Verlagerung des Fokuspunktes | Seite 2 | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Verlagerung des Fokuspunktes

Martin_D1

Mitglied
Also ich würde auf jeden Fall mal unten aufschrauben und mir die Sache richtig anschauen. Dann würde ich erstmal eine Verlängerung der Bolzen/Schrauben testen. Erst wenn das wirklich zu "schwammigen" Ergebnissen führt, was ich nicht glaube, würde ich zu nicht mehr reversiblen Methoden greifen.

Hätte ich mit GFK noch keine Erfahrungen gemacht und hätte auch sonst mit Basteln nichts am Hut, würde ich das in Auftrag geben. Schon allein aus dem Gefahrenaspekt heraus.

Als Alternative würde ich in Deinem Fall auch mal in Erwägung ziehen das Teil wieder zu verkaufen und mir ein Gerät zu kaufen welches nachweislich für Astrofotografie taugt. Es soll ja auch Astrofreunde geben, die visuell unterwegs sind. Denn hast Du das Teil erstmal zersägt und es funzt dann nicht so wie Du denkst, hast Du mal so richtig Geld versenkt.

Gruß

Martin
 

Sven_Wienstein

Mitglied
Hallo Oliver,

Paracorr geht immer mal in der Bucht. Ja, verstehe, Du willst sofort. Rechne halt nach, ob der neue Abstand geht. Dass 15% mehr Brennweite stören würden, erstaunt mich allerdings. Was muss denn so genau ins Format passen?

Clear Skies
Sven
 

Rainmaker

Mitglied
Hallo Oliver,

wenn Du nichts investieren willst, dann nimm doch die von mir weiter oben genannten Langmuttern, z.B. M6x30mm. Außerdem benötigst Du noch passende kurze Schrauben, bzw. Gewindestücke mit welchen die Langmuttern am Spiegelträger befestigt werden.
Die Langmuttern haben glaube ich 10mm Durchmesser, das ist sehr viel steifer als eine M6 Gewindestange. Da sollte eigentlich nichts hin und herschwimmen. Falls doch konntest Du zumindest testen wie viele mm wirklich vom Tubus weg müssen und der Verlust liegt irgendwo zwischen ein und zwei Euro.


MfG

Rainmaker
 

Okke_Dillen

Mitglied
Moin,

du könntest ja auch mal ein paar Fotos machen, wie das genau da hinten aussieht, sodaß man erkennt, wie es aufgebaut ist ;)
Blindflug ist immer so eine Sache...

Gruß Okke
 

Ehemaliger Benutzer (6068)

Hallo Okke,

im link zum Teleskop gibts ne seitliche Heckansicht


und so


sieht das Ding solo aus.

Hier seitliche "Einsichten" bei nem 8-Zöller


Gruß
*entfernt*
 

Okke_Dillen

Mitglied
Ja super! Prima Günther! Damit kann man schon was anfangen. (y)
Dann beziehe ich mich mal auf jenes Bild:

Wer, bitte schön, hat denn schon eine Drehbank zuhause?!?!
Öhm... meld...:sneaky:
Ja ok, ich gestehe, ich habe die "volle Breitseite", die der Hobby-Zerspaner gerne im Keller hat, im Keller stehen.... pfeif...
Insofern ist meine Herangehensweise immer so à la "geht nicht gibts nicht" und übersehe gerne mal, daß nicht jeder diese Möglichkeiten hat :whistle:

Beim Betrachten des oben verlinkten Bildes, trotzdem nochmal ein Bauvorschlag:
- die weißen Knaufschrauben (=push) müssen 30mm länger sein oder durch andere (zB 6kt-Kopf) geeigneter Länge ersetzt werden
- die schwarzen (=pull) können bleiben
- das Distanzstück wäre entweder die genannte Langmutter M6x30, die mit einer M6er Madenschrauben in den Spiegelhalter fest eingeschraubt wird. Oder das Aludrehteil, M6er Durchgangsgewinde, das technisch identisch mit einer Langmutter ist.
- die Federn bleiben erhalten, da der Zwischenraum zw Langmutter und "Rückgrat-Platte" erhalten bleibt.
- die Seitenführung bleibt durch die Langmuttern auch erhalten, da sie starr im Spiegelhalter sitzen und nicht verkippen können, lediglich für einen 30mm Z-Offset sorgen.
- die 30mm längeren push-Schrauben einsetzen, fertig!

Aufwand:
- 3 Stk. Langmuttern oder auch Verlängerungsbolzen nach DIN, als Normteil im Schraubenhandel erhältlich (kleiner Ausflug ins näxtgelegene Industriegebiet. Kostenpunkt... öhm... 3€ vielleicht? Manchmal auch Baumarkt, dann halt 6€.
- 3 Stk. um 30mm längere Schrauben als die weißen Knaufschrauben. Kosten... 1,20€?

Erscheint mir überschaubar und bezahlbar. Und hat den Charme der vollen Reversibilität ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen (Löcher, Sägespuren, Staub, etc) bei gleichzeitig unveränderter Stabilität.

Vielleicht ist das doch noch eine Option, bevor du dich auf irreversible Maßnahmen festlegst? ;)

Gruß Okke
 

Oliver_Schulz

Mitglied
Hallo zusammen,

also verkaufen will ich das gute Stück ja nicht gleich!
@sven: der neue Abstand durch den Paracorr würde schon passen, egal ob es jetzt 30 oder 46mm sind (wie TS schreibt). Aber es ist halt eine Preisfrage.
Das mit den Langmuttern ist allerdings eine prima Idee! Hat eine Weile gebraucht, aber dann konnte auch ich mir plastisch vorstellen, wie das funktionieren soll. Da ist der Aufwand echt überschaubar, es ist alleine bewältigbar und es klingt für mich auch schon stabiler, als einfach nur mit 6 längeren Schrauben zu hantieren. Also werde ich tatsächlich erstmal das probieren, bevor ich zur Säge greife!
Herzlichen Dank an alle. Ich lasse euch wissen, ob es funktioniert!

Viele Grüße
Oliver
 

Ehemaliger Benutzer (6068)

Hallo Okke,

das kann man bei der Zelle so machen, wie Du beschreibst, allerdings bleiben zwei Schwachpunkte der Zelle, die ich in Post #28 nenne, dabei erhalten.

-Die Durchführung der drei Justierschraben am Abschlussring hat Spiel und der Hebel wird 30 mm länger, was erheblich über der Serienauslegung mit maximal 10/15 mm Weg liegt.

-Die über Kreuz Anordnung der Konter- und Justierschrauben mit dem großen Abstand sorgt für Durchbiegung des Spiegelhalters. Die Konterschrauben drücken auf die Mitte des Rings, genau zwischen den drei Stegen.
Berichte darüber und über Probleme damit sind so alt wie die Teile selbst.
Schon bei geringem Druck verändern die Konteerschrauben die Justage. Ich habe mir dann an solchen Geräten angewöhnt, die Feinjustage so gut es geht über die Konterschrauben zu machen.:devilish:

Ach ja........ich habe nachgesehen, meine Gewindestangen am 12er sind M 10. :oops:

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Arno_Imig

Mitglied
Hallo Oliver,
hier noch einmal ein anderer Vorschlag:
Die UNC und auch die ONTC Tuben von TS werden (wahrscheinlich) von klaushelmi.de hergestellt.
Ich habe schon mehrfach dort angerufen und Klaus Helmerichs ist sehr freundlich und er kann dir mit Sicherheit helfen.

Vielleicht kann er den Tubus Fachgerecht kürzen oder dir für kleines Geld einen kürzen bauen...!

Viel Erfolg.

CS
Arno
 

Okke_Dillen

Mitglied
Hi Günther,

ja, "end-glücklich" ist das noch nicht und du weist genau auf die richtigen Punkte hin.
Oliver kann aber immerhin:
- schonmal ausprobieren, ob das das gewünschte Ergebnis bringt --> er kommt in den Fokus
- ohne Material und Geld zu vernichten
- nach (hoffentlich) festgestelltem Erfolg einfach Änderungen vornehmen, die diese Schwächen ausbügelt, das ist nämlich gar nicht so schwer...

nämlich:
- die schwarzen Knaufschrauben durch Senkkopfschrauben ersetzen, die dann in gesenkten Löschern sitzen --> Führung
- die Druckfedern verstärken, um den Anpreßdruck der Senkköppe in ihren Senkungen zu verstärken --> sattere Führung
- die 3 Korkauflagen der Innenseite vergrößern, sodaß sie mehr freie Höhe für den Spiegel schaffen
- dann müssten die weißen Knaufschrauben schon sehr feste drücken, bis das sich biegende Material auf den Spiegel drückt
- oder: die weißen Knaufschrauben ganz weglassen, aber die Druckfedern unter den schwarzen Knaufschrauben drastisch verstärken (ver3fachen oder so)
- und, optional: seitlich an der Zelle 3 Hartgummirollen derart anbringen, daß sie sich an der Tubusinnenwand abstützen und sie so im Zentrum bzw auf Position halten

Neu konstruieren können wir ihm das Teil nicht*), aber aus dem Vorhandenen wenigstens das Machbare rausholen. Damit ist Oliver schon mal um Längen weiter als jetzt.

*) doch, natürlich könnten wir, aber bedarf dann eines gewissen "Fuhrparks", der ihm nunmal nicht zur Verfügung steht.

Ich denke, trotz aller Imperfektionen, kann er damit erstmal arbeiten :cool:

Grüße,
Okke
 

Oliver_Schulz

Mitglied
Hallo zusammen,

also ich habe jetzt mal die weniger "invasive" Methode ausprobiert und 3 Langmuttern á 3cm dazwischen gebaut und entsprechend längere Druckschrauben besorgt. Das Ergebnis ist vielversprechend! Es scheint auch recht stabil zu sein. ICh habe das System neu justiert und den Laser angelassen, während ich das Rohr in den Schellen gedreht habe. Da hat sich nicht viel getan. Ich hätte erwartet, dass sich der Laserpunkt bewegt, wenn der HS hinten "herumschwimmen" würde.
Jetzt war ich gerade auf dem Balkon und habe das ganze fotografisch ausprobiert und siehe da: Ich komme mit der Kamera in den Fokus!!! Es sind sogar noch etwas über einem Zentimeter Fokusweg übrig, so dass ich überlegen könnte, statt den 3cm-Langmuttern auf 2cm herunter zu gehen. Z.B. wegen der Ausleuchtung, was Sven angesprochen hatte.
Daher mal an Sven die Frage, würde das Zurücksetzen um 1cm die Ausleuchtung merklich verbessern?

Viele Grüße
Oliver
 

Oliver_Schulz

Mitglied
Hallo Okke,

ja, das verbuche ich tatsächlich erstmal als Erfolg. Es scheint überraschenderweise stabiler zu sein, als ich es mir am Anfang vorstellen konnte.
Klar, die Justierstabilität muss sich jetzt erstmal über eine ganze Fotosession zeigen. Aber ich bin zuversichtlich. Und es hat halt tatsächlich den Charme, dass ich, sollte ich mal wirklich auf Astrokameras umsteigen, die ja erheblich weniger Auflagemaß haben, das Ganze wieder zurückbauen kann.
Also nochmal ganz herzlichen Dank für eure Beiträge!

Viele Grüße
Oliver
 

Sven_Wienstein

Mitglied
Hallo Oliver,

wenn Du 1cm Fokusweg sparst, dann sparst Du auch 1cm/5=2mm Fangspiegeldurchmesser bzw. gewinnst grob in der Gegend an Ausleuchtung. Aber andererseits sollte man auch immer etwas Reserve lassen für irgendwelche Adaptionen oder Veränderungen.

Clear Skies
Sven
 
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