Transport 5" Refraktor | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Transport 5" Refraktor

Nekkar

Mitglied
Hallo zusammen

Ich habe bisher mit einem 4" Refraktor von Borg beobachtet. Nun möchte ich mir 5" Refraktor zulegen. Ich schwanke noch zwischen einem Televue NP-127is oder einem Takahashi TSA 120.
Meine bevorzugten Plätze zum Beobachten sind nicht direkt mit dem Auto erreichbar, ich muss immer noch zwischen 200 - 700 m zu Fuss gehen über Naturstrassen und Feldwege. Der kleine Borg-Refraktor lässt sich dabei bequem in einem Rucksack transportieren. Die restliche Ausrüstung transportiere ich mit einem kleinen Anhänger (siehe Bild).

Nun zu meiner Frage: Sind die beiden in der engeren Auswahl befindlichen Teleskope robust genug, dass sie in einem Teleskop-Koffer mit einer dämpfenden Schaumstoff-Einlage mit dem Anhänger transportiert werden könnten (Teleskop-Koffer in horizontaler Lage)? Oder besteht da die Gefahr dass die Justage der Teleskope verloren geht durch die Vibrationen, die unweigerlich entstehen, wenn man mit dem Anhänger über einen Feldweg läuft? Die beiden zur Auswahl stehenden Teleskope haben nach meiner Information keine Möglichkeit die Linsen selber zu justieren und müssen zur Justage der Linsen an den Hersteller geschickt werden.

Die zur Auswahl stehenden Teleskope sind zwar deutlich schwerer als das Borg, aber notfalls wäre auch ein Transport im Rucksack möglich. Ist es ein Problem wenn das ganze Teleskopgewicht von ca. 7 kg voll auf der Fokussier-Einheit lastet (bei vertikaler Lage im Rucksack)?

Vielen Dank für eure Antworten.

Gruss
Urs



Anhänger_2.jpg
 
Hallo,

wenn ich das richtig sehe, hat das Wägelchen Luftreifen.
Ich würde den Luftdruck in den Reifen so weit absenken, dass sich auch hier noch ein dämpfender Effekt ergibt.
Zusammen mit mit üppig bemessener Schaumstoffeinlage sollte da dann nichts mehr passieren.

VG
Günter
 

Demokrat

Aktives Mitglied
Die beiden zur Auswahl stehenden Teleskope haben nach meiner Information keine Möglichkeit die Linsen selber zu justieren und müssen zur Justage der Linsen an den Hersteller geschickt werden.
Der TSA jedenfalls nicht, und ich kenne niemanden, der einen TSA in einem Wägelchen über Feldwege gefahren hat, deshalb gibt es wohl kaum Erfahrungswerte hier... :unsure: ich würde das nicht tun, denn das soll ja nicht nur einmal geschehen, sondern (bei gutem Wetter) recht oft im Jahr!

wenn das ganze Teleskopgewicht von ca. 7 kg voll auf der Fokussier-Einheit lastet (bei vertikaler Lage im Rucksack)?
Auch das hat wohl niemand probiert, und ich würde das auch nicht voraussetzen für einen Rucksacktransport. Man kann den Refraktor sicher am Deckel der Frontlinse abstützen, dann stellt sich das Problem nicht. Ich denke da an eine Art "Topf" aus gepolstertem Nylon oder ähnlich, den man dann am Rucksack befestigt - aber wenn man mal auf morgendlich feuchtem Grund ausrutscht, dann hat sich das eventuell auch erledigt, außerdem muss man ja Stativ und Montierung und Okulare (und Akku?) mitnehmen... das geht für einen 5" dann m.E. gar nicht mehr wirklich.

Wenn, müsste man den Transportwagen mit einer Einlage ausstatten, die auf Federn aufgehängt ist, damit sie die Schläge rausfiltern - aber ich halte das Ganze im Moment für nicht wirklich gut lösbar.

Teleskop-Koffer mit einer dämpfenden Schaumstoff-Einlage
Ein Koffer für einen TSA wiegt (egal aus welchem Material 8-11 kg!

lg
Niki
 
Ein Koffer für einen TSA wiegt (egal aus welchem Material 8-11 kg!

lg
Niki

Das Zauberwort lautet "Stativtasche" ;)
Ich benutze zum Transport meiner Apos (FS128 und ES127) eine Stativtasche von Manfrotto mit zusätzlich Schaumstoff drin.
Ist wesentlich leichter und handlicher als ein Koffer und kann man auch mal als "Schultertasche" überhängen, notfalls sogar als Rucksack (wie vom TO auch schon angedacht).

VG
Günter
 

Cpt.Boiler

Mitglied
Ich habe meinen 6" Refraktor schonmal in einem Fahrradanhänger bewegt, nur eine kurze Strecke bei langsamer Fahrt. Allerdings horizontal liegend, in einer gepolsterten Tasche mit zusätzlichen Dämpfern aus geschäumten Kunststoff, wie er ht. in Paketen oft mitkommt. Und mn. Hänger hat grössere Räder und ist konstruktionsbedingt etwas besser gefedert als der abgebildete. Die Justierung hat es nicht beeinträchtigt. Allerdings kann ich die zur Not auch selbst wieder einstellen, sind ja nur 3 Schraubenpaare (Zug/Druck), wundert mich, dass die bei den genannten Röhren nicht zugänglich sind.
Trotzdem, ist also aus meiner Sicht durchaus machbar, am besten mit Tasche und selbst improvisierter Polsterung, um Gewicht zu sparen. Wenn du mehr Fitness-Training bevorzugst, dann halt im Rucksack (hier wohl am besten wie oben schon geschrieben mit Objektiv nach unten). Beim Tragen stellt sich das Problem mit Vibrationen noch weniger, das gleichts du ja mit dn. Körper aus. Bzw., wenn du so harte Schläge abbekommen solltest, dass das Teleskop im Rucksack Schaden nehmen könnte, wären vorher deine Knochen wahrscheinlich schon angeknackst. Aber soweit wollen wir natürlich gar nicht erst denken..
-cb
 

Optikus

Mitglied
... wer geschickt ist kann sich einen Kinderwagen umfrickeln, durch die wiegende Aufhängung federn die sehr gut. Man muss nur etwas mehr basteln.

CS
Jörg
 

Nekkar

Mitglied
Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Antworten.
Ich sehe schon der Transport wird nicht so einfach werden. Vielleicht ist ein Kinderwagen die Lösung...:ROFLMAO:
Das Teleskop routinemässig mit dem Anhänger zu transportieren ist wahrscheinlich nicht zu empfehlen.
Bleibt nur der Rucksack oder eine Stativtasche, die sich wie ein Rucksack tragen lässt. Ich habe allerdings Hemmungen das Teleskop auf die Linse zu stellen.
Ich muss mich mal bei einem Teleskop-Händler beraten lassen. Wenn sich eine Lösung ergibt werde ich dann ein Bild einstellen.

Gruss Urs
 

Terrorernie

Mitglied
Bei uns hier im Norden löst man mobile Transportprobleme mit einem Böllerwagen.
Da geht alles rein, er ist super wenig, und mit Luftreifen toll gepolstert!

So hab ich selbst meine Holde schon vom Nachbardorf abgeholt! Und mit Schaumstoff kann der 5” bequem liegend transportiert werden. Dazu noch das Zubehör, n Sixpack und den Klappstuhl.

Mobile Sternwarte 1.01!

Gruß
Ernie
 

Mikoka

Mitglied
Hallo Urs,

also ich sehe das so, dass es überhaupt kein Problem ist, den Refraktor mit dem Okularauszug unten (natürlich voll eingefahren) in einer Transporttasche
und dann in einem etwas abgepolsterten Rucksack zu transportieren. Das hält so ein Qualitätsokularauszug aus. Klar sollte man sich nicht hinpacken damit,
aber mit Stirnlampe müsste das vermeidbar sein.
Ich habe jahrelang 5´´ und 6´´ Refraktoren mit einer Hand unter dem OAZ und der anderen am Tubus Treppe rauf - Trepp runter und quer durch den Garten
getragen und nie ist was passiert. Auch nicht in den frühen Morgenstunden nach einer durch beobachteten Nacht.
Du kennst ja den Weg zu Deinem Platz. Den Rest in Deinem Wägelchen und alles wird schon klappen.
Manche Leute schleppen größere SCs oder Newtons im Gebirge auch in Rucksacktaschen durchs Gelände....

Viele Grüße Michael
 

Pitufito

Mitglied
Hallo Urs,

Ich benutze für einen langen 4" f11 Refraktor einen langen Plastik Koffer mit weichen Würfelschaum auf einem Sackkarren querfeldein 200m Bergauf meistens zu 95% in der Dunkelheit. Dazu kommt noch eine Isomatte auf den Karren bevor die ganzen Koffer draufkommen. Insgesamt gehe ich von zu Haus 800m weit.
Dazu lebe ich auf dem zweiten Stockwerk ohne Fahrstuhl, würde mir echt einen wünschen...
Auf dem Karren kommt der lange Koffer als letztes oben drauf. Mit dem Cheshire kontrolliere ich regelmäßig nach, aber mehr wegen der Kälte/Hitze, da ich auch Sonnenbeobachtungen mache mit einem Herschelkeil.
Der Okularauszug geht dann immer nach unten, die Linse oben wo ich den Karren ziehe7schiebe.
Luftpumpe habe ich immer dabei, und lass vor den Steinigen Weg was Luft raus.
Und geht gut bei mir. Wenn ich oben ankomme habe ich gut warm.
Meine Sachen krieg ich leider nicht mehr in ein Rucksack rein, was auch sehr instabil wird ein richtig langes Teil oben rausragen zu haben aus dem Rucksack, und seitlich würde ich das auch dann nicht anklemmen, deswegen habe ich den Koffer gesucht. Und da geht nur noch ein Karren... .
Bei TheNorthFace hatten die früher mal so richtig lange Rucksäcke, Karrimor hatte einen auch mit dem man irsinniges Gewicht tragen konnte, 30kg halten die aus für Expeditionen, und kriegt man gut mit einem Schwung von der Schulter weg auf das Oberbein mit vollem Gewicht. Das lernt man schnell.
In deinem Fall von 5Zoll edlen Teil würde ich mir den langen von JMI holen und den personalisiert auskleiden z.B.
Zarges hat auch so lange Alu-Kisten, wo deiner reingeht, und der Schaumstoff wird dir reichen den zu schützen.
Was mich an Zarges nicht überzeugt ist das Alu, das bei mir sehr verkratzten würde. Und sie sind nicht wasserfest.
Aber du könntest hingehen und mal nachfragen für eine Sonderfertigung.

Mit einem Gruß,
CS, Martin
 

Cpt.Boiler

Mitglied
Sieh an, da verbinden doch einige unser Hobby mit ausgiebiger sportlicher Betätigung!! Sehr löblich, müsste eigentlich Präventionsbonuspunkte bei der Krankenkasse geben! Soll bloss noch einer sagen, Astronomie halte nicht fit !!
Und es ist auch eine gute Umdeutung, falls der Ehefrau das ganze zu Nerd-mässig vorkommt ("waaas, musst du schon wiiieder in die Sterne gucken ???), dann sagt ihr einfach "Schatz, ich mach' mal ne Runde T&A-Fitness (*) " :cool:
(*) T&A - Telescope&Astro-Fitness, der neueste Hype
 
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