45°-90° Fernglas aus 2 Spektiven bauen

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Kusifu
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Kusifu

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Hey Freunde des Binokularen sehens.

Ich hab mir kürzlich ein 8×34 Lacerta zum überall hin mitnehmen gekauft.
Ich möchte noch weitere Ferngläser kaufen jedoch auf einem Stativ montiert. Nun fehlen irgendwie
45°- 90° Ferngläser unter 100mm auf dem Markt. Das kleinste jedoch teure das ich gefunden habe wäre dieses
Ich hab an 50-80 mm gedacht und überlegt zwei gleiche Spektiven sofern für Astronomie geeignet zu kaufen und zusammen zuschrauben
Bei manchen kann man sogar Okulare austauschen, wenn ich das richtig gesehen habe.

Denkt ihr das geht?
Spektive werden ja nicht für Astronomische Zwecke gebaut sind die für, diese trotzdem ansatzweise geeignet, also Sternhaufen, große Nebel.

Kenne mich mit spektiven nicht aus.

Clear Skies Felix
 
Ich hab an 50-80 mm gedacht und überlegt zwei gleiche Spektiven sofern für Astronomie geeignet zu kaufen und zusammen zuschrauben ...
Wobei ich davon ausgehe, dass du dafür Spektive meinst, die bereits mit einem abgewinkelten Einblick am Okularende ausgestattet sind.

Tja, was gibt es da zu bedenken?

(1) Du musst den axialen Abstand der beiden Optiken auf deinen Augenabstand (IPD = Interpupillary Distance) einstellen können. Der maximale Durchmesser jeder der beiden Optiken (einschließlich Gehäuse) darf deshalb nicht größer als die IPD sein, und das betrifft nicht nur die Fassung vom Objektiv, sondern auch die Okulare. Damit scheidet schon mal alles mit Öffnungen wesentlich oberhalb von 50 mm aus, es sei denn du hast einen IPD von Hammerhaien.

(2) Eine zusätzliche Komplikation schafft dann der abgewinkelte Okulareingang. Damit scheidet nämlich eine Knickbrücke zum Einstellen der IPD zunächst mal aus, weil die Okularichtungen dabei nicht mehr korrespondieren. Man müsste also entweder eine mechanisch aufwändige Parallelverschiebung der beiden Tuben konfigurieren, oder von vornherein auf eine variablen IPD verzichten, so dass die Konstruktion dann nur für einen Benutzer mit der richtigen IPD taugt.

Summa summarum, erscheint mir die Idee mit den Spektiven doch recht aufwändig und von eingeschränktem Nutzen. Wenn das anders wäre, hätte wohl schon jemand so etwas vermarktet. Es gibt natürlich Großferngläser mit abgewinkeltem Einblick, aber die verwenden halt keine Spektive, sondern ganz andere optische Konfigurationen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Klar ist das machbar, das Ergebnis ist auch hervorragend nur der Preis dürfte Dir nicht gefallen :)

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Grüße Jochen
 
Hallo Felix,

Ich hab an 50-80 mm gedacht und überlegt zwei gleiche Spektiven sofern für Astronomie geeignet zu kaufen und zusammen zuschrauben

das geht durchaus, allerdings nur für kleinere Öffnungen da sonst der Augenabstand zu groß wird.
Der Außendurchmesser des Spektivs darf ja nicht größer sein als dein Augenabstand wenn 2 nebeneinander liegen sollen.
Hier ist eine sehr schöne Variante sogar mit ED Spektiv so das prinzipiell auch etwas höhere Vergrößerungen ohne störenden Farbfehler möglich sind.

Grüße Gerd
 
Hallo Jochen,

na ja mit extra Umlenkeinheit für Doppelrefraktoren.
Da muss man ja das Spektiv zerlegen, und die Sache wird sehr teuer.
Da ist man sicherlich besser dran gleich ein fertiges Großfernglas mit 90° Einblick zu kaufen wie zb. das von APM das Felix ja schon erwähnt hatte.
Ich sehe da keinen Sinn stattdessen zwei Spektive zu zerlegen und ne sehr teure Umlenkeinheit für Doppelrefraktoren zu verwenden.

Grüße Gerd
 
Ich sehe da keinen Sinn stattdessen zwei Spektive zu zerlegen und ne sehr teure Umlenkeinheit für Doppelrefraktoren zu verwenden.

Hallo Gerd,
die Spektive sind nicht zerlegt, sondern Objektivmodule von Swarovski.
Allerdings fürchte ich eine Verschlechterung der optischen Abbildung, wenn sie mit EMS-Spiegel betrieben werden. Die Module wurden ja sicherlich für einen nachfolgenden Glasweg des Okularmoduls gerechnet.
 
Ok die SWAROWSKI Lösung ist zu teuer.
Ich glaube ich las es und kauf mir Irgendwann (könntes mir zwar jetzt leisten hab aber Aktuell andere Astronomische Anschaffungen in Planung die wichtiger sind) ein 100mm 90° Bino Groß Fernglas ich denke da an dieses Hier ist Billiger, als das APM ich schätze gleiche Leistung ich glaube sogar ein Klon. Ich kenne das 120mm APM Bino aus meiner Vereinssterwarte

Vielleicht kauf ich mir auch mal 2 Günstige 50mm Spektive ich schätze da gibt es welche mit passendem Augenabstand
und baue daraus ein Fernglas (ähnlich wie das doppel Kolibri) einfach um mal zu testen was möglich ist.

Clear Skies
Felix
 
Wirklich günstiger wird es durch einen Selbstbau kaum. Auch die Celestron Hummingbirds kosten ja ein paar Hunderter.

Mit Wolfis kleinem Grossfernglas kommt man da sicher weiter, auch wenn keine Zoom-Okulare dabei sind. Viel mehr als vielleicht 30x würde ich diesem Gerät aber auch nicht zumuten wollen.

Aber auch damit kann man schon viel Spaß haben, sei es nun tagsüber mit der 45° Variante oder bei Nacht etwas flexibler mit der 90° Version.

Ich bastele auch gerade an einem kleinen 50mm Bino, aber alleine die Amicis und Kleinteile wie Fokussierer gehen in der Summe dann ordentlich ins Geld.

Viele Grüße
Sebastian
 
Hey danke Sebastian das ist ja ein Schnäppchen verglichen. Dieses Fernglas hab ich bisher noch gar nicht gesehen und Dan soll es ein semi Apo mit Triplet Objektiv sein. Das kommt auf meine Liste.

Clear Skies
Felix
 
Hasllo Ralf,

Hallo Gerd,
die Spektive sind nicht zerlegt, sondern Objektivmodule von Swarovski.
Allerdings fürchte ich eine Verschlechterung der optischen Abbildung, wenn sie mit EMS-Spiegel betrieben werden. Die Module wurden ja sicherlich für einen nachfolgenden Glasweg des Okularmoduls gerechnet.
oh dieses modulare System von Swarovski kannte ich noch nicht.
Ok zerlegen muss man das teure Stück also nicht aber wie du schon sagst wird dem Objektiv mit dem adaptierten Spiegelsystem nun der Glasweg fehlen was die Farbkorrektur verschlechtert.
Und bedeutend teurer als ein gutes Großfernglas mit 90° Einblick und vergleichbarer Öffnung wird die Sache dann ja auch. Ich sehe da wirklich keinen Grund für diese Lösung. Wenn man selbst was baut dann sollte es doch preisgünstiger werden und nicht teurer wie ein fertiges Produkt.

Grüße Gerd
 
Hallo Felix,

Augen auf beim Fernglaskauf.

ich denke da an dieses Hier ist Billiger, als das APM ich schätze gleiche Leistung ich glaube sogar ein Klon. Ich kenne das 120mm APM Bino aus meiner Vereinssterwarte

Das von dir erwähnte Omegon ist zwar billiger aber ein einfacher Achromat. Von gleicher Leistung wie ein APM ED Glas kann daher keine Rede sein.

Es gibt bei diesen Großferngläsern 3 Varianten.

Variante 1 einfacher Achromat, billigste Variante aber nur für geringe Vergrößerungen zu empfehlen da sonst der Farbfehler störend wird.

Variante 2 mit FPL51
Teurer wegen teurem ED Sonderglas, dafür bessere Farbkorrektur und auch für höhere Vergrößerungen geeignet.

Variante 3 mit FPL53
Teuerste und beste Version mit sehr guter Farbkorrektur.

Also bitte nicht alles in einen Topf werfen und so tun als sei alles eh dasselbe.
Im übrigen werden die APM Großferngläser von der Firma Wellenform geprüft und justiert.
Das ist auch noch ein wichtiger Unterschied.

Grüße Gerd
 
Hallo Sebastian,

Wirklich günstiger wird es durch einen Selbstbau kaum. Auch die Celestron Hummingbirds kosten ja ein paar Hunderter.
die Hummingbirds sind ja schließlich auch gute ED Spektive die nun mal etwas mehr kosten als einfache Achromate.
Man bekommt dann auch ein gutes ED Bino und liegt mit dem Selbstbau deutlich unter dem Preis verfügbarer ED Binos mit 90 oder 45° Einblick.
Mit Wolfis kleinem Grossfernglas kommt man da sicher weiter, auch wenn keine Zoom-Okulare dabei sind. Viel mehr als vielleicht 30x würde ich diesem Gerät aber auch nicht zumuten wollen.
Du empfiehlt hier das Billigste was verfügbar ist aber dieser einfache und billige Achromat ist kein fairer Vergleich zum ED Bino aus 2 Hummingbirds.

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,

sobald man eine IPD unter 64 mm hat, die Funktion des verstellbaren Augenabstands und vielleicht auch noch des einfachen Herstellens einer parallelen Ausrichtung benötigt, wird es mit den Hummingbirds schwierig. Ich habe eine kleine Verstellplattform aus China importiert, für 150 $, sowas sollte man mindestens dazu rechnen.

Und die Anwenderberichte zum Hummingbird verheissen für Vergrößerungen über 20-25x nicht wirklich Gutes, Sonderglas hin oder her. Da würde ich den praktisch erwiesenen Komfort mit dem TS-Fernglas über die theoretische Bildqualität des Hummingbirds setzen.

Selbstbau kann auch Spaß machen, wenn es im Ergebnis mehr kostet. Das tut es übrigens eigentlich immer, wenn man seine Arbeitszeit wenigstens mit Mindestlohn einrechnet.

Viele Grüße
Sebastian
 
Hallo Sebastian,

na ja etwas Aufwand hat man natürlich auch mit 2 Hummingbirds und die Pupillendistanz muss noch passen.
Das weiß man ja aber vorher ob es noch passt oder nicht. Und wenn dann ist es sicherlich ein nettes Selbstbauprojekt das auch Spaß macht und wo unterm Strich was Schönen herauskommt.

Zur Qualität der Hummingbirds hab ich jetzt keine näheren Infos
Ich hatte auch schon mal den Gedanken 2 Skywatcher 50mm ED Sucher zu verwenden.
Die sind aber geradsichtig und für einen ZS reicht vermutlich der Backfokus nicht.
Da müsste man den Tubus kürzen um einen ZS verwenden zu können aber das wäre auch noch eine Möglichkeit vergleichsweise preisgünstig zu einem guten ED Bino mit 90° Einblick zu kommen.
Optisch sind die 50mm ED Sucher von Skywatcher mit FPL53 ja wirklich sehr gut.
Da sollten Vergrößerungen bis AP 0,5 also 100 fach kein Problem sein.

Grüße Gerd
 
Hi
das die Hummingbirds nicht billig sind, hat auch niemand behauptet. Aber sie sind optisch gut und kommen mit vielen der guten Okulare klar und in den Fokus. OB das nun ein LVW 22, Morpheus und auch Nagler soweit ich weiß sind.
Und der Anblick /Durchblick ist durchaus überzeugend. Ich habe selbst durch ein solches Bino schon mehrfach geschaut. Im Vergleich dazu sind die Pseudo-Halb Apo Fertiggläser eben wirklich nur bei kleinen Vergrößerungen ansehnlich. Gerade bei den vor Jahren aufkommenden Fernostgeräten der ersten Generationen empfand ich bei denen, die ich vor dem Auge hatte, die Farbfehler schon früh als störend.
Dieses Thema umgeht man halt mit den ED Hummingsbirds und bestimmt auch mit anderen ED Spektiven die am Markt sind.
Was man bedenken muss ist die Tatsache, dass man 80mm Spektive nicht einfach parallel aufbauen kann, ob der Pupillendistanz. Hier bräuchte es Umlenkung oder Matsumotos die dann reichlich Geld kosten.
Dann würde ich im Non ED Bereich lieber direkt zum Vixen BT 81SA greifen.

CS
 
Hallo,

ein 80er Vixen BT habe ich auch und mag es, fand dort aber 12 mm Okulare (40x) schon zu viel des Guten und bin jetzt mit 15 mm (32x) sehr zufrieden. Gebraucht kann man es sicher auch mal im Preisrahmen des TS-Binos bekommen.

Dieses 70er hat allerdings einige gute Kritiken bekommen, gerade auch von Terrestrikern, deswegen habe ich es empfohlen. Auch hier würde ich aber für das Erwartungsmanagement die gleiche Einschränkung bis AP 2 - 2,5 mm setzen.

Zum Hummingbird habe ich halt gegenteiliges gelesen. Im Fernglasforum berichteten mehrere Nutzer (monokular, tagsüber) unabhängig voneinander, dass das Bild bei höheren Vergrößerungen recht flau würde, auch mit verschiedenen Okularen.

Nun stellt sich natürlich sowieso die Frage, wie viel V man 56mm Öffnung zumuten möchte, aber wenn es positive Erfahrungen mit dem Doppel-Kolibri gibt, dann nur zu, eine schöne Anleitung wurde ja oben verlinkt!

Viele Grüße
Sebastian
 
Hi Sebastian
für den Tag würde ich das BT81 auch nicht vorn sehen, aber nachts - ich hatte eines direkt von Vixen für ne Nacht zur Verfügung - fand ich es sehr ansprechend was Deepsky angeht. Mond und Co waren nicht da.

Diese Urteile kenne ich nicht. Ich kann nur aus nächtlicher Sicht berichten.
Hier der Link dazu:
CS
 
Hallo zusammen,

Auch die Celestron Hummingbirds kosten ja ein paar Hunderter.

da ich gerade mal ne Preissuchmaschine bemüht hatte.
Die Preisunterschiede der einzelnen Angebote sind hier enorm und ich hatte die auch etwas teurer in Erinnerung. Wer sucht der findet aber auch sehr günstige Angebote.
Das 56mm ist relativ oft für so um die 250 zu haben und das 50mm gibt es auch schon mal für unter 200.
Das günstigste Angebot für den 50mm im Juli lag bei 165,74.
Aktuell ist es ab 212 zu haben.
So wahnsinnig teuer ist es also nicht so das man dann in jedem Fall als Bino sehr deutlich unter zb. dem einfachen Achromaten von TS liegt auch wenn der dann 70mm Öffnung hat und man beim dopplelkolibri noch einige Euro für mechanische Bauteile ausgibt.

Zur optischen Leistung von so einem doppelkolibri sei noch mal auf die von mir und Antares schon verlinkte Seite verwiesen.

Erste Beobachtungen mit dem Doppelkolibri zeigten am Mond und Venus ein knackig scharfes, farbreines Bild. Erst bei Vergrößerungen oberhalb von etwa 50x bildet sich an Venus ein violetter Saum aus. Die Sternabbildung ist mit den 24mm Panoptics (7x) sehr gut mit ganz leichter Randunschärfe im äußeren Drittel des Gesichtsfeldes die Morpheus 12,5mm (14x) und 9mm (18x) zeigen über das gesamte Feld eine sehr gute Sternabbildung. Die Morpheus 17,5mm würden 10x Vergrößerung liefern, bei einer AP von 5mm und wären perfekt für dieses Bino (sind bereits vorgemerkt). Die 19mm und 15mm Panoptics funktionieren leider gar nicht gut mit diesem schnellen Öffnungsverhältnis und weisen bereits ab etwa der Hälfte des Gesichtsfeldes extrem starke, komatöse Ausbuchtungen an Sternen auf. Andere Okulare werde ich zu gg. Zeit testen, denke aber, dass die üblichen Okularkandidaten, welche an schnellen Teleskopen scharf abbilden, hiermit auch gut funktionieren werden. Mit keinem Okular waren irgendwelche Geisterbilder (doppelte AP) auszumachen, wie sie manchmal bei billigen Binoansätzen auftreten. Alles in allem ist die Abbildung des kleinen Doppelkolibri sehr ansprechend und kann mit Sicherheit mit den besten Ferngläsern in dieser Öffnungsklasse mithalten und das bei vergleichsweise riesigen scheinbaren Gesichtsfeldern sowie variabel einstellbaren Vergrößerungen. Ich bin gespannt, was der kleine Doppelkolibri am Himmel noch alles zeigen wird!

Grüße Gerd
 
Hier mal ein paar Bilder von der kleinen chinesischen Verstellplattform, die man für so ein Projekt verwenden könnte. Zur Bezugsquelle kann ich nur sagen, schreibt bei CN den Nutzer Range88 an und fragt ihn direkt.

Für mich und meine 62(,5) mm wird der minimale Augenabstand zu knapp, sonst würde ich vielleicht schwach werden, alleine für einen Vergleich mit den 51mm Objektiven aus Lytkarino, mit denen ich mein nächstes Kleinfernglas bastele.

Viele Grüße
Sebastian

PS: Als Nachtrag, weil die Forensoftware meinen ersten Textentwurf gefressen hat: Die Klemmungen sind für das Vixen-SUCHER-Format (Basisbreite wohl 30 mm). Ich suche gerade zwei kurze Schienen für dieses Format. Falls jemand einen Tipp hat, wo ich die bekommen kann, wäre ich dankbar!
 

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Hallo zusammen,

ich habe mich noch mal etwas intensiver mit den Eckdaten beschäftigt und auch mal ein Design erstellt um mal einen Eindruck von den Möglichkeiten bei diesen Eckdaten zu bekommen.
Das 50mm hat nur 170mm Brennweite und damit wirklich sehr anspruchsvolle F3,4.
Das ist nicht nur für das Design des Objektivs eine Herausforderung sondern auch für die Okulare.
Ich habe mal ein Design mit LAF54/FPL53 erstellt.
Der Farbfehler lässt sich bei den 50mm Öffnung auch bei F3,4 noch ganz gut korrigieren.
Im Feld zeigt sich aber bei dem sehr großen Feldwinkel der hier möglich ist ausgeprägte Bildfeldwölbung und Astigmatismus.
Die Bildfeldwölbung skaliert mit der Brennweite und da sind 170mm eben sehr wenig.
Hier ist es enorm wichtig das die Okulare dazu passen.
Okulare zeigen im Feld ebenfalls Bildfeldwölbung und Astigmatismus und im günstigen Fall mit umgekehrten Vorzeichen so dass sich die Fehler von Objektiv und Okular gegenseitig mindern und im Ideal aufheben.
Das scheint wohl bei den im zitierten Test verwendeten Morpheus der Fall zu sein da diese im Test über das Feld offensichtlich eine sehr gute Schärfe zeigen.
Wichtig ist auch das die Okulare überhaupt die F3,4 vertragen und nicht schon auf der Achse einbrechen.
Okulare können sphärische Aberration und Farbfehler auch schon auf der Achse einführen wenn sie mit der Öffnungszahl überfordert sind.
Das könnte auch die von Sebastian erwähnten Berichte erklären.
Es ist hier also wirklich enorm wichtig die passenden Okulare zu verwenden.
Das kann man nur durch probieren herausfinden. Auch der Preis oder die Abbildung an anderen Optiken ist da keine Hilfe.
Die Okulare müssen halt zum Hummingbird passen und im günstigsten Fall dessen Feldfehler kompensieren.
Und sie müssen halt mit F3,4 klar kommen ohne nennenswert SA oder Farbfehler einzuführen.

Grüße Gerd
 
Hier mal ein paar Bilder von der kleinen chinesischen Verstellplattform, die man für so ein Projekt verwenden könnte. Zur Bezugsquelle kann ich nur sagen, schreibt bei CN den Nutzer Range88 an und fragt ihn direkt.
Sebastian, hast Du einen direkten Link auf diese Quelle? Ich konnte zwar viele Beiträge von range88 auf CN finden, aber nichts zu diesem Gadget.

Und noch zwei Fragen dazu:

(a) Wie groß ist der laterale Verstellweg?

(b) Kann man die Kollimierung der optischen Achsen damit einstellen?

Danke und Gruß,
Peter
 

Danke nochmals, Niki, ich sehe mir das mal an!


Hallo Peter,

Ausgangspunkt war dieses Thema bei CN. Dann habe ich aber direkt den Kollegen angeschrieben und die Plattform über ihn bezogen. Es gibt offenbar (noch) keinen internationalen Vertrieb dafür.

Der laterale Verstellbereich liegt zwischen 60 und 75 mm. Die gegenüber der Einstellschraube befindliche Aufnahme lässt sich mittels der zwei seitlichen Schrauben nach rechts oder links verdrehen und mittels der vorne und hinten befindlichen Schrauben nach oben oder unten kippen. Somit sollte das paralle Ausrichten der Tuben gelingen. Bis zu welcher Vergrößerung das von der Genauigkeit her ausreicht, konnte ich noch nicht testen, ich will mich auf 20x beschränken.

Viele Grüße
Sebastian
 
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