Weltraumkunst

#2
Ahoi,

na, mal etwas anderes. Aber man sollte sich noch ein paar Gedanken machen. Kunst fand ihre Begründung über tausende Jahre im Grundsatz "die Kunst macht den Künstler", will sagen, wenn das, verkürzt gesagt, was den Normen und Werten der jeweiligen Epoche entsprach, als Kunstwerk gelten konnte, dann war der Urheber eben Künstler.

(Doch, diese Normen und Werte gab es und gibt es, auch wenn es für Laien schwer nachvollziehbar ist, aber das diskutieren wir hier nicht.)

Mit der Auflösung der Bildenden Kunst obengenannten Verständnisses, sagen wir, ungefähr ab dem 20. Jahrhundert, hat sich die verirrte Allgemeinheit das diametral entgegengesetzte Prinzip aufschwätzen lassen; nach weitverbreitetem Aberglauben macht heutzutage der Künstler die Kunst. Das Problem hierbei ist natürlich die Selbstreferenz beim Begriff "Künstler". Künstler ist jetzt jemand, der sich selbst zum Künstler ausruft und alles was er unter dem Etikett "Kunst" produziert, ist dann eben welche.

So weit, so schlecht. Im vorliegenden Fall plädiere ich allerdings dafür, das Mantra "der Künstler macht die Kunst" ernst zu nehmen. Damit das nun wirklich funktioniert, sollte sich der Künstler nicht allzuweit von seinem Objekt entfernen. Mit in den Orbit schießen lautet also die Devise. Sollte eine Putzfrau daherkommen, die versehentlich das Werk durch Scheuermilch und Putzlappen schänden möchte, könnte der Künstler immerhin schadenbegrenzend eingreifen (nur im Überlebensfalle). Prost.
 

Neustes Astronomie Foto

Diese Seite empfehlen

Oben