Welches Spektiv...ULTIMA 80 oder 100? | Seite 2 | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Welches Spektiv...ULTIMA 80 oder 100?

Radfahrer

Aktives Mitglied
Hallo Alex,

der Neiger ist das Problem. Was Du übersiehst, und was ich als Anfänger auch übersehen habe : wenn der Neiger waagerecht steht und das Spektiv im Gleichgewicht ist, ist der Schwerpunkt über der Achse. Neigst du jetzt das Spektiv, wandert der Schwerpunkt von der Achse weg und das Spektiv ist nicht mehr im Gleichgewicht. Dieses Ungleichgewicht mußt Du mittels Friktion, sprich festklemmen, ausgleichen.

Ich hatte mir mal für meinen 80mm f/6 Apo ein großes Linhof Stativ mit einem Linhof Neiger geliehen und nach einer Nacht entnervt aufgegeben. Dann hier im Forum ein billiges Stahlstativ gekauft und eine kleine AYO. Du kannst auch eine Giro oder ähnliches kaufen, ist bei dem Gewichtes Spektivs egal. Bei einer alt-atz Montierung ist der Schwerpunkt immer über dem Drehpunkt. Das ist der kleine, aber spürbare und wichtige Unterschied.

Gruß Uwe
 

Vinterland

Aktives Mitglied
Nachdem ich mir gestern Abend die ganze Situation nochmals durchdacht habe,
bin ich zu der Einsicht gekommen,
das ich mir wohl die ganze Zeit etwas vorgemacht habe.

Ich bin nämlich nun zu der Erkenntnis gekommen, das selbst die von mir ausgesuchten Spektive zu schwer und zu groß sind.

Mit einer durchschnittlichen Tubuslänge
von knapp über 50cm passen die auch kaum in meinen Rucksack.
Hab den gestern Abend nämlich mal rausgekramt und nachgemessen.

Dann die Problematik mit dem Stativ, die
mir auch jetzt erst durch den Beitrag von
Uwe wirklich bewusst wurde.

Kurz und knapp,......
Ich denke mal, das ich mit dem
"Celestron Hummingbird" am besten aufgehoben bin.
Irgendwann, aber in absehbarer Zeit kommt dann noch ein 5mm Okular dazu.

"FStone" hat ja schon einiges zum Hummingbird geschrieben
Und wenn das so ist, wie FStone hier beschreibt,........
Mit dem mitgelieferten Zoom sehe ich mit dem 56er:
- den Mond als ganze Scheibe mit reicher Kraterstruktur, viele Lichteffekte wie zB. den golden Henkel, Krater am Terminator sehr schön plastisch.
Das Ganze hat zwar etwas Farbe (chromatische Abberation) für mich absolut tolerabel.
- alle Planeten bis Saturn werden als Scheibchen gesehen, Jupiter mit den 4 galileischen Monden und die Streifen erahnt man, Saturn mit Ring deutlich,
aber schon die Lücke zwischen Saturn und Ringsystem sieht man nicht wirklich. Die Cassini-Teilung ist weit außer Reichweite.
- Doppelsterntrennung (bei mir) bis ~12“ machbar
- Die üblichen DSS-Objekte (M42, M31 kommen gut, M45 Pleijaden sind wirklich schön), das geht aber mit einem guten "normalen" Doppelfernglas auch.
Ich hab ein APM Bino 70 x 20, leider geradsichtig. Das ist zwar besser aber nicht mehr wirklich Wander-Rucksacktauglich,
zum Kraniche gucken nehme ich den Hummingbird.

Aber was ich oben schrieb: mit einen guten (~ 100€) Wechselokular um die 7mm (30x) wird’s wirklich noch mal besser!
Die Grenze ist ein 5mm (40x), das dann immer vom Stativ!!
Mit Sonnenfilterfolien (!) und 5mm Okular sind Sonneflecken schon ein Genuss!

Für die Planeten und Details am Mond war und ist bei Deinen Vorgaben meine Empfehlung ein 100er MAK, die werden im Netz seeehr preiswert angeboten.
Was ich gern mal ausprobieren würde unter diesen Randbedingungen ist der Vixen VMC 110 L - Flatfield Maksutov - 110/1035mm,
leider wird der nicht mehr produziert.

Fazit: Ich finde das Teil im Rahmen seiner Möglichkeiten klasse und möchte es nicht wieder hergeben.

Dann ist das für mich vollkommen ausreichend.

Dann habe ich noch gelesen.......

"Die Venus zeigt bereits ab 30-facher Vergrößerung ihre Phasengestalten."

"Jupiter, der größte Planet im Sonnensystem, zeigt bereits im kleinen Fernrohr ab 30-facher Vergrößerung seine beiden Äquatorstreifen und die vier Galileischen Monde."

"Saturn zeigt sein beliebtes Ringsystem in kleinen Fernrohren bereits ab 40-facher Vergrößerung"

Sollte das auch nur annähernd dem so sein, reicht das für mich.

Ich habe das Gefühl, das ich wieder mehr wollte als ich brauche und mit Sicherheit,
würde das ein paar Monate gut gehen und dann würde es wahrscheinlich wieder im Schrank liegen bleiben.
 

Schmitti

Aktives Mitglied
Hallo Alex,

das ist sicher eine gute Entscheidung. Mit dem 100er Spektiv und deinem Stativ wärst du niemals glücklich geworden. Selbst wenn du dir später etwas größeres zulegst, wirst du eines kleines Spektiv gerne zu den passenden Gelgenheiten mitführen.

Ich schreibe dir noch eine PM und hänge dir ein PDF Dokument an. Mit dem Hummingbird kannst du alles sehen, was darin beschrieben ist; ich habe seinerzeit viel Beobachtungszeit damit zugebracht.

CS Gerhard
 

Vinterland

Aktives Mitglied
Hallo Gerhard
Vielen Dank, das PDF-Dokument schaue ich mir gleich mal an.

Selbst wenn du dir später etwas größeres zulegst, wirst du eines kleines Spektiv gerne zu den passenden Gelgenheiten mitführen.
Das ist der zweite Grund, der mir sehr sehr wichtig ist.
Wenn ich im Nachhinein an die zuerst ausgesuchten Spektive denke, wäre das "mal eben in den Rucksack packen" selbst damit kaum bis gar nicht umzusetzen.

Ich hatte ja noch das "Vanguard Endeavor HD 65A Spektiv" im Auge aber dieses Spektiv besitzt ein Okular mit Bajonett-Design.
Das scheint mir dann auch wieder ein echtes Hindernis zu sein.
Also hat sich das auch erledigt.
 

Kerste

Mitarbeiter
Hi!

Auch wenn ich das Ultima 80 noch in meinen (etwas größeren) Rucksack kriege: Das Hummingbird ist eine gute Wahl, weil es mit 60x und Wechselokular nicht wesentlich weniger zeigt als das Ultima 80, aber dafür ohne Farbfehler, und andererseits mit Minimalvergrößerung auch noch freihändig auf Wanderungen ohne Stativ als Fernglasersatz benutzt werden kann. Mit anderen Worten: Klein und leicht genug, um öfter dabei zu sein und langfristig genutzt zu werden.

Ein Ultima 80 ist was, um bewusst damit und einem guten Fotostativ rauszugehen, und ein 100mm-Spektiv schon Aufwand und will ein wirklich massives Stativ.

Spätestens mit Zusatzokular geht auch alles, was du oben aufgelistet hast – und wenn ich mal Eigenwerbung machen darf, auch noch alles, was im Fernglas geht, und das ist nicht wenig: Astronomie mit dem Fernglas / Astronomy on a Budget with Binoculars | Alexander Kerste

Viel Spaß,
Alex
 

Vinterland

Aktives Mitglied
Hallo Astromax807
Wenn es dir tatsächlich nur um den Rucksack ging. Für mein 90/500er Teleskop hatte ich mir den Rollei Fotorucksack L zugelegt.
Nein, darum ging es mir nicht.
Nur für mich, ist dann mein eigentliches Bestreben, das Spektiv mal eben schnell einzupacken komplett verfehlt.
Und deswegen dann einen neuen noch größeren Rucksack zu kaufen, ist für mich auch nicht Sinn der Sache. Wie groß und wie schwer würde der Rucksack dann
werden?. Nach 5km mit dem Rad hängen meine Schultern dann wahrscheinlich in Höhe des Sattels :D

Hallo Kerste
Das Hummingbird ist eine gute Wahl, weil es mit 60x und Wechselokular nicht wesentlich weniger zeigt als das Ultima 80, aber dafür ohne Farbfehler
Das hätte ich jetzt nicht erwartet. :oops:
Ist denn mit einer 60fachen Vergrößerung beim Hummingbird noch vernünftig zu arbeiten?.
Falls ja, dann wäre das ja viel mehr als ich eigentlich erwartet hätte.
 

Kerste

Mitarbeiter
Mist, jetzt muss ich kurz zurückrudern – Ich kenne zwar die Kombination Hummingbird ED (ich weiß nicht mehr, ob mit 56 oder 50mm Öffnung und einem sehr kurzbrennweitigen Morpheus-Okular (wenn ich mich richtig erinnere das 4,5 mm und nicht das 6,5mm), aber das liefert nur 45x. Ändert aber zumindest nichts daran, dass das Bild immer noch schön scharf war. Für 60x bräuchte man ein 3,3mm-Okular (Barlowlinsen funktionieren in der Regel nicht mit Spektiven); keine Ahnung. Würde ich ihm aber zutrauen – das ist gerade mal rund 1mm Austrittspupille beim 56er Hummingbird ED, und auch Amiciprismen funktionieren da in der Regel noch gut.

Was mich beim technische-Daten-Nachschauen überrascht hat: Das 7x50-Modell scheint es nicht mehr zu geben, dafür gibt es zumindest in den USA noch eine Nicht-ED-Version – in Deutschland aber nur das Hummingbird 9-27x56ED, und das würde ich auch bevorzugen. ED heißt weniger Farbfehler.

Beste Grüße,
Alex
 

Vinterland

Aktives Mitglied
(wenn ich mich richtig erinnere das 4,5 mm und nicht das 6,5mm), aber das liefert nur 45x
Denke mal, das sollte ja auch erstmal reichen.
Hauptsache, ich habe die Möglichkeit mit verschiedenen Okularen zu kombinieren.
Ändert aber zumindest nichts daran, dass das Bild immer noch schön scharf war.
Das ist das wichtigste für mich.

Ich stehe jetzt nur vor der schwierigen Entscheidung, ob ich das Hummingbird für 469.-€ sofort bestellen soll weil:... (nur noch wenige Artikel an Lager)
Der Mediamarkt bietet es allerdings für 429.-€ an, ist aber zur Zeit nicht verfügbar und meine bedenken sind halt, das der Preis bei
der Neulieferung wieder steigen könnte.

in Deutschland aber nur das Hummingbird 9-27x56ED, und das würde ich auch bevorzugen.
Das hatte ich sowieso in Betracht gezogen
 

Optikus

Aktives Mitglied
Moin,

das ist natürlich eine Kardinalfrage - den Hinweis dass nur noch wenige Teile am Lager sind kann man glauben, oder auch nicht...

CS
Jörg
 

Kerste

Mitarbeiter
Hi!

Bei Celestron.de steht es noch auf Lieferbar, wobei 469 bei (ziemlich vielen) anderen Händlern sich als Straßenpreis etabliert hat. Generell gehen die Preise ja eher nach oben, selbst wenn Ware da ist :(

Nachdem ich bei Mediamarkt mal ein halbes Jahr auf eine LP gewartet habe, würde ich für Bestellware eher einen anderen Händler nehmen. Vor allem, weil ich es bei Mediamarkt.de überhaupt nicht finde? Dann lieber einem Fachhändler die Chance geben als dem Elektro-Kistenschieber.

Beste Grüße,
Alex
 

FStone

Aktives Mitglied
die Kombination Hummingbird ED (ich weiß nicht mehr, ob mit 56 oder 50mm Öffnung und einem sehr kurzbrennweitigen Morpheus-Okular (wenn ich mich richtig erinnere das 4,5 mm und nicht das 6,5mm), aber das liefert nur 45x. Ändert aber zumindest nichts daran, dass das Bild immer noch schön scharf war. Für 60x bräuchte man ein 3,3mm-Okular (Barlowlinsen funktionieren in der Regel nicht mit Spektiven)
Hallo,
ein besseres 4mm Weitfeld von TS funktioniert, ein Morpheus ("Edelserie" von Baader) hab ich nie probiert - mir zu teuer.
Da kostet eines 2/3 des Hummingbirds... Mein Optimum ist ein 7mm AstroPhysics, dh. ca. 30x.
Achtung: die Einsteckhülse darf nicht zu lang sein (max 23mm), sonst stößt es innen an.
Gut sind übrigens auch die einfachen Baader Orthos (5mm, leicht schlank), gerade für Planeten
und für ~ 15x das Baader Hyperion (ist gefühlt komisch weil relativ groß und schwer).
Barlow geht nicht.

Wenn Du Okulare auswechselst - mit Gefühl lösen und vor allem arretieren (geht mit einen Plastedrehring), der geht leicht kaputt.
Damit ist das Teil dann immer noch nutzbar, muss ja aber nich sein...

VG - Frank
 

Vinterland

Aktives Mitglied
Hallo FStone
Das sind ja richtig gute zusätzliche Infos.
Vielen Dank :y:
Achtung: die Einsteckhülse darf nicht zu lang sein (max 23mm), sonst stößt es innen an.
Stehen solche Angaben beim Artikel dabei,
wie lang die Einsteckhülse ist, weißt du das zufällig??.

Wenn Du Okulare auswechselst - mit Gefühl lösen und vor allem arretieren (geht mit einen Plastedrehring), der geht leicht kaputt.
Na Klasse :eek:
Wenn ich sowas schon lese, werde ich direkt nervös und traue mich wahrscheinlich schon gar nicht da dran :confused:.
Gibt es eventuell irgendwo eine kleine Anleitung, wie man dabei korrekt vorgeht?.
 

FStone

Aktives Mitglied
don't panik!

Hunnungbird 56 ED.JPG


R2 ist zum Scharfstellen, R1 ist zum Arretieren des Okulars (hier das Baader 10mm eudiaskopisch, passend klein und leicht, klares brilliantes Bild, etwas kleineres subjektives Gesichtsfeld).
Die Okulare (auch das orginal Zoom) gehen stramm rein und rauß. Das Klemmen des Okulars mit dem Ring R1 nur soweit als nötig, es ist wie bei jeder schraube - nach fest kommt ab.
Hätten die Chinesen besser machen können, geht aber.

VG&CS - Frank
 

Vinterland

Aktives Mitglied
Vielen Dank, "FStone"...Du bist der beste :y:;)

Eine Sache lässt mir allerdings noch keine Ruhe. Und zwar das Thema "Barlowlinse"
Warum geht das nicht?.
In einer PDF Tabelle

(https://www.celestron.de/ce_de/down...sicht_astronomischer_okulare_an_spektiven.pdf)

werden Okulare aufgeführt, die mit dem Hummingbird verwendet werden können.
Unteranderem auch die "X-Cel LX"

Hier gibt es eine Barlowlinse aus dieser Serie.
Kann die nicht zwischen dem Hummingbird und dem Okular eingesetzt werden?.
Der Anschluss von 1,25" Zoll ist doch derselbe wie der von den Okularen.
 

Kerste

Mitarbeiter
Hi!

Eine Barlowlinse verlagert den Brennpunkt nach außen – muss dafür aber tiefer ins Teleskop gesteckt werden als ein Okular. Bei einem Spektiv ist da das Amiciprisma im Weg.

Mit der 3x Barlow aus der X-Cel-Serie war ich mal an einem Spektiv in den Fokus gekommen – aber es funktioniert ja nicht mal jedes Astro-Okular an jedem Spektiv mit 1,25“-Anschluss. Keine Ahnung, ob das am Hummingbird klappen würde. Die meisten Barlows kommen jedenfalls an Spektiven nicht in den Fokus.

Beste Grüße,
Alex
 

FStone

Aktives Mitglied
Hier gibt es eine Barlowlinse aus dieser Serie.
Kann die nicht zwischen dem Hummingbird und dem Okular eingesetzt werden?.
also bei mir gings nicht, die optische Erklärung liefert ja Alex.

Aber warum sollte man das mit dem Barlow überhaupt machen wollen?
Das ist ein Telesköpchen, sein Wert besteht im geringen Gewicht und Größe, in seiner Robustheit, bei vergleichsweise guter optische Qualität (für den Preis).
Wenn man wirklich das Maximum dessen was es physikalisch kann aus dem Teil herausholen will vermeidet man sowviel neue Linsen wie mögliche, jede kostet Licht!
und erhöht Gewicht und Preis. Irgendwie sollte die Kombi ja passig sein.
Man muss keine Wissenschaft draus machen - tags ist das mitgelieferte Zoom gut, nachts brauchbar.
Fang damit an und such im gebraucht- oder Neumarkt nach sowas wie Baader Classic Ortho 6mm, ~70€ neu,
wenn's noch weiter gepimpt werden soll ein mittelgutes Übersichtokular sowas wie zB. Omegon SWA 15mm, ~75€.
(genau diese kenne ich nicht persönlich, mir gehts nur um die Rahmenparameter).
An dieser Stelle zitiert der deutsche Bildungsbürger dann gern Faust oder besser Mephisto:
"Grau, teurer Freund, ist alle Theorie und grün des Lebens goldner Baum. nur der, der den Augenblick ergreift, das ist der rechte Mann"
und bedenke - die Inflation frist das Gesparte auf!

Viel Spaß beim Beobachten, denn darum solltes doch gehen und das bei sternklaren Himmel - Frank
 

olli.mit.zwei.l

Aktives Mitglied
Aber warum sollte man das mit dem Barlow überhaupt machen wollen?
Verstehe ich auch nie, kostet soviel wie ein weiteres Okular und dieses herumgestecke und fokussiergekurble dabei.
Ganz furchtbarer Einblick, ist alsbwürde man veruchen durch ein Wellensittichauge zu schauen.
Augenabstand 4mm und Linsendurchmesser ebenso
wenn's noch weiter gepimpt werden soll ein mittelgutes Übersichtokular sowas wie zB. Omegon SWA 15mm, ~75€.
Auch sehr knapper Augenabstand, Randunschärfe sehr stark ausgeprägt und Farbquerfehler.

Ich würde da im günstigen Segment eher die TS/Omegon ED Flatfield empfehlen, die haben bei jeder Brennweite einen sehr angenehmen Einblick.

LG
Olli
 

FStone

Aktives Mitglied
Verstehe ich auch nie, kostet soviel wie ein weiteres Okular und dieses herumgestecke und fokussiergekurble dabei.
genau, ich hab 4 Stück, 2 stehen im Haushaltsbuch unter dem Posten "Lehrgeld", praktisch nutze ich 2 gute 1,25" nur zum Fotografieren (ab und zu),
da sind sie für mich sinnvoll.

Ganz furchtbarer Einblick, ist alsbwürde man veruchen durch ein Wellensittichauge zu schauen.
Augenabstand 4mm und Linsendurchmesser ebenso
ahh, dann brauch die nicht selbst auszuprobieren. Ich war und bin angetan von der eudiaskopic Serien von Baader, aber die gibt's nur noch gebraucht.

günstigen Segment eher die TS/Omegon ED Flatfield empfehlen
Sicher richtig, für das Hummingbrid habe ich mir ein TS UWA 4mm gekauft. Das ist echt ok, geht geraaade so rein, aber für mein Geschmack ist das Bild dann einfach schon zu dunkel und kontrastarm, was aber sicher nicht am Okular liegt. Für Übersicht mit 8x - 15x sicher keine schlechte Wahl.

Ganz wichtiger Aspekt den Olli anspricht : Beobachtung mit Brille oder freiäugig am Okular (Augenabstand)?? Ich beobachte (noch) ohne Brille.

Und wegen des Wellensittigauges - die meisten Nichtraubvögel haben eine super Weitwinckeloptik ;) :giggle:


VG - Frank
 

Kerste

Mitarbeiter
ahh, dann brauch die nicht selbst auszuprobieren. Ich war und bin angetan von der eudiaskopic Serien von Baader, aber die gibt's nur noch gebraucht.
Immer wieder interessant, wie sich die Geschmäcker unterscheiden – mir gefallen die Classic Orthos nicht schlechter als die Eudiaskopischen. Mag auch daran liegen, dass bei uns im Verein die Augenmuscheln der Eudiaskopischen lange Zeit verschollen waren, und der Augenabstand ohne Augenmuschel zu groß ist (mit Augenmuschel ist das ganz was anderes).

Den Wunsch nach einer Barlow, um das Maximum aus der Optik herauszuholen, kann ich schon verstehen. Und man kann dabei nur lernen. Früher wurden auch in er Literatur Nachvergrößerungsokulare empfohlen, um am Fernglas mehr Vergrößerung rauszuholen...

In der Praxis verwende ich Barlows aber auch nur fotografisch, um das Öffnungsverhältnis an die Kamerapixel anzupassen. Vor allem, wei eine Barlow dann in der Praxis auch nur ein oder zwei zusätzliche Vergrößerungen bringt, die noch nicht ohnehin durch andere Okulare abgedeckt sind.

Dann lieber etwas sparen, und statt einer Barlow einen kleinen Mak mit etwas mehr Auflösung besorgen, um Mond und Planeten anzuschauen, und so das Hummingbird für die großen Felder zu ergänzen. Da ist das Geld besser investiert. Die 3x Barlow X-Cel - 1,25 Zoll # 820494 kostet 150€, ein 90/1250 Mak 225€ und zeigt dann schon deutlich mehr am Mond, und passt auch noch ins Regal.

Beste Grüße,
Alex
 

Vinterland

Aktives Mitglied
Ja, ihr habt ja recht :y:
Mich hatte ja auch in erster Linie die Aussage "Barlow geht nicht" interessiert, da ich die
"X-Cel LX" Barlowlinse zufällig gesehen hatte und laut der Tabelle diese Serie für das Hummingbird passend ist.

Deshalb hatte mich nur die Aussage etwas verwundert und dachte, jetzt musst du mal nachhaken.

Auf jeden Fall, werde ich das Spektiv erstmal so wie es geliefert wird, ausprobieren und hoffentlich auch genießen können.
Wie ich ja schon geschrieben habe, werde ich auf jeden Fall darüber berichten.
 

Manne

Aktives Mitglied
Was sollen denn die Empfehlungen der Classic-Orthos (mit ihrem sGF eines Tunnels) bei der Anmerkungen zu Weitfeldbeobachtungen - sowas ist doch allein schon vom Sehgenuss konträr? Es ist ja ganz schön, wenn das Hummingbird die Möglichkeit für manche Astrookus hat, und erfüllt vmtl. noch am ehesten das Rucksackkriterium. Aber so wie hier geschrieben, scheint es ja eine Ausnahmeoptik bei den kleinen Tag-Rohren zu sein, - wobei ich mir dann die Frage der Sinnhaftigkeit von u.a. Opticron60, dem kleinen Flouro-Kowa oder gar dem neuen Swaröhrchen (553 resp. ATC) stelle. Das Thema 'Serienstreuung' ist da noch gar nicht mit einbezogen. Nur mal so, dass die Erwartungen des TO nicht in den Himmel, den er ja betrachten möchte wachsen.

csm
 

FStone

Aktives Mitglied
Hallo Manne,
Was sollen denn die Empfehlungen der Classic-Orthos (mit ihrem sGF eines Tunnels) bei der Anmerkungen zu Weitfeldbeobachtungen
Stimmt, hier habe ich inkonsistent formuliert. Das hat wenig mit dem TS UWA 4mm zu tun.
Für diesen Zweck nutze ich ein 13mm (Hyperion) und 18mm UWA Okular, die ich halt habe.

Ansonsten verstehe ich ehrlich gesagt den "genervten Ton" nicht.
Ich hab weder Geld, noch Zeit und vor allem nicht den Anspruch "flächendeckend" zu testen und entsprechnde Übersicht zu erlangen.
Ich bin kein Experte und halte mich nicht für einen solchen, genau deshalb habe ich vorn meinen Kenntnisstand und Ausgangspunkt dargestellt.
Jeder kann also für sich entscheiden, ob diese meine Meinung (mehr ist es nicht) für ihn relevant ist oder nicht.
Ich bewerbe den Hummingbird nicht, sondern beschreibe meine Erfahrung und das tue ich deshalb,
weil Fragen und Ausgangspunkt von Alex (Vinterland) ähnlich zu meinen sind, na gut - zu sein scheinen.
Und was mit dem Ding ("Telesköpchen") geht und was nicht, ist ausführlich beschrieben und Alex hat entsprechnde PDF's bekommen.
Insofern ist deine Sorgen
Nur mal so, dass die Erwartungen des TO nicht in den Himmel, den er ja betrachten möchte wachsen.
unbegründet.
by the way - es gibt Leute bei denen der Unterschied von >1000€ ein relevantes Argument ist (Swarkowski).

Falls sich Alex dem Hobby nach den ersten eigene Anschauungen ernsthaft verschreiben sollte kann er mit dem Einstiegskompromis immer noch super Getier beobachten oder sich den 56er Kolibri als potenten Supersucher dann an seinen sagen wir mal TAK TSA-120 schrauben, ein Fadenkreuzokular wäre nachrüstbar (hab ich probiert) ;)

Zur Sicherheit:
Alle von mir vorn getroffen Aussagen sind subjektiv, nicht mit Messgeräten ermittelt und für alle Empfehlungen und Hinweise übernehme ich folglich keine Haftung.
Sie basieren zudem auf Vermutungen/ Annahmen zur Motivation des Anfragen.

... wenn ich das eben gechriebene nochmal lese klingt es wohl auch etwas genervt, also nix für ungut, das is nur Internetz!

VG & CS - Frank
 

klawipo

Aktives Mitglied
Hallo,

Aber die Cassini Teilung wirst Du nicht sehen, selbst mit einem größeren Spektiv nicht.
Die Cassini Teilung konnte ich 2018 mit 80/400 Refraktor problemlos, aber nicht umlaufend sehen. Allerdings ist der Ring ja inzwischen weniger offen und weil das ein Teleskop und kein Spektiv war bin ich auch mal frech auch 200x gegangen. Wegen der geringeren Flexibilität würde ich auch vom Spektiv eher abraten.

Das Teil ist ein Celestron AZS, den hatte ich mal für 40 Euro mitgenommen und auf einer günstigen motorisierten EQ-2 fühlt der Tubus sich schon recht wohl (Verbindung zum Original-Stativ war nach zweimal kräftig angucken schon kaputt gegsngen), heißt es ist darauf nicht allzu wackelig. Zusammen leben Teleskop und Montierung bei mir tagsüber in einem "Rockbag" von Thomann. Wo Platz für größere Instrumente als eine Triangel ist, sollte sich sowas auch noch verstauen lassen.

Soll es noch transportabl3r sein, sind die zusammenschiebbaren Skywatcher Heritage Tischdobsons auch einen Blick wert und haben mit 130 oder 150mm Öffnung noch deutlich mehr Potential, wegen ihrer Farbreinheit gerade an Planeten. Sie sind aber wegen ihrer etwas längeren Brennweite und 1,25 Zoll Steckmaß keine wirklichen Richfielder mehr.

Alle von mir genannten f/5 Geräte benötigen allerdings etwas bessere Okulare. Am günstigsten kommt man da wohl mit Planetaries weg.

VG Klaus
 

olli.mit.zwei.l

Aktives Mitglied
Mich wundert es, dass hier noch niemand den ED80/600 erwähnt hat.
Mit 2" auf 600mm gehen locker 4,5° GF, was ihn zu einem echten Rich Fielder macht, da macht Deep Sky Spaß.
Er ist Farbrein und schmeißt auch hohe Vergrößerungen knackscharf, also echt super an Planeten.
45° Amici dran und man hat ein Spektiv.
Quark dran und man hat ein 80mm H alpha Teleskop.
Herschelkeil oder Folie dran und man hat Sonne im Weißlicht.
Originalen Flattener dran und man hat ne Fotomaschine mit F/6,4 der fast 3° auf APS-C bekommt.
Und mit 2,5kg (inkl 50mm Sucher!) auch nicht schwer.

Das ist es, was ich unter einer eierlegenden Wollmilchsau verstehe.

LG
Olli
 

klawipo

Aktives Mitglied
Hallo Olli,

war nicht irgendwo anfangs von 400 Euro Plusminus Zielkorridor die Rede? Hab nicht alles nachfolgende gelesen...

Jedenfalls mit Montierung kommt man da beim 80/600 ED nicht mit hin.

VG
Klaus
 

Kerste

Mitarbeiter
Ja. Zu teuer (>400€), zu schwer (einfaches Fotostativ - ich hatte ihn einige Zeit auf einem Berlebach Report mit einem Videoneiger, der für 7,5kg angegeben ist - wurde rasch durch Vixen Porta ersetzt, und wenig später das Stativ durch ein Uni 28), zu groß (mein Ultima 80 packe ich in einen Wanderrucksack, den ED80 mit Zubehör nicht).

Der ED80 ist eine Ergänzung zum Immer-Dabei-Hummingbird. Das alles
Da ich nur ein kleines Ein Zimmer Appartement habe, gäbe es für mich kaum eine Möglichkeit das Teleskop bei Nichtverwendung irgendwo zu verstauen.
Das heißt, es müsste immer in meinem Zimmer stehen.
Dafür ist der Platz einfach nicht vorhanden.
<snipp>
Es spielen viele Faktoren eine Rolle, warum ich mich gerade für die Größenordnung eines Spektivs entschieden habe.
Der wichtigste Faktor ist halt, das es klein und gut transportabel ist.
Im Sommer oder auch an jedem schönen anderen Tag, bin ich nur mit dem Rad unterwegs.
Ich habe zwar ein Auto aber das lasse ich so oft wie möglich stehen.
Ich habe keine Lust, abends noch mit dem Auto irgendwo hin zu fahren.
Und gerade bei den aktuellen Spritpreisen, kommt das Auto nur notdürftig zum Einsatz.

Das Spektiv ist auch mit dem Rad zu transportieren.
Und genau auf diese Möglichkeiten kommt es mir an.
mache ich mit meinem ED80 nicht.

Beste Grüße,
Alex
 

olli.mit.zwei.l

Aktives Mitglied
war nicht irgendwo anfangs von 400 Euro Plusminus Zielkorridor die Rede? Hab nicht alles nachfolgende gelesen...
oh, ja das war mir entgangen

ich hatte ihn einige Zeit auf einem Berlebach Report mit einem Videoneiger, der für 7,5kg angegeben ist
Genau das mache ich seit 2 Jahren in der Spektiv Funktion, null problem damit.

zu groß (mein Ultima 80 packe ich in einen Wanderrucksack, den ED80 mit Zubehör nicht)
Auch das geht Tadellos, da man die Taukappe einfach abziehen kann, dann ist das Teil exakt 40cm groß.

Da ich nur ein kleines Ein Zimmer Appartement habe, gäbe es für mich kaum eine Möglichkeit das Teleskop bei Nichtverwendung irgendwo zu verstauen.
Das heißt, es müsste immer in meinem Zimmer stehen.
Dafür ist der Platz einfach nicht vorhanden.
Bei mir stehts auch aufgebaut in der Zimmerecke.

IMG_20220918_110313.jpg


Aber was sollen die ganzen Argumente, wenn es leider den Preisrahmen sprengt.

LG
Olli
 
Zuletzt bearbeitet:

Vinterland

Aktives Mitglied
Mich wundert es, dass hier noch niemand den ED80/600 erwähnt hat.
Hauptsächlich aus den Gründen, die "Kerste" in Post #58 zitiert hat.
Aber der wichtigste Faktor für mich ist halt, das es klein und gut transportabel ist.
Im Sommer oder auch an jedem schönen anderen Tag, bin ich nur mit dem Rad unterwegs.
Leider wohne ich auch in einer Umgebung, die es kaum zulässt, sich ein größeres Teleskop zu schnappen und mal eben rauszugehen.

Mein Balkon bietet auch nicht wirklich eine tolle Aussicht, da ich Parterre wohne und zudem auch noch Bäume die Sicht versperren.

Im Sommer fahre ich mit dem Rad ca. 4km und bin dann in einem großen Park mit riesiger Wiesenfläche.
Mit dem Auto wäre dies aber auch keine Option, da kein Parkplatz in der Nähe vorhanden ist.
Also, geht's eigentlich nur mit dem Rad.
Ein Grund mit, warum ich mich für ein kleines, transportables Spektiv entschieden habe.

war nicht irgendwo anfangs von 400 Euro Plusminus Zielkorridor die Rede?
Ja, das ist richtig.
Das hat aber den Grund, weil ich genau weiß, das ich mich LEIDER nicht tagtäglich damit befassen kann, da ich hauptsächlich Musik mache, zwei Bands habe und auch andere Bands bei ihren Auftritten unterstütze und abmische.
Ein Hobby, welches mich ganz schön in Anspruch nimmt.

Wenn man jetzt mal die gesamten Punkte berücksichtigt, wird vielleicht jeder verstehen können, warum ich im Moment keine tausende Euro für ein Teleskop ausgeben möchte und auch kein Teleskop kaufen möchte, welches ohne Auto kaum zu transportieren ist.

Vielleicht mal irgendwann, wenn mir die ganzen Auftritte zu anstrengend werden, werde ich mich in Vollzeit wieder der Astronomie widmen und dann käme mit Sicherheit auch ein anderes Kaliber von Teleskop wieder her.
Aber im Moment, weiß ich ganz genau, das es nur ab und zu sein wird.

Seit dem ich 13Jahre alt bin, interessiere ich mich für Astronomie.
Zu dem Zeitpunkt, wo Kumpels von mir
Donald Duck und Lucky Luke gelesen haben,
habe ich schon Astronomie Bücher verschlungen.

Mit Sicherheit, wird irgendwann mal die Astronomie wieder meine Nummer eins sein und dann kommt auch wieder das dementsprechende Instrument.
 
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