Wohin mit dem OAZ beim Newton? | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Wohin mit dem OAZ beim Newton?

TaurusM45

Mitglied
Hallo zusammen,

ich wollte mal fragen, an welcher Position ihr so den OAZ am Newton habt.
An der Seite macht er ja wenig Sinn, da er bei einer Drehung auf einer deutschen Montierung dann immer da ist wo er nicht sein soll

Ist er jetzt besser nach oben ausgerichtet oder nach unten? Ich habe gerade mal getestet aber bin der Meinung das mal das eine mal das andere gut ist.
Wo habt ihr euren Auszug? Oben oder unten?

viele Grüße
Andreas
 

Sselhak

Mitglied
Hallo Andreas,
ich hab ihn seitlich und das passt für mich meist.
Falls nicht (was bei manchen Beobachtungsrichtungen der Fall ist), dreh ich den Tubus in den Rohrschellen, damit der OAZ wieder zur Seite schaut.

Grüße, Mario
 

wynnie

Mitglied
Hallo Andreas,

bei mir ist er unter (zum Fotografieren). Nicht ganz unten, da ja auch noch der 50mm Sucher für das Guiding da ist, aber so, dass das Teleskop immer in der Balance ist.

Viele Grüße
Michael
 
Da ich meinen Newton inzwischen ausschliesslich fotografisch nutze, habe ich den OAZ seitlich links (Blickrichtung Himmel) plaziert. Also so, wie man ihn auf den Produktfotos sieht.
Grund ist, dass ich nach dem ausbalanzieren die Kamera immer noch mal abnehme und gegen den Justierlaser tausche, um noch mal die Kollimation zu prüfen bzw. einzustellen. Da stehe ich dann zwischen OAZ und Newton-Spiegel. Damit kann ich auf das Laserfenster sehen und mit der rechten Hand hinten die Schrauben einstellen.

Grüße
Hartmut
 

ws_mak12

Mitglied
Hallo Andreas,

der OAZ wird beim Newton zwangsläufig immer irgendwie „seitlich“ angeordnet sein. Das bringt das Design automatisch mit. Auch beim Lowrider sitzt er seitlich, wenn auch etwas verkippt.

Es gibt ja nicht nur Fotografen sondern auch visuelle Beobachter. ;) Mit ist natürlich klar, wobei hier der Schuh drücken könnte…
Je nach Newtondesign (Dob oder Volltubus) ergeben sich unterschiedliche optimale Positionen.

Beim Volltubus empfiehlt sich grundsätzlich ein Rotationsringsystem o.ä. Damit hat man viele Freiheitsgrade.

Viele Grüße
Werner
 
Hab ihn auch seitlich, allerdings nach innen statt nach außen, der OAZ ist also auf der selben Seite wie die Prismenschiene. Wenn er außen ist reicht der Tritt nicht mehr von der höhe her, oben/ unten wechselt wenn man umschwenkt, ist auch unpraktisch, wenn man keine rotierbaren Schellen hat.
LG, Olli
 

Schmitti

Mitglied
Hallo Andreas,

zum visuellen Beobachten sind azimutal montierte Newton deutlich praktischer.

Bei meinen parallaktischen Newton Teleskopen sieht es so aus.
Beim Kosmos 110/1100 habe ich den Okularauszug parallel zur Deklinationsachse ausgerichtet. Das funktioniert mit passender, niedriger Sitzgelegenheit noch bei Objekten niedriger Höhe im Süden. Nach Osten und Westen schaut man dann schräg abwärts in das Okular. Das ist sehr angenehm. Wenn es sein müsste, könnte ich den Tubus auch drehen. Das ist mir bei diesem Rohr aber zu umständlich.
Beim Heidenhain 150/1000 in seiner Gabelmontierung ist der Tubus nicht drehbar senkrecht zu Deklinationsachse. Beobachten nach Osten und Westen ist sehr angenehm. Nach Süden in niedrigen Höhen geht so, Richtung Zenit wird es dann ein echter Krampf. Da stehe ich wackelnd auf einer 2 stufigen Leiter und versuche mich dem Okular zu nähern. Das hab ich früher öfter gemacht, inzwischen bin ich für solche Kunststücke zu alt.

CS Gerhard
 

altram

Mitglied
Moin,

da ich nur fotografiere, ist meiner da wo ihn die Schwerkraft haben will. Sprich: er guckt in der Home Position zu den Gewichten mit leichtem Versatz nach der ausbalancierung.

Gruß Alex
 
Angenommen das Teleskop ist in der Home-Position ...

Dann hatte ich das früher so, dass der OAZ nach oben gezeigt hat.
Weil ich jetzt aber mein Guidescope auf einer Schiene habe, die auf den Rohrschellen montiert ist, hat das nichtmehr gepasst weil dann ja der OAZ im Weg wäre.

Jetzt zeigt mein also OAZ nach unten.
Ist leider etwas unangenehm weil er schlechter zu erreichen ist und ich immer etwas Angst habe, dass die Kamera mal raus rutscht.

Den OAZ seitlich zu haben ist für mich keine Option weil der Hebel dann einfach zu stark ist.
Ohne Klemmung würde das Teleskop durch den Hebel aus der Homepostion in die Waagerechte schwingen.
Außerdem müsste die Montierung beim Nachführen dann auch ständig gegen den Hebel ankämpfen, was auf Dauer bestimmt auch nicht so gesund ist.

Visuell würde ich den OAZ definitiv nach oben ausrichten, da kommt man dann auch eig fast immer gut ran.
 

hubivo

Mitglied
Hi Andreas,

das war mein Problem am Anfang auch immer, weil mir nicht klar war, wie andere Beobachter das machen. Der OAZ war bei den versch. Beobachtungen dann immer an Stellen, an welche ich nicht mehr ran kam, bzw. soweit unten, dass ich echt coole körperliche Aktivitäten starten musste, um mit dem Auge an das Okular zu kommen. Ich habe dann versch. Positionen probiert, ihn dann am Ende aber auf die Seite gedreht und mir eine Treppenleiter mitgenommen, mit der konnte ich dann recht gut an den OAZ gelangen, auch wenn er dann weit oben und mittig war.
Mittlerweile habe ich meist eine Kamera dran und da zeigt er in der Homeposition gerade nach unten.
 
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