusdrift entsteht durch die Temperaturunterschiede zwischen den Linsen und der Umgebung. Beispiel : du bringst das Equipment vom warmen Haus raus ins freie. Im Haus oder Auto lag die Temperatur des Objektivs bei +20 Grad. Am Feld im freien hat es nur 10 Grad und es kühlt im laufe der Nacht noch weiter ab. Die Gläser im Objektiv passen sich den sich ändernden Temperaturen langsam an, und dadurch ändert sich auch die Fokus Position. Erst wenn die Objektiv Linsen die gleiche Temperatur wie die Umgebung haben, findet die Fokusdrift ein Ende. Dagegen hilft auch ein Klebeband um den Fokusring nichts. Ich persönlich kontrolliere den Fokus etwa jede Stunde und fokussiere gegebenenfalls nach. Auch das wird schwieriger durch ein Klebeband um den Fokusring.
VG Walter
 

Optikus

Mitglied
Moin,

ich würde von der Verwendung v. Klebeband stark abraten, wie Walter richtig anmerkt ist das Problem der Fokusdrift endemisch, da hilft das Festsetzen des Fkousrings nichts, da man bei stärkeren Temperaturänderungen nachfokussieren muss und (spätestens) dann verflucht man das Klebeband. Was eher hilft ist ein Schärfezug, den man blockieren kann (übrigend auch bei Zweiringzooms für die Brennweite). Vollkommen perfekt wird es wenn man einen Motorfokus verwendet, den man ggf. von der Aufnahmesoftware steuern lassen kann, ein guter Fokusalgorithmus ist besser als jedes manuelle werkeln.

CS
Jörg
 

dietmar42

Mitglied
Hallo zusammen,

ich hatte den Fahrradschlauch ins Gespräch gebracht, da der Zoom zumindest bei mir nicht stabil genug war, das sieht etwa so aus:

1588356880621.png

Und mit Klebeband um den Zoom meinte ich natürlich nicht ein paar Lagen herumwickeln, sondern nur zur (vorübergehenden) Sicherheit fixieren.
Der Monitor im Bild kann das von der Kamera gezoomte Bild auch noch mal 16x zoomen, der hängt aber eigentlich nur dran weil das Display der Kamera defekt ist.

@Optikus Danke, das erklärt warum ich auch keine längeren Serien hinbekommen habe, ich dachte ich müsse halt guiden. Wenn ich dich richtig verstehe wäre so ein Aufbau: https://www.thingiverse.com/thing:36663 das richtige mit Ascom-Teiber, welche Software käme denn dafür in Frage?

Gruß

Dietmar
 

Hubsi75

Mitglied
Hallo Dietmar,

das wäre auch eine Möglichkeit, aber da stellt sich für mich die Frage wie erkennt das Programm das es unscharf wird. Gibt es überhaupt so ein Programm?

Mal eine andere Frage.
Wie lange kann man belichten ohne zu Guiden? Ab wann ist Autoguiden sinnvoll?
Viele Grüße
Joachim
 

dietmar42

Mitglied
Hallo Joachim,

es gibt verschiedene Algorithmen, z.B. wenn die Software jedes Einzelbild analysiert und die Kanten erkennt (die englischen Seiten sind ausführlicher). Wie die Hervorhebung beim Focus peaking bei modernen Kameras.

Deshalb hatte ich bei Jörg nachgefragt ob es da schon was fertiges gibt.

Guiding: da bin ich kein Spezialist, habe das selbst erst ein paar Mal gemacht.
Ich glaube es ist sicher zu sagen, je genauer eingenordet ist umso länger kann belichtet werden.
Als ich anfing hatte ich nur einen RA-Motor und kam mit viel Übung auf 90 Sekunden bei 500mm Brennweite.
Es macht wahrscheinlich immer Sinn sobald das aufgenommene Bild um mehr als einen Pixel bei der Aufnahme 'verschmiert' wird.
Das geht mit höheren Brennweiten dann schneller als mit kurzen.
PHD2 kann Abweichungen im Subpixelbereich erkennen und kann schnell Korrekturen an der ST4 Schnittstelle senden, was natürlich davon abhängt wie kurz die Bilder belichtet sind die von der Guidingkamera ankommen.

Grüße

Dietmar
 
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