Terminsache! Chance auf § gegen Lichtverschmutzung

#1
#2
Danke Norman für die Info, das mache ich, sollten wir alle tun, und - vor allem: Dies auch im Bekannten/Freundes/Kollegenkreis streuen. Auch Nicht-Astronomen haben vielleicht Interesse an einer bewahrten Natur. Die Chance kommt so bald nicht wieder.
C (+dunkle) S
Andreas
 
#5
Hallo,

Zitat vom Volksbegehren Artenvielfalt:
Achtung: Nur Wahlberechtigte in Bayern können mitmachen, die auch für die Landtagswahl berechtigt sind. EU-Bürger leider nicht! Unterschreiben geht nur an Ihrem Wohnort, im Rathaus und anderen offiziellen Eintragungsstellen. Wenn Sie an einem anderen Ort unterschreiben wollen, müssen Sie bei Ihrer Gemeinde einen Eintragungsschein anfordern. Damit können Sie in allen Eintragungsorten in Bayern unterschreiben. Es geht nicht Online. Gültigen Ausweis mitnehmen!


Viele Grüße
Gerd
 
#6
Hi,

schade das die Befragung nur in Bayern stattfindet. :mad:

Könnten wir im Rest des Landes auch gebrauchen. Denn beim Einrichten meiner neuen AllSky Kamera habe ich mich über einen seltsamen Schatten auf den Wolkenflächen gewundert. Es hat eine Weile gedauert bis ich den Verursacher identifiziert habe. Auf meiner Seite

AllSky-Kamera

habe ich eine im Kontrast verstärkte Aufnahme dokumentiert. Einsprüche gegen diese unqualifizierte Beleuchtung werden bisher unter Hinweis auf Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben ignoriert.

CS
Dirk
 
#8
Schon woanders von mir geschrieben, aber hier geht es auch um Reichweite, deswegen auch hier:

Das Volksbegehren in Bayern, dass ja auch Regelungen zur Lichtverschmutzung enthält, steht kurz vor dem Erfolg. Nach neuestem Stand (Freitag) dürften sich mittlerweile rund 8,9 % aller Wahlberechtigten eingetragen haben. Wenn es einigermaßen linear weiterläuft könnte das (knapp) reichen, die Mobilisierungseffekte nehmen natürlich ab, weil diese Leute ja schon alle unterschrieben haben.

Wer den Gedanken des Volksbegehrens gut findet, kann ja noch mal im privaten Umfeld den ein oder anderen bewegen.

Die Staatsregierung hat, wie oft bei Themen, die plötzlich viele Leute bewegen, ihre passive Haltung (O-Ton: Wir warten erst mal und schauen wie viel Leute da jetzt wirklich unterschreiben) schon jetzt aufgegeben und will einen runden Tisch einrichten, um ein eigenes Gesetz zu formulieren. Das heißt aber auch, dass der Gesetzentwurf des Volksbegehrens (wenn das erfolgreich ist, wird es im Landtag zur Abstimmung gestellt) von der Regierunsmehrheit abgelehnt werden wird.

Damit wird alles noch einmal aufgeschnürt und alles ist wieder Verhandlungsmasse – auch die Regelungen zur Lichtverschmutzung und zu Lichtemissionen. Das muss man sehr genau im Blick haben, weil dann natürlich viele einflussreiche Lobbygruppen (das ist legal, muss aber trotzdem nicht gerecht sein) Einfluss nehmen können, diese Vorschriften möglichst weitgehend zu deregulieren oder mit großzügigen Ausnahmen zu versehen.

Mein Plan ist auf jeden Fall die regionalen Landtagsabgeordneten hier - wenn das Szenario oben so kommt wie hier skizziert - zu kontaktieren. OK, faktisch wird hier der Artenschutz vor den Karren der Astronomie gespannt, aber das dürfte eine große Gelegenheit sein das Thema Lichtverschmutzung „massentauglich“ zu bekommen. Und wenn noch mehr davon profitieren ist es ja noch besser.

Andreas-TAL
 
#9
Hallo Andreas, wenn der Entwurf abgelehnt wird, käme es zum Volksentscheid - so die Info auf der Internet-Seite des Bayer. Staatsministeriums...

CS
Norman
 
#10
Ja, aber die Sache ist tricky, weil trotz ausreichender einfacher Mehrheit im Volksentscheid gleichzeitig ein weiterer Entwurf des Landtags zur Abstimmung gestellt werden kann.
Ergo müsste Dreifaches gelingen:

(1) Mindestens alle, die das Volksbegehren unterstützen, müssen auch beim dem Volksentscheid teilnehmen - das ist zu erwarten.
(2) Ein fiktiver, alternativer, Gesetzentwurf muss von diesen so stark abgelehnt werden, damit möglichst wenige der ehemaligen Unterstützer “das Lager wechseln“.
(3) Die Gruppe der Nein-Stimmenden, oder der Unterstützer des alternativen Entwurfs, muss (in absoluten Zahlen) klein bleiben.

Problem: Es ist zu erwarten, dass eine mögliche Volksabstimmung am Termin der Europawahl stattfindet - damit sind etwa 50% (optimistisch) der Wahlberechtigten schon mal an der Wahlurne und die werden wohl auch fast alle darüber abstimmen (theoretisch kann man ja trotz der Teilnahme an der Europawahl im Wahlamt den Stimmzettel zum Volksentscheid nicht ausfüllen).

Also muss das Volksbegehren nicht nur seine hoffentlich 950.001 Unterstützer erneut vollständig aktivieren, sondern müsste zusätzlich nochmal rund 1.500.000 Unterstützer an der Wahlurne dazu gewinnen.

Deswegen erwarte ich, wenn das Volksbegehren das notwendige Quorum erreicht, die Ablehnung des Entwurfs und einen - in bestimmten (vielen?) Bereichen - abgemilderten, alternativen Gesetzentwurf, der auf Beschluss der Landtagsmehrheit zusätzlich zur Wahl als Volksentscheid gestellt wird. Und bei dem möchte ich (jetzt mal nur in Bezug auf Astronomie, der Rest wäre in weiten Teilen m.E. genauso sinnvoll) so viel als nur möglich an Prävention gegen Lichtverschmutzung drin haben. Nur für den Fall der Fälle ...
 

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