Vögel im Garten 2018

#1
Hallo,

der Winter war (und ist) grau und düster und wenig photogen.
Vor ein paar Tagen war das Licht ebenfalls recht schwierig, trotzdem waren die Belichtungszeiten durch Schneereflexion brauchbar.
Die Stare sitzen schon in den Startlöchern und halten sich u.a. mit Futtergaben über Wasser. Die Bruthöhlen sind schon ausgeräumt.
Hier die Ergebnisse.

Für Vollansicht rechte Maus und Grafik anzeigen.












Grüße
Torsten
 
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#2
Ja, die gefiederten Freunde sind ganz dankbar zur Zeit.
Hier versammelten sich ein Schwarm Kernbeißer, ein Grünfink und ein Bergfink zum gemeinsamen fressen.
Der Holzpfosten gehört zum Vogelhaus. Da gibt's dann Meisen, Dompfaffe und den Buntspecht.
Ist schon schön zu beobachten :smiley47:

Grüße,
Christian
 

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#3
Sehr hübsch, die Kernbeißer! Vor ein paar Jahren hatten wir mal Seidenschwänze.

Bei uns tauchen jetzt auch die unterschiedlichsten Vögel auf. Bisher waren es "nur" Blaumeisen, Feldsperlinge, Buntspecht und Amseln. Seit ein paar Tagen auch Rotkehlchen, Buchfinken, Stare, Heckenbraunelle, Nonnen(Mönchs?)meisen. Mal sehen, wer noch alles so vorbeischaut...

Thomas
 
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#4
Hi Thorsten,

wieder tolle Bilder! Sag mal, machst Du auch Ganzjahresfütterung? Ich überleg mir das, weil es immer mehr empfohlen wird, wegen des Insektensterbens, dass soll ja dramatisch sein...

Gruss von Anette
 
#5
Hallo Anette,

da gibt es ein tolles Buch von Peter Berthold und Gabriele Mohr "Vögel füttern, aber richtig".

Falls noch nicht bekannt, sehr informativ auch zur Ganzjahresfütterung.

Gruß
Wilfried
 
#6
Hallo Anette,

ich fütter die Wildvögel schon seit Jahren das ganze Jahr über. Man könnte meinen, dass der Futterbedarf im Winter besonders groß ist. Nach meiner Erfahrung ist der Besuch während der Brutzeit (zeitiges Frühjahr bis Mitte Sommer) am größten. 6 Meisenknödel und diverse Körner und Ednussbruch noch dazu werden dann täglich verbraucht. Eine benachbarte Wasserstelle wird auch rege zum Trinken und Baden genutzt. Ich kann die Ganzjahresfütterung empfehlen, wenn man das Geld fürs Futter übrig hat.

Gruß
Bocian
 
#7
Hallo liebe Stern- und Vogelfreunde,

zur Ganzjahresfütterung der Vögel hier mal ein Auszug aus einem Bericht des "NABU":

[i]„Sommerfutterstellen sind ideale Ausbreitungszentren für Salmonellen, Trichomonaden und weitere Krankheitskeime.“ Nicht nur deswegen rät die Biologin zum Verzicht auf Vogelfütterung im Sommer. „Der Gedanke, den Vögeln nur durch das Anbieten von Körnerfutter zu helfen, greift zu kurz. Zunächst einmal sind sehr viele Gartenvögel Insektenfresser. Zaunkönig, Rotkehlchen, Gartenrotschwanz, Heckenbraunelle und Grasmücken benötigen Insekten als Nahrung. Aber auch Meisen und Amseln füttern die Brut mit Würmern und Blattläusen.“

Im Übrigen brauchen Vögel mehr als nur einen gefüllten Futternapf. Sie möchten im Laub scharren, trockene Hälmchen für den Nestbau suchen, sie brauchen Sandbäder, Sitzwarten und Gebüsche als Versammlungs-, Schlaf- oder Nistplatz. Wer den Vögeln helfen will, sollte ihnen deshalb vielfältige Strukturen im Garten anbieten, Staudenbeete, die Insekten anziehen, heimische Beerensträucher, Reisighaufen und liegengelassenes Laub. Wer Wasser im Garten anbieten möchte, sollte dies an verschiedenen, wechselnden Stellen tun, damit sich in der Tränke keine Krankheitserreger anreichern können."

[/i]
Ich will hier jetzt keine Diskussion über den Sinn der Vogelfütterung lostreten, über die genau so kontrovers diskutiert wird wie über die Frage:" Linsen- oder Spiegelteleskop?". Sich darüber Gedanken machen sollte man aber schon.

Gruss aus Schleswig-Holstein,
Wolfgang.

 
#8
Zitat von ThN:
Mal sehen, wer noch alles so vorbeischaut...
Heute zeigten sich zum ersten Mal wieder Kohlmeisen an den Meisenknödeln. Den ganzen Winter über kamen nur Blaumeisen.

Zum Füttern: Das sind jetzt die letzten Meisenknödel, die wir an unserer Pergola hängen haben. Wir haben sehr viele Bäume, Büsche, Gestrüpp und Laub auf dem Grundstück und später kommen dann auch Zaunkönige, Schwanzmeisen, Goldhähnchen, Laubsänger, Grasmücken hinzu. D.h.: Die sollten bei uns eigentlich genügend Insekten finden.

Thomas
 
#9
Wir wohnen in einem Neubaugebiet. Dieser Winter war der erste, wo wir das erste mal wirklich viele Vögel hatten: Feld- und Haussperling, Kohlmeise, Amsel, Rotkehlchen und sogar ein Schwarm Wacholderdrosseln. Da das Futter bei uns in den Sträuchern vor dem Küchenfenster hängt, ist es immer schön, bei einer Tasse Kaffee die gefiederten Freunde zu beobachten.

 
#11
Moin Antette!

> Die NABU ist ernst zu nehmen.

Der NABU hatte letzten Sommer sogar davor gewarnt Vogetränken aufzustellen, weil sich darüber auch so ein übler Vogelkeim verbreitet. Als ich dann Fotos von befallenen Tieren gesehen hatte, baute ich unsere Tränke auch lieber schnell ab.
Man fragt sich wirklich bald, wie und ob man den Tieren mit Zusatzangeboten (Futter / Wasser) in der Stadt überhaupt noch einen Gefallen tut.
Auf er anderen Seite liest man immer öfter von einem gehörigen Singvogelschwund in unseren Städten... Es bleibt schwierig.
 
#12
hallo,

das Thema Ganzjahresfütterung ist kontrovers. Da unsere lieben Bauern aber derart massiv und industriell effektive Chemie in die Gegend verspritzen, gibt es leider nur mehr einen Bruchteil so viel Insekten wie früher bei uns. Vielleicht 1/10tel. Sieht man an der Windschutzscheibe, wenn man mit früher vergleicht. Da tut Ausgleich mit Bedacht sehr wohl not.

Wasser ist vor allem bei Trockenheit wichtig. Vor ein paar Jahren hatten wir zB einen so trockenen Sommer, an dessen Ende war es so still, es fiel richtrig auf dass es keine Vögel mehr gab. Da kann man schon was Gutes tun.

lg Tommy
 
#13
Da muß ich Dir zustimmen Tommy! Sehr kontrovers. Bei uns im Wiener Becken haben wir oft heftig trockene Föhnwinde und dann die Krowotenwinde und dann die Steppenwinde aus Ungarn und überhaupt von allen Richtungen, sobald ein Sonnenstrahl rauskommt. Im Sommer ist hier die Erde betonhart und reist auf an manchen Stellen, ohne Wässern (Grundwasser-Gottseidank) geht gar nichts.

Wenn ich da sehe, wie dankbar die Vögel eine Tränke, die ich jeden Tag frisch befülle annehmen, ist´s eine solche Freude. Vielleicht geht´s ja gut, wenn man den Tränkeplatz peinlich sauber hält? Dann halt kein Bad, wo sich alle drin tummeln, aber eine Tränke, die jeden Tag gereinigt und neu befüllt wird. Mir würde es doch sehr nahe gehen, da nun nichts mehr anzubieten....eine knallharte Entscheidung muß ich sagen. Doch wenn die sich da alle infizieren und deswegen eingehen ..... zum zerreißen!!!!

ganz verwirrte Grüsse von Anette
 
#14
Hallo,

vielleicht ist dieser Link interessant bzw. hilfreich bei der Entscheidung (eine Gegenüberstellung der Argumente von Prof. Berthold und dem NABU):

https://www.robert-c-klotz.de/ratgeber/vogelfuetterung/ganzjahresfuetterung/


...Festhalten lässt sich zudem abschließend, dass, wenn man den wissenschaftlichen Studien aus England Glauben schenkt, man zumindest mit einer artgerechten(!) Fütterung nichts falsch machen kann. Wie immer gilt: Gut informiert zu sein, ist schon die halbe Miete!
 
#16
Schön! "Unser" Buntspecht hat gerade die letzten Krümel vom letzten Meisenknödel weggepickt. Ein ziemlich brutaler ;) Kerl. Nahm niemals Rücksicht darauf, ob ein Knödel besetzt war oder nicht und ließ sich auch nicht im mindesten von protestierenden und Scheinangriffe fliegenden Blaumeisen stören. Außerdem ist er der Sachbeschädigung an einer hölzernen Gartentür schuldig: die tönte beim trommeln aber auch wirklich zu schön...

Thomas

P.S. Ich werde, solange es so kühl bleibt, wohl doch noch Trauben-Müsli verstreuen. Das ist sehr beliebt bei den meisten Vögeln.
 
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#17
Hallo in die Runde,

Ja, die bekommen nun im Frühjahr von mir nichts mehr, vor allem weil sie in den Futterbehältern noch Reste haben, die kein Vogel mehr anrührt. Sie waren im Tiefwinter auf diesen Saat-Körner Mix so versessen, dass ich jede Woche ein Kilo nachschütten musste, nun rührt den Rest keiner mehr an, also war es das auch für mich, die Natur hat entschieden, das ist auch für mich nun eine Erleichterung. Mit dem ersten Schneefall gehts dann wieder los.

Danke für all die interessanten Informationen und Gruss von Anette
 
#18
Hallo,

vielen Dank für Euren Input in diesem Beitrag. Die Frage nach der Ganzjahresfütterung hatte ich eigentlich schon mal im letztjährigen Beitrag erwartet.

Zitat von Anette_Aslan:
...
Sag mal, machst Du auch Ganzjahresfütterung? ...
...
Die Frage hat mich in der Vergangenheit auch immer wieder beschäftigt, und ich habe mich seit letztem Jahr dafür entschieden eine längerfristige Fütterung zu beginnen.
Die Antwort ist also ja, wobei ich über die Brutzeit mit dem Füttern aussetze.
In den Bildern ist die Art der Fütterung mit Hilfe von Silos deutlich zu sehen. Dies wurde empfohlen, um die Infektionsgefahr zu minimieren (im Vergleich zu Schalen- oder Häuschenfütterung). Leider ist es so, dass sehr oft das Futer aus dem Silo gezogen und einfach fallen gelassen wird. Die Arten, die ausschließlich am Boden suchen erhalten so auch ihr Futter. Das Problem des Kots im bzw. in der Nähe des Futters ist dabei aber vermutlich auch nicht vollständig gebannt.
Angesprochen wurden Maßnahmen zum Lebensraumangebot. Diesbezüglich kann ich nur sagen, dass wir neben eines eingeschränkt gemähten Rasens (bei uns fährt kein Mähroboter durch den Garten), um das gesamte 1000-m^2-Grundstück herum eine Mischhecke haben (Buche, Nadelbäume, Weißdorn, Kornelkirsche, Haselnuss etc.). Fast die gesamte Ortsumgebung und auch das Ortsinnere sind industriell, landwirtschaftlich genutze Rasen- und Ackerflächen (Milchwirtschaft).
Leider merkt man den Schwund an Artenvielfalt deutlich. Die Feldsperlinge sind mittlerweile häufiger vertreten als die Haussperlinge. Ein Insektenfresser wie die Heckenbraunelle ist bei uns praktisch verschwunden und nur noch auf dem Durchzug beobachtbar. Andererseits brüten Grünspechte seit etwa 5 Jahren regelmäßig und sind entsprechend häufig zu hören und zu sehen. Die Population anderer weitverbreiteter Arten wie Blau- und Kohlmeise, Grün- und Buchfinken, Staren, Amseln, Singdrosseln, Misteldrosseln, etc. scheint stabil zu sein. Dies gilt auch für Rotkehlchen, Mönchsgrasmücken, Goldammern um noch ein paar Arten zu nennen, die ich regelmäßig beobachten kann.

Abschließend noch ein paar Fotos aus dem Gartenteich, von meinen Lieblingswespen und von einem Schwarzstorch, den ich auf Hinweis meiner Frau erwischen konnte.

Bilder in Originalgröße, Rechtsklick - Grafik anzeigen.

Gelbrandkäfer-Paar:





















Meine Lieblingswespen haben auch wieder ihren Hauptunterschlupf bezogen:












Schwarzstorch Überflug:








Viele Grüße
Torsten
 
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#19
Hallo Torsten,

prima (Astro-)Fotos :applaus:. Bitte aber die Wespenbilder löschen, es juckt und krabbelt schon überall bei mir... :D
Kleiner Scherz, gelungene Bilder. Mit welcher Software hast du gestackt und hattest du auch Darks angefertigt :totlach2:

Viele Grüße

Stefan

 
#21
Hallo Stefan

danke Dir für Deine Rückmeldung!

Zitat von Quasaro:
...
...
Bitte aber die Wespenbilder löschen, es juckt und krabbelt schon überall bei mir... :D
Kleiner Scherz, gelungene Bilder. Mit welcher Software hast du gestackt und hattest du auch Darks angefertigt :totlach2:
...
Die Wespen sind meine absoluten Lieblinge. Die dürfen bei uns auf der Terrasse in einem Unterstand, der ursprünglich für unseren Gasgrill gebaut worden war, nisten. Wenn die Tomaten dann draußen stehen, holen sie sich von dort die Raupen, die die Pflanzen anfressen wollen, als Futter für die Brut.
Ich habe tatsächlich Flats für die Storchenbilder erstellt, da das Objektiv der Bridge-Kamera, mit der die Fotos entstanden sind, bei der längsten Brennweite vignettiert. ;)

Viele Grüße
Torsten

 
#23
Re: Positionspapier LBV Vogelfütterung

Hallo,

als Ergänzung zur Diskussion oben; der LBV hat im Zuge ihrer Aktion "Stunde der Gartenvögel PLUS" vom 10.-13.Mai 2018 ( http://stunde-der-gartenvoegel.lbv.de/?utm_source=CleverReach&utm_medium=email&utm_campaign=NL+April+2018&utm_content=Mailing_7065775) eine Infomail versandt, in derer Einleitung es heißt:

"Vögel füttern im Frühling und Sommer - ja oder nein? Nach der Auswertung aller Daten sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass nichts gegen eine Ganzjahresfütterung bei Vögeln spricht. Zwar ist das Füttern kein Ersatz für einen naturnahen Garten und es hilft keinen seltenen Arten, aber es schadet ihnen auch nicht."

Ein Link zum Thema Vögel füttern und zum LBV-Positionspapier Vogelfütterung hier: https://www.lbv.de/ratgeber/lebensraum-garten/voegel-fuettern/?utm_source=CleverReach&utm_medium=email&utm_campaign=NL+April+2018&utm_content=Mailing_7065775


Viele Grüße
Torsten
 
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#24
Hallo

Im Garten hat man immer leben um sich, oh Insekten beisende Saugende Stechende, Käfer einige Eklig, Würmer igitt, viele Spinen bää igitt, alles Tot machen.

Aber bitte nicht die vielen Insekten, allerlei Getier gehört zum Lebenskreis lauf um uns herum, es ist schön etwas summen hören egal ob eine Biene, Wespe, Hornisse,
Käfer Würmer Ameisen sind für die Arbeit in der Erde,
Spinen für Schädlinge Fliege und andere.

Im Garten Gibt es auch...... Die Blüten so Violet, die Stängel Grün in Grün, der Geschmack so Würzig, verwendbar in der Küche.

Manfred
 

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#26
Liebe Gartenfreunde,

da habt ihr aber den Schnittlauch lange stehen lassen! Wer verwendet den nun noch in der Küche? Oder wollt ihr Samen ziehen?

Gruss von Anette
 

Neustes Astronomie Foto

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