„Wolke und Stern“ nahe Sirius | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

„Wolke und Stern“ nahe Sirius

Lukas2117

Mitglied
Hallo zusammen,
Ich habe eine Frage zu meiner Sirius Beobachtung.

Mein Teleskop für diese Beobachtung war das National Geographic 50/360 Teleskop bei 60x Vergrößerung.

Ich hatte eine auf Sirius geschwenkt und da war die Wolke auch bei 18x schon ein Dorn im Auge.
Bei 60x war sogar ein Stern in der Mitte.

Meine Fragen sind nun folgende:
1. Liegt dass an Meiner Teleskop Optik, denn es war bei allen Okularen sichtbar.

2. Ist dass ein generelles Problem bei Achromaten bei der Beobachtung von hellen Sternen.

3. Wenn es keine Fehler sind, was ist dass dann.

Hier nun das Bild:
BBC92565-1C94-41FA-AE32-BCAF49607EB8.jpeg


Cs,
Lukas
 

Hans Zekl

Mitglied
Vermutung: Reflexion des hellen Sirius irgendwo im Gesamtsystem Teleskop und Beobachter. In der näheren Umgebung von Sirius gibt es nichts.

Gruß
Hans
 

Lukas2117

Mitglied
Hallo,
Das ärgert mich schon ein bisschen, dass es diese „Wolken“ bei mir gibt.

Ich hoffe, dass es bei meinen Leo 1 Beobachtungen auch die Galaxie Leo 1 war, und keine „Wolke. Dass wäre sonst echt peinlich.

Naja dann muss ich mein „Cloud-Scope“ für andere Sterne einsetzen.

Cs,
Lukas
 

Nik Skysurfer

Mitglied
Hallo Lukas,
das ist ja genau der wissenschaftliche Ansatz, die eigene Beobachtung zu hinterfragen (das hört auch niemals auf). Ich würde mich nicht ärgern.
Nur so zum Experimentieren, Kriterien für einen internen Reflex:
  • Tritt es auch bei anderen, sehr hellen Sternen ähnlich auf?
  • Verhält sich das Objekt beim Scharfstellen anders als die realen Sterne, liegt sein Fokus bei einer anderen Einstellung als für die Sterne oder hat es gar keinen?
  • Ändert das Objekt seine Position am Himmel beim Verschwenken des Teleskops?
  • Ändert sich die Helligkeit oder Ausdehnung des Objekts beim Verschwenken des Teleskops?
  • Verschwindet es, wenn die Öffnung des Teleskops gegen andere helle Lichtquellen (z.B. Straßenlampen) mit der Hand abgeschirmt wird?
  • Dreht es sich beim Verdrehen des Teleskops/Zenitspiegels/Okulars mit?
Könnte von internen, glänzenden Flächen des Teleskops kommen, da helfen Blenden aus schwarzem Papier oder Auskleiden mit schwarzem Velours.
Damit, dass das Objektiv ein Achromat ist, also einen Restfarbfehler hat, hängt es m.E. nicht direkt zusammen. Die sicher nicht besondere - falls überhaupt vorhandene - Vergütung der Objektivlinsen könnte aber damit zu tun haben.

CS, Nik
 
Zuletzt bearbeitet:

Lukas2117

Mitglied
Hallo Nik,
Ich hatte dass selbe Problem auch schon einmal mit der Venussichel. Nur es war nicht hellgrau sondern „Holzbraun in einem dunklen Ton“ an der selben Position. Es war Anfang April von letztem Jahr wo die Venus den Plejaden sehr nahe stand. Wunderschön sah es aus, aber nur bei geringer Vergrößerung. Bei Hoher Vergrößerung sah man zwar die Helle Sichel aber auch das Braune Objekt.

Es ist scheinbar nur bei den Hellsten Objekten sichtbar.

Meine Liste wo die Scheinobjekte sichtbar Waren:

-Venus
-Merkur
-Sirius
-ggf. Regulus (Leo 1) da passte aber die Position.

Andere Helle Sterne waren Gnädig, Mars Jupiter, Saturn und unsere Mond ebenfalls.

Könnte Staub, dieses Problem auslösen, denn dass Teleskop ist sauber, hat aber ein bisschen Staub im Zenitspiegel und auf der Linse. Wäre eine Reinigung sinnvoll, schließlich ist es nicht viel und es ist auch kein „Op-Saal“ der klinisch rein sein muss.

Cs,
Lukas
 

Nik Skysurfer

Mitglied
Hi Lukas,
Staub ist es wohl nicht, der macht nicht diesen Effekt sondern nur sehr wenig, gleichverteiltes Streulicht, das fast nicht bemerkbar ist.

Lass den Zenitspiegel einmal weg, vielleicht hat dieser neben dem Spiegel spiegelnde Kunststoff-Flächen, die parallel zum Spiegel liegen? Davon könnte sowas kommen. Wenn der Reflex beim Verdrehen des Zenitspiegels an anderer Stelle ist, dann ist es das.

Wenn der "Nebelfleck" auch ohne Zenitspiegel auftritt, solltest du einmal (bei Tag) ohne Okular in den Okularauszug schauen (- NICHT in die SONNE, eh klar... -) und vielleicht siehst Du einige Reflexe an der inneren Teleskopwand. Die sollten sowieso alle weg, damit der Kontrast besser wird. Billige Teleskope sind meist davon betroffen. Das ist behebbar: Die betroffenen Stellen mit schwarzem Velours (DC-Fix) auskleiden. Ziel ist, dass nur die Objektivlinse hell erscheint, alles andere (fast) schwarz.

Wieso Mars, Jupiter und Saturn den Effekt nicht zeigen, versteh ich nicht ganz.
LG Nik
 
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