was reizt Euch an EAA Setups mit kurzen Brennweiten?

VisuSCor

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Hallo,

Smartscope oder schnelle optische Systeme scheinen der Hype bei EAA zu sein. Aber alle diese Systeme haben kurze bis sehr kurze Brennweiten und sind damit für kleinere Objekte am Nachthimmel eigentlich nicht geeignet. Was reizt Euch also an diesen kurzen Brennweiten?

Ich habe dazu einen schönen Satz im amerikanischen Cloudy Nights Forum gelesen, der mich dazu brachte, diesen Thread zu starten:

"I’m bored of capturing the same couple dozen or so ‘showcase’ DSOs with a small aperture" übersetzt: Ich bin davon gelangweilt, immer dasselbe Dutzend von DSO Paradeobjekten mit einer kleinen Öffnung aufzunehmen.

Das ist genau der Grund, warum ich mein C8 liebe und, obwohl ich auch meinen Olifraktor mit 480 mm Brennweite und sogar einen SW Evoguide mit 242 mm Brennweite habe, nutze ich zu 95 % mein C8, weil es mir einfach mehr zeigt und mich näher an die Objekte heranbringt. Ich habe auch eine Liste mit 1200 potenziellen Objekten, die nach Sternbildern sortiert ist. Auch hier sind 95% aller Objekt tatsächlich am besten als EAA mit dem C8 zu beobachten. Diese Liste wurde aber nicht mit Blick auf das C8 erstellt, sondern sie enthält einfach alle Messier- und NGC-Objekte über 1" Winkelausdehnung und ein paar weiter Objekte wie Arp- oder HGC-Gruppen, Planetarische Nebel und ähnliches.

Ich weiß, dass viele von Euch Teleskope mit kürzeren Brennweiten nutzen und diese auch noch mit Reducern "schneller" machen.

Deshalb meine Frage: Welche Objekte beobachtet Ihr und was reizt Euch an diesen kurzen Brennweiten? Speziell auch bei Smartscopes.

CS.Oli
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Oli,

da stellst Du eine interessante Frage :y:.

:unsure:
ich denke seit geraumer Zeit auch darüber nach mir etwas kurzbrennweitiges anzuschaffen. So um die 400 bis 500mm.
Für mich wäre da einfach das größere Feld, das man abdecken kann, dass ansprechende.
Weitfeld halt, das zentrale Objekt mit was drumherum. Das hat mich schon im rein visuellen angesprochen. Dieses "Weite".

Planetarische Nebel, oder eben das ganze andere Kleingefusel ;), sind damit natürlich nicht so der Knaller, da ziehe ich auch meinen C8 vor, den ich ja auch noch mit Reducer variieren kann.
Mein Hauptsächliches Teleskop ist ja der 150/750 PDS Newton, so ein Zwischenteil halt :D.
Für mich ein akzeptabler Kompromiss. Zumal mit meiner (neuen ;)) svBony 705c (IMX585).
Wenn ich da an mein Bild (erste Gehversuche mit dem IMX585) "NGC6047 und Umgebung" (EAA allgemeine Bilder) denke hat das schon was.
Aber wenn man dann näher ran will, Details und so, OK nicht grad das optimale Objekt dafür, dann müsste halt der C8 her.

Mal wieder die Frage, was will/kann ich erreichen mit meinem vorhandenen Equipment.
Ich persönlich kann mir nicht für jede Objektgruppe, oder was mich zu einem bestimmten Zeitpunkt interessiert, das passende Equipment (Kamera u. Teleskop) anschaffen.

Ich finde beides hat was :D.

🖖 live long and prosper
 
Hallo Oli,
sehr kurze Brennweiten und sind damit für kleinere Objekte am Nachthimmel eigentlich nicht geeignet. Was reizt Euch also an diesen kurzen Brennweiten?
ich wechsele je nach beobachten Objekt zwischen
  • Newton Skywatcher 200PDS 1.000 mm | f/5
  • Newton Skywatcher 200PDS mit 1,5x Barlow 1.500 mm | f/7,5
  • Newton Skywatcher Quattro 150P mit Reducer 504 mm | f/3,4
Mir gefällt aber immer besonders zum eigentlichen Objekt auch das umliegende Feld, da sich darin viele weitere interessante Objekte befinden.

20220420_HR_NGC3184_01.jpg


Die Größe des Feldes wird aber nicht nur durch die Brennweite beeinflusst, sondern auch durch den Kamera-Sensor. Zum Beispiel bei gleicher Pixelgröße, aber größerem Sensor erhält man mit dem gleichen Teleskop, identischer Brennweite z. B. 504 mm deutlich mehr Feld. Gutes Beispiel dazu ist die ASI533MC mit 3008 x 3008 Pixel, mit FOV (=Field of View) 1,24° x 1,24° im Vergleich zur ASI2600MC mit 6248 x 4176 Pixel und FOV 2,58° x 1,72° - beide mit 3,76 µm Pixel.

Da ich mir aber keinen Kilogramm-schweren Kamera-Klotz mit unnötiger Kühlung ans Teleskop schrauben will, bleibt mir dann nur die ASI294MC, die mit 4,6 µm Pixel und 4144 x 2822 Pixel ein ähnlich großes Feld 2,10° x 1,43° wie die ASI2600MC ablichtet. Damit geht dann gerade so M31 bei 504 mm Brennweite in der Diagonale auf den Sensor


Aber natürlich sind die kurzen Brennweiten eher was für großflächige Nebel als kleine Galaxien oder kleine Planetarische Nebel.

Z. B. für den Herznebel der auch nur so gerade auf den ASI29MC Sensor passt bei 504 mm Brennweite.


504 mm Brennweite / ASI294MC ideal auch für den Pelikan Nebel.


Der übliche Spruch ist wohl dazu: "Jedes Teleskop hat seinen Himmel!"

Servus - MünchenBeiHimmel - Ewald
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

Bei mir ist es eher ein gewisser Zwang. Zunächst fehlte mir die potente Montierung, außerdem bin ich auf Refraktoren eingeschossen, da ich die schöner finde und sie besser auf Reisen mitnehmen kann. Den 130 PDS hab ich wegen Nichtnutzung verkauft, ein Cx wäre mir zu groß. Dann kann ich halt nicht alles sinnvoll abbilden, es gibt aber genug anderes zu sehen. Bei Galaxien würde ich mir natürlich mehr Brennweite wünschen, aber da werde ich mal mit der Asi 715 experimentieren. Die könnte einiges an fehlender Brennweite ausgleichen. Für Nebel und große Felder, die ich auch sehr attraktiv finde, sind die kleinen Brennweiten natürlich ideal. Dazu kommt, dass meine Sessions selten länger als 3 Stunden dauern, eher weniger. Auch dafür sind schnelle Systeme besser. Insgesamt sehe ich mehr Vorteile als Nachteile. Aber das ist wie so oft Geschmacksache.

LG Olaf
 
Hi zusammen,
ich benutze auf mein C6 mit 1500mm Brennweite 2 Reducer .
Von Celestron den 0,63 Reducer für kleinere Objekte und den 0,33 Reducer von Optek.
Somit hab ich je nach Reducer eine Brennweite von 945mm oder 495mm.
Damit bin ich mit gleichen Teleskop ein wenig flexibel was die grösse der Objekte angeht.
Einstiger Nachteil des 0,33 Reducer ist das er grosse Sensoren nicht komplett ausleuchtet.
Der Sensor von der Atik Infinity leuchtet er gerade so aus.

Hab mir auch schon überlegt ein Evoguid noch auf mein C6 zu montieren für die Grosse Objekte oder halt Weitfeld aufnahmen.
Aber wie Ewald schon schreibt "jedes Teleskop/Setup hat sein Himmel"
Ich benutz meistens den 0,33 Reducer da er halt deutlich schneller ist und sehr viele Objekte damit machbar sind!!!
Wie Olaf mach ich meistens eine Session von ca 3h, und nehme mir pro Objekt ca 10-30min Zeit.

Es kommt halt auch darauf an für was für Objekte man sich Interessiert.
Mich Interesiern halt gerade Galaxien dafür benutze ich den 0,33 Reducer und meine 2 Kamera die 178MM ,die ein wenig kleineren Sensor hat als sie Infinity.
LG Doni
 
Ich muss mich über den Startpost doch etwas wundern, vermutlich nur, weil es ein spezielles EAA-Ding ist, wo man sich gerne einschränkt.
Ich mag Weitfeldaufnahmen mit praktisch allen sinnvollen Brennweiten. Hier können besonders richtig tiefe Aufnahmen faszinieren.
Schnelle Optiken haben zwar nicht nur Vorteile, aber das Objekt kann zum Teil deutlich schneller durchbelichtet sein.
Ich möchte wieder das Beispiel mit schnellen Kometen bringen, hier will man für ein gutes Ergebnis insgesamt eher 15 oder 20 Min.,
anstatt 60 Min. belichten
 
ich hab nicht das Gefühl, dass ich mich einschränke - immerhin habe ich drei Optiken mit 242 - 1450 mm Brennweite und 3 Kameras von 2,4 - 4,7 Micron Pixelgröße. Ich habe den Post auch deshalb gestartet, um Anregungen zu bekommen.

Weitfeld interessiert mich allerdings auch nicht so sehr.

Die Anmerkung von Ewald @MünchenBeiNacht, dass Du die Objekte gern im Umfeld aufnimmst, finde ich gut. Das ist eine gute Anregung und das habe ich in einigen Fällen auch schon gemacht. Aber letztendlich lande ich dann doch wieder beim C8 und konzentriere mich auf das Objekt an sich.

Mich Interesiern halt gerade Galaxien dafür benutze ich den 0,33 Reducer und meine 2 Kamera die 178MM ,die ein wenig kleineren Sensor hat als sie Infinity.

Das verstehe ich nicht! 99 % der Galaxien sind so klein, dass ich das C8 und die ASI178 nehmen könnte, um sie abzulichten. Mit der ASI 294 am reduzierten C8 bei 1450 mm Brennweite kriege ich alle Galaxien, ausser M31 ins Bildfeld. Wo liegt der Vorteil des 0,33 Reducers? Selbst mit dem C8 und einem 0,33 Reducer bist Du mit der ASI 178 MM als Gesamtsystem mit Kamera und Optik nicht schneller als ich mit dem C8 bei f/7.1 und der ASI 294, denn die ASI 294 hat doppelt so große Pixel wie die ASI 178 und sammelt deshalb doppelt so viel Licht in der gleichen Zeit.

CS.Oli
 
Das verstehe ich nicht! 99 % der Galaxien sind so klein
Hi Oli das stimmt aber es gibt doch genügende die in das Bildfeld von 51´ x 34´ gut passen.
hab ja in letzter Zeit einige gepostet!

Hab auch die Kombi 0,63 Reducer und 178MM auch schon probiert.
War aber irgendwie nix ,vieleicht waren auch die Bedienungen einfach schlecht.
Hab es aber auf jedenfall noch auf meiner todo liste, sollte ja eigentlich auch funktionieren.

Der 0,33 Reducer find ich geht halt sehr gut mit meinem C6 und den 2 Kameras
Bin jetzt auch nicht so bewandert in Pixelgrössen Auflössung etc. ,probier halt gerne bin da eher der praktiker.
Gruss Doni
 
...Hab auch die Kombi 0,63 Reducer und 178MM auch schon probiert.
War aber irgendwie nix ,vieleicht waren auch die Bedienungen einfach schlecht.
Hab es aber auf jedenfall noch auf meiner todo liste, sollte ja eigentlich auch funktionieren...
Zwar kein EAA, aber mein erster Versuch mit dem C9.25 und dem genannten Starizona Reducer ist eigentlich ebenfalls kläglich gescheitert.
Ist schon höchst beeindruckend, was da BlurXT aus dem Matsch und verzogenen Sternen noch alles rausholt. Aber das Ausgangsmaterial ist nicht gut genug.
Ich habe eher die Justage, als die Verkippung, im Verdacht. Das Teleskop wurde vor dem Versand eigentlich überprüft, naja die Justage hat den Versand eventuell
nicht schadlos überstanden. Zukünftig heißt nun justieren, Tubus gut isolieren und falls nötig einen OAZ besorgen.
Da lobe ich mir fast das HyperStar. Eine Reflexionsfläche mit spürbaren Verlusten weniger, und wenn der Hauptspiegel mit der Schmidtplatte nicht total daneben sind,
kümmert man sich "nur" um die Verkippung.
 
Hallo Oli,

bei mir fielen die folgenden Aspekte auf die Wahl eines Apochromaten mit kurzer Brennweite, den ich gerne für alle Objekte im DeepSky Bereich verwende.

1. Transportabilität - ich muss mein Setup immer auf- und abbauen. Der kleine Apo ist in einem Schwung schnell vor die Tür gestellt und einsatzbereit.

2. Das FOV ist durch die Verwendung einer Kamera mit größeren Sensor schon relativ groß. So kann in Verbindung mit der Alt/AZ Mount das Beobachtungsobjekt bei Bedarf durchaus länger belichtet werden. Der "störende" Einfluss der Bildfelddrehung auf das Beobachtungsobjekt wird hinausgezögert. Die schwarzen Ecken kann ich später bei Bedarf croppen und es bleibt dennoch genug vom Bild übrig.

3. Mit dem Abbildungsmaßstab bin ich leicht im undersampling. Der Einfluss von der Ungenauigkeit der Nachführung und vom Seeing ist somit geringer.

4. Aufgrund der örtlichen Situation (Steinboden, Hauswände, Dächer & Straßenlaternen) ist das Seeing der begrenzende Faktor. Mein FWHM Wert liegt meistens zwischen 3 und 4 Bogensekunden. Der kleine Apo hat mit dem großen 294imx Sensor einen Abbildungsmaßstab von 2.5"/Pixel und ist somit völlig ausreichend. Mehr Öffnung und Brennweite würden m. M. nach daher nur bedingt etwas bringen.

... summa summarum ...
Mich dünkt es aufgrund der vielen tollen Fotos von Setups mit großem Optiken und langen Brennweiten hier im Forum immer zum "kaufen wollen". Bisher konnte ich der Versuchung noch wiederstehen ;-) ...

Cheers
Andreas
 
Hi!

Bei mir sind es zwei Dinge...

Um in EAA reinzuschnuppern, wollte ich kein großes Geld investieren, also habe ich mir die billigste Farbkamera besorgt (SVBony 905C mit Winz-Chip) und mit vorhandenem Equipment kombiniert: VarioFinder 60/250, je nachdem auf der Star Adventurer oder Huckepack auf dem Teleskop montiert. Wenn der Sensor klein genug ist, braucht es keine große Brennweite, um die Objekte bildfüllend zu zeigen:cool:

Und im Verein habe ich dann ein ähnliches Setup (50/242 Evoguide + ASI120MC) aufgezogen, das huckepack auf dem stationären C14 sitzt und etwa das selbe Bildfeld zeigt wie das Übersichtsokular vom C14 – das ist schön geeignet, um den Unterschied zwischen Kamera und Okular zu zeigen, und die Auflösung passt auch zur Bildschirmauflösung, ohne das Bild kleinskalieren zu müssen :cool:

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Alex,

das mit dem günstigen Einstieg in EAA hatte ich mit der ASI120 MM (gebraucht) und einem 80/400 Achromaten auch probiert. Das ging bei mir ziemlich schief, weil ich SharpCap kaum dazu bringen konnte, die Aufnahmen überhaupt live zu stacken. Keine Ahnung was ich damals alles falsch gemacht hatte, jedenfalls fing EAA erst an Spaß zu machen, als ich meinen Olifraktor mit 80/480 Apo Objektiv gebastelt und eine ASI224 Kamera hatte.

Was ich damals zustande bekam, war schlechter als der visuelle Eindruck am Teleskop:

Hier M 65:

M65 80400ASI120MM_7frames_70s_resized.jpg


Damals dachte ich auch noch, dass ein "schnelleres" Teleskop einfacher für einen Einstieg wäre als das CPC800, dass ich ja schon hatte. Da habe ich extra eine eigene Halterung gebastelt, um den 80/ 400 auf das C8 zu schnallen:

setup 20200414_st80.jpg


Viel später hab ich dann kapiert, dass ich es mit einer etwas besseren Kamera und dem CPC viel eingacher gehabt hätte. Die ASI 224, zum Beispiel, hat mit dem CPC800 super funktioniert, auch wenn das Auffinden der Objekte durch den kleinen FOV manchmal etwas schwierig war.

CS.Oli
 
Hallo Andreas,

1. Transportabilität - ich muss mein Setup immer auf- und abbauen. Der kleine Apo ist in einem Schwung schnell vor die Tür gestellt und einsatzbereit.
das Problem habe ich auch, aber mit der iOptron HAE29 wiegt das gesamte Setup mit C8 nur etwa 12 kg und steht aufgebaut in meiner Wohnung. Das trage ich noch locker raus und ums Nachbarhaus, wo ich mich immer für EAA aufbaue.

Eigentlich müsste ich nach dem Kriterium den Olifraktor auf der HAE 29 lassen, dann wiegt das alles nur 8 kg. Aber das C8 ist mir einfach lieber.
4. Aufgrund der örtlichen Situation (Steinboden, Hauswände, Dächer & Straßenlaternen) ist das Seeing der begrenzende Faktor. Mein FWHM Wert liegt meistens zwischen 3 und 4 Bogensekunden. Der kleine Apo hat mit dem großen 294imx Sensor einen Abbildungsmaßstab von 2.5"/Pixel und ist somit völlig ausreichend. Mehr Öffnung und Brennweite würden m. M. nach daher nur bedingt etwas bringen.
Ja, so gesehen wäre auch der Olifraktor ausreichend, oder sogar das Evoguide mit einer ASI183. Aber in der Realität tue ich mich mit dem C8 wirklich viel leichter mit den kleinen Objekten am Himmel. Ich müsste mal einen direkten vergleich machen. Prinzipiell wäre der Olifraktor mit der ASI183 völlig ausreichend für meinen Himmel hier im Süden von Stuttgart. Aber ich denke die Öffnung des C8 hat durchaus Vorteile.

Interessant in dem Zusammenhang ist, dass eben die ASI178MM am C8 auch wunderbar funktioniert, obwohl sie mit 2.4 Micron Pixeln natürlich krass oversampled. Aber selbst mit kurzen Belichtungszeiten von 50 Frames x 8 s kam dabei dann sowas heraus - auch im Vergleich zu dem Beispiel meiner Anfänge aus meinem vorigen Post:

M 65 - 50 Frames x 8 s mit CPC800 und ASI178MM

M65 C8f6ASI178MM_50frames_400s_resized.jpg


Mich dünkt es aufgrund der vielen tollen Fotos von Setups mit großem Optiken und langen Brennweiten hier im Forum immer zum "kaufen wollen". Bisher konnte ich der Versuchung noch wiederstehen ;-) ...
ich leider nicht :unsure:

CS.Oli
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi!
M13.jpg

Das war glaube ich der erste M13 mit dem VarioFinder, wenn auch auf der GP-DX-Montierung huckepack, mit Sharpcap. Für EAA statt Astrofotografie (mit Nachbearbeitung für das perfekte Bild) und 60mm Öffnung bin ich nicht unzufrieden :)

Der Pferdekopfnebel hier war 15 Minuten mit dem VarioFinder und definitiv mit der SVBony, das schaffe ich visuell nicht:
Pferdekopfnebel-15Min-VarioFinder-SVBony.jpg


Beste Grüße,
Alex
 
...Ja, so gesehen wäre auch der Olifraktor ausreichend, oder sogar das Evoguide mit einer ASI183. Aber in der Realität tue ich mich mit dem C8 wirklich viel leichter mit den kleinen Objekten am Himmel. Ich müsste mal einen direkten vergleich machen. Prinzipiell wäre der Olifraktor mit der ASI183 völlig ausreichend für meinen Himmel hier im Süden von Stuttgart. Aber ich denke die Öffnung des C8 hat durchaus Vorteile...
Für kleine Objekte finde ich die 1450mm und 4,63µm Pixel (0,66"/Pixel) nahezu ideal.
Die Objekte habe eine ansprechende Größe und die Abtastung ist für gute Bedingungen noch als sinnvoll zu bezeichnen.
Deshalb hatte auch ich überlegt zum C9.25 mit Reducer, das fast die gleiche Brennweite ergibt, die ASI294 zu kaufen.

Beim Refraktor mit ASI183 kommt man auf 1,03"/Pixel. Als hätte man beim C8 mit ASI294 die Brennweite auf 930mm reduziert.
 
Für kleine Objekte finde ich die 1450mm und 4,63µm Pixel (0,66"/Pixel) nahezu ideal.
Die Objekte haben eine ansprechende Größe
genau darum geht es mir.

Aber ich möchte mit diesem Thread auch Anregungen für die Nutzung meiner anderen Teleskope sammeln, denn irgendwie ist es auch schade, dass ich die so wenig nutze. Besonders den Olifraktor, den ich doch so schön hingebastelt habe :D

Klar kenne ich die klassischen Weitfeld-Objekte aber das sind halt nur ein paar. Es gibt darüber hinaus ein paar Sachen, die ich durch Zufall entdeckt habe, zum Beispiel:

M20 und M21 mit dem Olifraktor und der ASI294

M20.M21 Olif6ASI294UVIR_36frames_288s_cropresized.jpg


oder auch M8 und M20

M8.M20 Olif6ASI294UVIR_25frames_200s_resized.jpg


Sowas geht halt mit dem C8 nicht mehr aufs Bild und sieht schön aus.

Vielleicht hat jemand auch ne Liste mit Anregungen für Weitfeld-Objekte speziell für EAA???

CS.Oli
 
Grundsätzlich haben wir in der Astrofotografie zum Glück z.B. einige tolle Nebel, von Dunkel- bis Emissionsnebeln.
Die Frage ist tatsächlich, welche bleiben noch für EAA übrig. Da hilft es wohl bei mehreren Kollegen wie @MünchenBeiNacht genauer nachzuschauen.
 
ja, bei Dunkelnebeln wir es mit EAA eher schwierig. Ich kann mich allerdings erinnern, dass wir bei Cloudy Nights in der Monatsliste mal einen dabei hatten, ich meine in der Nähe des Elefantenrüssel-Nebels und das ging ganz gut.

Ewand @MünchenBeiNacht belichtet halt doch deutlich länger, als ich das üblicherweise tue. Siehe mein Eingangspost - bei 10 Minuten Gesamtintegration ist bei mir in der Regel Schluß. Ausnahmsweise lasse ich ein Objekt auch mal ne halbe Stunde laufen. Aber 1,5 - 2 h wäre mir zu viel. Da würde ich dann eher zur richtigen Astrofotografie übergehen wollen, was mir aber wieder zu aufwendig ist.

CS.Oli
 
Hallo, ich versuche auch im Rahmen von EAA so lange wie möglich zu belichten. Ich mache meist nur ein Objekt am Abend, das dann aber für 1-2 Stunden. Ich will ja schon so viel wie möglich sehen und Nachbearbeitung mache ich auch, ohne aber stundenlang am Rechner zu sitzen. Die Übergänge zur „richtigen“ Astrofotografie sind halt fließend.

CS Olaf
 
Hallo zusammen,

Die Übergänge zur „richtigen“ Astrofotografie sind halt fließend.

das verstehe ich noch immer nicht an EAA... Diese fliessenden Übergänge...

Einerseits wird erwähnt, EAA ohne anschliessende Bearbeitung auszuführen, andererseits tauchen im hiesigen Forum durchaus gut durchgearbeitete 10-Minuten-EAA-Aufnahmen auf...

Wären meine 16x60-Sekunden-Belictungen mit 1370mm Brennweite noch EAA oder schon klassisch fotografiert? Je nach Bearbeitung?

Ich verstehe es noch nicht, möchte hier im EAA-Forum nur nachfragen...

Viele Grüsse

Markus
 
10 Minuten ist schon ziemlich kurz, hier wäre man mit dem C8 und Hyperstar klar im Vorteil.
Verglichen mit dem F6 Refraktor, bräuchte man mit dem Refraktor etwa 9x längere Gesamtbelichtungszeit.
Mit den Duo-Schmalbandfilter sind die ganz schnellen Optiken nicht ganz so effektiv.
Aber auch mit dem Hyperstar wären die 10 min. für einige Nebel bzw. sehr lichtschwache Objekte recht kurz,
dazu noch bräuchte man für manche Nebel einen möglichst wenig lichtverseuchten Himmel.
 
10 Minuten ist schon ziemlich kurz, hier wäre man mit dem C8 und Hyperstar klar im Vorteil.
Verglichen mit dem F6 Refraktor, bräuchte man mit dem Refraktor etwa 9x längere Gesamtbelichtungszeit.

Das stimmt so nicht! Irgendwo hier im Forum habe ich mal gelesen:

Öffnungsverhältnis mal 1,33 ergibt die Größe des zentralen Beugungsscheibchens in um, also ein linearer Zusammenhang.
Wenn nun also die Pixelgröße im selben Verhältnis zur Blende steht, hat man die selbe Belichtungszeit, da die Lichtmenge immernoch auf die selbe Pixelanzahl verteilt wird.


Eine schnelle Optik ist also nur dann schneller als einen langsame Optik (mit gleicher Öffnung), wenn ich sie auch mit der gleichen Kamera benutze. Dann bekomme ich aber auch eine geringere Auflösung. Vergleichen wir also mal mein C8 mit dem Starizona Corrector / Reducer mit einem RASA 800 und nehmen an wir wollen eine ähnliche Auflösung erreichen:

Ich hatte das gerade bei Cloudy Nights in einer Diskussion eingebracht, wo es um schnelle Optiken für EAA ging:

RASA 800 @ f/2 with ASI 183 (2.4 micron pixels) = 1.24 arcsec/px (image scale)
C8 @f/7.1 with ASI 294 Bin 2x2 (2x4.63=9.26 micron pixels) = 1.32 arcsec/px (image scale)

Ich nehme also das RASA 800 mit einer ASI 183, die kleine Pixel hat und komme auf eine Auflösung von 1,24 Bogensekunden pro Pixel. Das ist etwas besser als mein C8 mit der ASI294, wenn ich 2x2 bin einstelle. Damit simuliere ich eine Pixelgröße von 9,26 Micron, was in etwas 4 x so groß ist wie die Pixelgröße der ASI 183. Ich sammle also mit der Kamera 4x so viel Licht - der genaue Faktor ist 3,86 - und erreiche damit in etwa die gleiche Auflösung wie mit dem RASA800 und der ASI 183 bei 1x1 Binning.

Wenn also die Pixelgröße im selben Verhältnis zu Blende steht, kann ich meine f/7.1 (das ergibt der Reducer beim C8) durch 3,86 teilen und komme auf ein Äquivalent von "f/"1,84. Das heißt mein Gesamtsystem aus Kamera und Optik ist sogar etwas schneller als das RASA 800, allerdings bei etwas geringerer Auflösung.

Wichtig: diese Betrachtung gilt nur wenn ich zwei Optiken gleicher Öffnung vergleiche! Ich hätte natürlich auch eine Auflösung von 1"/px als ideale Auflösung nehmen und dazu zwei fiktive Kamersensoren berechnen können, aber ich wollte bewußt ein reales Beispiel geben.

Über diese Geschichte ist mir erstmal klar geworden, warum ich mit dem C8 so gut klar komme... ich hatte mich immer gewundert. Denn alle wollen ja eine möglichst schnelle Optik und ich hatte mich immer gewundert, warum das C8 bei mir für EAA so wunderbar funktionert.

Es gilt natürlich auch das was @-Aldebaran77- weiter oben gesagt hat: wenn die Bedingungen so schlecht sind, dass Du sowieso nur eine Auflösung von 3"/px erreichen kannst, dann kannst Du am RASA 800 auch starkes undersampling in Kauf nehmen, also eine Kamera mit großen Pixeln benutzen und bist dann tatsächlich schneller als ich mit dem C8 f/7.1.

Neben diesen theroretischen Berechnungen gibt es dann aber auch noch die praktischen Erfahrungen, wie oben in Post #13, wo ich das C8 mit dem Celestron Reducer und f/6.3 mit der ASI178MM benutzt habe, die ja auch 2,4 Micron Pixel hat und damit für EAA prima Ergebnisse erzielt hatte.

CS.Oli
 
Mensch Oli, jetzt hast Du so viel Text geschrieben :)
Ich hatte mich eigentlich nur auf die Teleskope konzentriert, als Kamera kann ja weiterhin die ASI294 verwendet werden. Für großflächigere Objekte hat sie auch den größeren Sensor. Fotografiert man mit kürzeren Brennweiten, steht die Auflösung nicht unbedingt im Mittelpunkt. Deshalb passt in diesem Fall die Kombination aus schneller Optik und eher größen Pixeln ganz gut, man möchte in einer kurzen Zeit möglichst viele Photonen sammeln. Falls Interesse besteht, kann ich Dir das Hyperstar im Laufe des Jahres für paar Monate ausleihen.
 
Hallo zusammen,



das verstehe ich noch immer nicht an EAA... Diese fliessenden Übergänge...

Einerseits wird erwähnt, EAA ohne anschliessende Bearbeitung auszuführen, andererseits tauchen im hiesigen Forum durchaus gut durchgearbeitete 10-Minuten-EAA-Aufnahmen auf...

Wären meine 16x60-Sekunden-Belictungen mit 1370mm Brennweite noch EAA oder schon klassisch fotografiert? Je nach Bearbeitung?

Ich verstehe es noch nicht, möchte hier im EAA-Forum nur nachfragen...

Viele Grüsse

Markus

Hallo Markus,

die Grenze zieht jeder für sich individuell, es gibt kein Regelwerk, auch wenn das wohl auf Cloudy Nights versucht wird, nach meiner Meinung vergeblich.

Für mich ist EAA auch nicht von der Belichtungszeit abhängig. Für mich zählt das Live-Erlebnis, also Live-Stacking und möglichst live beobachten. Leute, die ihr Equipment aufstellen, NINA starten und dann zu Bett gehen, machen kein EAA, selbst wenn sie nur 10 Minuten belichten würden. Das entscheidende Kriterium ist für mich der Livestack. Wenn ich hinterher die Einzelframes noch mal stacke, ist es klassische Astrofotografie, wenn ich den Livestack bearbeite, ist es immer noch EAA, aber dann halt optimiert.

LG Olaf
 
Vielleicht hat jemand auch ne Liste mit Anregungen für Weitfeld-Objekte speziell für EAA???
Die Frage ist tatsächlich, welche bleiben noch für EAA übrig.
... mir hat damals für die visuelle Beobachtung mit dem Dobson die folgende Nebelliste weitergeholfen. Diese ist zwar auf die Wirkungsweise von Nebelfiltern ausgelegt, aber man kann sich trotzdem daran orientieren. Ich finde die Liste recht praktisch, da neben der Größe auch die Flächenhelligkeit und Gesamthelligkeit angegeben wird. Da kann man sich also die größeren und hellen Objekte für EAA bei Bedarf raussuchen.


ja, bei Dunkelnebeln wir es mit EAA eher schwierig.
... ja bei Dunkelnebeln und Staubwolken wird es wirklich schwierig. Da muss man deutlich länger belichten und gute Beobachtungsbedingungen haben. Des Weiteren braucht es m. M. nach anschließend etwas an Bildbearbeitung um die Nebel sichtbar zu machen, aber ganz unmöglich ist es nicht.

Hier einmal ein Beispiel vom Irisnebel unter wirklich guten Bedingungen (30 Minuten Gesamtbelichtungszeit):
Stack_300frames_1800s.jpg

direkt aus SharpCap - man kann die Staubwolken schon erahnen

NGC7023_Stack_16bits_300frames_1800s.jpg

mit Bildbearbeitung nachgeholfen


..., aber mit der iOptron HAE29 wiegt das gesamte Setup mit C8 nur etwa 12 kg
Oli, steuerst du die Montierung über Windows via ASCOM oder "nur" über die Handsteuerung?


Cheers
Andreas
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Markus,
das verstehe ich noch immer nicht an EAA... Diese fliessenden Übergänge...
... das ist leider ein leidliches Thema und wurde schon oft kontrovers diskutiert. Jeder sieht es anders und hat seine eigene Definition. Ich halte mich aus den Diskussionen immer raus, weil es bisher immer Ergebnisoffen geblieben ist. Für mich zählt der Spaß am Live-Beobachten, fertig ... der Rest ist Ansichtssache.

Cheers
Andreas
 
Hallo Andreas,

danke für den Link. Schaue ich mir an, wenn ich wieder zuhause bin. Auch für die Tipps und die Bilder!

Ich nutze bisher nur die Handsteuerung der HAE29 und komme damit gut klar. Ich versuche das Setup so einfach wie möglich zu halten, damit ich wenig mit technischen (Konfigurations-) Problemen zu tun habe.

Das mit dem Postprocessing wird in Cloudy Nights inzwischen auch diskutiert, obwohl eigentlich tabu. Ich finde es gut, dass wir diese Einschränkung hier nicht machen, obwohl ich persönlich so gut wie kein Postprocessing mache. Auch darf jeder so lange belichten wie er will und sich trotzdem als EAAler fühlen.

Mensch Oli, jetzt hast Du so viel Text geschrieben :)
Haha... ja, Du hast Recht und ich war selbst etwas erschrocken, als ich den Beitrag abgeschickt hatte.

Falls Interesse besteht, kann ich Dir das Hyperstar im Laufe des Jahres für paar Monate ausleihen.

Danke das ist lieb aber ich verzichte! Ich hatte zwischendurch immer mal wieder überlegt, ein RASA 800 zu kaufen, aber das würde mir ja nix bringen, weil ich doch die Brennweite meines C8 brauche.

Ich bin mit meinem Setup im Moment sehr glücklich und froh, dass es problemlos funktioniert. Da will ich garnichts ändern und mir schon garnicht den Umbau auf Hyperstar antun!

Mit solchen Aktionen hatte ich mir das ganze Jahr 2022 komplett versaut, sodass ich da gerade mal auf 5 EAA Sessions im ganzen Jahr kam. Die Zeit für Experimente habe ich einfach nicht.

Das bestätigt auch einen Tipp, den mir Errol, der damalige Admin der EAA Sektion bei Cloudy Nights gab: schau immer, dass Du ein funktionierendes Setup für EAA parat hast. Daran halte ich mich in Zukunft!

Schönen Tag Euch!

CS.Oli
 
Hallo EAA-Freunde, hallo Olaf!

Hallo, ich versuche auch im Rahmen von EAA so lange wie möglich zu belichten. Ich mache meist nur ein Objekt am Abend, das dann aber für 1-2 Stunden. Ich will ja schon so viel wie möglich sehen und Nachbearbeitung mache ich auch, ohne aber stundenlang am Rechner zu sitzen. Die Übergänge zur „richtigen“ Astrofotografie sind halt fließend.

CS Olaf
Mein Credo! :cool:

Für mich trennt sich EAA und Astrofotografie eigentlich nur an zwei Punkten, wobei ich annehme und hoffe, dass Punkt 1 sich irgendwann erledigt haben wird, da es in Zukunft mit Sharpcap eine Lösung dafür geben könnte.
  1. Bei EAA kann man keine Aufnahmen mit S/W Kameras zusammen mit verschiedenen "Schmalbandfilter" oder auch einzelnen RGB-Filter "live-stacken". Es gehen nur reine Monochrom Stacks mit S/W-Kameras oder eben RGB Stacks mit Farb-Kameras.

  2. EAA Stacks entstehen während des "Live-Stackings". Es werden die Einzelaufnahmen eben nicht abgespeichert und nicht nachträglich "gestacked" bzw. zusammengerechnet wie bei der Astrofotografie. Böse könnte man es so formulieren, EAA-ler beobachteten ein DSO (=Deep Sky Object) am Monitor Ihres PCs/Laptops, Astrofotografen beobachten am Monitor Ihres PCs/Laptops wie der freie, verfügbare Platz auf der Festplatte schrumpft.

Ich sehe den Punkt zum nachträglichen Bearbeiten des Stacks ganz ähnlich wie Andreas, Oli und Olaf.

Ich halte mich aus den Diskussionen immer raus, weil es bisher immer Ergebnisoffen geblieben ist. Für mich zählt der Spaß am Live-Beobachten, fertig ... der Rest ist Ansichtssache.
Das mit dem Postprocessing wird in Cloudy Nights inzwischen auch diskutiert, obwohl eigentlich tabu. Ich finde es gut, dass wir diese Einschränkung hier nicht machen, obwohl ich persönlich so gut wie kein Postprocessing mache. Auch darf jeder so lange belichten wie er will und sich trotzdem als EAAler fühlen.
die Grenze zieht jeder für sich individuell, es gibt kein Regelwerk, auch wenn das wohl auf Cloudy Nights versucht wird, nach meiner Meinung vergeblich.

Mir hat es sich nie erschlossen, warum man die finale, abgespeicherte EAA-Stack Datei nicht nachträglich verbessern sollte oder dürfte. Ich rechne durchaus manchmal, wenn sie mich visuell stören, die Sterne kleiner. Dadurch tritt dann das eigentliche Objekt der Begierde meistens deutlicher hervor bzw. ist besser zu erkennen. Mich irritieren immer Wimmelbilder, bei denen man vor lauter Sternen das eigentlich Objekt nicht oder so gut wie gar nicht mehr erkennen kann. Ab und zu betone ich auch die Spikes an Sternen, weil es mir dann einfach besser gefällt. Todesstoß für Spike-Hasser! ;) Habe ich z.B. im folgenden Bild vom Iris-Nebel gemacht.

20230907_HR_NGC7023_01.jpg


bei Dunkelnebeln wir es mit EAA eher schwierig

Ich würde Dunkelnebel eher als herausfordernd definieren. Da hat Andreas @-Aldebaran77- schon recht. Beim Iris-Nebel mit Skywatcher Quattro (mit Reducer 504 mm f/3,4) und ASI294MC geht schon was. Und gerade bei so einem großflächigen Objekt hätte ich wenn möglich noch viel mehr "Universum" drum rum, also entweder noch kürzere Brennweite als die 504 mm bei mir oder doch einfach größeren Chip mit mehr Pixel. Um wieder zum Eingangspost von @VisuSCor zurück zu kommen.

Ich hatte mich eigentlich nur auf die Teleskope konzentriert, als Kamera kann ja weiterhin die ASI294 verwendet werden. Für großflächigere Objekte hat sie auch den größeren Sensor. Fotografiert man mit kürzeren Brennweiten, steht die Auflösung nicht unbedingt im Mittelpunkt.

Nur es gibt halt im Moment keine passendere ungekühlte Kamera am Markt für mich. Daher sehe ich es ganz ähnlich wie @MK2007 und bin mit der ASI294MC sehr zufrieden. Und ich bin froh zwei passende und gut funktionierende Teleskope zu haben und sehe keinen Grund, was zu ändern. Nur die Anzahl von klaren Nächten könnte besser sein! Aber das hat am allerwenigsten mit den Instrumenten zu tun.
Ich bin mit meinem Setup im Moment sehr glücklich und froh, dass es problemlos funktioniert. Da will ich garnichts ändern und mir schon garnicht den Umbau auf Hyperstar antun!
Fein! :y:


Servus MünchenBeiNacht - Ewald
 
Hallo Ewald,

danke für Deinen Beitrag!

Ich würde mir wünschen, dass ich beim Live-Stacking entscheiden kann, ob der letzte Frame jeweils übernommen oder ignoriert werden soll. Zum Beispiel wenn Satelliten durchs Bild fliegen. Da hatte ich bei meiner letzten Session etwas Probleme.

Sonst bleibt mit halt nur, den kompletten Stack zu speichern und im Nachhinein manuell aufzubereiten.

Die ASI294 ist, was Chipgröße und Pixelgröße angeht, die optimale Kamera für das C8, weil sie genau in den noch voll ausgeleuchteten Bereich der Optik - auch mit Reducer - passt. Da würde ich mir ein Nachfolgemodell ohne Ampglow wünschen.

Aber um tatsächlich zu meiner Ausgangsfrage zurückzukehren, würde ich mal in meinen Archiven stöbern und in einen separaten Thread schöne Weitfeldobjekte für EAA sammeln. Das dürfte auch für die Smartscope-Besitzer interessant sein, die nicht immer nur die Klassiker aufnehmen wollen.

Ich hoffe natürlich, dass da auch von Euch neue Anregungen kommen, die ich in meine ToDo-Liste für EAA übernehmen kann.

CS.Oli
 
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