Welchen Leuchtpunkt-Sucher könnt Ihr empfehlen?

DanielM

Mitglied
Hallo zusammen.

Ich habe da noch eine Frage: Welcher Leuchtpunktsucher, den man in einen normalen Sucherschuh (von Baader) stecken kann, taugt in der Praxis (bitte nicht "Telrad" sagen, um den geht es mir nicht ;))? Mich stört bei allem was ich so gesehen habe, dass die Scheibe, in der sich der Leuchtpunkt reflektiert, mehr oder weniger dunkel ist und man schwache Sterne gar nicht erkennt. Gerade wenn es bei Nacht am Himmel darum geht herauszufinden, ob man sich mit dem Teleskop in der Nähe eines bestimmten (schwachen) Stern als Ausgangspunkt für Starhopping befindet, dann wird es schwierig. Aber vielleicht kenne ich ja auch die richtig guten Varianten/Modelle nicht....:unsure:

Danke für einen guten Tipp!

VG und CS
Daniel
 

mettling

Mitglied
Hallo Daniel,

Ich habe zwei Baader Sky Surfer 2 im Einsatz und bin sehr zufrieden. Die aktuelle Version 3 kenne ich noch nicht aus eigener Erfahrung.

Bis dann:
Marcus
 

SkyBob

Mitglied
Hallo Daniel.

Zu den Skysurfern kann ich nichts sagen.
Ich habe mir damals 2 einfache RedDots aus dem Zielvisierbereich über Amazon bestellt,
da sie einigen der Leuchtpunktsuchern aus den Astro online shops sehr ähnelten, aber nur die hälfte gekostet haben.
Ob die aus den Astro Online shops andere Gläser (Scheiben) drin haben oder nur Umgelabelt sind weis ich nicht.

Ich habe ein mal einen Röhrenförmigen und ein mal diese Schuhform.
Vom Desing und der Form her, gefiel mir der Schuhartige Besser. Auch wegen der verschiedenen Fadenkreuze.
Von der Durchschicht her finde ich die Röhrenform aber besser.
Zum einen ist die Scheibe nicht so dunkel wie beim Schuh. Zum anderen zwingt einen die Röhrenform gerader durch zu schauen.
Auch wenn RedDots so konzipiert sind, das man leicht schräg durchschauen kann und man trotzdem richtig ausgerichtet ist,
darf man nicht vergessen, das sie ursprünglich aus dem Zielvisierbereich stammen und nicht auf astronomische Entfernungen
ausgelegt sind.
Das Manko bei der Röhre :
Sie wirkt klobig. Auch beim daran vorbei schauen zur orientierung.
Und die sie hat zwei Scheiben und die 2. Scheibe erzeugt in der Dunkelheit Geisterbilder vom Dot.
Dennoch benutze ich, aufgrund der geringeren Abdunklung die Röhre.
Evtl. kann ich die hintere Scheibe ausbauen. Sie dient meiner Meinung nach nur zum wetterfesten Verschluß des Ganzen,
da aus dem Jagdbereich.

Eine leichte Verdunklung und/oder Verspiegelung wirst du aber IMMER haben.
Da sonst das Dot was auf die Scheibe projiziert wird nicht zu sehen wäre.

108553
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Gruß Markus
 

Kerste

Mitarbeiter
Hi!

Bei mir werkelt der SkySurfer III (alte Version, ohne Doppelröhre) zu voller Zufriedenheit. Die Scheibe stört nicht; ich habe schon einfachere und kleinere in der Hand gehabt, bei denen das Glas regelrecht verspiegelt war.

Mit einem billigen Leuchtpunktsucher für Gewehre habe ich auch experimentiert, aber der ist für die Astronomie selbst bei dunkelster Stufe viel zu hell und überstrahlt die Sterne; ich nutze ihn nur noch zum Grobausrichten der Fotokamera mit Weitwinkelobjektiv.

Beste Grüße,
Alex
 

Sven_Wienstein

Mitglied
Hi Zusammen,

vor ein paar Jahren wurde auf dem ATT eine Fehlproduktion eines Billigsuchers verkauft - da war die tolle Dämmerungsverspiegelung vergessen worden - da hatten die Deppen doch das per Panne aufgewertete Produkt tatsächlich billiger verkauft.

Also in Frage kommt jeder Leuchtpunktsucher, bei dem man keine orangene, gelbe oder rote Verspiegelung sieht. Das ist nämlich murks und damit fliegt schonmal ein Haufen Zeug aus der Auswahl. Übrigens macht diese Spiegelei auch den Punkt heller.

Ich kenne den alten Skysurfer III und habe ihn mehrfach an Kleinteleskopen im Einsatz. Sowie aber die Gewichtsklasse passt, nutze ich den Skysurfer V, der ein paar Vorteile hat:
- Größerer Himmelsausschnitt und dadurch ein größerer Einblickwinkel und somit auch ein größerer Einblickabstand durch den der Punkt erkennbar ist. Beim 18" ist es ganz nett, dass ich vom Boden aus mit entsprechender Toleranz durch den Skysurver V gucken kann. Zu Beachten ist dabei, dass bei arg schrägem Einblick der Leuchtpunkt abweicht. Also zur "Feinjustage" nochmal von nahe dran hinein schauen.
- Deckel mit Fenster - irgendwie will man ja nicht dauernd die Deckel rauf und runter machen wegen Tau, also kann man beim Skysurfer V einfach durch die Deckel gucken und wenn sie dann wirklich zugetaut sind, nimmt man sie eben für den Moment der Suche ab (durch die Gummibänder baumeln sie dann am Sucher herum und man ist sie los) und dann kommen sie wieder drauf.
Ein Nachteil des Skysurfer V ist aber die Justage mit 2-Cent-Stücken und einem arg kleinen Verstellbereich. Das ist unglaublich nervig und wer schon weiß, dass er zwischen seinen Teleskopen dauernd wechselt und dabei deutliche Abweichung hat, der sollte lieber den Skysurfer III oder einen ganz anderen nehmen.

Der oben abgebildete Sucher mit "Bild-Wechsel" für den Punkt ist häufig mit der Verspiegelung ausgestattet. Dann ist der eher nicht meins. Man sollte so einen Sucher jedenfalls unbedingt mit der Gummihülle für den Linsenrahmen beschaffen, weil der ansonsten quasi nur als Tau-Indikator taugt. Der taut zu, bevor es irgendeine andere Stelle am Teleskop tut... Der Bildwechsel ist aber ohnehin reine Spielerei, denn das einzig sinnvolle Bild neben dem Punkt fehlt: Der Kringel ohne Punkt. Jedenfalls ist das bei dem abgebildeten Ding so. Ein (großer) Kringel ohne Punkt würde es erlauben, sonst vom Punkt überblendete Sternchen sauber zu positionieren.

Clear Skies
Sven
 

Sven_Wienstein

Mitglied
Hallo Nachtschwalbe,

natürlich funktioniert der Leuchtpunktsucher beidäugig selbst dann noch, wenn er zugetaut ist. Doch: Wer mit zwei Augen vernünftig guckt, hat mehr Grenzgröße. Ich möchte darauf nicht verzichten und daher einen optisch vernünftigen Leuchtpunktsucher haben!

Clear Skies
Sven
Edit: es sei denn man schielt (eventuell verdeckt), dann zeigt der Punkt daneben, wenn dem zweiten Auge der Punkt zum Einrasten fehlt.
 

Eisenmeteorit

Mitglied
Hallo zusammen,

gegen die Überstrahlung hätte ich ein "Gegenmittel"!

Und zwar habe ich die kleine Klarglasscheibe, die sich in der hinteren Abdeckkappe befindet, gegen zwei Stücke Polarisationsfolie ausgetauscht.
Dazu werden die 4 kleinen Kreuzschlitzschrauben entfernt (entweder von unten oder von oben erreichbar), die Haube abgezogen und die Glasscheibe inkl. dem Silikonkleber entfernt.
Die zwei Stücke Polfolie wurden, gegeneinader verdreht, auf die Größe der Glasscheibe zurechtgeschnitten und an Stelle der Glasscheibe mit einem kleinen Tropfen Haushaltskleber (Uhu ..) fixiert.
Vor dem Zuschnitt sollte man die Helligkeit, durch Verdrehen der Folien zueinander, testen.

Im Anhang mal 3 Fotos dazu.

Viele Grüße
Frank
 

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Inaktiver Benutzer 123

Einfach nen fetten China Laserpointer verwenden :devilish: Leider haben wir so viele Flugzeuge in der Luft!!!


Grüße
Michael
 

SkyBob

Mitglied
Oh JA ^^

Macht sich bestimmt klasse bei Beobachtungsgruppen, wo alle fotografisch unterwegs sind :LOL:
(ironie-off)

Gruß
Markus
 

DanielM

Mitglied
Kurzer Nachtrag: Es ist der Sky Surfer III geworden. Ist schon am Scope dran, nur konnte ich noch nicht beobachten, so dass der Praxistest noch fehlt. Aber die Frontscheibe ist in der Tat klar und scheint das meiste durchzulassen. Und: Das Teil fühlt sich recht wertig an, für den Preis echt ok! Danke nochmal für die zahlreichen Tipps.

VG Daniel
 
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