Unsinn Zeitumstellung - Petition | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Unsinn Zeitumstellung - Petition

ThN

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Ich bin da gespalten. Mit der Sommerzeit hat man eine Stunde mehr Zeit um nach Feierabend Sport im Hellen zu betreiben. Das fand ich immer gut. Für uns Hobbyastronomen ist natürlich die Normalzeit angenehmer.

Thomas
 

ThN

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Klappt nicht, Winnie - bin kein Frühaufsteher.

Thomas
 
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bikerdet

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Hallo zusammen

Mir ist es auch egal. Die Umstellung erledigen die Uhren und der PC alleine. Im Sommer ist es egal was die Uhr anzeigt, es wird eh nicht richtig dunkel. Im Winter ist es zwar lange dunkel, aber ob um 5 oder 6 Uhr macht nicht wirklich was aus.

Einzig meine Tochter freut sich auf das zurückstellen der Uhren : Eine Stunde länger schlafen. Typischer Teenager eben.

Gruß und CS

Detlef


 

Papshmir

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Also, ich finde die Sommerzeit unter dem Strich vorteilhaft, auch wenn ich mir im Klaren bin, dass ja der gewünschte Effekt der Energieeinsparung nicht erreicht worden ist.
 

MikeWölle

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Hallo Thomas,

Für uns Hobbyastronomen ist natürlich die Normalzeit angenehmer
Das stimmt leider nicht immer. Beispiel:
Ich würde mir sehr gerne den Kometen C/2012 X1 Linear in Coma Berenices ansehen. Der geht aber am Abendhimmel schon um 18h50 MEZ unter. Das geht sich arbeitszeitbedingt kaum aus.
Die wenig reizvolle Alternative ist um vier Uhr früh zu beobachten. Mit Sommerzeit wäre das alles kein Problem gewesen, da hätte ich genug Zeit am Abend gehabt um rechtzeitig vor Ort zu sein.

CS Mike
 

emmuttersbach

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Hallo Mike,

es gibt immer mal bestimmte Umstände, wo MESZ oder MEZ zum Beobachten von bestimmten Objekten vorteilhafter ist. Mir geht aber dieses ständige Gedrehe an der Uhr auf die Nuss.
Dauerhafte MEZ fände ich persönlich am besten. Ich muss früh raus und kann im Sommer kaum was machen, wenn es erst gegen 23:00 dunkler wird. Da bin ich dann fast schon am Schnarchen.

Gruß
Matthias
 

winnie

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Moin!

Ich kann mich noch gut an die Zeit vor der Einführung der "Sommerzeit" (1980) erinnern. Da gab's keine Probleme, das war eben so, daß die Zeit das ganze Jahr im gleichen Takt lief. Die Sonne stand zu Mittag sogar fast im Süden... ;) Vielleicht war man damals auch nicht so Knecht der Uhrzeit wie heute.

Schlimm ist nicht das "Zurückdrehen" der Uhrzeit im Herbst, viel schlimmer ist das Vorstellen Ende März. Mindestens zwei Wochen ist man da aus dem Takt, und ich bin froh, wenn ich in der Zeit nichts vor habe. Ätzend.

Es geht ja nicht um gesteigerten Freizeitspaß am Abend, sondern um Nutzen für die Ökonomie. In wirtschaftlichen Zwangslagen wurde vor gut 100 Jahren die schon immer umstrittene "Sommerzeit" eingeführt. Nach den Kriegen wurde das dann schnell wieder abgeschafft. Okay, daß der heutigen Spaßgesellschaft das in den Kram paßt, ist zu verstehen, einen tiefgründigen Sinn macht die ganze Hin- und Herstellerei unserer Zeitmesser nicht.

Ich hätte überhaupt kein Problem damit, wenn die "Sommerzeit" hoffentlich bald der Geschichte angehören würde. Ein sinnloser Konstrukt, der mit dem wahren Tagesablauf nichts mehr zu tun hat. Woher kommen wohl die ganzen Depressionen und Schlafstörungen der Arbeitssklaven?! ...unter anderem davon, daß man sich nicht mehr vom Tageslicht, sondern nur noch von einem elektromechanischen Taktgeber steuern läßt. Meine Meinung.
 

ThN

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< Mit Sommerzeit wäre das alles kein Problem gewesen, da hätte ich genug Zeit am Abend gehabt um rechtzeitig vor Ort zu sein.

Stimmt - Bei uns fällt jetzt das Abendessen jetzt in eine Zeit, wo ich noch (verspätet) einige Objekte im südlichen Herkules und im Ophiuchus beobachten möchte...

Im Hochsommer hat's mich halt gestört, dass man erst so um 1 Uhr morgens einen wirklich dunklen Himmel bekommt - das ist bei Normalzeit schon eine Stunde früher der Fall.

Thomas
 
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Comety

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Zitat von winnie:
Mindestens zwei Wochen ist man da aus dem Takt
Das klingt aber nach einem Einzelproblem. Eine Stunde Zeitumstellung ist für den Körper nicht so ne große Sache, was machst du bei mehr? Zehn Stunden Zeitverschiebung, selbst das war bei mir nach einem Tag erträglich.

Jedes Jahr kommt die Sache gegen die Zeitumstellung auf. Das ganze ist politisch gelöst, wer es also ändern will, muss eine andere Partei wählen. Dann wirds vielleicht auch abgeschafft. Aber es sind ja 42% gewesen am 22.9.
 

emmuttersbach

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Zitat von Comety:
Das klingt aber nach einem Einzelproblem. Eine Stunde Zeitumstellung ist für den Körper nicht so ne große Sache, was machst du bei mehr?
Nee, das ist kein Einzelproblem. Und die Argumentation mit dem Jetlag beim Verreisen passt mal gar nicht. Wenn man so eine Reise unternimmt, ist das nicht zu vermeiden und man nimmt es mehr oder weniger freiwillig in Kauf. Außerdem dauert diese Umstellung normal nicht 7 Monate ;)

Aber milliarden von Menschen eine solche Zeitverschiebung zu "verordnen"? - das grenzt an fahrlässige Körperverletzung, zumal der Widerstand gegen diesen Blödsinn steigt und es immer mehr Hinweise gibt, dass diese Zeitumstellerei messbare körperliche Auswirkungen hat. Speziell die Umstellung im Frühjahr ist eine Katastrophe, besonders für Leute die früh raus müssen. Die werden eine ganze Zeit lang 1 oder 2 wichtigen Schlafzyklen beraubt.

Vor dieser Sch...e graut mir jedes Frühjahr: Abends ist man hellwach und kann nicht einschlafen, weil es eigentlich erst um 22:00 ist. Morgens dann wie tot aus dem Bett, ins Auto und zur Arbeit. Möchte nicht wissen, wie viele Unfälle auf das Konto diese Schwachsinns gehen -> ein Hoch auf die "Zeitverdreher"!

Gruß
Matthias
 

Radfahrer

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Hallo,

Zitat von Comety:
Zitat von winnie:
Mindestens zwei Wochen ist man da aus dem Takt
Das klingt aber nach einem Einzelproblem.

ist es aber nicht. Ca. 20-25% der Bevölkerung haben das Problem, ich auch.

Morgens in der Dunkelkeit auf´s Rad steigen um zur Arbeit zu fahren fällt mir schon sehr schwer. Ohne Sommerzeit hätte ich auch im April und Oktober morgens Tageslicht.

Gruß Uwe
 

Comety

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Dann wählt eine Partei die politisch was dagegen macht. Nur Nörgeln aber nix tun hilft auch nicht.

(Ich finde die Zeitumstellung auch nicht grad toll, aber es nervt alle halben Jahr dieselbe Anti-Stimmung ohne das sich was daraus ändert)
 

emmuttersbach

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Hier hat eigentlich keiner genörgelt, nur informiert und diskutiert. ;-)

Welche Partei hatte die Abschaffung der MESZ auf dem Schirm, die man hätte wählen können?

Nebenbei: Dauerhafte Sommerzeit wäre auch Quatsch. Dann würde im Winter (Dezember) die Sonne später als ca 09:00 aufgehen. Das will auch keiner. In Russland wird wohl wieder auf Normalzeit umgeschaltet. Gut so!

Viele Grüße
Matthias
 

Eric_Darmstadt

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Moin,

danke Micha, für diesen Thread.
Im blauen Forum hatte ich auch einen gestartet, hier aber habe ich es vergessen.
Interessant ist die ARD Umfrage, 80% sind derzeit gegen die Sommerzeit. Am Samstag vor der Zeitumstellung lag der Wert noch bei 80,7%.
http://umfrage.tagesschau.de/umfrage/poll_dbdata.php?oid=zeitumstellung166
Ich bin auch gegen eine Sommerzeit, eine UTC ohne sonstigen Zeitzonen würde ich auch akzptieren. Nach kurzer Eingewöhnung käme man damit weltweit auch klar.

Gruß Eric
 

Mikskysurf

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Auch für mich persönlich ist die Zeitumstellung ein Problem.
Um zehn vor fünf geht bei mir der Wecker, und dann bin ich noch etwas müder als sonst. Abends hab ich dann dafür eine Stunde länger die Augen auf und bin noch munter, wenn meine bessere Hälfte schon am Gähnen ist.
Auch ich habe direkt die Petition unterschrieben.
Also, ich geb die Hoffnung nicht auf, das diese Umstellerei irgendwann ein Ende hat!!!
 
Und die, die wegen der "ständigen" (2x im Jahr!) Zeitumstellung "wochenlang körperliche Probleme" haben, haben erstaunlicherweise kein Problem damit, wenn sie im Urlaub Zeitumstellungen von mehreren Stunden gleich 2x innerhalb weniger Tage/Wochen aushalten müssen. Ich habe jedenfalls noch nie einen Umstellungsgegner getroffen, der aus diesem Grund auf einen Fernurlaub Richtung Ost oder West verzichten würde ...

Gruß
Michael
 

MarkusMeißner

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Ich kann die geschilderten Probleme auch nicht nachvollziehen. An Feiertagen/jedes Wochenende hat man doch regelmäßig das `Problem`, dass man (wohl auch mal durchaus mehr als nur eine Stunde) später/früher ins Bett geht und später/früher eine Stunde wieder aufsteht. Da meckert niemand und sagt, sorry-schöne Party, aber das geht drei Stunden länger, als ich es für gewöhnlich in meinem festen Tagesablauf eingebaut habe- ich muß schlafen gehen.
Wenn die Umstellung denn mal abgeschafft würde, dann würde ich eher auf ständige Sommerzeit plädieren- da wäre es winters noch hell, wenn ich heimkomm und brauch keine Stirnlampe beim Laufen, würde im Wald auch nicht ewig zusammenzucken, weil es irgendwo raschelt und ich nix sehe ;-)
 

phMunich

Mitglied
Einen wirklichen Nutzen der "Sommerzeit" kann ich nur in den zwei Randmonaten feststellen. Gerade im Oktober merkt man die "zusätzliche" Stunde abends. Besonders, weil sie im November, wo man sie noch dringender bräuchte, aufgrund der Umstellung fehlt. Wo liegt da der Sinn?
Auch ich spüre den "Jet-Lag" jedes Frühjahr nach der Umstellung. Ich bin zumindest ein paar Tage deutlich müder. Ich bin daher sehr dafür, die Umstellerei abzuschaffen, ich kann darin nur eine reine Willkür sehen.

Zur Frage, ob reine "Winterzeit" oder reine "Sommerzeit" gibt es eigentlich eine ganz einfache Antwort. Es ist erstrebenswert, eine möglichst große Zone gleicher Zeit in Mitteleuropa zu haben, um wenig Probleme mit unterschiedlichen Zeitzonen zu haben. So lebt Frankreich konstant im Vergleich zu Deutschland in einer "Sommerzeit". Der praktische Ansatz wird sein, die Zeitzone derart festzulegen, dass sie symmetrisch um die astronomische Zeit liegt. Damit haben sowohl die östlichen als auch die westlichen Länder die geringste Abweichung von der astronomisch Zeit.

Das gigantische Land China hat gar keine Zeitzonen, was zu etwas eigenartigen Lokalzeiten führt. Ich war in Taiwan und dort geht die Sonne extrem früh unter, da sich Taiwan extrem weit östlich innerhalb der China-Zeitzone befindet. Aber auch darauf kann man sein einrichten, ich empfinde nur die Umstellung als irritierend und wenig nützlich.

Viele Grüße,
Peter
 

watkin

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Wow! - etwas mehr als 37.000 Leute sind für die Abschaffung.
Also, wenn das die 80% Zeitumstellungsgegner sind, dann hat die Bevölkerung in Deutschland entweder stark abgenommen oder die restlichen 99% der Gegner reißen nur gerne ihr Maul auf, tun aber weiter nichts. :totlach:
 

ws_mak12

Mitglied
Hallo Eric,

habe unterschrieben und weiterverbreitet. Dieser alljährliche Wechselunsinn 2x/Jahr muss aufhören.

Viele Grüße
Werner
 

Erposs

Mitglied
Zitat von sternchengucker:
Und die, die wegen der "ständigen" (2x im Jahr!) Zeitumstellung "wochenlang körperliche Probleme" haben, haben erstaunlicherweise kein Problem damit, wenn sie im Urlaub Zeitumstellungen von mehreren Stunden gleich 2x innerhalb weniger Tage/Wochen aushalten müssen. ....

Ach, bei Dir klingelt im Urlaub der Wecker und Du hast einen fremdbestimmten Rhytmus?

Oder paßt sich Dein Rhytmus ganz schnell an die natürlichen Verhältnisse an?


 
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