Hallo Andreas,
nun gut, ich denke schon, dass ein gebrauchter 12" Standarddobson über den Verkauf des 6-Zöllers auf EQ 6 gegenzufinanzieren ist.
Ich denke, eine Kombination des 6-Zöllers mit einem Newton auf der Monti oder auch nur ein Newton auf der Monti war nie Deine Idee und würde auch davon abraten.
So ein 12-Zöller zeigt Dir schon im Originalzustand unter Deinen Bedingungen deutlich mehr als Deine derzeitige Kombi. All die guten Ideen, wie man zB. das Störlicht abschirmt gelten ja öffnungs- ud teleskopunabhängig, wobei man einem Newton/Dobson natürlich etwas leichter als einem Linsenteleskop ähnlicher Qualitätsklasse auf die Sprünge helfen kann.
Auch das
Zitat von G2_Astro:
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Denn ein nachgeführtes Teleskop wo man sicher sitzend, länger als 15 - 25 sec. die Objekte ruhend in der Bildmitte beobachten kann, sieht man so viel wie mit 11" gedobst!
......
ist eine für mich nicht nachvollziehbare Einzelmeinung.
Nun habe ich einen 12" Dobson der vom Standard deutlich abweicht, aber um zu sehr guten Ergebnissen zu kommen muss man nicht so weit gehen wie ich.
Andererseits zeigt ein Bild davon doch mehr als man mit Worten alleine aussagen kann.
Markus beobachtet
Link zur Grafik:
http://vangestel.de/astrozoom/images/Markus.JPG
hier mit Baader Sonnenfolie visuell über volle Öffnung Sonnenflecken mittels der komakorrigierenden Düring-Barlow vor sowie Plössl Okularen hinter dem Binoansatz. 50° Feld bei ca. 200fach.
Wer ihm die Nachführhektik, die fehlende Konzentration, die Pein der unbequemen Sitzhaltung und Einblicksposition ansieht möge sein Beileid bekunden, ich werde das entsprechend weiterleiten.
Leute, wer solche Probleme hat, der will sie haben und tut nichts dagegen und die erste Erkenntnis ist, dass man gar nicht ständig nachführen muss und auch die Pfoten wegnehmen kann, wobei dieser Dobson so massiv ist, dass man sich auch anlehenen kann ohne ihm zum zittern zu bringen.
Es handelt sich übrigens um die Beobachtung zur Zeit dieser Fleckengruppe
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/1299775/Sonnenflecken_3.9.17_-_Dynamik#Post1299775
Link zur Grafik:
https://abload.de/img/sonne_030917_111926_gibspm.jpg
und auch um solche Detailfülle. An Mond und Planeten geht das auch und DS mache ich nur ohne Binoansatz, dafür mit möglichst weitwinkligen Okularen.
Die Sörlichtabschirmung im Garten bringt sicher viel an aufgehellten Standorten und das Bild zeigt Okulare mit nachgerüsteten seitlichen Störlichtfahnen auf Augenabstandshülsen mit passender Länge (aus Plastikröhrchen geschnitten).
Völlig egal ob am Refraktor oder am Newton, das hilft immer und ich habe nachts längst nicht immer so viel Störlicht wie bei Dir zu erwarten ist.
Der Newton hat auch eine (hässliche) Korkschicht als Dämmung und eine funktionierende saugende Lüftung, sowie eine Innenauskleidung mit Veloursfolie.
Das mit der Isolierung geht auch schöner
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/1296168/Tubusisolierung_und_Tau-/St%C3%B6rl#Post1296168
und allein schon die Veloursfolie isoliert schon etwas, aber es sind eben diese kleinen Schritte, wie z.B. auch eine Tau-/Störlichtkappe die immer ein paar Prozentpunkte bringen die sich letztlich zu deutlich sichtbarer Mehrleistung zummieren.
Wir haben mal einen durchoptimierten 8-Zöller nit einem 12" f/5 Standardnewton im Auslieferungszustand (nur gut justiert) unter normalen Verhältnissen verglichen.
An Mond und Planeten kam der 12er an diesem Abend nicht über die mit dem 8-Zöller gut machbaren Vergrößerungen hinaus, hatte nur ein etwas helleres Planetenbild aber auch einen deutlich aufgehellten Himmelsgrund zu bieten.
Das setzte sich bei Deepsky fort, allerdings war hier trotz des durch Stör-/Streulichteinfluss aufgehellten Bildes mit dem 12-Zöller mehr zu sehen. M 51 zeigte z.B. deutlich Spiralstruktur die der 8-Zöller an diesem Abend nicht brachte.
Man optimiert also Teleskope nicht um größere Öffnungen auszustechen, aber trotzdem gibt es einige einfache aber sehr lohnende Maßnahmen und wie bereits gesagt ist es unter ungünstigen Bedingungen schwieriger gute Beobachtungen zu machen, aber eben keineswegs unmöglich.
Gruß
*entfernt*