Phthalate, Materialen und Inhaltsstoffe

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Ehemaliges Mitglied

Hallo in die Runde,
ungewöhnliches Thema, aber vielleicht findet jemand hier meine Gedanken es wert aufzugreifen und darüber zu diskutieren.
Anlass war einerseits der Tausch von Trageriemen bei Zeiss in 2019 wegen Grenzwertüberschreitungen von Polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen.
Andererseits das Abschneiden des Victory Pocket mit mangelhaft in Stiftung Warentest im April 2022 wegen gefährlicher Stoffe in Oberfläche und Augenmuscheln des Fernglas.

Nun ist es zwar so dass die gesetzlichen Grenzwerte eingehalten wurden, doch meine Bereitschaft ein angebliches Premium-Produkt zu kaufen sank dann doch, weswegen das Victory Pocket wieder aus dem Warenkorb gelöscht wurde.
Klar, so ein Fernglas habe ich nicht 24/7 in meinen Händen, und ich kaue auch nicht frustriert darauf herum wenn nachts die Wolken den Himmel dicht machen oder die Vögel immer dann wegfliegen wenn ich das Fernglas zum Auge hebe.
Aber andere Hersteller schaffen es ja offenbar dennoch auf gesundheitsgefährdende Stoffe zu verzichten und trotzdem benutzbare Ferngläser zu verkaufen.
(Oder hat Zeiss einfach nur Interesse daran für ihre medizinische Sparte im Bereich Bestrahlungstherapie und Krebs-Diagnostik für ausreichend Patienten zu sorgen?) ;-)

Meckern auf hohem Niveau? Ja, wahrscheinlich. Jedenfalls bemerkte ich rasch dass es mühselig ist Informationen darüber zu beschaffen wenn einem das Thema Inhaltsstoffe jenseits von Nahrungsmitteln wichtig ist. Über das Umweltbundesamt stieß ich auf eine App mit dem Namen Scan4chem: Scan4Chem Smartphone-App und Web-App
Diese soll es einfacher machen die Informationen zu einem Produkt zu erhalten. Bei meinen nächsten Käufen wird diese bestimmt zum Einsatz kommen.
Auf die Frage ob etwas anderes an die Stelle des Victory Pocket in den Warenkorb kam: Kowa Genesis Prominar 8x22 - ... schauen wir mal.
 
Vielen herzlichen Dank für den Hinweis Dominique. Der Zwinker-Smiley hatte die Absicht diese provokant klingende Frage als ironisch gemeint zu deklarieren. Zweifel daran können wir nun getrost als aufgelöst betrachten.
 
Der Zwinker-Smiley hatte die Absicht diese provokant klingende Frage als ironisch gemeint zu deklarieren
das war mir bewusst, jedoch hatte m.M.n. der Smiley auf Grund angelehnt zynischer Grundstimmung seine Wirkung verfehlt. Daher nutzt m.E. eine solche gegenüber Zeiss sicher schlichtend gemeinte Absichtserklärung wenig.

Davon abgesehen dürften Ferngläser in Anbetracht seiner geringen Verkaufszahlen und gemessen an risikoreicheren Produkten kaum diese Diskussion wert sein. Da würde ich Duschgel, Gummibärchen, Unterhosen und Nagellack als bedenklicher ansehen und besser die Glasherstellung, ihre Substanzen im Kontext auf Umweltschäden betrachtend mehr hinterfragen.
 
Aber andere Hersteller schaffen es ja offenbar dennoch auf gesundheitsgefährdende Stoffe zu verzichten und trotzdem benutzbare Ferngläser zu verkaufen.

Auf die Frage ob etwas anderes an die Stelle des Victory Pocket in den Warenkorb kam: Kowa Genesis Prominar 8x22 - ... schauen wir mal.
:eek: Wintergatan du Pöser ;) wie kannst du nur...... das kommt einer Majestätsbeleidigung gleich und muss bestraft werden, Chleudert den Purchen zu Poden.

Gruß
Ralf
 
Hallo Markus,

PAK (englisch: PAH) sind grundsätzlich schon eine nicht zu unterschätzende Gefahr im Alltag, vor allem in Bezug auf das potenzielle Krebsrisiko. Hierzu gibt es eine interessante Veröffentlichung: https://www.umweltbundesamt.de/site...onen/polycyclic_aromatic_hydrocarbons_web.pdf.

Für Gelegenheitsbeobachter und vor allem im Winter mit Handschuhen mag das Risiko beim Gebrauch von Ferngläsern noch sehr überschaubar sein. Zudem, was weiß man über seine anderen Ausrüstungsgegenstände wie z.B. Okularmuscheln (vielleicht Made in PRC), Fotoobjektive mit den entsprechenden Gummierungen etc.?

Für mich kein Grund, mein Victory 8x42 FL T* zum Sondermüll zu geben.

Grüße
Jürgen
 
Danke Jürgen,
zwischenzeitlich habe ich mir ein Video aus der Produktion von Steiner angesehen (deren PAK-Gehalt war auch im oberen Bereich):
Wenn auch deren Mitarbeiter die Gehäuse den lieben langen Tag ohne Handschuhe weiterverarbeiten, kann es nicht so gravierend sein...
 
Hallo!
Für Gelegenheitsbeobachter und vor allem im Winter mit Handschuhen mag das Risiko beim Gebrauch von Ferngläsern noch sehr überschaubar sein. Zudem, was weiß man über seine anderen Ausrüstungsgegenstände wie z.B. Okularmuscheln (vielleicht Made in PRC), Fotoobjektive mit den entsprechenden Gummierungen etc.?
Diese Gegenstände hält man zwar nicht so oft und dann auch nur kurz in der Hand. Aber sie liegen daheim das ganze Jahr in einem Schrank oder Regal im Wohnbereich. Bei mir zumindest, da ich teures Zeug nicht in der Garage lagere. Und dort geben sie die Schadstoffe in die Raumluft ab.

Bisher habe ich mir über sowas nicht allzuviele Gedanken gemacht, aber in den letzten Wochen musste ich meine Frau bei ihrer Krebsoperation und der scheinbar endlosen Nachsorge (die noch lange nicht vorbei ist) begleiten und bin auch nachdenklich geworden. Irgendwelche Gegenstände die nachgewiesenermassen schädliche Stoffe enthalten kommen mir nicht mehr ins Haus, auch nicht, wenn sie von renommierten Herstellern stammen.

Grüße
Maximilian
 
Hi,

Ich habe gerade mal meine Körperpflege-Produkte durch-gechecked zu Hause, nicht eines hatte sich gerettet.....o_O

Clear skies!,
- Martin
 
Hallo!

Diese Gegenstände hält man zwar nicht so oft und dann auch nur kurz in der Hand. Aber sie liegen daheim das ganze Jahr in einem Schrank oder Regal im Wohnbereich. Bei mir zumindest, da ich teures Zeug nicht in der Garage lagere. Und dort geben sie die Schadstoffe in die Raumluft ab.

Bisher habe ich mir über sowas nicht allzuviele Gedanken gemacht, aber in den letzten Wochen musste ich meine Frau bei ihrer Krebsoperation und der scheinbar endlosen Nachsorge (die noch lange nicht vorbei ist) begleiten und bin auch nachdenklich geworden. Irgendwelche Gegenstände die nachgewiesenermassen schädliche Stoffe enthalten kommen mir nicht mehr ins Haus, auch nicht, wenn sie von renommierten Herstellern stammen.

Grüße
Maximilian
Hallo Maximilian,

Deine Vorsicht kann ich natürlich gut verstehen. Leider kann man diesen Stoffen nicht vollstaändig aus dem Weg gehen, weil sie überall anzutreffen sind. Viele Menschen gehen ihnen auch aus Unachtsamkeit nicht aus dem Weg, zum Beispiel alle diejenigen Dieselfahrer, die an den Zapfsäulen keine Schutzhandschuhe anziehen oder diejenigen, die sich immer noch an ihren Holzkohlengrills erfreuen.

Inwieweit PAKs aus Kunststoffen an die Umgebungsluft abgegeben werden, weiß ich nicht, aber theoretisch möglich ist es , da einige dieser Vertreter bei Atmosphärendruck sublimieren.

Bei "nachgewiesenermaßen schädlich" gibt es natürlich das Problem, dass sich Grenzwerte ständig ändern und auch von Land zu Land unterschiedlich sind. Hier ein objektives Urteil zu fällen ist schwierig.

Alles Gute
Jürgen
 
"Ich habe gerade mal meine Körperpflege-Produkte durch-gechecked zu Hause, nicht eines hatte sich gerettet."

Ich nutze Kernseife natur. Als Deo einen Mix aus Zitrone und Essig. Funktioniert super.
 
Naja, auch wenn sich keines rettet auf der Liste, bleib ich mal bei meinem Alpecin, Nivea u.s.w.
Meine Zahnpasta bleibt auch mal sicherheitshalber, möchte ich nicht mit Salz ersetzen. Das hatte ich schon mal gesehen in einem Land wo Colgate, purer, sehr teurer Luxus ist für die Mehrheit der Einbewohner.

Clear skies,
- Martin
 
Auch wenn es bissl lächerlich erscheint..ich benutze oft Produkte von Penaten..also Baby und Kleinkinder Zeugs..Duschgel, Pflegeöle usw. bei diesen Produkten wird nämlich besonders auf verträgliche Inhaltsstoffe geachtet..kann ich jedem Erwachsenen empfehlen..Gruß Olaf
 
Find ich nicht lächerlich zu wissen wie man sich am besten pflegt.
Habe zwei Arbeitskollegen mit denen man öfters durch die Länder reist, und man kennt sich und diese „Kindersachen“ in Form von Cremes oder Shampoos werden als zusätzlichen Schutz gesehen bei stark strapazierden Haut und vorallendingen Kopf.
Und persöhnlich bei starker Sonnenbestrahlung(UV10) bei Wartung von Solaranlagen greife ich ruckzuck zur großen Sonnencreme Flasche für die Knirpse. Die funktioniert am besten und qualme meine Haut so nicht ab.
Auch Sonnenbrille und Hut gehört dazu bei allen(ausser einem…), nah und der „stärkste Mann der Truppe“, der auch übermäßig zum Bier greift ohne Sonnenschutz und Brille wird seine Brust-raus ich kanns und werds euch zeigen dann irgendwann mal zahlen, was man dem großmäuligen Mitarbeiter wirklich nicht wünscht, aber obvio schadet er seine Augen und seine Gesundheit. AOK wird zahlen…..
Und bei so Arbeiten im sonnigen Süden Europas können die Temperaturen auf dem Substrat auf dem man steht locker die 50°C überschreiten…..

Clear skies,
- Martin
 
Hallo, wenn ich die Tests bei Stiftung Warentest richtig verstehe, sind die meisten Ferngläser stark mit Schadstoffen belastet. Mich hat das schon erschreckt. Wie soll man damit umgehen? Alle neueren Ferngläser verkaufen (kann man ja dann guten Gewissens eigentlich auch nicht mehr) und nur alte Gläser benutzen?
 
Moin,

also,

ich weiß ja nicht wie Ihr Eure Ferngläser nutzt, ich habe sie im Freien in der Hand, schaue hindurch, lecke sie nicht ab und mache auch nichts anderes was mich in engeren persönlichen Kontakt damit bringt. Ich wüßte aktuell nicht wie ich mich bei zweckentsprechender Nutzung derart kontaminieren sollte dass es bedenklich wäre.

Insofern geht mir die Thematik am Bürzel vorbei, man kann sich auch eine Schadstoffparanioa anschaffen. Die Verkleidung besteht aus Kunststoff und nicht aus Gummi bärchenmasse, was also soll da drin sein? Einmal Bayer und BASF quer durch den Stall... Das dürfte für alle elastischen/weichen Kunststoffverkleidungen zutreffen, vom Auto angefangen über Kamera, Objektive, alle Haushaltsgeräte mit weichen Oberflächen, Sneaker, ich wüßte aktuell nicht wo ich da aufhören sollte. Überall sind potenziell flüchtige Verbindungen drin, die als Weichmacher dienen, selbst in sog. "Naturkautschuk", der natürlich kein "Naturkautschuk" ist wie er aus dem Gummibaum kommt sondern vulkanisiert ist mit was, ratet mal, einmal Bayer und BASF quer durch den Stall. Oder den chinesischen Pendants, was die Sache noch spannender macht.

Ich habe auch noch ein paar Objektive im Schrank (und nutze sie auch), die sind radioaktiv da sie eine Spur eines betastrahlenden Glasbestandteils enthalten (erkennbar an den gelben Gläsern), von auffällig erhöhten Anteilen an Strahlenkrankheit bei Fotografen im früheren RGW-Raum hat man auch nichts gehört.

CS
Jörg


... 10 kleine Jägermeister ...
 
Hallo Jörg, danke für Deine Antwort! Soweit ich es verstehe, gelangen die Schadstoffe über die Haut in den Körper. Also in den Händen halten oder an die Augen drücken reicht völlig aus.
 
Moin,

aber in welchen Mengen?

Wenn Du Deine Brille mit Reiniger reinigst, eine chinesischer Sonnenbrille trägst, eine Basecap, irgendetwas, Du wirst immer mit irgendwelchen Produktionshilfsstoffen in Kontakt kommen.

Wie lange hältst Du Dein Fernglas an die Augen, im Vergleich zu Deiner Tagesaktivitätszeit? 1%? Auch bei der Stiftung Warentest verkaufen die schlechten Nachrichten die Hefte. Wenn Du willst kannst Du Dich mit etwas Hautcreme schützen in dem Du eine Lipidschicht zwischen Dich und Dein Fernglas bringst, aber ich halte das Thema für völlig überhyped.

Wie gesagt, alles was Du aus China/Fernost oder sonstwo an Textilien usw. am Körper trägst halte ich in Summe für zwei bis drei Zehnerpotenzen gefährlicher, denn da sind, wen wunderts, die selben Stoffe gefunden worden, je billiger je mehr. Nicht umsonst werden vor dem Öffnen der Schiffscontainer Luftproben genommen damit man beim Öffnen der Türen nicht tot umfällt.

CS
Jörg
 
Alle neuen verkaufen ist nicht zielführend. Alte zu kaufen ist kein Garant für Schadstofffreiheit. Du kannst von der REACH-Auskunftspflicht Gebrauch machen und Hersteller fragen. Verfolge Verbraucherschutzportale und Herstellerangaben auf Rückrufaktionen.
Wäge ab wie es um deinen Lebensstil in anderen Bereichen bestellt ist. Wenn du keinerlei Sport machst, viel rauchst, viel Alkohol konsumierst, dich mit anderen belasteten Stoffen umgibst, dauerhaft Stress erleidest, ... würde ich mir um die Fernglasbenutzung weniger Sorgen machen.
 
Stiftung Warentest ist der Ansicht, dass die EU-Grenzwerte, an denen sich die Fernglashersteller orientieren müssen, zu niedrig angesetzt sind, und so orientiert sich die SW im Blick auf die krebserregenden PAK (Kohlenwasserstoffe), mit denen man möglichst wenig in Kontakt kommen sollte (wenn überhaupt), an den Werten des GS-Zeichens. Demnach fallen fast alle Ferngläser durch. Die Frage ist dann wohl, in welcher Summe man Schadstoffen ausgesetzt ist und wie lange. Da ich nicht beurteilen kann, was das im Blick auf Ferngläser bedeutet, frage ich hier, was ihr so dazu meint.
 
Moin Markus,

da bin ich vollkommen bei Dir!

Ich halte das für einen vollkommen irrelevanten Nebenkriegsschauplatz.

CS
Jörg
 
Stiftung Warentest ist der Ansicht, dass die EU-Grenzwerte, an denen sich die Fernglashersteller orientieren müssen, zu niedrig angesetzt sind, und so orientiert sich die SW im Blick auf die krebserregenden PAK (Kohlenwasserstoffe), mit denen man möglichst wenig in Kontakt kommen sollte (wenn überhaupt), an den Werten des GS-Zeichens. Demnach fallen fast alle Ferngläser durch. Die Frage ist dann wohl, in welcher Summe man Schadstoffen ausgesetzt ist und wie lange. Da ich nicht beurteilen kann, was das im Blick auf Ferngläser bedeutet, frage ich hier, was ihr so dazu meint.
Moin,

dann müßtest Du den Straßenverkehr meiden, die Öffis auch (die Sitzpolster sind imprägniert und das Interieur feuerhemmend beschichtet), könntest keine industriellen Möbel nutzen, Reinigungsmittel sowieso nicht, wie schon angemerkt Textilien industrieller Herkunft nicht, diese Stoffe sind in unserem industriellen Umfeld nahezu allgegenwärtig, sogar in Nuß-Nugat-Creme hat man sie gefunden.

Das ist der Preis der omnipräsenten Industrieprodukte, mit der wir unsere Konsumgesellschaft ausstatten. Das bedeutet nicht, dass das toll oder erstrebenswert ist, im Gegenteil, aber man darf sich, wie ich schrieb, keine Schadstoff-Paranoia zulegen. Das erhöht den Streßlevel und bringt einen vmtl. via Herzinfarkt schneller um als die Summe aller Schadstoffe durch Krebs.

Wie gesagt, man muss die Exposition nicht übertreiben, z.B. beim Kauf von Dingen des täglichen Lebens stark darauf achten dass man an Stellen, an denen man tagtäglich Stunden mit den Produkten in Kontakt kommt, auf eine maximale Reduktion achtet, aber bei einem Fernglas, dass man 10% aller Tage für 1% der Zeit ans Auge hält - sorry, da paßt das Verhältnis nicht.

Das entwertet den Artikel der Stiftung Warentest nicht, wenn der dazu führt dass auf eine sparsamere Verwendung solcher Stoffe geachtet wird ist das zweifelsfrei gut, aber in der praktischen Anwendung ist glaube ich 3 x grillen im Jahr betreffend die Aufnahme von PAK, FCKW etc. deutlich schädlicher.

CS
Jörg
 
Mal davon abgesehen, dass ich mich nicht nackt in öffentliche Verkehrsmittel setze, verstehe ich worauf Du hinaus willst. Also danke für Deine Einschätzung!
 
Moin,

:ROFLMAO: - das hatte ich auch nicht erwartet, aber die "Zwischenschichten" machen es auch nicht besser ...

CS
Jörg
 
Im Kern stört mich einfach, dass eine namhafte und schon lange am Markt präsente Marke im Premiumsegment bei den billigsten Komponenten nicht das Maximum herausholt. Würde eine genauso funktionale Materialmischung ohne Schadstoffe das Premiumfernglas wirklich signifikant teurer machen? Würde eine andere Gummierung das Risiko mitbringen dass sie sich in Einzelfällen auflöst (Canon)?
Ich erkenne ja auch an dass Zeiss sich um Nachhaltigkeit bemüht und Produkttaschen aus recycleten PET-Flaschen herstellt.
Wie viel Paranoia man vor Getränken aus PET-Flaschen und Plastik-Kleidung auf der Haut (und später über die Waschmaschine im Wasser) haben möchte, darf sich jeder selber aussuchen.
Einerseits wirbt Zeiss bei Brillengläsern mit UV-Schutz und sogar antiviraler Beschichtung. Andererseits dann diese Testberichte bei den Ferngläsern. Das passt in meinen Augen einfach nicht zusammen.
 
Es gibt überhaupt keinen konkreten Anhaltspunkt, geschweige denn einen wissenschaftlich haltbaren Beweis, dass die PAK in Ferngläsern schädlich für den menschlichen Organismus sind. Ich gebe an so einer Stelle gerne den Hinweis, dass der Schritt von unbegründeten Ängsten zur Paranoia nicht weit ist, und man auf seine geistige Gesundheit acht geben sollte, wenn einen sowas über Wochen verfolgt.
 
PAK sind schädlich und vielfach krebserregend – egal wo sie drin sind. Ich denke, da braucht man keinen speziellen Beweis für Ferngläser. In diesem Bericht (https://www.umweltbundesamt.de/site...yzyklische_aromatische_kohlenwasserstoffe.pdf) gibt es ein Foto, wie sich PAK auf die Hand übertragen, wenn man einen gummierten Hammer hält. Ich denke, das wäre ein vergleichbares Szenario. Mein Anliegen ist auch nicht Paranoia zu schüren, sondern einfach andere zu fragen, wie sie mit DIESER Gefahr umgehen.
 
Hallo Markus, hallo Ottochen,

das Problem dabei wie bei vielem anderen ist, dass es niemanden stört solange es nicht thematisiert wird. Da wird weder drauf geachtet noch macht irgendwer was, und wenn's 1/10 Cent kostet, was der Markt nicht honoriert. Wofür auch?

Und das tun Umweltthemen (siehe SUV-Boom aktuell) nicht, sie sind Aufreger, dann wird abgeregt und weiterkonsumiert. Damit ist für die Hersteller keinerlei Motivation gegeben, daran zu entwickeln, zu forschen oder zu investieren.

Das ist ein einfacher Mechanismus, den man immer wieder beobachten kann. Mir wäre z.B. nicht aufgefallen, dass der Nutella-Konsum in meinem pers. Umfeld wegen der Berichte über die Mineralölrückstände die darin gefunden wurden, nachgelassen hätte. Auch die Grilltätigkeit in meiner Nachbarschaft hat diesen Sommer neue Höhen erreicht, obwohl mehr als bekannt ist, dass dabei Dioxine, Furane, PAK, PCW und was weiß ich noch alles erzeugt und verspeist werden. Genau so macht sich niemand Gedanken darüber dass die Tiere, die man da verputzt, vielleicht auch noch gerne ein bisschen weitergelebt hätten und garantiert keine Freude an der Vorstellung hatten, an irgendeinem Haken einer Schlachterei ihren letzten Atemzug zu tun.

Das ist letztlich eine der Grundfähigkeiten von uns Menschen, Sachverhalte die uns in unserem Leben einschränken, einfach auszublenden. Man kann sich darüber auslassen oder nicht, das ändert nichts. Erst wenn wir lernen unser Verhalten zu ändern, mit mehr Maß und Verstand unsere Ressourcen zu nutzen und an Stellen, an denen wir mit Auswüchsen industrieller Produktion konfrontiert werden konsequent NEIN zu sagen, wird das ein Faktor der Beachtung finden wird. Dann wird auch so ein Thema wie die Verwendung potenziell gesundheitsschädlicher Stoffe relevant, da es über den Absatz eines Produktes entscheidet.

CS
Jörg
 
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