Zitat von marioweigand:
bitte sehr
Donnerwetter - das kam ja wie aus der Pistole geschossen! Dann hast Du offenbar - falls nicht jemand anders schon zuvor auf die Idee gekommen war - als erster das Verfahren in die Tat umgesetzt. Dafür bin ich Dir sehr dankbar, auch wenn das Ergebnis im Vergleich mit dem klassischen RGB an dieser Stelle nur marginale Vorteile gebracht hat. Dann war wohl das Seeing bei der Aufnahme doch nicht so überragend wie es sich für ein C14 gehört. Möglicherweise würde ein Beschnitt der Videos auf 15 s = 450 Frames noch eine geringfügige Verbesserung bringen.
Zitat von marioweigand:
Ich hatte ja eigentlich schon letztes Jahr vor, das mal zu probieren, jedoch kein Glück mehr mit dem Wetter gehabt.
Genauso ging es mir bis heute.
Zitat von marioweigand:
Leider habe ich die Videos nicht in der richtigen Reihenfolge aufgenommen, eigentlich wollte ich dafür eine RGBGR-Sequenz verwenden. Hier war es nun GBRGB.
RGBGR finde ich sehr interessant, weil ja der Blauauszug für das Morphen weniger geeignet erscheint. Auf die Idee war ich noch nicht gekommen.
Wegen der meist guten Qualität hatte ich selbst inzwischen auf Rot als Zeitreferenz (ggf. zusätzlich auch als Luminanz-Signal) gesetzt und wollte dann entweder über BG
RGB für Einzelaufnahmen oder fortlaufend über B
RG
RB
RG
R... mit asymmetrischen Morphintervallen synchronisieren. Die letztgenannte Folge bietet bei schwankenden Sichtbedingungen eine höhere Wahrscheinlichkeit, gute Luminanzbilder zu erwischen, und erscheint auch als Grundlage für Animationen naheliegender.
Zitat von marioweigand:
Vergiss nicht, dass dies durch die feine Abdeckung mit vielen Referenzpunkt in AviStack kompensiert wird! Eine Rotationsunschärfe ist den einzelnen Kanälen daher nicht anzumerken (30s, 900 Bilder). Die Rotation ist daher nur als Differenz zwischen einzelnen Farbsequenzen zu sehen. Und hier kommt das Morphing dann ins Spiel, um auch das auszugleichen.
Diese Erklärungen erscheinen mir sehr zutreffend. Gerade in den letzten Tagen wollte ich schon eine ältere
Diskussion zu dem Thema aufwärmen, weil auch mir inzwischen klar geworden war, warum Avistack im Zentrum des Planeten eine bessere Durchzeichnung liefert als AutoStakkert.
Der Grund für die bessere Schärfe im Zentrum scheint tatsächlich - wie Du m.E. ganz richtig bemerkst - darin zu liegen, dass AviStack "schnipselweise" stackt, während AutoStakert eine "integrale" Zentrierung benutzt. Dafür bietet aber AutoStakkert - wie meine oben zitierte Vergleichsanimation zeigt - eine bessere Durchzeichnung in den Randbereichen.
Die geringere Durchzeichnung bei AutoStakkert im Zentrum der Planetenscheibe können wir somit naheliegenderweise als Bewegungsunschärfe identifizieren. Demnach macht sich diese bereits bei Aufnahmen von 30 s bemerkbar, wenn man sie nicht durch zonenweises Stacken (AviStack) ausgleicht.
Vielleicht werde ich hierzu aus meinem Bildmaterial vom 2. September vorigen Jahres noch eine ergänzende Vergleichsanimation zusammenstellen, in welcher ich einmal die zentralen 50% der Bilder eines Videos und zum anderen jedes zweite Bild desselben Videos in gleicher Weise mit AutoStakkert und Fitswork bearbeite.
Glückwunsch jedenfalls zu Deinem "experimentellen" Beitrag mit den begleitenden Überlegungen zum Verständnis der Vorgänge.
Gruß, Jan