Was bringt ein Vorverstärker beim Meteor Scattering auf 143 MHz? | Seite 2 | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie
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    Vielen Dank für Euer Verständnis
    Euer Moderatorenteam

Was bringt ein Vorverstärker beim Meteor Scattering auf 143 MHz?

Wilm-52

Mitglied
Okke,
wenn der Input vom Vv offen ist, ist der Schirm auch schwarz, zumindest fast, s. Anhang.
Alpha =Input offen, SULNA ein
Beta=Input offen, SULNA aus
Gamma= Antenne angeschlossen, SULNA ein, normaler Betrieb

Wenn also deine Antenne kaputt wäre, erklärt das, warum du keinen Unterschied siehst, egal ob mit oder ohne Vv.
Viele Grüße und gute Nacht,
Wilhelm
 

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eberhard_ehret

Mitglied
Moin,
mal ein kleiner Praxistest von mir:

Ich habe meine 8 Element Yagi für UKW in Richtung GRAVES gedreht. Daran ist ja mein VV für
Amateurfunk (144-146 MHz).
Siehe das Ergebnis: Unten ohne, oben mit VV:
1626012678378.png

Nachteil:
Wenn ich den VV abschalte ist der SDR-STick "tot....ich muss den USB-Stecker am Läppi ziehen und wieder neu einstecken. Dann tut der SDR-STick wieder.
Fazit: Meine 4 Element Yagi, fest Richtung GRAVES montiert, ohne VV, bringt die besseren Ergebnisse.
Das ist aber nur auf mein Equipment bezogen.
LG Eberhard
 

Okke_Dillen

Mitglied
Moin,

es gibt neue Erkenntnisse und einen Laborleiter, den ich wegen Mißachtung der Kausalität rausgeschmissen hab! :devilish: Ich rief ihm noch hinterher "wenn es ein Phänomen gibt, gibt es auch eine Ursache dafür!!" :geek: 🤣

Der VV ist wieder dran und liefert etwa das, was du oben zeigst, Wilhelm. Allerdings gibt es Sprünge im Bereich um 6dB, in denen das Signal plötzlich abfällt und kurz darauf wieder ansteigt. Übergangslos. Ich vermute einen Wackler in der Antenne.
Wenn also deine Antenne kaputt wäre, erklärt das, warum du keinen Unterschied siehst, egal ob mit oder ohne Vv.
Möglicherweise hattest du hier den richtigen Riecher. Ich versuche den Kasten des Dipols zu öffnen und mal nachzusehen, was da drin los ist. Irgendwo gibt es definitiv einen Wackler! Weder im Kabel, SDR, VV, Adapter. Ich konnte ihn gestern auch beobachten, ganz ohne daß der VV eingeschleift war! :oops:

Heut Abend mehr...

VG Okke
 

Okke_Dillen

Mitglied
Moin,

nachdem ich den VV am 11. um die Mittagszeit wieder angeklemmt hatte mit der ursprünglichen Bekabelung, war das Signal plötzlich stärker! 5..6dB mehr. Noisefloor und Signal :oops:
Warum? o_O
Was ist anders? Um 1500-2500 Events täglich statt nur 300-500, aber nach wie vor ein gleichgroßes Verhältnis von Echte/Schrapp um 10%. Als Kurve sieht das recht anschaulich so aus:

Tagesform_Juli_21_2.jpg
der Sprung ab dem 11. ist unübersehbar. Es gibt zwar auch einen Aktivitätszuwachs, aber das allein isses nicht, sonst wäre der Pseudo-Anteil geringer.

In dieser Darstellung isses nochma feiner aufgelöst, stündlich ab 1. bis 13. Juli 21:

Monatsform_täglich_1-13_Juli_2021.jpg
jede graue Säule ist (etwa) die Hellphase am Tag, also 1.7. bis 13.7., leider will mir noch kein Trick für die Doppelbeschriftung einer Achse einfallen... :whistle:

Ich knöpf mir jetzt mal den Dipol der Yagi vor, irgendwo muß ein Grund sein.
So sieht das verdächtige Gebahren aus:

event_20210711_100847_291_SW_sprung.jpgevent_20210711_112301_145_SW_denk_nach.jpg
hell: soll, dunkel: dropout.

Das würde bedeuten, daß die Anlage bis vor wenigen Tagen fast dauerhaft im Dropped-Zustand war, hmmm... :unsure:

Bis Dipol... Okke
 

Wilm-52

Mitglied
Okke, zur Fehlersuche empfiehlt es sich vielleicht einen konstanten Träger zu nehmen. Neben der GRAVES Frequenz sehe ich einen bei 143.0532 MHz, s. Anhang. Auf Camras ist (jetzt) auch einer bei ~143.06 MHz.
Mit einem konstanten (schwachen) Träger kannst du auch untersuchen, was der Vv bringt. Ich mache das auch noch, aber heute nicht mehr.
Viele Grüße und gute Nacht,
Wilhelm
 

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Wilm-52

Mitglied
Hallo Okke,
bist du schon weitergekommen?
Einen funktionierenden Dipol kann man auch selber basteln: Einfach 2 ca. 50 cm lange Drähte je an die Seele und an die Abschirmung des Koaxkabels löten. Bei meiner 2 m Antenne ist der Gesamtdiopl 108 cm lang.

Ich habe jetzt erst gesehen, dass du im non dropped Modus ein periodisches Signal genau auf der GRAVES Frequenz hast. Bei Thomas und Eberhard ist es auch in den letzten Posts zu sehen. Es ist vermutlich der GRAVES Sender direkt. Das ist nicht weiter schlimm, treibt aber deine Zahlen in die Höhe.

Nachtrag:
Okke, kann man auch zwei SDR Geräte am einem PC mit Spectrum Lab betreiben?
Viele Grüße,
Wilhelm
 
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Hendi*

Mitglied
Hi Okke,

möglich, das das gute Stück seine Energie - den Teil, der nicht in Wärme geht - auf anderen Frequenzen (ggf. selbstschwingend) verbreitet, woraufhin der RTLSDR die Waffen streckt (Übersteuerung oder so) und für 143 MHz sowieso nichts mehr übrig ist? Vorselektion hat er ja immerhin. Kannst Du den Summen-Ausgangspegel messen (Evtl. geht das mit Satfinder, obwohl die für höhere Frequenzbereiche sind) ? Einmal mit Antenne, einmal mit Dummyload am Eingang? So dumm es klingt, mit (TV-)Dämpfungsglied Eingangsseitig und/oder Ausgangsseitig probieren?

Gruß
Hendrik
 

Wilm-52

Mitglied
Hendrik, danke für deinen Tipp.

Hier ist ein Log von gestern 19 Uhr UTC bis heute 18 Uhr UTC. Die Störungen sind verschwunden!
In diesem Lauf hatte ich eine Rundstrahlantenne und eine Richtantenne je mit einem Vorverstärker versehen und dann über einen Splitter zusammengeschaltet. Die Frage ist, ob das überhaupt etwas bringt oder ob sich die Signale vielleicht teilweise sogar auslöschen. Um das zu überprüfen, logge ich als nächstes die Summe der beiden Antennen und die Richtantenne alleine.
Werde Euch berichten.
Viele Grüße,
Wilhelm
 

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eberhard_ehret

Mitglied
Moin Wilhelm,
Im Funk gilt: Je höher die Frequenz, desto wichtiger ist die gleiche Polarisationsebene zwischen Sende- und Empfangsantenne.
Eine horizontal ausgerichtete Yagi empfängt bevorzugt horizontal polarisiert abgestrahlte Wellen. Eine vertikal aufgestellte Rundstrahlantenne
naturgemäß die vertikal abgestrahlten Wellen. Bei hohen Frequenzen (ab 70 cm) kann es sogar passieren, dass unterschiedliche Polarisationsebenen der Antennen bei Senden und Empfang keinen Empfang ergeben.
Daher gibt es im AFu ab 144 MHz sog. "Kreuzyagis", d.h. hier werden jeweils eine horizontal und eine vertikal zusammengeschaltete Antenne über eine
Anpassleitung miteinander verbunden. Damit kann man nun beide Polarisationsebenen empfangen bzw. damit senden und erhält eine "zirkulare" Polarisation. Insbes. beim Satellitenfunkverkehr werden diese Antenne gerne verwendet.


Ich habe noch nicht recherchiert, in welcher Polarisationsebene ein verdampfender Meteorit "sendet". Ich gehe davon aus, dass das in beiden Ebenen erfolgt -
auch durch die atmosph. Schichten bedingt. Auch wäre wichtig zu wissen, in welcher Ebene GRAVES sendet. Die Empfangsantennen der GRAVES-Stationen
sehen aber stark nach "Rundstahler", also vertikal polarisiert aus.

Dass sich Empfangssignale bei gleichzeitig horizontalem und vertikalem Empfangs auslöschen, halte ich nur bei einer Konstellation (theoretisch) möglich:
Die beiden Signale kommen leicht zeitversetzt an. Sprich: Das Sinus-Wellenmaximum z.B. an der horizontalen Antenne trifft gleichzeitig mit einem (leicht zeitversetzen) Minimum an der vertikalen Antennen ein. In der Addition ergibt das dann "NULL".

Bin mal gespannt, was Dein Experiment für Resultate ergibt.

LG Eberhard
 

Wilm-52

Mitglied
Hallo Eberhard,
danke für deine ausführlichen Erklärungen.
Ja, du hast Recht: Das Addieren funktioniert so nicht.
Gestern hatte ich eine vertikal polarisierte Discone und eine horizontal polarisierte Yagi zusammengeschaltet. Gestern Abend war an dem Testaufbau zu sehen, dass das Summensignal teilweise kleiner ist als nur das Signal der Richtantenne. Ich habe „Phasenleitungen“ (2 x einen halben Meter BNC-Kabel) dazwischengeschaltet, aber ohne Erfolg. Zusätzlich ergaben sich durch die Verschaltung Störungen, vermutlich Erdschleifen, so dass ich für die Nacht wieder auf die Discone zurückgebaut habe. Wie unten an dem Plots von gestern und heute zu sehen ist, wurden mit der Discone alleine mehr Signale eingesammelt als gestern mit der Parallelschaltung. (Von der Auswertesoftware entsteht gerade eine neue Version.)
Nun probiere ich noch mal eine Parallelschaltung mit der Kreuzyagi und der Discone. Das kann aber etwas dauern. Im Moment steht die Kreuzyagi in der Ecke, weil an deren optimalen Position zur Zeit die 6m-Moxon montiert ist…
Viele Grüße,
Wilhelm
 

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Hendi*

Mitglied
Hallo alle,
unabhängig davon in welcher Polarisation Graves sendet - nach der Atmosphäre und dem Sternschnüppsche ist vermutlich wie bei allen Streuungen oder Reflexionen und Mehrwegeausbreitung nicht mehr viel davon übrig, bzw. kann mir vorstellen das es sich sogar zeitlich verändert während des einzelnen Echos.

Nach der reinen (vereinfachten) Lehre ist bei 90° verdrehten Antennen mit linearer Polarisation nix mehr übrig, in der Praxis hab ich so um die 20 dB Absenkung gesehen bei meinen Spielereien. Zirkular polarisierte mit linear polarisieren Antennen gemischt ergeben einen zusätzlichen Verlust von 3 dB, aber da ist es wiederum egal welcher Winkel eingenommen wird.

Und dann ist da noch die Tatsache, das eine vertikale Antenne hoch über einer Kugeloberfläche von der Seite aus betrachtet durchaus auch horizontal liegend erscheinen kann, ich erinnere an das leichte Verdrehen von LNBs beim Satellitenfernsehen.. Standortabhängig.

Experimentieren!

Bei der Zusammenschaltung von Rundtrahlern mit Richtantennen kann alles passieren denke ich. Das erwünschte Gewinn in der Richtung besonders hoch, fieser Fächer der schwer nachzuvollziehen ist oder sogar besonders schlechter Empfang in Richtantennenrichtung.

Viele Grüße,
Hendrik
 

Wilm-52

Mitglied
Vielen Dank für Eure Kommentare.

Das Addieren der Hochfrequenz habe ich aufgegeben. Ich logge nun zu interessanten Zeiten separat, s. Anhang.
Die Richtantenne liefert natürlich mehr Echos als die Rundstrahlantenne, aber es gibt auch Signale, die nur auf der Rundstrahlantenne zu sehen sind oder dort größer sind als auf der Richtantenne. Zwei Beispiele sind angehängt. (XY = Kreuzyagi, Dis = Discone = Rundstrahlantenne)
Viele Grüße,
Wilhelm
 

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eberhard_ehret

Mitglied
Hallo Wilhelm,
es soll schon Leute gegeben haben, die beim Versuch, den Weg der Hochfrequenz und das Verhalten von Antennen genau zu beschreiben,
nach der Rückkehr aus dem Sanatorium mit Briefmarkensammeln angefangen haben.:LOL:
Nur ein Beispiel: Heute Morgen sind auf 21 MHz Stationen aus Indonesien mit starken Werten bei mir angekommen.
Ich konnte funken wie ich wollte, meine Signale kamen in Indonesien nicht an.
"Einbahnfunkverkehr".
LG Eberhard
 

Hendi*

Mitglied
Hallo Wilhelm,
es soll schon Leute gegeben haben, die beim Versuch, den Weg der Hochfrequenz und das Verhalten von Antennen genau zu beschreiben,
nach der Rückkehr aus dem Sanatorium mit Briefmarkensammeln angefangen haben.:LOL:
Nur ein Beispiel: Heute Morgen sind auf 21 MHz Stationen aus Indonesien mit starken Werten bei mir angekommen.
Ich konnte funken wie ich wollte, meine Signale kamen in Indonesien nicht an.
"Einbahnfunkverkehr".
LG Eberhard
Das könnte aber an den Ohren oder Empfängern in Indonesien gelegen haben...
 
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