Was ist euer Antrieb? | Astronomie.de - Der Treffpunkt fĂŒr Astronomie

Was ist euer Antrieb?

Biancchen

Mitglied
Hallo liebe Astrofreunde! 🙃

Ich bin neu hier, gerade dabei meine ersten Erfahrungen und EindrĂŒcke zu sammeln.

Fotos und Forschungsergebnisse von und ĂŒber Planeten, Mond, Sonne, Galaxien u.a. gibt es ja genug. Aber ich finde es spannend und reizvoll, den Himmel mit eigenen Augen und Mitteln zu erkunden und natĂŒrlich das technische Interesse zum Thema Teleskopie.

Warum betreibt ihr dieses Hobby? Was treibt euch an? Und vor allem was treibt euch an, die selben Himmelskörper immer wieder zu betrachten? Mal ganz blöd gesagt: Reicht es nicht aus, wenn man Jupiter, Saturn, Sternenhaufen.... einmal sieht, weil die sich eh kaum verÀndern?

Bitte steinigt mich nicht! Ich hab wirklich erst diesen Monat mit meinem Einsteigerteleskop begonnen. Damit ist natĂŒrlich nicht viel möglich und trotzdem schaue ich mir, wenn es passt, die helle Scheibe mit seinen 4 Punkten immer wieder an. Und trotzdem schaue ich immer wieder zum Saturn in der Hoffnung, die Ringe heute ein StĂŒck weit besser zu erkennen.

Mich interessiert einfach nur, was euch so antreibt und fasziniert an eurem Hobby. :-D
 

Foxi

Mitglied
Mich fasziniert mehr die ganze Technik drum rum, nicht bloß Himmelsobjekte
sondern Kameras,Software,Bildverarbeitung ,Teleskopsteuerung usw........
 

Maddin75

Mitglied
Hallo Biancchen

Visuell:
Also selber einen fremden, "ausserirdischen" Himmelskörper mit eigenen Augen betrachten, empfinde ich immer noch als ein sehr erhabendes Erlebnis. Dies vor allem dann wenn man sich bewusst macht, was man da sieht, die gross es ist und wie viel Zeit vergangen ist, bis diese Photonen zu uns gelangen. Es stellt sich fast so etwas wie ein Overview-Effekt ein (s. auch pale blue dot).

Als ich Jupiter das erste Mal mit eigenen Augen sah, haute es mich fast um. Als ich kĂŒrzlich mit einer grösseren Optik Saturn mit vielen Details sah (*rĂ€usper*), ging es mir wieder so wie damals. Diese persönliche Empfindung, das Erleben fremder Welten wird nicht so rasch nachlassen :)

Astrofotographie (AP):
Dieses Jahr habe ich erste Schritte mit der AP gewagt. Ich finde es faszinierend, Dinge die da sind, sichtbar zu machen. Die dabei entstehenden Bilder gefallen mir und - wenn selber erstellt - ist es DEIN Bild, nicht irgendwas aus dem Internet. Das Beherrschen der Technik ist - naja - sagen wir es so: Es bereitet mir zu Beginn noch Befriedigung wenn etwas klappt und es ist erleichternd zu wissen, dass man nicht viel Kohle in den Sand gesetzt hat. Irgendwann dĂŒrfte dies aber nachlassen. Dann dĂŒrfte es um die Jagd nach coolen Bildern gehen.

CS Martin
 
Hallo,

im Alter von 12 Jahren ging es bei mir richtig los. Ich spielte mit dem 7x50mm Zeiss Feldstecher der Tante herum, den sie bei uns vergessen hatte. Ein großer, gelber Vollmond stand ĂŒber den benachbarten HausdĂ€chern und ich nutzte die Gelegenheit. Das war der Moment, in dem ich den Verstand verlor - ich sah eine andere Welt, mit wirklichen Landschaften, zum Greifen nahe und doch so fern fĂŒr mein Torpedo-Dreigangfahrrad. Seit dieser Zeit bin ich, bis heute, dem Monde verfallen und liebe visuelle MondspaziergĂ€nge ĂŒber alles Andere in der Astronomie.

Nun ja, was soll ich sagen, schon war ich in der RĂŒstungsspirale gefangen. Ich wollte mehr sehen von dieser fremden Welt! Beim folgenden Geburtstag wĂŒnschte ich mir dann aus dem Neckermann-Katalog ein 30x30mm Piratenfernrohr. Mann, man sah Krater, Berge, Maria etc. auf dem Mond. Meine Klassenkameraden waren leider nicht zu begeistern.

GrĂŒĂŸe, Gerd
 

Astro5

Mitglied
Ich bin Technikfreak. Ich habe mit Fotografie und der Technik dazu viel experimentiert. Fasziniert hat mich auch schon immer der Sternenhimmel. Also wollte ich beides machen. Hab mit einem Celestron 127 Slt angefangen und mir eine Astrokamera dazu geholt. Jetzt spiele ich damit rum und versuche, die technischen Möglichkeiten zu erkunden. Meine Familie im weitlÀufigsten Kreis freut sich, wenn ich immer mal per Whatsapp so was wie M51 zeige. Und ich bin stolz, wenn mir ein Bild halbwegs gelingt. Egal, ob es bessere Fotos von allem schon gibt. Es gibt auch Bilder vom Himalaya und trotzdem wollen viele da rauf. Ich denke, das Selbermachen ist Antrieb. Und als Technikfreak habe ich auch schon nach dem EvScope und dem Stellina geschaut. Aber: Seit ich ein Teleskop habe (Anfang Juni) hatte ich vielleicht erst 7 oder 8 Mal richtig klaren Himmel. Da ist mir das Geld (noch) zu schade. Obwohl ich zugeben muss, dass ich mittlerweile wohl auch schon 2000 EUR versenkt habe.
MfG
JĂŒrgen
 

LuisCypher

Mitglied
Hallo Bianca(?),


ich fĂŒr meinen Teil bin ja auch noch recht neu im Hobby und nach knapp einem halben Jahr immer noch total fasziniert von jeder Beobachtung.

Martin hat viele Punkte angesprochen, die ich sofort unterschreibe. Vom "Wow" was es alles zu sehen gibt beim ersten Blick durch ein Fernglas, ĂŒber den Gedanke wie lang die Photon unterwegs sind, bis hin zum Erlebnis diese Teilchen selbst auf "Film" zu bannen.
Eine ganz persönliche Note hat die Astrofotographie fĂŒr mich, bietet sie mir als Zellhaufen, dem es an Talent und KreativitĂ€t mangelt, doch die Möglichkeit mit Hilfe der Physik und Technik etwas schönes zu schaffen.

Dieses Hobby hat so viele Facette, dass es wahrscheinlich nie langweilig wird.

Außerdem verĂ€ndern sich manch Objekte regelmĂ€ĂŸig oder ĂŒberraschend.
Der Mond obwohl immer der gleiche, zeigt jedes Nacht ein anderes Bild und alleine mit seiner Erforschung, kann der geneigte Hobbyastronom Jahre verbringen.
Es ist also mit nichten immer das selbe am Himmel zu sehen.

Oder nimm solch seltene Ereignisse wie den Kometen C/2020 F3 und schaue dir die Bilder und Posts dazu allein in diesem Forum an. Ein Ereignis mit dem niemand von uns im MÀrz diesen Jahres gerechnet hÀtte, erzeugt so viele Emotionen und Begeisterung.

FĂŒr mich ist es aktuell all das und noch viel mehr, was mich antreibt abends draußen zu sitzen, zu basteln, zu beobachten, zu fluchen, zu grinsen, auf den Knie zu rutschen und mir die FĂŒĂŸe zu verkĂŒhlen.... oder einfach die Nacht und Stille zu genießen.

Oder wenn ich es in zwei Worte verpacken mĂŒsste, wĂ€ren es Ehrfurcht und Demut vor dem was ich dort oben sehe.

Gruß
Andreas
 

Amenhotep

Mitglied
Hallo,

tja, warum tut man das, was man tut? FĂŒr mich ist es eine Mischung aus TechnikaffinitĂ€t und Entdeckergeist. Wobei letztere sich um das selber entdecken (im Sinne von sehen) dreht. Der technische Teil ist dann das wie bzw. was. Was kann ich mit meinen Mitteln sehen?

Gruß
Thomas
 

maximilian

Mitglied
Hallo!

Sammelwut und missionarischer Eifer :) Erstere verleitet mich dazu, immer wieder Geld fĂŒr astrononomische GerĂ€tschaften auszugeben, die dann leider viel zu selten zum Einsatz kommen. Denn die Zeit, die mir mein Leben fĂŒr die Astronomie lĂ€sst, geht grĂ¶ĂŸtenteils fĂŒr Öffentlichkeitsarbeit an der Volkssternwarte drauf (VortrĂ€ge, SternfĂŒhrungen, SonnenfĂŒhrungen).

GrĂŒĂŸe
Maximilian
 

Biancchen

Mitglied
Wow, das ging ja schnell und sogar gleich zahlreiche Antworten. :D

Ist schon interessant, welche unterschiedlichen und doch Ă€hnlichen BeweggrĂŒnde euch dazu veranlassen, hunderte bis tausende an Euros "in den Himmel zu werfen". ;)

Vom Overview-Effekt habe ich noch nie was gehört, Maddin75. Das ist wohl genau das, nur in Worte gefasst, was mich dabei auch begleitet. Der Jupiter sieht von uns aus soooo klein und bedeutungslos aus - um ein Vielfaches kleiner als meine Tasse Kaffee - dabei ist es eher umgekehrt: wir wÀren nicht einmal ein Staubkorn auf dem Jupiter. Und auch die Erkenntnis, dass es eben doch mehr gibt als den Radius, in dem wir uns bewegen. Selbst im VerhÀltnis zum Erdplaneten ist er winzig und im VerhÀltnis zum Universum erst..... Das ist das, was ich nicht verstehen und greifen kann: wie klein und unbedeutend wir eigentlich sind....

Ein was wird uns Hobby-Astronomen tatsĂ€chlich selbst mit dem grĂ¶ĂŸten Teleskop und besten Okularen verwehrt bleiben: den Blick auf unsere Erde.
Es sei denn wir kratzen unser Kleingekd zusammen und fliegen zum Mond. ;)

Und was mich auch fasziniert, ist, dass man mit einfachsten Mitteln so weit und viel sehen kann. Dann erscheint alles andere total unwichtig. Und dass man mit eigenen Mitteln und aus eigenen KrÀften so viel erforschen kann, ohne da jemals hinzukommen. Das ist schon der Widerspruch an sich.

Ich stehe dann immer "vor" der hellen Scheibe mit den 4 Punkten und denke mir "Wow, das kleine bisschen ist so weit weg und so viel grĂ¶ĂŸer als wir und die Monde haben sich tatsĂ€chlich bewegt."
Ich habe mich wie ein Tier gefreut, als ich die Ringe des Saturns erahnen konnte bzw. mir einbildete, sie ganz leicht zu sehen. Wie faszinierend muss das erst bei grĂ¶ĂŸeren Teleskopen sein!?

Und auch der Mond: Den fande ich bisher total uninteressant und gar langweilig. Ist halt der Mond.... Aber schon ein Blick durch das Fernglas lÀsst ihn - nicht nur visuell - plötzlich mit ganz anderen Augen sehen. Der Kollege hat ja Charakter und Geschichte.... ;)

Und ja, Bianca. ;-)

Viele GrĂŒĂŸe und CS
Biancchen
 

Pitufito

Mitglied
Hallo Biancchen

Bei mir hat das auch sehr frĂŒh angefangen, ich war acht und holte mir BĂŒcher aus der Bibliothek, war speziell begeistert bei der ganzen Raketen von den Amerikanern, die z.B. Saturn V. War eifrig schon klein am stöbern und mein Vater damals hatte mir ein richtig gutes Teil zum Geburtstag geschenkt, klein aber fein. Damals vor vierzig Jahren war ich da schon am Mond gucken. Und die Technik von diesen Glasdinger mit Prismen haben mich noch mehr gereizt, da war was magisches drin bei mir mit Prismen die Licht in Regenbogenfarben machen können. Ich war der jenige der alles auseinander genommen hat, und noch Physik und Elektronik eifrig am studieren war, und hatte eine irrsinge Menge Streichholzkisten aufeinander geklebt mit den elektronischen Komponenten.
Na mit 11 kriegten meine Eltern die Klappe nicht mehr zu wo de kleine Bub den Fernseher repariert hatte.
Hatte da auch mehr GlĂŒck als verstand, um das mal nebenbei zu sagen.

Heute, der Mond wird mir niemals langweilig, zusammen mit dem Seeing gibts da immer was neues was man besser sehen kann. Dann gibts da noch ne Sache am Mond die Liberation heisst, guck dir das mal an.

Saturns Cassini Teilung musste ich erstmal Jahre warten bevor ich die richtig sehen konnte. Und muss dir leider sagen das bei so Planetensachen man auch das geeignete Teleskop braucht. Bitte Seeing und AtmosphÀrische generelle Konditionen sicher nicht dabei vergessen, hÀngt auch sehr viel von deinem Standort aus, in welcher Richtung du guckst durch dein Fernrohr, und was eventuell in der Richtung in der Luft unten am Boden ist, viel Licht, aufsteigende warme Luft... . Von Jahr zu Jahr wirst da rausfinden das die Ringe da ein bischen anders stehen, das sieht man in der Regel relativ schnell mit geigneten Instrument wird einfacher.

Mars heute sehr frĂŒh am Morgen sah auch klasse aus, da war was richtig zu sehen, und wĂŒnschte mir meine andere
Montierung fĂŒr den nur allein mitgebracht zu haben um da mal ne Serie Videos zu drehen um danach ein nettes Bild im PC zu machen, das wĂ€re auch die ideale Sache gewesen um da mal ein Programm das hier jemand gemacht der im Forum mitmacht und mal richtig schön auszuprobieren.

Gestern hatte ich eine mittelmĂ€ssige Prognose hier bei mir zum Thema Seeing, es war aber kein Wind, es war nicht zu warm in der Nacht, und auch nicht zu kalt, sowas mittendrin und mich frĂ€sten die MĂŒcken auf. Und hatte sehr gutes Seeing oben am Zenith, nahm mal gleich wieder das Double Double unter die Lupe in Lyra, ach du dickes Ei, ein Hauch von einem Beugungsring momentan unter dem einen horizontal liegenden, und konnte die vier Sternchen so gut wie selten zuvor sehen. Uff was fĂŒr eine gute Nacht, auch manchmal ein dĂŒnner Dunst in grosser Höhe da mal langsam sich bewegt hat, Ohh das sieht gut aus!

Dabei bin ich gestern Nacht noch mehr als ne gute Stunde bei den Cepheiden gewesen, da gings erstmal bei dem M103 ran, dem wollte ich das letzt Mögliche winzig kleinste Sternchen rausholen. Und habe es getan, hab zwei drei mal Okulare gewechselt bis ich dann mit einem meiner Augen gut adaptiert hatte und richtig sehen konnte, das ging ne Weile aber hat mich unmengen Begeistert was man mit den Augen sehen kann.
Und fragte mich auch mal, wie hat das der Charles Messier damals gemacht um das alles aufzufinden? was der am beobachten und studieren war!!! um so was zu finden(und er hatte sicher kein Internet), und heutzutage sitz ich hier mit nem modernen GerÀt, und wenn ich das allein hÀtte finden sollen brÀucht ich locker mal nen Jahrzehnt!, Und wer weiss ob ich da jemals gefunden hÀtte.

Na ging auch mal ne Quickie bei der M31 Andromeda rĂŒber, wahr erschreckt wie gross das Ding ist, konnte sehr feinen Kontrast rund um der rum sehen ohne grossartige Details, und war wieder mal platt das wir unseren Nachbarn so relativ nahe haben.
Na selbstverstÀndlich musste auch mal mit meinen Augen nur hoch an den Himmel gehen um unsere eigene Heimatsgalaxie zu vergleichen, wo wir auf unserem winzigen blauen Planeten leben.

Keiner wird dich hier steinigen hier, ganz im Gegenteil, alle Beobachten hier auf die eine oder andere Weise, und jeder weiß das man sehr viel zu lernen hat, und die Begeisterung steigt StĂŒck fĂŒr StĂŒck mit sehr viel Geduld und Zeit.
Und die Erfahrung und Kentnisse kommen nicht von heute auf morgen. Und es gibt immer wieder "up" und "downs" bei deinem Weg in der Astronomie.

Instantane Ereignisse hast du sehr oft das Jahr durch mit den "Sternschnuppen", gestern warens auch ein par bei mir, ich guck sehr oft nach oben, auch ohne GerÀt, wo auch immer ich bin. Sehr oft auch wird mal nachgeguckt welcher Satellite jetzt da durch das Blickfeld gegangen ist. Bin immer informiert wenn da mal ein irdisches Objekt durch den Mond oder der Sonne geht, ACHTUNG NICHT AUF DIE SONNE ANPEILEN MIT DEM TELESKOP ALLEIN, DU ERBLINDEST SOFORT, informiere dich beim Fachmann wie das geht, guck auch mal bei Baader rein. Im Moment ist nicht viel bei der Sonne los, im Moment! Das geht da sehr langsam, im 11Jahre Tackt.
Na wenn der Mond mal ein Stern verdeckt, oder er im wieder abdeckt, das sind auch so Sachen die bei mir verfolgt werden, Internet ist Klasse dafĂŒr. Und im deutschen Sprachraum gibt es da sehr viel zu bieten!
Oh und es gibt noch viel mehr, kannst das ganze mal verfolgen wie eigentliches alles erstanden ist, das ist ein Dickes Thema, es Unmengen von BĂŒchern und auch so manch ein interessanter Dokumentarfilm darĂŒber ĂŒber der CERN mit seinen Wissenschaftlern gibt. Das hat mich auch umgehauen, vom Wissen wie vom menschlichen her, das die das packen.
Alles was mit der Optik zutun hat, da gibt es viel interessantes zum studieren, und bei mir auch zu bauen um Tests zu machen. Das lasst mich auch nicht mehr los.
Bei mir gibt es so viel das ich nicht mal lang genug lebe um da ĂŒberall mal richtig rein zu gehen.
Auch so ne Sache die sehr ansteckend bei mir ist die ganze Teilchenphysik.
Andere sehr langanhaltende Krankheit von der ich nie mehr loskomme, ist meine "Refraktoritis".

Mit einem freundlichen Gruss,
Martin
 

Ollie

Mitglied
Nimm ein Blatt Papier. Nimm einen Bleistift. Richte die Optik auf einen Planeten oder auf interessante Objekte (bei Nacht!). Setz Dich bequem in einen Stuhl. Zieh Dich warm und gemĂŒtlich an. Trink einen heissen Tee.

Und schaue. Und atme. Und schaue. Und male. Und schaue. Und lerne: das, was Du siehst, war gestern da. Und wird morgen da sein. Wiege Dich in der Unendlichkeit. Nichts geht verloren. Zeit ist hier nicht wichtig. Ewigkeit. Das Gegenteil von Eile.

Gerade heutzutage so wichtig.
 

AstroCarsten

Mitglied
Hallo,

ich habe mich als Kind schon immer fĂŒr den Sternenhimmel interessiert. Lange bevor es die ersten Foren gab, habe ich mir BĂŒcher ĂŒber Astronomie gekauft und mit bloßem Auge den Himmel beobachtet. Jahre spĂ€ter kam das erste Teleskop und ich bin Mitglied einer Sternwarte geworden. So ist Eins zum Anderen gekommen und ich bin dem Hobby bis heute treu geblieben.

Gruß

Carsten
 

Christian_P

Mitglied
Hallo zusammen

Reicht es nicht aus, wenn man Jupiter, Saturn, Sternenhaufen.... einmal sieht, weil die sich eh kaum verÀndern?
Die sichtbaren VerĂ€nderungen sind ja gerade das interessante. :) Die MarsoberflĂ€che im Wandel der Rotation des Mars um seine Rotationsachse, das Spiel der Jupitermonde und ihre Schatten auf der OberflĂ€che, die Phasen der inneren Planeten und vieles mehr. Auch im Bereich Deep Sky hat man nicht immer dieselben Bedingungen und es bietet sich eine große Vielfalt der Objekte, die man erstmal abarbeiten muss.

Es ist eine Mischung aus Liebhaberei und systematischen Projekten, die die praktische Astronomie so interessant macht. Dazu kommt fĂŒr mich auch noch die Teleskop-Optik in Theorie und Praxis oder das Basteln und Verbessern an Teleskopen. Also man kann sich schon eine Weile sehr vielfĂ€ltig beschĂ€ftigen. ;)

GrĂŒĂŸe
Christian
 

Achim22051

Mitglied
Wenn ich eine ferne Galaxie im Okular habe, stelle ich mir vor, dass von dort aus auch jemand gerade unsere Milchstraße betrachtet. Wir können uns sehen, aber niemals erreichen....
Gruß Achim
 

Miquel Prado

Mitglied
Hallo Bianchen (?)
- Vor allem das besondere GefĂŒhl unter einem wunderschönen Sternenhimmel. Planeten, Sternhaufen, Galaxien, die Milchstrasse. Man fĂŒhlt eine gewisse Verbundenheit mit Gott so alleine da draussen.
Man muss ein paar mal rausfahren um es zu verstehen.

- zu einem kleinen Teil wĂŒrde ich auch die Technik zĂ€hlen. Ich meine das Ganze ist kompliziert genug. Umso grösser die Freude wenn man damit umgehen kann :) Ja es gibt immer wieder auch Probleme, aber wenn man so weit gekommen ist, dann will man auch weiter.

CS
 
Zuletzt bearbeitet:

raziel28

Mitglied
Hallo Bianca.

also bei mir ist es wohl ebenfalls die tiefe Faszination an der Erhabenheit, die ein Nachthimmel auf mich ausĂŒbt und, sehe mich als Wanderer auf den Spuren der großen Entdecker. Technik... joa, soweit diese denn nötig ist um ĂŒberhaupt etwas am Himmel zu sehen, aber mit High-Tech habe ich es da nicht so, damit habe ich von berufswegen schon den ganzen Tag zu tun und brauche das in der Nacht unter den Sternen bewusst nicht, also kein Goto, keine NachfĂŒhrung, keine Sensoren außer meinen Augen. Mit dem Dobson unterwegs ist es auch ein gewisses Jagdfieber, die Objekte am Himmel zu finden, ganz klar. Diese Haltung und Vorgehen hat also im Grunde wenig wissenschaftliches, was meine Mitmenschen nicht immer so ganz begreifen ;)
 

Biancchen

Mitglied
Wow, so viele unterschiedliche Motivationen fĂŒr das selbe Ziel. 🙃

Gestern Abend habe ich mit meinem FirstScope ein Krater-Trio aus der Beschreibung entdeckt. Da habe ich mich schon mega gefreut. Man sieht Krater mit dem Ding und kann sie sogar benennen. :D

Und auf Jupiter habe ich noch einen Blick geworfen. Ja, so viel dazu, dass man ja immer das Gleiche sieht. Trotzdem guckt man es sich immer und wieder an. Und wenn es nur ein helles Scheibchen mit Punkten (diesmal "hingen" 3 davon rechts von der Scheibe).

Ich glaube, ich muss noch eine persönliche Motivation ergĂ€nzen. Ich finde es alleine schon spannend und faszinierend, die Objekte ĂŒberhaupt zu finden. Dann freue ich mich wie zu Ostern und ich bin sogar ein StĂŒck weit stolz auf mich. ;) Man erweitert damit nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes seinen Horizont! :cool:
 
Hallo,

Warum betreibt ihr dieses Hobby? Was treibt euch an?

manchmal habe ich "großes" Equipment im Einsatz, aber im Kern brauche ich einen guten Riesling und einfach den gestirnten Himmel ĂŒber mir - das ist mein Antrieb! ... und ich glaube, diese Grundfaszination fĂŒr das Universum ist bei allen Menschen verankert.

Liebe GrĂŒĂŸe

Christoph Lohuis

www.avgb.de (Sternwarte und Planetarium Neuenhaus)
 

DocHighCo

Mitglied
Gestern Abend habe ich mit meinem FirstScope ein Krater-Trio aus der Beschreibung entdeckt.

Hallo Bianca,

Du hast auch ein Firstscope? :oops:
Mann Ă€hh Frau, Du steigst aber gleich groß ein (Insider Joke - Firstscope vs. eVscope)
Das ist eine gute Frage, die Du stellst. Wie viele könnte ich auch schreiben, es ist das Interesse an der Technik und der Wissenschaft, der Spaß am Ausprobieren, das TĂŒfteln, das Optimieren an technischem GerĂ€t (ich mache hauptsĂ€chlich Astrofotos) die Faszination Planeten, Galaxien und andere Himmelsobjekten zu sehen bzw. selber aufzunehmen.
Aber wenn ich ehrlich bin, ist es nur die blanke Ehrfurcht vor etwas unfassbar Großem, wenn ich zwischendurch nach Oben sehe. Dann brauche ich, wie Christoph, die ganzen GerĂ€tschaften eigentlich nicht und genĂŒge mir kleinem Wurm selber unter der Unendlichkeit.

Gruß

Heiko
 

Biancchen

Mitglied
Ja, @DocHighCo, ich war mir such nicht sicher mit dem FirstScope. Aber wenn schon, denn schon.... ;)

Es war halt erstmal ein Teleskop, das gebraucht dazu noch sehr gĂŒnstig war. Also warum nicht!? So fĂŒr den Einstieg....

Ich wĂŒrde mir demnĂ€chst gerne ein paar Zeichnungen machen ĂŒber die Newtons:
mit verschiedenen Öffnungen und Brennweiten; vielleicht noch mit Okularen.
Einfach, um die Funktionsweise besser zu verstehen.

VG Bianca
 
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