Zweifelhafte Wege zur Bekämpfung der Klimaerwärmung...

Okke_Dillen

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... und ein weiterer Tropfen - ähm, Moment: Schluck! - Wermuth für die Freunde eines (zumindest gelegentlich) klaren Himmels...


Moin,

heute Nacht hörte ich im DLF einen Beitrag, in dem eine Maßnahme zur Bekämpfung der Klimaerwärmung vorgestellt wurde: die Ausbringung kleiner Partikel jenseits der Stratosphäre zur Abschattung der Sonneneinstrahlung um einige Prozent, von 1..2% sind die Rede. Der Vorschlag wird wohl aktuell im IPCC diskutiert.

In erster Näherung mag der Ansatz plausibel sein, was ein Vulkan schafft, könnte man ja auch künstlich erzeugen, nämlich eine Unmenge an Schwebstoffen weit hoch in die Atmosphäre blasen, um die Sonneneinstrahlung zu behindern. Einen Effekt - Temperaturabfall - kann man ja auch sehr gut nach zB einem großen Vulkanausbruch messen.

Abgesehen davon, daß uns Himmelsguckern Saharastaub und Musks Starlink-Satelliten bisweilen schon genug piesacken und nun mit der Schwebeteilchenausbringung eine weitere Spielart der Himmelsverschlechterung diskutiert wird, gibt es noch ganz andere physikalisch/meteorologische Effekte von solchen Partikeln: sie sind Kondensationskeime! Ob das schon bis zu Ende gedacht wurde, erschließt sich mir im Augenblick nicht.

Schwefel wird als Partikelsubstanz diskutiert, angelehnt an vulkanische Eruptiva. Hmmm, mal sehn... Schwefel... UV-Licht... Ozon...... --> SO3? --> SO4? --> saurer Regen? :oops:

Das weitaus gefährlichere daran ist aber, daß eine Durchführung globale Auswirkungen hat und nicht lokal begrenzt ist. Selbst wenn sich global geeinigt würde, auf solcherlei Maßnahmen zu verzichten, kann ich mir sehr leicht vorstellen, daß zB "Exklusiv-Vertreter der einzigen Wahrheit" à la "The Donald" befinden: "Oh great, now we can compensate CO2 emissions as much as we want. I've always given a shit already, now I can give two...I'm the greatest" (waren das schon 140 Zeichen?).

Könnte eine Weltgemeinschaft ihn dann aufhalten? Mir fallen da spontan 1...2 weitere "Alleinvertreter der einzig gültigen Wahrheit" ein, die auch einen entsprechenden Militärapparat hinter sich wissen....

Moderne Zeiten....

Grüße,
Okke
 

Optikus

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Moin,

lustige Idee, das klingt mir nach Milkgirlbill - es wird wärmer - Leute kauft Kühlschränke. Die "Nebenwirkungen" solcher Eingriffe in globale Klimaprozesse würde m.E. zunächst deren umfassendes Verständnis voraussetzen. Selbst wenn man einen Stoff fände, den man rein chemisch für "nebenwirkungsfrei" erkennen könnte wäre immer noch die Frage was im Detail passiert, wenn man dem globalen Wettersystem auf diese Weise Energie entzieht - vor allem langfristig.

CS
Jörg
 

Hoschie

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Hat der Mensch jemals vorher gewusst was er tat? (Und hätte das was geändert?)
Ich halte es für richtig, einen Plan B zu haben. Wenn man sich mal ansieht wie gut wir mit Plan A vorankommen und welch imposante Genies auf diesem Planeten das Sagen haben. Bei Plan B geht es um f*** viel, weswegen Bedenken nostalgischer Art wohl keine überzeugenden Gegenargumente sind.

Gleichzeitig fürchte ich, dass mit einem Plan B nichtmal mehr versucht wird, Plan A umzusetzen - zumindest solange Plan B nicht bedeutet dass wir alle auf den Mars umziehen müssen.

Zum Glück bin ich nicht mehr der Jüngste und hab keine Kinder.
 
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Hoschie

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Bisher gingen derlei Gedankenspiele - Spiegelchen in L1, Aerosole in die Atmosphäre etc - immer nur bis zu der Stelle, an der man den Aufwand abgeschätzt hat, und wurden dann als unrealistisch verworfen. Is ja auch die Frage, wer das dann bezahlen muss, und man stelle sich mit der Fragestellung mal die G8 mit Donald se Trump vor :censored:
 

Astrozoom GM

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Hallo zusammen,

diese Idee ist ja nicht so neu, nicht innehalten, sondern nach Kräften weiter rumpfuschen.
Das hält nur, wie so vieles andere, die alten Mechanismen am Laufen und den Geldfluss in der Richtung.

Das soll auch nicht die Menschheit retten, es soll sie nur davon abhalten, sinnvoller Weise und mit allen nötigen Konsequenzen aus dem Kapitalozän auszusteigen.

Gruß
Günther
 

Optikus

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Moin,

das Problem ist, dass der Ansatz an den Symptomen vermeintlich weniger unpopulär ist wie der an den Ursachen, wobei selbst ein symptomatischer Ansatz, wie z.B. eine technische Reduktion der Treibhausgase vielleicht machbar, aber immens aufwändig wäre - und damit wäre der "Komforfaktor" des symptomatischen Ansatzes weg - das ist das Problem.

CS
Jörg
 

Hoschie

Mitglied
war ja schon ein riesen Aufwand, das ganze CO2 erst freizusetzen. Der Planet hat hunderttausende Jahre gebraucht das einzulagern.
 
Hallo, macht euch keine Sorgen, der Planet rettet sich schon selber.
Wenn durch die Klimakatastrophe genug Menschen gestorben sein werden, fängt alles wieder von vorn an, so wie damals bei den Dinos.

Horst Reiner Menzel
 

Miquel Prado

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Hallo Okke, ein obskurer Beitrag im DLF dem du da beigewohnt hast. So etwas möchte man sicherlich nicht als Gute Nacht Geschichte hören. Daß es ernsthaft diskutiert wird, ist nicht lustig. Kam die Idee vielleicht von Greta Thunberg?..
Man sollte einmal eine seriöse Umfrage starten, nach dem Motto, "finde ich gut", "auf gar keinen Fall" etc. Das Ergebnis wäre interessant.
Klimaveränderungen hat es schon immer gegeben, deswegen muss man nicht gleich etwas dagegen unternehmen! Und schon gar nicht eine radikale Lösung.
Würde einer wie Donald die besagte Maßnahme beschliessen, gäbe es viel Gegenwehr in Form von "heisser Luft". Viel Bellen, aber kein Beissen. Dafür sind die USA zu mächtig. Die Welt müsste diese bittere Pille schlucken. Jedoch müsste er zuerst die Abgeordneten auf seiner Seite haben. Ganz alleine schafft er das nicht. Anders sieht es bei seinem Kumpel aus Nordkorea aus. Der könnte das im eigenen Land leichter durchsetzen. Hier kann ich mir dann aber einen Angriff der vereinten Mächte gegen ihn vorstellen.. Vielleicht wartet man nur auf eine solche Gelegenheit. Ist aber ein anderes Thema.

Insgesamt bezweifle ich eine ernsthafte Umsetzung stark.
Alleine schon wegen den Kosten, die dann wieder mal keiner wird tragen wollen.
VG
 
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