Unsinn Zeitumstellung - Petition | Seite 3 | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Unsinn Zeitumstellung - Petition

maximilian

Mitglied
Hallo Michael,
Auch schlafen meine Kinder am Wochenende leider nicht so lange wie dein Einzelkind. Nein, sie haben ihren Rhythmus und stehen immer früh auf. Wenn das erste Kind um 07:00 Uhr wach ist, dann dauert es nicht lange und die anderen sind ebenfalls wach.
Ich selber bin in Italien (wo es die Zeitumstellung gefühlt schon immer gab und kenne deswegen nichts anderes) als eines von drei Kindern aufgewachsen und kann mich nicht an irgendwelche Probleme erinnern, die mit unterschiedlichen Schlafenszeiten zu tun gehabt hätten. Und das, obwohl wir ein gemeinsames Kinderzimmer hatten bis ich 13 Jahre alt war. Aber die Menschen sind alle anders und die Zeiten haben sich auch irgendwie geändert.

Selber bin ich in den letzten sieben Tagen berufsbedingt zu ganz unterschiedlichen Zeiten aufgestanden, von 4:45 Uhr bis 10:30 Uhr. Sieben Zeitumstellungen in einer Woche, und nicht um eine Stunde, sondern manchmal um fünf Stunden von einem Tag auf den nächsten. Das kenne ich eigentlich nicht anders und verstehe deswegen das Gewimmere wegen der Sommerzeitumstellung noch weniger als garnicht.

Grüße
Maximilian
 

DerJürgen

Mitglied
Nun,
ich bin ein Hobbyastronom und ich bin Schichtarbeiter, - und ich mag diese Hin- und Herstellerei der Uhrzeit überhaupt nicht.
Wenn die Uhrzeit um eine Stunde vor gestellt wird habe ich in Folge dessen gut 7-Tage wegen dieser Umstellerei körperlich zu tun. Zur Frühschicht muss ich immer um 04:30 Uhr aufstehen da ich um 06:00 Uhr 'wohlgelaunt' am Arbeitsplatz sein muss. Da fällt mir eine Stunde weniger Schlaf mächtig schwer.
Außerdem ist es mir schlichtweg egal welche Zeit ob Sommer- oder Winterzeit. Mir ist es wichtig, dass die Umstellerei endlich aufhört.
Ach, noch etwas. Ich fahre sehr gern und oft in den Urlaub. Dabei habe ich höchsten 2h Zeitverschiebung in Kauf genommen (Moskau). Danach kam ich zurück und musste mich auch wieder 'zurück umstellen'. Wenn ich es mal so ausdrücken darf. Man nennt das auch "Jetlag".
 

Terrorernie

Mitglied
Ich mache das beruflich (vor Covid) jede zweite Woche mit, von Westküste USA für 3 Tage bis hin zu Japan für ne Woche, und alles dazwischen... seit vielen Jahren. Manchmal in einem Trip so viele Zeitzonen wie Stops bei Kunden... Und im Urlaub (wenn es gut geht) auch noch.

Verzeiht mir bitte, wenn ich daher die Diskussion um die 1 Stunde im Frühjahr und Herbst als höchst amüsant verfolge.

So jetzt wieder weiter, bitte, es macht Spaß das alles zu lesen.

Gruß
Ernie

ps: wird zeit dass man endlich wieder ‘raus’ kann.
 

Gerd-K

Mitglied
Hallo,

Ich arbeite im Schichtdienst und habe so einige Schichtmodelle mitgemacht. Ich kenne:
  • 3er Schicht (Nacht/Spät/Früh) inklusive Dienst am Wochenende und an Feiertagen.
  • 3er Schicht (Nacht/Spät/Früh) von Montag bis Freitag.
  • 2er Schicht (Spät-Nacht/Früh) von Montag bis Donnerstag.
Ich muss in der Frühschichtwoche am Montag um drei Uhr aufstehen, sonst um vier Uhr. Eine Woche darauf drehe ich meinem Tagesablauf wieder komplett um, um ihn wieder eine Woche darauf wieder komplett um zudrehen und so weiter und so fort...
Für mich fällt die Zeitumstellung nicht ins Gewicht, ich bemerke diese kaum. Wenn schönes Wetter ist und ich mein Teleskop aufstelle habe ich noch meine persönliche Zeitumstellung.
Von daher ist diese Diskussion für mich müßig und der Rede nicht wert. Der Wechsel von Normal auf Sommerzeit und wieder zurück kann von mir aus so bleiben.
Ich wüsste im Moment auch nicht das meine Kinder darunter leiden, davon ist nichts zu bemerken.

Viele Grüße
Gerd
 

michel21

Mitglied
Hallo Ernie, Maximilian und Gerd,


schade, dass euch eure Empathiefähigkeit scheinbar verloren gegangen ist:

"Gewimmere, höchst amüsant, nicht der Rede wert, es macht Spaß das alles zu lesen".


Seid doch zufrieden und froh, dass es euch nicht betrifft. ( für euch wird es dann vielleicht später noch ein Thema: Schichtarbeit und Krebs. Ich hoffe natürlich nicht)
Aber andere der Lächerlichkeit preisgeben die es durchaus betrifft, das finde ich armselig.

Ich gebe zu, ich habe wirklich andere und größere Sorgen als die Zeitumstellung, keine Frage. Ohne jetzt auf Details eingehen zu wollen, nur soviel;
Wir/ich lebe/n hier in ziemlich prekären Verhältnissen, wo ich einfach froh bin, wenn von außen möglichst wenig Störeinflüsse kommen. Meinen Kindern und mir ist es nunmal deutlich für einige Tage anzumerken, auch wenn es sich bei euch und euren Kindern anders darstellt. Klingt komisch, ist aber so... ;)
Der Hauptpunkt für mich ist einfach, es wird mir auferzwungen ohne Not. Klar ist doch, einen richtigen Sinn hat diese Umstellerei nicht, auch wenn manche es als angenehm empfinden. Manche aber auch nicht.

Ich gehe davon aus, dass ihr eure Berufswahl ohne Zwang und in Kenntnis dessen, was euch erwartet, getroffen habt. Toll, dass ihr damit so gut zurecht kommt.
Ich aber konnte nicht wählen, Zeitumstellung ja/nein. Das gefällt mir persönlich nicht. Das wollte ich zum Ausdruck bringen, nicht mehr und nicht weniger.
Nun dürft ihr weiterlachen...


Viele Grüße,

Michael


PS. Wie wichtig im Übrigen geregelte Schlafenszeiten für Kinder sind, kann man hier nachlesen.
 

Terrorernie

Mitglied
Hallo Michael,
genau das meine ich - das ist es, was ich hier gerne lese und weiter mit verfolgen werde!
Danke!!

Empathische Gruße
Ernie

...und nur für’s Protokoll: ich käme sehr gut OHNE die Zeitumstellung klar!
 

Biancchen

Mitglied
Hallo Ernie und Gerd (sorry, das musste jetzt einfach sein _affeaugen:)

Das ist doch schön, dass ihr mit eurem Lifestyle klar kommt. Andere tun das aber nicht. Nicht jeder Mensch ist gleich und es wäre schön, wenn das endlich mal in der Gesellschaft ankommen würde.
Ich persönlich habe immer Mitleid mit Menschen, die nur am Hetzen sind, in Schichten arbeiten sowie ständig von hier nach da reisen und das auch noch als völlig normal verkaufen und sogar stolz darauf zu sein scheinen. Muss jeder selber wissen.... :coffee:

Von daher bin ich da ganz bei Michael. Vielen Dank für deinen Link bzgl. der Schlafenszeiten für Kinder.

Und viel Spaß beim Weiteramüsieren, Ernie & Gerd :ROFLMAO: (und natürlich auch für die Maximilians)

PS.:
Was die Zeitumstellung für Landwirte mit Tieren bedeutet, ist ja eigentlich hinreichend bekannt.
 
Zuletzt bearbeitet:

maximilian

Mitglied
Hallo!
schade, dass euch eure Empathiefähigkeit scheinbar verloren gegangen ist:
Wenn von „uns“ Empathiefähigkeit gefordert wird, wie ist es dann um diejenige der Petenten bestellt? Denkt Ihr auch an die vielen Menschen, die berufstätig oder in der Ausbildung sind, und ohne Zeitumstellung an noch mehr Monaten im Jahr auf ein bisschen Zeit im Freien bei Tageslicht und Bewegung an der frischen Luft verzichten müssten? Ich verzichte auf das Zitieren von Studien, aus denen die essenzielle Notwendigkeit von Beidem hervorheht.

Meine Empathie gehört jedenfalls eher den Menschen, die mir nahestehen, und von denen die meisten nach Feierabend (selten zwischen 18 und 19 Uhr) noch eine Stunde draussen sein wollen. Und das auch schon im April und noch im September. Ohne beim Joggen in der Dämmerung über Wurzeln zu stolpern (meine Frau hat deswehen über ein Jahr an einer Achillessehnensache rumlaboriert) oder beim Radfahren über den Haufen gefahren zu werden. Natürlich leide ich auch sehr mit denjenigen, deren Kinder an zwei Tagen im Jahr Quengeln, weil sie nicht einschlafen können...

Grüße
Maximilian
 

Demokrat

Aktives Mitglied
Ohne beim Joggen in der Dämmerung über Wurzeln zu stolpern
Nebenbei: :coffee: statt auf der ganzen Welt die Uhren umzustellen, damit jemand zu einer ganz bestimmten Tageszeit während ganz bestimmter Monate nicht stolpert, könnte man eventuell zu einer ganz bestimmten Tageszeit während ganz bestimmter Monate eine Stirnlampe verwenden, wenn es zu dunkel ist - vielleicht wäre diese Lösung aber auch zu einfach...:unsure:

lg
Niki
 

Horst66

Mitglied
Meinen Tieren ist die Zeitumstellung völlig egal und deren natürliche innere Uhr funktioniert hervorragend. Meinen Terrarientieren, denen ich künstlich über Zeitschaltuhren den Tsgesrythmus vorgeben muß, muss ich behutsam über Wochen den Rythmus anpassen. 2x im Jahr, meinen Hunde die ich vor der Arbeit um spätestens 7:00 Gassi führe, wollen auch raus, wenn wir entschieden haben ab heute ist es jetzt 6:00.
Und Viehwirt/Milchbauer möchte ich in Zeiten der Zeitumstellung auch nicht sein.
Ein wenig sich auf unsere natürlichen Wurzeln besinnen, würde niemandem Schaden. So meine Meinung, die auch von vielen Ärzten geteilt wird...

Gruß Horst
 

Chris 6R

Mitglied
Als berufstätiger, der jede Woche mindestens 40h arbeitet, finde ich es gerade im Sommer sehr angenehm und auch erholsamer, nach der Arbeit noch was vom Tag zu haben. Wer vll nur halbtags arbeitet hat das Problem eventuell nicht.
Ich verstehe auch nicht dass die Zeitumstellung für viele so ein Problem ist. Viele die sich darüber beschweren fliegen im Jahr 1 -2 Mal im Urlaub und haben somit mehrmals diese Umstellung, die wiederum nichts ausmacht.
Zum Teil mag das auch etwas psychisch bedingt sein.

Ich kann Leute verstehen, die damit Probleme haben, aber ich kann auch die ganzen Menschen verstehen, die im Sommer gerne noch ein paar Stunden haben, da im Winter sowieso nichts anderes zu sehen ist als Dunkelheit auf dem Weg zur Arbeit und Dunkelheit auf dem Heimweg.
 
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Reaktion: hhh

Chris 6R

Mitglied
Ich kenne viele die sich einerseits beschweren und andererseits gerne reisen und die Zeitumstellung im Urlaub nicht als schlimm erachten.
Ich habe lieber die Sommerzeit und wäre wenn gerne dafür dass diese bleibt, falls es keine Umstellung mehr geben soll.
 

Biancchen

Mitglied
Dein persönliches Umfeld ist aber nicht die Allgemeinheit. Ich kenne widerrum niemanden, der sich beschwert und 1-2 Mal in den Urlaub fliegt. Und nun? Welche unserer persönlichen Wahrheiten stimmt nun?

Und selbst wenn man in den Urlaub fliegt, ist es freiwillig, man kann den Tag danach vielleicht länger schlafen bzw. ist generell da, um sich zu entspannen. Zu Hause wird es einem auferzwungen und man muss vielleicht am nächsten Tag in die Frühschicht. Ich weiß nicht, ob man Urlaub und Alltag da so miteinander vergleichen kann.

Am Ende werden bei diesem Thema nie alle auf einen Nenner kommen. Jeder hat andere persönliche Gründe und Voraussetzungen dafür und / oder dagegen. Anderen Menschen seine eigenen Erfahrungen und Meinungen als richtig aufzuschwatzen und andere Erfahrungen / Meinung damit herunter zu spielen, finde ich nicht in Ordnung.
 

MeisterDee

Mitglied
Ihr Lieben,
Linse gegen Spiegel, Go-To gegen Manuell, Montierung gegen Dobson, eVscope / Stellina gegen klassisches Beobachten........
Ich finde, wir haben hier bereits mehr als genug Themen, die Potential für Eskalation haben. Themen, bei welchen sich regelmäßig Stänkereien in den sachlichen Austausch hineindrängeln.

Mir wäre es sehr recht, wenn sich das Thema „Zeitumstellung“ nicht auch noch zu so einem Reizthema entwickelt, bei dem dann reflexartig die verbalen Knüppel ausgepackt werden.

Die Überzeugungskraft sinkt nämlich mit der Zunahme von Unhöflichkeit.

.

Ich schätze, es ist Jedem klar, dass es bei der Zeitumstellung auch Leute gibt, die diese nicht gut finden. Und die haben auch oft nachvollziehbare Gründe. Einige leiden regelrecht darunter. Es gibt nun einmal nur sehr wenige Beschlüsse auf dieser Ebene, die nur Gewinner hervorbringen. Man kann entscheiden, was man will, es wird immer Leute geben, die etwas dagegen haben.


Noch ein Absatz zum eigentlichen Thema:
Je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr werde ich zum Befürworter der Zeitumstellung. Bisher war’s mir beinah egal.....
Der Gewinn an Freizeit bei Erwerbstätigen ist für mich ein sehr großer Faktor.
Nicht ohne Grund spricht man im Englischen nicht von „Sommer- und Winterzeit“, sondern von „Daylight Saving“.
Das unterstreicht für mich die (positive) Bedeutung der Zeitumstellung.

CS

Dietmar
 

Chris 6R

Mitglied
Es gibt immer Menschen denen das ein oder andere nicht passt.
Wie gesagt ich kann die ein und andere Seite verstehen. Aber das wird wohl keiner bestreiten, dass man im Sommer mehr Zeit draußen verbringen kann ist sehr angenehm.
Ok wird auch hier Leute geben, die das nicht wollen oder eh nicht rausgehen. Man wird nie alle glücklich machen können. So ist das nunmal.
Wie in vielen Diskussionen melden sich bei soetwas haupsächlich die Personen, die damit Probleme haben und betroffen sind.
Ob das immer die breite Masse darstellt ist die Frage, letztendlich wird nie jeder damit glücklich sein.
 

Demokrat

Aktives Mitglied
Es scheint generell so zu sein, dass bei Fragen, die nicht eindeutig und quantifizierbar sind, immer Meinungen gegeneinander stehen, erstens, weil die Menschen nicht gleich sind und zweitens weil die Umstände nicht gleich sind. Auch bei Trump stand es fast 50:50 was die Wählerstimmen betrifft, und nicht 80:20. Und diese 50:50 verstehen die jeweils andere Hälfte und ihre Meinung so gut wir überhaupt nicht.

Jeder Anlauf, andere von der eigenen Meinung überzeugen zu wollen löst in unserer Gesellschaft statt Argumentationen zusehends Aggressionen aus. Denn da man in den sozialen Medien und Foren die anderen meist nicht persönlich kennt, sondern nur, was sie mit einem selbst teilen und was sie verschieden von uns macht, ist das Einzige, was wir kennen, ihre Meinung. Und meist finden wir Leute, die völlig anderer Meinung sind, nicht gerade sympathischer, als solche, die so ticken, wie wir selbst. Was logisch ist. Von Leuten, die man meint zu kennen, weil ihre Meinungen den eigenen entsprechen, scheint weniger Gefahr auszugehen. Man glaubt sie zu kennen, weil man sich selbst kennt und sie ähnlich scheinen.

Insofern: keine Zeitumstellung, kein Dobson, sondern einen APO, Schweinsbraten statt Vege-Menü, Biden statt Trump - alles, was jetzt in fremden Hirnen ein Warnsignal auslöst, muss wohl falsch sein. Und wer eine "falsche" Meinung hat, ist entweder uninformiert, oder fake-informiert, schlicht dumm und hat nicht zu Ende gedacht, oder nicht alle Aspekte beachtet, oder sagen wir gleich: wer heute ÜBERHAUPT eine Meinung hat schon sozial unflexibel, unempathisch, antidemokratisch, engstirnig, unbelehrbar und potentiell gefährlich.

Lässt mal also einfach Leute in unseren facebooks und twitters und Foren aufeinander los, so kann man davon ausgehen, dass sie andere Meinungen nicht schätzen, sondern als Feindbilder wahrnehmen. Die Medien und die Politik machen es uns täglich vor. Was die Grünen sagen, ist gefährlich, was die Schwarzen fordern, bedrohlich, was die Roten wollen, ruinös. Die ANDEREN sind etwas, mit dem man nichts GEMEIN hat. Sie kämpfen gegeneinander, ob auf Wahlzetteln oder mit einem Sturm auf das Kapitol. In einer Welt von Siegern und Verlierern gibt es nur mehr wenig Gemeinsames. :coffee:

lg
Niki
 

Widukind

Mitglied
Ich verstehe es, wenn manche sagen, sie möchten abends im Sommer längere Abende vor Sonnenuntergang haben (ich selber denke da anders, da man sich nach Sonnenuntergang besser dem Teleskop widmen kann, aber okay). Wie wäre es dann, wenn man die sogenannte Sommerzeit beibehalten würde? Wenn ich im Winter zur Arbeit gehe bzw. meine Tochter zur Schule geht, ist es eh noch dunkel.
Ich weiß nur, dass ich bei der Zeitumstellung jedes Jahr mit Schlafstörungen zu kämpfen habe, dass es ein Aufwand bei vielen Prozessen ist, die 7x24 laufen und dass es eine Menge Geld kostet. Das eigentlich mal postulierte Ziel, dass man dadurch Energie sparen würde, konnte nie erreicht werden.
Ich hätte ja erwartet, dass man hier im Forum eher der Meinung ist, die genormte Zeit müsse möglichst nah an der astronomisch "richtigen" Zeit sein, aber man wird ja immer wieder überrascht....
 

Heidenroder

Mitglied
Ich sehe bei der Diskussion eine Gefahr, über die leider niemals geredet wird: es gibt Erfahrungen mit der "Normalzeit", mit der Sommerzeit
im Sommer, aber keinerlei Erfahrungen mit der Sommerzeit im Winter. Wenn also über alle Köpfe hinweg entschieden wird, welche Zeit nun für
immer gilt, könnte es das große Erwachen geben.
 

castro.pic

Mitglied
Hallo,

so nachdem ich das Thema jetzt schon einige Zeit versuche zu ignorieren, schreibe ich halt auch mal was dazu ;)

Grundsätzlich bin ich ja auch ein Freund der Sommerzeit und habe auch kein Problem mit der Zeitumstellung.
Was aber auch an meinem Lebensstil liegen mag, da ich mir den Tagesablauf nicht von einer Uhr diktieren lasse.
Ich steh auf wenn ich aufwache und nicht wenn ein Wecker klingelt, welchen ich schon lange nicht mehr im Schlafzimmer habe und auch nicht brauche.
Denke das ist auch ein Problem in unserer Gesellschaft das man zu sehr an der Uhr hängt und nur noch von Termin zu Termin hetzt.

Witzig finde ich immer so Bemerkungen wie Normalzeit, es gibt meiner Meinung nach keine Normalzeit.
Das ist nur ein Korsett in das wir uns selber gesteckt haben und es nicht mehr merken.
Früher ist man aufgestanden wenn hell wurde und hats sich schlafen gelegt wenn es dunkel wurde.

Mir ist natürlich klar das es in unser hochtechnisierten Welt nix ohne Uhrzeit geht, aber ob das sich alles so in die richtige Richtung bewegt weiß ich nicht wirklich.

Auch wüste ich nicht was sich bezüglich meines Astro Hobbys ändern sollte.
Da die nutzbare Zeit in der Nacht sich nicht ändert. Es ist ja so oder so gleich lang dunkel.
Da kann man an der Uhr drehen wie man will :)

Auch bin ich nach einer schön Wetterphase mit vielen Astronächten, deutlich mehr durch den Wind wie bei einer 1 Stündigen Zeit Umstellung.

Mich würde es auch nicht wundern wenn es sich bei vielen, die mit Problemen bei der Zeit Umstellung zu kämpfen haben, um eine "selbsterfüllende Prophezeiung" handelt. Ähnlich wie auch schlechter Schlaf oft auf den Vollmond geschoben wird. Was ich früher auch gemacht habe aber nachdem ich mich dann wirklich damit beschäftigt habe, festgestellt habe das ich genauso so oft schlecht schlafe wenn kein Vollmond ist, man sich das aber erst bewusst machen muss.
Es bleibt halt einfacher im Gedächtnis wenn man ein Problem wie z.B. schlechten Schlaf mit einem Ereignis wie. z.B. Vollmond koppeln kann.

Soweit auch mal meine Gedanken zu dem Thema.

Grüße
Carsten
 
Zuletzt bearbeitet:

Easyrider

Mitglied
Ich mache das beruflich (vor Covid) jede zweite Woche mit, von Westküste USA für 3 Tage bis hin zu Japan für ne Woche, und alles dazwischen... seit vielen Jahren. Manchmal in einem Trip so viele Zeitzonen wie Stops bei Kunden... Und im Urlaub (wenn es gut geht) auch noch.

Verzeiht mir bitte, wenn ich daher die Diskussion um die 1 Stunde im Frühjahr und Herbst als höchst amüsant verfolge.

So jetzt wieder weiter, bitte, es macht Spaß das alles zu lesen.

Gruß
Ernie

ps: wird zeit dass man endlich wieder ‘raus’ kann.
Genau so sehe ich das auch,
Da werden teilweise 8 Stunden und mehr Zeitverschiebung für den Urlaub in Kauf genommen (daaaaaaaaaaaas ist natürlich was anderes, ganz klar), das im Intervall von vielleicht 2 Wochen, vor Corona mindestens ein mal, eher zwei mal im Jahr.

Dann wird aber irgendwie nur vom coolen Urlaub erzählt, und nicht von den wochenlangen Strapazen der verschobenen biologischen Uhr, welche einen nun komplett durchdrehen und depressiv werden lässt.

Ich muss diese Welt nicht mehr verstehen, oder? Nein. Gut.



Wenn man diese Abschaffung der Umstellung durchzieht und es dann mitte Juni um 4 Uhr Morgens taghell ist, dann will ich aber auch eine Umstellung von allen Lebensumständen! Was bringt es mir um 4 Uhr in den Tag zu starten, wenn die Banken, Ämter, Ärzte etc. erst um 9 Uhr öffnen. Bis zu dem Zeitpunkt der Erreichbarkeit wäre es einfach vergeudete helle Tagzeit. Hier müsste man dann alles anpassen. Ich kann in meiner Firma meine Öffnungszeiten bestimmen und wir verschieben die Öffnungszeiten auch etwas zum Sommer hin, da die Leute aufm Bau halt einfach sobald es hell wird anfangen zu ackern. Sollte die Umstellung abgeschafft werden, öffne ich im hellen Sommer um 4:30. Wie ich das meiner Belegschaft erkläre, da denke ich mir schon noch was aus.


Was ich damit sagen will ist, wir sollten das Leben den Tag und Nacht Zeiten angleichen, nicht die Tag und Nacht Zeiten dem Leben.
 

Biancchen

Mitglied
vor Corona mindestens ein mal, eher zwei mal im Jahr.
In welchen Kreisen verkehrst du denn, wo es normal ist, 1-2 Mal im Jahr so weit im den Urlaub zu fliegen, dass man 8h und mehr (!) Zeitverschiebung in Kauf nimmt? Oder ist das wieder so eine maßlose Übertreibung und / oder die Projektion der eigenen Blase auf die gesamte Gesellschaft, weil es gerade so schön zu den eigenen Wünschen passt!?
 

Easyrider

Mitglied
Ich verkehre in den Kreisen der Vielreiser, denn Reisen ist schön! :cool:
Spaß beiseite.
Der ganze Absatz ist eine maßlose Übertreibung, ich denke, das kann man auch so ein bisschen herauslesen ;)

Das unten drunter ist schon etwas ernster gemeint.
 

FStone

Mitglied
Schreibt man auch noch etwas wenn eigentlich alles gesagt ist?

Für die möglichen drei Variante
a- Umstellung wie im Moment, b-keine Umstellung immer Sommerzeit, c-keine Umstellung immer Normalzeit
sind vorn ja die sachliche/objektiven Argumente (er wenige und eher in keine Richtung so recht überzeugend) und
die physiologisch/subjektiven Argumenten im wesentlichen nachzulesen.
Wie die teilweise heftige Diskussion zeigt dominieren letztere, dh. aber gerade nicht, dass diese Argumente schlecht oder gar zu vernachlässigen sind!

Alles außer der örtlichen Sonnenzeit ist eh eine pragmatische Konvention, ursprünglich eingeführt damit man Fahrpläne für die Eisenbahn erstellen konnte und wir uns alle schön im Takt bewegen.

Wenn wir ganz demokratisch abstimmen könnten, würde ich meine (ganz persönliche) Stimme dem Modell c) geben.
Wenn die Abstimmung etwas anderes ergibt würde ich das respektieren, es brächte mich nicht um den Schlaf. (nur einmal im Jahr für `ne Stunde).
Es würde mich ein klein wenig ärgern, aber das wäre es dann auch.

VG - Frank

PS.: Wenn mir bloß immer gleich einfiele,
wie die sch… Uhr am Herd und im Auto umgestellt wird, Drecksdinger!
 

Biancchen

Mitglied
Der ganze Absatz ist eine maßlose Übertreibung, ich denke, das kann man auch so ein bisschen herauslesen ;)
Nee, konnte ich ehrlich gesagt nicht so. Ich kenne dich nicht und hatte nur das Geschriebene zur Verfügung. Ein entsprechendes Smiley oder ein Hinweis würde mir helfen. ;-)
Wie dem auch sei.... Schön, dass du das nochmal klar gestellt hast. Damit ziehe ich meinen leicht vorwurfsvollen Ton zurück und entschuldige mich dafür. :)

VG Bianca
 

Easyrider

Mitglied
Jeder darf das sagen, was er denkt. Auch eventuelle Spitzen in meine Richtung versuche ich so gut es geht mit Humor zu nehmen.
Es ist das Internet und nicht das echte Leben.
 

steins-ursel

Mitglied
Es ist das Internet und nicht das echte Leben.
Hallo Simon,
und dass ist die Krux, wenn man vernünftig miteinander Diskutieren will. Es wird gerne vergessen, dass man sich an die Netiquette hält.
Auf gewissen Seiten habe ich es aufgegeben, mit zu diskutieren. Man darf da keine kritischen Fragen stellen, wenn man von einem Thema nicht überzeugt ist.
Zum Schluss war ich ein "rechtsradikaler dummer Bauer vom Lande".
Ich bin froh, dass es hier doch sehr gesittet zu geht, die Themen sind tlw. sehr wissenschaftlich und anspruchsvoll, was mir persönlich Spaß macht und, nebenbei kann man noch jede Menge lernen.
Aber zurück zum Thema: Ich persönlich finde die Sommerzeit als angenehm, und würde sie gerne behalten, auch wenn diese ihre Schattenseiten hat. Sollte man mittelfristig diese Abschaffen, finde ich es schade, werde mich aber der neuen Situation anpassen. Was anderes geht eh nicht ohne großen Aufwand.
 

coltrane

Mitglied
Am besten man läßt es so wie es ist, die Zeitumstellung macht schon Sinn. Ansonsten wäre es bei ständiger Winterzeit im Sommer zu früh hell, bei ständiger Sommerzeit im Winter morgens zu lange dunkel.
 

Easyrider

Mitglied
Zum Schluss war ich ein "rechtsradikaler dummer Bauer vom Lande".
Das finde ich sehr schade, ich bin übrigens auch ein dummer Bauer vom Lande.
Ich hoffe doch sehr, dass das nicht hier passiert ist?

Würde mich wundern. Ich teile nämlich deine Meinung über den Umgang hier.

Ansonsten wäre es bei ständiger Winterzeit im Sommer zu früh hell, bei ständiger Sommerzeit im Winter morgens zu lange dunkel.
Und genau das meinte ich, wer definiert "morgens" und "abends". Morgens muss nicht 9 Uhr sein, morgens kann auch 4 Uhr sein. Somit wäre Sommerzeit und Winterzeit dann vollkommen egal.

Wie gesagt, wir sollten das Leben nicht an der Uhrzeit festmachen. Wenn alle Schulen, Ärzte, Banken etc. dann "morgens" um 5 offen haben und Betrieb aufnehmen, ist "morgens" dann nur eine andere Zahl auf dem Zifferblatt.
Wenn allerdings trotz Abschaffung der Umstellung alles zu bleibt bis 9, vergeuden wir Zeit.

Ich hätte kein Problem damit, mein Leben nach den tatsächlichen Zeiten des Sonnenauf- und -untergangs zu richten (hier bevorzugt Sonennaufgang, naja weil damit halt nun mal der Tag startet). Die Uhrzeit ist wie gesagt nur eine Zahl, die man nach Belieben verschieben kann.
 
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