Zuverlässige Zoomobjektive? | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Zuverlässige Zoomobjektive?

SkyBob

Mitglied
Hallo Zusammen.

Gibt es zuverlässige Zoomobjektive mit Brennweitenbereich 100-300(oder 300+) die noch gut abbilden und geringe, im besten Fall gar keine Farbfehler haben?
Bei maximaler abblendung f/6 -f/7.
Drunter wäre natürlich schöner.

Gesucht für Canon aps-c (astromod nur h-alpha).
EF Anschluss (optimal NICHT EF-S).

bitte keine Diskussion darüber das Festbrennweite oder n kleiner App besser wäre.
Diese Umstände sind mir bekannt.

Mir geht es um verschiedene Brennweiten.
Allen falls gut zu empfehlende Festbrennweiten.
100 + 200 + 300

Gesamtbudget max. 400€ oder darunter.

Schon getestet und unzufrieden:
Zeiss 135/f3.5 Sonnar (Altglas)
200/4 Pentagon (Altglas)
Tamron 70-300 (130€ Variante ... glaub A70)

Gruß Markus
 

Terrorernie

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Da bin ich echt gespannt, vor allem in der Preisklasse wird das m.E. nichts...
Ich habe sehr gute Erfahrung mit Makroobjektiven der gehobenen Art gemacht, aber wieder, nicht in der Preisklasse.

Ich lese hier mal mit (auch wenn ich genau deswegen Canon rausgeschmissen habe (bis auf das 100er L Makro) und jetzt ein Nikonianer bin).

Gruß
Ernie
 

SkyBob

Mitglied
Sich mit der Zeit ergänzende Brennweiten wären auch ok.

Also z.B. ein 100-240
und später noch ein 210-350
Oder der gleichen.
Es muss nicht EIN Objektiv den ganzen Brennweitenbereich abdecken.

Einzeln wären auch ca. 250€ drinn.
Und es muss auch keine Neuware sein.

Nur die Tauglichkeit sollte definitiv bestätigt werden können.

Also kein Ding alla : der Freund eines Freundes, der Nachbarin geht mit ner Bekannten zusammen mit den Hunden Gassi.
Und von der der Sohn hat n Schulfreund der meint das könnte gut sein.

Gruß Markus
 

DonMatu

Mitglied
Hallo Markus,
ich verwende für meine EOS gerne das 70-200 F4 L USM (schon etwas älter) und das gibt es gebraucht im genannten Rahmen. Es ist ohne IS so leicht, dass es auch von meiner SA getragen wird, bildet aber bereits bei F4 sehr gut ab.
CS Christian
 

mettling

Mitglied
Hallo Markus,

wenn Du eine Null an Dein Budget ran hängst, sollte das machbar sein. ;)

Im Ernst, bis max. 400,-€ ist die untere Einsteigerklasse bei Teleobjektiven. Da kannst Du keine Apo-mäßige Abbildung erwarten. Schau Dich mal bei den Canon L-Objektiven um. Qualitativ wirst Du da fündig werden. Preislich aber eher nicht.

Bis dann:
Marcus
 
Zuletzt bearbeitet:

Setebos

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Hallo Markus,

ich habe mir neulich das Sigma 150-600 Contemporary zugelegt, allerdings vorrangig für Tageslichtfotografie. Am Sternenhimmel konnte ich es noch nicht ausprobieren, was ich sicherlich bald nachholen werde. Du kannst aber Aufnahmen, die damit gemacht wurden, bei Astrobin finden. Das Contemporary kostet halt mehr als doppelt so viel, wie es Dein Budget hergibt, aber für 400,- Euro wirst Du da nichts finden.

Gruß
Christian
 

Optikus

Mitglied
Gibt es:

Sigma 2.8 120-300 Sports.

Was besseres in dem Segment kenne ich nicht. Das Budget passt neu nicht, gebraucht habe ich rs in gutem Zustand schon für 450€ im Schaufenster gesehen. Für das Budget wie angegeben gibt neu sonst Urlaubslinsen, aber nix seriöses. Das ist dann eher Plastebecher-Niveau.

CS
Jörg
 
Zuletzt bearbeitet:

DieterRei

Mitglied
Hallo Markus,
da bin ich mal hochgespannt auf qualifizierte Antworten:
Meine eigenen Erfahrungen (überwiegend am künstlichen Stern bei 3 Wellenlängen) sind bei den hochpreisigen Canon-Zooms der L-Reihe sämtlich negativ. Wg. der hohen Linsenzahl Reflexe und mehr oder weniger CA (längs und quer).
Es gibt auch gegenteilige Meinungen, schlussendlich muss der Anwender mit dem Ergbnis zufrieden sein.
CS
Dieter
 

Optikus

Mitglied
Moin,

er schrieb oben ja dass ihm das bekannt ist und er das aussdrücklich nicht thematisiert. Insofern...

Im Übrigen - nahezu alle "weißen" Linsen versagen am Stern. Canon schrieb dazu mal in einer vor Jahren in einem Forum wiedergegebenen Stellungnahme, dass die Wiedergabe von Punktquellen explizit NICHT Designkriterium sei. Ziel der Entwicklung sei die Tageslichtfotografie als Schwerpunkt der Anwendung durch die Zielgruppe. Auch eine Festbrennweite mit 14 Linsen wird sich entsprechend nicht besser schlagen.

CS
Jörg
 

SkyBob

Mitglied
Werd dann wohl mal mit Brennweiten auf astrobin spielen. Vielleicht tut sich da ja das ein oder andere objektiv auf.
Alte Sigma-Apos oder so.

Ist halt sehr mühselig ohne Account.
 

Ronald_Stenzel

Mitglied
hallo Markus,

der gängige Tenor im Thread ist ja offensichtlich: Ansprüche zu hoch, Budget zu niedrig.
Auffällig ist für mich auch:
"Schon getestet und unzufrieden: Zeiss 135/f3.5 Sonnar (Altglas)"
ich sag mal so, mein altes 135er Sonnar (PB-Variante) bildet bei f4.5 nicht viel schlechter als mein EF200/2.8L bei f4.5 ab.
Mein 70-200/2.8LnonIS ist für mich erst ab f5.6 gut brauchbar. Interessanterweise war mein altes EF 70-210/3.5-4.5 nicht viel schlechter, nur der schwerkraftbedingt ein/ausfahrende Tubus hat genervt.
Selbst das ehemals "heilige" EF300/2.8L benötigt ebenfalls mindestens f4, besser f5.
Mein Tip: überdenke das Thema Zoom und schaue im Laufe der Zeit immer mal auf den Gebrauchtmarkt nach Festbrennern, wie dem v.g. EF200/2.8, oder auch dem EF300/4... Die Dinger sind leichter, mechanisch deutlich stabiler und bilden auch astrofotografisch bei vernünftiger Blende gut ab.

viele Grüße - Ronald
 

Optikus

Mitglied
Moin,

... und wiegen nicht 3 1/2kg... Wobei das Ding bei mir nicht für die Nacht gekauft wurde, sondern den Abend, aber in der Stadt... Insofern verstehe ich die Frage des Threadstarters auch nicht so dass er eine reine Astrolinse sucht. Aber auch am Tag wird viel Plastikschrott verkauft, der nicht mehr als einen Urlaub aushält und allenfalls auch entsprechende Urlaubsbilder erbringt...

CS
Jörg
 

SkyBob

Mitglied
Auffällig ist für mich auch:
"Schon getestet und unzufrieden: Zeiss 135/f3.5 Sonnar (Altglas)"
Was ist denn daran auffällig.
Das Ding Haut mir trots abblendung auf f6 einen Farbhalo um die Sterne der schon sehr extrem stört.
Habe selbst vorher in Foren gestöbert und auf Astrobin.
Da dort die Aufnahmen Recht vernünftig wirkten habe ich mir eins besorgt.

Oder ich hatte trotz augenscheinlich gutem Wetter irgendwie Dunst in der Luft was dies verstärkte.
War jedenfalls grausam.

Oder diese Auffälligkeiten liegen am h-alpha Mod.
Ich weiß es nicht.

Da ich sonst im Low Budget Bereich unter 200€ unterwegs war und gesucht habe, dachte ich das evtl eine Aufstockung auf 400€ eine bessere Ausbeute habe.

Gruß Markus
 

markusbodensee

Mitglied
Hallo Markus,

vor etwa drei, vier Jahren unternahm ich erste Schritte in der Fotografie, so auch mit einem alten günstigen EF 100-300 f/4.5-5.6 USM.

Anbei ein Beispielfoto von M31

100 300.jpg


Ganz klar, die Bildverarbeitung ist miserabel. Das Objektiv zeigt trotzdem selbst bei Abblenden blaue Höfe um etwas hellere Sterne.

Bei Bedarf folgen weitere Fotos von M81 oder M57.

Viele Grüsse

Markus
 

Optikus

Mitglied
Moin,

KEIN preiswertes Fotoobjektiv ist ansatzweise frei vom Farbfehler, was für die Tageslichtfotografie auch weitgehend bedeutungslos ist, es sei denn man konzentriert sich auf Architektur mit scharfen Kanten usw., wo der Fehler auch sichtbar zu Tage tritt. Klassische Festbrennweiten waren früher auch mit ca. bis 5, 6 Linsen vergleichsweise einfach, erst durch Features wie Innenfokussierung, Stabi usw. sind auch da die Linsenzahlen in die Höhe geschossen, ohne dass das was bedeutet. Zugleich hat die Fertigungstechnik Zooms mit Brennweitenbereichen möglich gemacht, die früher undenkbar waren. In der Technik "bezahlt" man für jedes Feature, entweder in Geld, wenn dem Mehr an Fähigkeiten eine gleichbleibende Qualität gegenüber stehen soll oder mit anderen Eigenschaften, die dafür kompensierend runtergefahren werden.

Low Budget Festbrennweiten kommen heute in erstaunlicher Qualität aus China, dazu gibt's ausreichend viele Beiträge im Web. Früher wunderte man sich über Samyang, heute über Peregear, 7 Artisans, Laowa und wie sie heißen. Zooms sieht man da vergleichsweise wenig. Dafür sind da Firmen wie Tamron und Sigma neben den Originalherstellern am Markt.

Wenn man sich dann mal anschaut was da im Low Budget Bereich rumgurkt sieht an "immer drauf Superzooms" die sich weil einfacher zu realisieren ums dreifache ausschieben beim Zoomen, dabei nach kurzer Zeit rumwackeln wie die Lämmerschwänze und allenfalls mäßige Bilder bei rel. geringen Lichtstärken liefern, dafür aber Stabi usw., damit auch der ungeübte Fotograf damit rumwerken kann.
Das liegt einfach daran, dass die Aufgabe, die dauerhafte Präzision solcher Objektive, die gerwünschte geringe Größe und das geringe Gewicht sämtlich einander diametral entgegengesetzt liegen, so dass die Anzahl der Kompromisse bei solchen Produkten gegen unendlich geht - das Grundproblem aller eierlegenden Wollmilchsäue.

Ganz am Anfang hatte der Threadstarter sich Grundsatzdebatten über Zoom/Nichtzoom verbeten, leider ist aber gerade im Low Budget Bereich der Konflikt besonders extrem - Man kann sich dabei durchaus helfen, nur ist dann NEU eben kein Thema mehr, wie ich erwähnte bekommt man Geräte die durchaus auf Profi-Niveau unterwegs sind durchaus für kleines Geld, man muss mit Geduld und Akribie suchen, dann geht da was.

Die Qualitäten der alten Festbrennweiten wie dem Sonnar, aber auch praktisch aller Qualitätshersteller wie Pentax, Nikon, Canon und wie sie alle hießen und heißen kann und muss man da nicht als Referenz heranziehen, da sie genau so ihre Grenzen haben. Mit der EBV sind CA's nicht mehr das Problem, wegreden kann man sie aber nicht. Nur dass eine Anfangsöffnung von 2,8 / 3,5 / 4 immer noch was anderes ist als die 5.6 - 6.... immer noch eine andere Sache ist und bei den Billigzooms schon die Grundqualität der Aufnahmen teilweise so übel ist am Himmel, ich sagte teilweise (!) weil es auch rel. pos. Ausreißer gibt, dass sich das suchen in diesem Segment nicht lohnt. Von der mech. Bauqualität und der Resilienz gegen Feuchte, Staub usw. nicht zu reden.

CS
Jörg
 

SkyBob

Mitglied
Erst mal danke für eure Ausführungen.

Die Grunsatzdiskussion wollte ich gezielt vermeiden, da ich diese schon zu genüge hatte und / oder mit verfolgt habe.
Heißt aber nicht das Festbrennweiten nicht vorgeschlagen werden dürfen.
Es klingt natürlich wie die nicht erreichbare eierlegende Wollmilchsau.

Doch ging es mir dabei darum evtl. passable Objektive ausfindig zu machen.
Wenn die Halos an Sternen einen genau so dicken Kranz dastellen wie der eigentliche Sterndurchmesser,
dann nenne ich das schon heftig.

Und noch mal zusammen gefasst:
Es muss NICHT zwangsweise EIN Objektiv sein.
Es geht mir um eine generelle Brennweitenabdeckung von ca. 70/100 - 400/500
Einzelne Objektive mit kurzen Bereichen (100-200 o. 200-400) können da auch 200-250€ kosten
und dann nach und nach angeschafft werden.
Das Budget von 400€ bezog sich auf ein einzelnes z.B. 70-300.

Auch gestaffelte Festbrennweiten wären mir recht, wenn passabel aber nicht zu teuer.

Das ist für mich bereits passabel.
Keine besonders großen Halos und Abbildungsquallität FÜR MICH auch in Ordnung.

Bei Bedarf folgen weitere Fotos von M81 oder M57.
Das wäre interessant zu sehen.

Gruß
Markus
 
Zuletzt bearbeitet:

Optikus

Mitglied
Moin,

dann schau Dir im Brennweitenbereich 500mm doch mal das Pentax 67 5.6/500 an. Das hat wenig CA, ist relativ leicht für seine Größe, aber mechanisch top gebaut und als Vierlinser nicht sehr reflexanfällig.

IMG_5984.JPG


Da mit die vorhandene Streulichtblende zu kurz war habe ich mir einen passenden Ring besorgt, hier mit zwei Heliopan-Blenden 105mm versehen. Da nur am hinteren Ende eine Montageschelle vorhanden war kam eine Arca-Schiene darunter (Mengs), so dass das Objektiv ausbalanciert ist. Hier ist noch der "Rear Converter 1,4x" montiert.

CS
Jörg
 

dietmar42

Mitglied
Hallo Markus,

ich kann das Samyang 135mm mit Offenblende 2 ab 2.8 empfehlen gebraucht etwa um die 300€ (abhängig vom Mount)
Das ist neben dem 90mm Sony 2.8 eines meiner schärfsten Objektive bei 42Mpx.

Als gebrauchtes Zoom könnte noch das Tamron 150-600 oder eine der schon genannten Sigma Varianten in Frage kommen, diese werden gelegentlich mit defektem Autofokus deutlich unter 400€ gehandelt.

Da sich das Zoom schwerkraftbedingt bei zu steiler Ausrichtung verstellen kann habe ich hier schon mal was gepostet:

Die anderen Beiträge im Thread berichten u.a. von stündlichen Nachfokussieren wegen Abkühlung in der Nacht.
Mir ist auch schon die Frontlinse beschlagen, als ich dann die Heizmanschette hatte kamen die Wolken...

Grüße

Dietmar
 

schmitzac

Mitglied
Hallo Markus,

Bei Christian Buil stehen einige interessante Tests zu Kameraobjektiven mit Testbildern im Vergleich. Interessanter-weise hat mein Zeiss-Zoom Sonnar in der
Sony Rc100 ein sehr gutes Sternenbild. Die modernen Gläser wirken sich beim Sonnar sehr positiv aus und ich habe mit der winzigen Kamera gute Astrobilder gemacht. Auch das 135 mm von Samyang ist ein Sonnartyp. Weitere Objetivempfehlungen stehen in dem Buch " Spektroskopische Ausrüstung", die Spektroskopie ist auf sehr hochwertige Objektive angewiesen.

Cs

Andreas
 
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