Zeigt her Eure EAA Setups!

Hallo!

Bei mir ist der Dreh- und Angelpunkt ;) im wahrsten Sinne des Wortes meiner beiden EAA-Setups die "gepimpte" Skywatcher AZ-EQ5 mit Celestron Starsense Autoalign Modul, die ich ausschließlich im AltAZ-Mode betreibe.

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Ich habe an die AZ-EQ5 eine Art Plattform gebaut. Diese enthält oben ein Fach für die Powerbank welche das per Rammount Halterung fixierte Lenovo-Laptop bis sieben Stunden mit Energie versorgt. Auf der "hinteren" Seite ist eine Halterung für den Celestron Starsense Handkontroller und das Celestron GPS Modul.

Unten an der Montierung ist eine Halterung für eine 96Ah Powerbank, die auch im Winter die Skywatcher Montierung, mit Celestron Starsense Kamera, über einen aktiven USB-HUB und darüber die restliche "Hardware" am Teleskop fünf bis sechs Stunden mit Energie ( Spannung 14 V ) versorgt. Zur Teleskop Hardware zählen der Falcon Rotator, der ZWO EAF Fokussierer, eine der drei wahlweise eingesetzten, ungekühlten ZWO Kameras (ASI183MC, ASI294MC, ASI533MC) und eine ASI120MC mit 6 mm Objektiv, zur Umgebungs- und Himmelskontrolle/Übersicht.


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An der Vorderseite der Plattform ist der USB-Hub, meine "Filterschubladen-Garage" und ein Steckerfeld mit mehreren zwei-poligen Schraub-Buchsen für das Powerbank-Versorgungskabel und entsprechend Spannungsversorgung z.B. für den Falcon Rotator oder bei Bedarf für eine Flatbox.

Im folgenden Bild ist ein älterer "Optical-Train" am 8" f/5 Skywatcher Newton 200PDS. Die Starsense Kameras habe ich inzwischen seitlich fest an die jeweilige Tubusschelle montiert und sitzt nicht mehr "Huckepack" auf der ASI120MC, die ich mit einem 6 mm Objektiv zur Überwachung auf durchs Bild laufende Nachbarsbäume/büsche und auch zur Wolkenkontrolle verwende.

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An Instrumenten habe ich einen Skywatcher 200 PDS | 8" | f/5 | 1.000 mm (Baader Komakorrektor MPC-II) Newton und einen Skywatcher Quattro 150P | 6" | f/3,4 | 504 mm (mit Skywatcher Komareducer) Newton.

Jedes Teleskop hat einen eigenen ZWO EAF, Falcon Rotator, Filterschublade, eigene ASI120MC Umgebungskamera und eigene Starsense Kamera und jeweils einen komplett im 3D-Druck konstruierten, in sich und in den OAZ verschraubten, optischen Aufbau.

Hier der Aufbau am Quattro.
quattrina_3D-Adapter_Skywatcher_Reducer-KK-02.jpg


Ich kann sogar direkt die "Optical-Train" - Variante vom Quattro mit dem 0,84x Skywatcher Reducer am Skywatcher 200PDS mit dann f/4,2 und 840 mm Brennweite verwenden. Alle Adapter sind dahingehend optimiert, dass das "graue" OAZ-Rohr bei "Im-Focus" komplett aus dem Tubus ausgefahren ist.

quattrina_firstlight_05.jpg


Zusätzlich habe ich noch zwei 3D-Druck Adapter mit jeweils einer Koma-korrigierte Barlow mit Faktor 1,5x bzw. 2,7x . Diese Adapter haben dann aber weder Filter noch einen Kamera-Rotator werden aber auch im OAZ verschraubt.

quattrina-nerone.jpg


Je nach geplanten Objekt entscheide ich mich für das entsprechende Teleskop bzw. Kamera. Im Quattro verwende ich als Kamera wahlweise die ASI533MC bzw. ASI294MC und im 200PDS wahlweise die ASI533MC oder ASI183MC. Jedes Teleskop hat einen eigenen Kabelbaum der aufgesattelt am Teleskop nur noch mit dem USB-HUB verbunden werden muss.

Die kleine ASI120MC liefert durchaus einen interessanten Blick in die Umgebung und in den Himmel. Davon speicher ich mir auch immer ein Foto als Dokumentation zum EAA Stack mit ab. Teilweise annotiere ich und zeichne nachträglich Sternbilder mit ein bzw. eine Miniansicht des dabei gemachten EAA-Stacks.

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Servus - MünchenBeiNacht - Ewald
 
Hallo zusammen,

nun möchte ich euch auch mein bewertes EAA-Setup kurz vorstellen. Aufgrund meiner Beobachtungssituation muss ich das Equipment jedes Mal auf- und abbauen. Daher fiel die Wahl auf ein leichtes und mobiles Setup, bestehend aus einer einfachen Alt-Az Montierung auf einem Fotostativ und einem 80er Apochromaten. Das Ganze kann ich problemlos mit einem Gang vor die Tür stellen ... oder auch einfach mit in den Urlaub nehmen ;-)

Da der FWHM-Wert seeingbedingt aufgrund des Standortes bei mir zu Hause (umgeben von Dächern und Hauswänden) im Durchschnitt immer um die 3 Bogensekunden liegt, reicht der „kleine“ Apo vom Auflösungsvermögen völlig aus.

Unter dem Stativ hängt als Beschwerung ein LiFePO4 PowerTank, welcher die Montierung mit Strom versorgt. An den Rohrschellen habe ich ein kleinen USB-Hub angebracht. Dort laufen zwei kurze Kabel von der Kamera und dem Motorfokus hinein. Somit habe ich nur noch ein Kabel zum Laptop. Softwaremäßig läuft im Vordergrund die Sky-Watcher SynScan Pro App, SharpCap und Stellarium. Des Weiteren sind N.I.N.A., ASCOM und natürlich die Treiber für Kamera und EAF installiert.

APO_Setup.jpeg


TS Photoline 80mm f/6 Triplet mit 0.8 Reducer
Star Discovery AZ SynScan WiFi GoTo auf Feisol Fotostativ
ZWO ASI585MC oder ZWO ASI294MC mit Baader CMOS UV/IR-Cut Bandpass Filter
ZWO EAF Focuser
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Mit der SkyWatcher-Montierung und der SynScan App mache ich ein quasi semiautomatisches Alignment, welches innerhalb von zwei Minuten abgeschlossen ist. Das Prozedere hatte ich hier schon einmal kurz beschrieben (#693). Auf Guiding und Dithern verzichte ich komplett (... gibt die Montierung auch nicht her). Was ich allerdings immer mache sind Darks und Flats. Bei standardmäßig 6s je Frame ist das innerhab von 5 Minuten erledigt. Für den Autofocus benutze ich derzeit N.I.N.A. mit dem HOCUS FOCUS Plugin. Das funktioniert bei mir super zuverlässig und präzise.

Am Ende einer Session (bei mir sind es meistens um die 30 Minuten pro Objekt) wird nur noch ein Screenshot vom SharpCap-Fenster und der fertige EAA-Live-Stack als 16bit fits-Datei abgespeichert. Den fertigen Stack bearbeite ich bei schlechtem Wetter gerne mit Pixinsight, um der Aufnahme noch mehr an Details zu entlocken als während der Live-Session in SharpCap zu sehen war.


Jetzt bin ich vom eigentlichen Setup doch etwas abgeschweift .... :unsure:

Cheers
Andreas
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier nochmal eine Liste des Equipments für EAA, die ich mal abgefragt habe.
Guten Morgen zusammen,

bei mir steht auch noch die Staradventurer GTi drin, seit November hab ich ja die AM3. Grund für das Upgrade war schlicht die bessere höhere Tragfähigkeit und der mögliche Verzicht auf ein Gegengewicht, somit noch bessere Mobilität und Reisetauglichkeit. Hab den Wechsel auch nicht bereut, die AM3 liefert genau das, was ich von ihr erwartet habe, auch eine Verbesserung im Guiding und in der Nachführung, mit der ich aber auch bei der SA GTi zufrieden war.

CS Olaf
 
Hallo Olaf,
danke sehr für Deine Erfahrung mit der AM3.
Ich überlege gerade zwischen ZWO AM und den neuen Skywatcher Wave Montierungen.
LG Thomas
 
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