Jan_Fremerey (verstorben)
Aktives Mitglied
Nebenan gibt es mal wieder eine etwas längliche Diskussion über sinnvolle Brennweiten zur Kameraanpassung. Daraus entnehme ich die folgende Passage:
Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/mond_100422_232346_AS159v317md10rp3351_dSinc150itGx20Gs500_3-70e7g115_cr720x900.jpg
Das komplette Bild mit einem Umfang von 1863x1393 Pixeln (2,6 Mpx) ist kein Mosaik, es entstand aus einem einzigen Video, aufgenommen mit einer 3,75-µm Kamera an meinem offenen 6" Fraunhofer Refraktor bei 1,8 m Brennweite.
Für das Verständnis der Kameraanpassung bei f/12 und die Wirksamkeit einer datentechnischen Nachvergrößerung erscheint es mir hilfreich, den auf f/18 nachvergrößerten Bildausschnitt mit dem älteren f/12-Ergebnis etwas genauer zu vergleichen. In dem nachvergrößerten Bild werden eine ganze Reihe von Kleinkratern als solche erkennbar, die im kleineren Bild mehr oder weniger nur als einzelne Bildpunkte wiedergegeben werden. Das liegt ganz offensichtlich an dem begrenzten Auflösungsvermögen der Bildschirmwiedergabe und NICHT etwa an einer zu kurz gewählten Aufnahmebrennweite.
Dieser Sachverhalt ist auch erfahrenen Mond- und Planetenfotografen oftmals nicht bewusst. Um den "Samplingfehler" des Bildschirmrasters zu überwinden, arbeiten sie mit überlangen Aufnahmebrennweiten und glauben, dass es anders nicht geht.
Dieser Beitrag mag vielleicht gerade auch Besitzer etwas kleinerer Teleskope anregen, eine dieser inzwischen schon recht preiswert angeboteten hochauflösenden Kameras bei relativ kurzen Aufnahmebrennweiten einzusetzen. Mit 3,75 µm bekommt man die volle Teleskopauflösung bereits bei f/10, das ist das typische Öffnungsverhältnis von SC- und Maksutov-Teleskopen, aber auch von manchen Refraktoren unterschiedlicher Bauart.
Gruß, Jan
Im Anschluss an diese Eingabe habe ich mir heute nochmal ein Bildbeispiel zu letzgenanntem Setup vom April 2010 herausgesucht. Zugegebenermaßen war ich jetzt selbst einigermaßen überrascht, dass ich es damals versäumt hatte, diese Aufnahme vor der Weiterverarbeitung nachzuvergrößern. Das habe ich nun nachgeholt und zeige hier einen Bildausschnitt, den ich aus dem 1,5-fach (dSinc) nachvergrößerten Summenbild gewonnen habe:Zitat von Jan_Fremerey:Sehr richtig, Chris, und auf die Brennweite können wir - mit mehr oder weniger Barlow, oder gar Shapley - Einfluss nehmen!Zitat von Christian_P:Schlussfolgerung: Belichtungszeit muss immer im Zusammenhang mit der verwendeten Brennweite betrachtet werden.
Als ich z.B. mit der Chameleon erstmals eine hochauflösende Videokamera zur Verfügung hatte, habe ich die Brennweite von 3 m meines FH 6" f/20 Refraktors mittels eines Verkürzungsachromaten (Shapley) auf 1,8 m bzw. f/12 verkürzt, um die Optik besser an die Kameraauflösung von 3,75 µm anzupassen.
Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/mond_100422_232346_AS159v317md10rp3351_dSinc150itGx20Gs500_3-70e7g115_cr720x900.jpg
Das komplette Bild mit einem Umfang von 1863x1393 Pixeln (2,6 Mpx) ist kein Mosaik, es entstand aus einem einzigen Video, aufgenommen mit einer 3,75-µm Kamera an meinem offenen 6" Fraunhofer Refraktor bei 1,8 m Brennweite.
Für das Verständnis der Kameraanpassung bei f/12 und die Wirksamkeit einer datentechnischen Nachvergrößerung erscheint es mir hilfreich, den auf f/18 nachvergrößerten Bildausschnitt mit dem älteren f/12-Ergebnis etwas genauer zu vergleichen. In dem nachvergrößerten Bild werden eine ganze Reihe von Kleinkratern als solche erkennbar, die im kleineren Bild mehr oder weniger nur als einzelne Bildpunkte wiedergegeben werden. Das liegt ganz offensichtlich an dem begrenzten Auflösungsvermögen der Bildschirmwiedergabe und NICHT etwa an einer zu kurz gewählten Aufnahmebrennweite.
Dieser Sachverhalt ist auch erfahrenen Mond- und Planetenfotografen oftmals nicht bewusst. Um den "Samplingfehler" des Bildschirmrasters zu überwinden, arbeiten sie mit überlangen Aufnahmebrennweiten und glauben, dass es anders nicht geht.
Dieser Beitrag mag vielleicht gerade auch Besitzer etwas kleinerer Teleskope anregen, eine dieser inzwischen schon recht preiswert angeboteten hochauflösenden Kameras bei relativ kurzen Aufnahmebrennweiten einzusetzen. Mit 3,75 µm bekommt man die volle Teleskopauflösung bereits bei f/10, das ist das typische Öffnungsverhältnis von SC- und Maksutov-Teleskopen, aber auch von manchen Refraktoren unterschiedlicher Bauart.
Gruß, Jan