Astronomie Chaos :-)

Skyman1980

Mitglied
Hallo zusammen,

ich möchte mich gerne kurz vorstellen, und meine Probleme und Vorstellungen
an die Astronomie darlegen.

Ich bin mittlerweile 44, und neu in dem Thema Astronomie. Aber je mehr ich mich
einlese, desto komplizierter und umfangreicher wird das ganze. Auch mit der
Gefahr, dass ich mir zu viel unnötige schlechte Bauteile kaufe, habe ich mich
dazu entschlossen, mich hier zu registrieren und vielleicht ein paar
Tipps und etwas Hilfe von den "alten Hasen" zu erhalten.

1. Vorstellungen und Wünsche

Planeten u. Sonne optisch beobachten und auch Galaxien. Zudem noch ein paar schöne
Photoaufnahmen davon erstellen. Die Anlage soll mit so wenig wie möglich Kabeln und Adaptern und Geräten funktionieren. Ich bin kein Freund von 1000 Adaptern und Geräten und Kabeln an Adaptern. Auch wenn die Hersteller das bewusst so machen, damit viel verkauft wird. Lieber schön dezent verbaut, und 1 Gerät was viele Funktionen erfüllt. Ihr wisst sicher was ich meine. Das ganze muss auch Mobil sein und mit Tablet komfortabel und einfach steuerbar. Auch möchte ich keine Abhängigkeit von einem Hersteller wie AsiAir. Das ist mir zu teuer. Einfache nützliche und effiziente Bedienung und Sichtverbesserung fürs Geld ist wichtig. Keine Markennamen die nur dem Hersteller den Geldbeutel füllen. Aliexpress hat da oft geholfen bisher.

2. Gerätschaften die ich bisher gekauft habe. Vieles davon gebraucht, von einer sehr netten Person, die damit aufgehört hat aus Zeitgründen.

a) Skywatcher HEQ5-Pro GoTo
b) Skywatcher 200PDS
c) Altair 290C
d) Barlow 5x 2"

e) Adapter mit Schrauben durch Adapter mit Messing Feststellringen überall ersetzt. Wackelt weniger und ist genauer. an dem billigen China Skywatcher
f) mehrere 2" Okulare mit großem Blickwinkel 4mm 16mm, 30mm und natürlich das billige 28 er von Skywatcher das dabei war.
g) Canon 800d Canon 600D und mit Option auf eine Canon R wenn die besser ist für meine Konfiguration. Wobei die RP leichter ist mit Vollformat.
h) SVBony Laser Kollimator
i) Raspberry 5 mit 16 GB (Astroberry nicht installierbar :/) auf dem 4 er funktioniert es. Das musste ich nach 2 Tagen und Internetrecherche feststellen.
j) Off -Axis-Guider 2" mit 12 mm Prisma

k) Canon EOS Adapter
l) Skywatcher Goto-Datenkabel USB
m) CLS u. UHC 2" Filter
n) Filterrad 2" SVBony


Jetzt liegt das ganze Material hier, und ich merke, ich muss das alles erst einmal montieren und bedienen können. Ich schaue das Teleskop jeden Tag an, und scheue mich schon davor, mich mit den ganzen Problemen die hier entstehen werden zu befassen, bevor ich überhaupt mal ein Bild vom Himmel bekomme. Das klingt jetzt sicherlich sehr merkwürdig.

Bevor ich mir aber weiter mit viel Elan, die Kameras und Werte im Internet anschaue, und sogar noch auf die Idee komme, mir noch eine Canon R zu kaufen, wobei die Altair 290 C mit dem kleinen billigen Sensor, anscheinend ein größeres Bild der Planeten mit der 5X Barlos darstellen kann. Die Altair sollte aber eigentlich nur zum Guiden (Führung der Montierung) durch den Off Axis Guider verwendet werden. So war mein Plan. Ein Vollformat Sensor, würde das Bild der Planeten ja noch kleiner machen wie jetzt schon der APS-C. Oder habe ich einen Denkfehler. Das Rauschen sollte nur weniger werden beim Vollformat.

Was mir aufgefallen ist, wäre noch das Gewicht an der kleinen HEQ 5 pro Montierung. Mit der Canon angeschraubt, am 200 PDS reichen anscheinend die beiden Gewichte nicht ganz. Oder sehe ich das falsch. Kann man die Altair 290C auch zum Guiden und gleichzeitig als GUTE Astrocam nutzen? Dann bräuchte man ja garkeine DSLR oder DSLM. Somit hätte man viel Gewicht, inkl. Axisguider und Sucherfernrohr gespart.

Für die Sonnenbeobachtung, gibt es wohl nur so eine ich nenne es mal Alufolie die auf den Tubus gepackt wird für ein billiges Weißlicht. Schade das man kein Sonnenfilter wie CLS oder UHC ans Okular/Kamera schrauben kann, und damit die Sonne in schönen Farben und die Feinheiten beobachten kann.

Was sagt Ihr dazu? Ist die Ausrüstung brauchbar? Fehlt noch was wichtiges? Mein Taschengeld ist für den Monat schon ziemlich geschrumpft. Viel mehr möchte ich aktuell nicht mehr ausgeben. Das ganze geraffel hat bisher größtenteils gebraucht, über 3000€ gekostet. :-/. Auch wenn sich das für euch sicherlich nach wenig anhört und mir auch bewusst ist, dass diese Hobby sehr teuer werden kann. Mir geht es in erster Linie auch darum, keine minderwertigen Gerätschaften zu kaufen, die ich in 1 Monat wieder verkaufen kann. Thema wer billig kauft, kauft zweimal.
 
Hallo „Skyman1980“

am besten du schaust dich in deiner Umgebung nach einem Astronomie-Verein / Vereinigung der Sternfreunde um.

Da findest du kompetente, gesellige Kolleginnen und Kollegen, kannst dein Equipment mitbringen, dich unterstützen lassen und schnell Erfahrung sammeln.

Dein Equipment ist nicht schlecht und eine gute Basis, aber einfach erstmal mal anfangen bevor du an Tablet/Raspberry, Off Axis Guider whatever denkst und dann, wie scheinbar, vor dem Berg an Infos und Ideen kapitulierst. Mach dich mit den Basics vertraut und diese „ordnen“. Hast du die Montierung schon mal eingenordet, ist dir der Ablauf vertraut und Hintergrund der Übung vertraut? Das Teleskop auf der Montierung schon mal ausbalanciert, Teleskop Justage mit dem Laser überprüft?

Nur mal zum Beispiel, weil du es geschrieben hast, eine APS-C oder Vollformat-Kamera macht ein Objekt nicht kleiner, nur das Gesichtsfeld, anders gesagt, der abgebildete Himmelsbereich wird größer. Wenn du dir die Aufnahme in 1:1 anschaust, ist das Objekt/Planet genauso groß, wie mit einem kleineren Sensor (gleiche Pixelgröße vorausgesetzt).

Und vielleicht ganz hilfreich sich erstmal auf eine Sache, Planetenbeobachtung, Deepsky oder Sonnenbeobachtung einschießen und nicht alle drei Baustellen mit unterschiedlichen Anforderungen versuchen gleichzeitig zu beackern.

5 x Barlow klingt beeindruckend aber rechne dir mal die resultierende Brennweite damit aus und ob du damit ein Objekt/Planeten anvisiert / ins Bildfeld damit bekommst. Leg die erstmal zur Seite.

Thema Sonne, ein Teleskop fokussiert Lichtstrahlen im sogenannten Brennpunkt. „Brenn“ - ist hier ein guter Stichpunkt, warum es keine Filter a la UHC/CLS gibt und in jedem Fall wenn du sowas irgendwo findest, Finger weg davon - so ein Filter zerspringt durch die konzentrierte Energie und daraus resultierende Erhitzung. Damit dann entweder ein Loch in der Kamera oder noch schlimmer, im Auge.

Montierung aufstellen, Einnorden, Teleskop drauf, erstmal anfangen, vielleicht visuell mit einem Okular und sich vertraut machen, dann step by step. Eine Menge kannst du auch im Trockenen üben.

Grüße,
Alex
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Alex,

danke für deine Hilfreichen Infos. Damit liegst du auch genau richtig. Das Thema ist zu komplex um alles gleichzeitig anzugehen. Ich beginne hier erst einmal mit den Basics.

Ich heiße übrigens auch Alex


Beste Grüße

Alex
 
Hallo Alex,

Ja, die Komplexität ist am Anfang hoch, aber man kann eben auch Stück für Stück vorgehen, wie Astro-Alex schon geschrieben hat. Hinzufügen möchte ich, dass es sehr hilfreich sein kann, sich aufzuschreiben, was man machen will und dann ggf. auch Probleme zu dokumentieren.

Du schreibst in Deinem ersten Posting recht häufig das Wort "billig", aber das sehe die ich keineswegs so. Ich habe selber den Skywatcher 200PDS und ich möchte ihn als preiswert und gut bezeichnen. Ein 8" Newton ist ein sehr universelles Instrument, mit dem man eigentlich fast alles machen kann. Schau Dir doch mal Bilder auf Astrobin an, die mit diesem Teleskop gemacht worden sind und Du wirst feststellen, dass die schon sehr gut sein können.

Was mir auffällt ist, dass Du keinen Komakorrektor aufgelistet hast, den benötigst Du aber für Deep Sky Aufnahmen mit einen Newton. Ich selber habe den Baader MPCC III, den es auch hin und wieder gebraucht zu kaufen gibt. Es gibt auch noch andere Komakorrektoren, die ich selber aber nicht kenne und deshalb auch nicht viel über sie sagen kann.

Mit dem Astroberry habe ich auch mal angefangen, aber ich war nie so recht zufrieden damit. Leider wird diese Linux Distribution schon länger nicht mehr weiterentwickelt und die Software auf einer 64 Bit Raspi-Linux-Installation zum Laufen zu bringen ist nicht so ganz einfach. @steins-ursel hat da mal seinen Weg beschrieben.

Wenn es Linux sein soll, würde ich einen Mini-PC wie den Mele Quieter bevorzugen, da man hier jede normale Linux-Distribution installieren kann.

Ich selber nutze ASIair und N.I.N.A. und werde das wohl auch nicht mehr ändern.

Viel Erfolg!

CS,

Günther
 
Hallo Alex,

willkommen in einem (oder DEM?) Mega-Hobby!

Glückwunsch zu all Deinem Geraffel... und der laaaangen Problemliste.

Mich hätte das zum Einstieg schier "erschlagen".

Daher würde ich jetzt mal alles mit Elektronik und Kabeln wegpacken.
Und mich auf Montierung, Teleskop und Okulare beschränken. Bei letzteren zunächst auf die langbrennweitigen.

Dann lädst Du Dir Stellarium und baust Deine Montierung auf, nordest sie ein, und beginnst so ganz rein visuell mit Mond, Jupiter, M81, 82, .....
Und wenn das klappt, Erinnerst Du Dich an die Canon, lichtest Mond und Jupiter ab.
Und wenn auch das fluppt, gehst Du das an, was Dich inzwischen am meisten interessiert.
Dazu gibt es hier Material ohne Ende.

Ohne die Basics wird es evtl. nicht fluppen, sondern floppen ;-)

Guten Einstieg & klare Nächte,

Thomas
 
Hallo Alex,
Hallo „Skyman1980“

am besten du schaust dich in deiner Umgebung nach einem Astronomie-Verein / Vereinigung der Sternfreunde um.

Da findest du kompetente, gesellige Kolleginnen und Kollegen, kannst dein Equipment mitbringen, dich unterstützen lassen und schnell Erfahrung sammeln.
das ist sicher der beste Tip. Unterhalte dich mit Gleichgesinnten im 1:1 Gespräch.
Wenn du dich da alleine durchfinden willst, dann dauert das Ewig und erzeugt viel Frust.
Die Ausrüstung die du hast taugt für Alles und Nichts. Alles wenn du Sie beherrschst und Nichts wenn nicht.
LG Jens
 
Moin Alex!

> Für die Sonnenbeobachtung, gibt es wohl nur so eine ich nenne es mal Alufolie die auf den Tubus gepackt wird für ein billiges Weißlicht.

Naja, so kann man es auch sehen... :rolleyes: Diese Folie nennt sich "Sonnenfilterfolie". Die gibt es in einigen Varianten - die von Baader produziert ein ziemlich "kaltes" Sonnenabbild, die von Intercon Spacetec bspw. ein natürlich gelbes. Außerdem wirst du dich neben der Fotografiererei auch mit Bildbearbeitung befassen müssen, und damit kannst du der Sonnenscheibe natürlich jede Farbe verpassen, die dir gefällt. ;)

> Schade das man kein Sonnenfilter wie CLS oder UHC ans Okular/Kamera schrauben kann

CLS und UHC sind sogenannte "Nebelfilter", um bestimmte Spektralbereiche an Deep-Sky-Objekten hervorzuheben, und keine "Sonnenfilter"!
Das Einzige, was man visuell zwischen den o.g. Folienfilter für die Teleskopöfnnung und das Okular schrauben kann, wäre ein IR/UV-Sperrfilter, da nicht zu 100% ausgeschlossen werden kann, was an IR- oder UV-Licht den Folienfilter passiert. Besonders, wenn man die Sonne intensiv visuell beobachtet, sollte man sich so einen Filter leisten. Meiner von Svbony hat unter 20 EUR gekostet (Amazon-Angebot).
 
Alternativ zu den Sonnenfolien gibt es noch gläserne, verspiegelte Vorsatzfilter (sind wohl teuer und laut Hörensagen nicht so gut) und auch sogenannte Herschelkeile.

Gruß Horst
 
Hey,

willkommen im Hobby & schöne Hardware. Ggfs. freundest Du Dich schon einmal mit dem Gedanken an, dass die HEQ5 Pro (zu?) gut ausgelastet sein wird mit dem Skywatcher. HEQ5 Pro = 14kg Tragkraft, fotografisch daher maximal 9,2-9,5kg. Der 200 PDS wiegt knapp unter 9kg, dazu kommen dann Kabelgedöns, Kameras, wohlmöglich eine Canon EOS, ein ASIAIR o.ä. vllt auch. Da darf's nicht allzu windig werden am Beobachtungs- und Fotostandort ;-)

M
 
Hallo „Skyman1980“

am besten du schaust dich in deiner Umgebung nach einem Astronomie-Verein / Vereinigung der Sternfreunde um.

Da findest du kompetente, gesellige Kolleginnen und Kollegen, kannst dein Equipment mitbringen, dich unterstützen lassen und schnell Erfahrung sammeln.

Dein Equipment ist nicht schlecht und eine gute Basis, aber einfach erstmal mal anfangen bevor du an Tablet/Raspberry, Off Axis Guider whatever denkst und dann, wie scheinbar, vor dem Berg an Infos und Ideen kapitulierst. Mach dich mit den Basics vertraut und diese „ordnen“. Hast du die Montierung schon mal eingenordet, ist dir der Ablauf vertraut und Hintergrund der Übung vertraut? Das Teleskop auf der Montierung schon mal ausbalanciert, Teleskop Justage mit dem Laser überprüft?

Nur mal zum Beispiel, weil du es geschrieben hast, eine APS-C oder Vollformat-Kamera macht ein Objekt nicht kleiner, nur das Gesichtsfeld, anders gesagt, der abgebildete Himmelsbereich wird größer. Wenn du dir die Aufnahme in 1:1 anschaust, ist das Objekt/Planet genauso groß, wie mit einem kleineren Sensor (gleiche Pixelgröße vorausgesetzt).

Und vielleicht ganz hilfreich sich erstmal auf eine Sache, Planetenbeobachtung, Deepsky oder Sonnenbeobachtung einschießen und nicht alle drei Baustellen mit unterschiedlichen Anforderungen versuchen gleichzeitig zu beackern.

5 x Barlow klingt beeindruckend aber rechne dir mal die resultierende Brennweite damit aus und ob du damit ein Objekt/Planeten anvisiert / ins Bildfeld damit bekommst. Leg die erstmal zur Seite.

Thema Sonne, ein Teleskop fokussiert Lichtstrahlen im sogenannten Brennpunkt. „Brenn“ - ist hier ein guter Stichpunkt, warum es keine Filter a la UHC/CLS gibt und in jedem Fall wenn du sowas irgendwo findest, Finger weg davon - so ein Filter zerspringt durch die konzentrierte Energie und daraus resultierende Erhitzung. Damit dann entweder ein Loch in der Kamera oder noch schlimmer, im Auge.

Montierung aufstellen, Einnorden, Teleskop drauf, erstmal anfangen, vielleicht visuell mit einem Okular und sich vertraut machen, dann step by step. Eine Menge kannst du auch im Trockenen üben.

Grüße,
Alex
Hallo Alex,


jetzt weiß ich was du mit der 5 er 2" Barlow gemeint hast das das beeindruckend ist, und ich die zur Seite legen soll :-)). Die Handgranate mit Linse ist heute angekommen. Und ich wollte im 200 Gramm Bereich Gewicht einsparen mit einer Kamera und dem Axis Guider....... Ich dachte die Barlow sei klein und leicht. Dieses Kilo kann ich getrost erst einmal auf Seite legen :sneaky:. Dann ist das Türmchen am Okularauszug auch nicht so hoch. Aber sehr gut verarbeitet für die 100 € aus China. Hab auch 8 Wochen darauf gewartet.
 
Hey,

willkommen im Hobby & schöne Hardware. Ggfs. freundest Du Dich schon einmal mit dem Gedanken an, dass die HEQ5 Pro (zu?) gut ausgelastet sein wird mit dem Skywatcher. HEQ5 Pro = 14kg Tragkraft, fotografisch daher maximal 9,2-9,5kg. Der 200 PDS wiegt knapp unter 9kg, dazu kommen dann Kabelgedöns, Kameras, wohlmöglich eine Canon EOS, ein ASIAIR o.ä. vllt auch. Da darf's nicht allzu windig werden am Beobachtungs- und Fotostandort ;-)

M
Bin schon an der Gewichtsoptimierung dran. Der Raspberry kommt ans Stativ. Das Sucherfernrohr wird demontiert, der Axis Guider mit der günstigen Altair 290C übernimmt das suchen. Die schwere 600D wollte ich durch die 800D ersetzen. Aber jetzt wird diese wohl auch durch die EOS-RP die nochmal leichter ist ersetzt. Zudem verlängere ich noch die Gewichtsstange, da ich mit dem 200 er PDS und den 2 Gewichten aktuell kein Gleichgewicht bekomme. Und nochmals 5 Kg möchte ich dem Montierungsgetriebe nicht antun. Oder was meint Ihr was besser ist. Mehr Masse, oder eine Verlängerung des Gegengewicht-Stabes. Die 5 er Barlow schicke ich wieder zurück. Zu viel und zu schwer das Teil......_affeaugen:.

Und dann schaue ich erst einmal nach einem Astroverein und lerne ein paar Basics. Vielen Dank euch allen für die guten Tipps. Ich werde alles beherzigen.

Eine Frage hätte ich aber noch. Wenn man mit einer DSLR oder DSLM Fotos macht was ist da der beste Weg.

a) 1 lange ganz lange Belichtung ?
b) mehrere hundert Fotos und diese dann am Computer stacken?
c) Oder die Videofunktion der Cam und das dann am Computer optimieren


Ich frage nur, weil so ein Sensor eine gewisse Lebenszeit hat von 100000 Auslösungen. Die hat man schnell voll und so ist der Verschleiß von Geld und Material ziemlich hoch. Oder habe ich hier einen Denkfehler?

VG

Alex
 
Zuletzt bearbeitet:
2. Gerätschaften die ich bisher gekauft habe. Vieles davon gebraucht, von einer sehr netten Person, die damit aufgehört hat aus Zeitgründen.
g) Canon 800d Canon 600D und mit Option auf eine Canon R wenn die besser ist für meine Konfiguration. Wobei die RP leichter ist mit Vollformat.
i) Raspberry 5 mit 16 GB (Astroberry nicht installierbar :/) auf dem 4 er funktioniert es. Das musste ich nach 2 Tagen und Internetrecherche feststellen.

Bevor ich mir aber weiter mit viel Elan, die Kameras und Werte im Internet anschaue, und sogar noch auf die Idee komme, mir noch eine Canon R zu kaufen, wobei die Altair 290 C mit dem kleinen billigen Sensor, anscheinend ein größeres Bild der Planeten mit der 5X Barlos darstellen kann. Die Altair sollte aber eigentlich nur zum Guiden (Führung der Montierung) durch den Off Axis Guider verwendet werden. So war mein Plan. Ein Vollformat Sensor, würde das Bild der Planeten ja noch kleiner machen wie jetzt schon der APS-C. Oder habe ich einen Denkfehler. Das Rauschen sollte nur weniger werden beim Vollformat.

Ich bin selbst hier noch neu dabei, habe aber inzwischen eine vergleichbare Ausrüstung, von daher: hallo! :)

Das liest sich jetzt so, daß Du nun schon beide Canons gekauft hast, oder ist das noch der Plan? Canons mit APS-C Sensor machen etwas weniger Probleme mit der Ausnutzung des Sensors und der Optik (z.B. Koma Korrektor), bei denen kann man noch Clip-In Filter verwenden kann (leider eine teure Sache) was bei den Vollformat-Canons nicht geht. Allgemein wird bei den klassischen DSLR der Backfokus zum größten Teil von der Kamera verbaucht, weil der Sensor so tief liegt, das schränkt einen ziemlich ein, wenn man z.B. noch ein Filterwheel zum OAG einbauen will. Eventuell ist das bei den Canon-R besser.

Wenn Canon mit Vollformat: da hab ich die 6D gewählt, das SNR bei der 6D Mark II ist schlechter als beim Vorgänger, also Achtung. Ich hab' sie mir geholt, als ich noch keine Ahnung von den Nachteilen wegen des Backfokus hatte, die ist aber ein Klassiker, und ich werde meine Erfahrungen mit ihr machen.

Bei mir wird später noch eine Astro-Cam dazukommen, mein Tipp für den Start wäre etwas mit IMX585 Sensor, das ist schon etwas Vernünftiges, gibt es günstig ungekühlt, damit kann man dann erst mal Erfahrungen sammeln. Bei den Astro-Cams kann man dann auch endlich mal den Image-Train richtig ausbauen. Wenn man dann damit warm geworden ist, kommt später auch eine Gekühlte mit größerem Sensor dazu, die dann auch ein paar Tausend kosten darf.

Wegen Astroberry: Ja, ist schon eine kleine Enttäuschung, daß das einfach nicht mehr gepflegt wird. Aber, der Astroberry ist auch nichts anderes als eine Linux-Distri wo einfach ein paar Software-Pakete für Astro vorinstalliert sind. Hier in diesem Faden gab's glaub ich auch einen Link auf ein Thema, wo die Packages aufgelistet sind, auch mit Installationsanleitung. Die Empfehlung ist ohnehin, sich das Ding komplett selbst aufzusetzen, Distri nach Wahl, Window-Manager nach Wahl, dann bist Du maximal flexibel und hast alles auf aktuellstem Stand.

Wenn Du Dir das Leben leichter machen willst, und nicht auf eine Distri festgelegt bist, hol' dir Astro-Arch, ist eine Astro-Distri basierend auf Arch Linux. Das Ding ist aktuell, und Ausprobieren kostet nichts: GitHub - devDucks/astroarch: ArchLinux for astrophotography - made for raspberrypis, can run also on x64 machines.

Für ein schnelles Aha-Erlebnis installiere Dir doch mal auf Deiner PC Stellarium! (Linux: sudo apt-get install stellarium). Das wird einen Aha-Effekt geben :cool:

Gleiche Empfehlung für dein Phone: hol' die dir Stellarium App. Die kostenlose Version reicht erst mal. Mit beidem kannst Du später deine Montierung fernsteuern, kannst aber auch so mal den Himmel erforschen und Dich orientieren.

PS: Ich würde die Montierung verkaufen und auf die EQ-6 Upgraden.

Clear Sky
Andreas
 
Eine Frage hätte ich aber noch. Wenn man mit einer DSLR oder DSLM Fotos macht was ist da der beste Weg.

a) 1 lange ganz lange Belichtung ?
b) mehrere hundert Fotos und diese dann am Computer stacken?
c) Oder die Videofunktion der Cam und das dann am Computer optimieren
Für Deep Sky: b) 10 bis 60 sec pro Belichtung. Bei DSLR wenn möglich im LiveView mit elektronischem Verschluss.

Für Planeten, Mond, Sonne: c)

Für Deep Sky auf Film: a) - macht heute (fast) keiner mehr

CS Thomas
 
Eine Frage hätte ich aber noch. Wenn man mit einer DSLR oder DSLM Fotos macht was ist da der beste Weg.
b) mehrere hundert Fotos und diese dann am Computer stacken?

Thomas F hatte ja schon geantwortet. Ich würde es nicht übertreiben:

Klassisches Stacking, um es mal am Beispiel zu zeigen (z.B. manuell in Photoshop/Gimp, aber auch Software wird so ähnlich arbeiten) arbeitet mit Ebenen, deren Transparenz abgestuft wird, und die dann gemittelt werden. Die unterste Ebene hat 100% Opazität (also Blickdicht), die darüber liegende 50%=1/2, die dritte 33%=1/3, danach 25%=1/4, 20%=1/5 usw. Damit ist klar, daß der Beitrag jeder weiteren Ebene das Ergebnis schon verbessert, aber jeder zusätzliche Beitrag wird immer geringer, d.h. der Hauptbeitrag weiterer Ebenen wird die Lichtsammel-Leistung sein, weniger ihr Beitrag zum SNR. Da sollte man also einen sinnvollen Mittelweg finden, ich hätte aus dem Bauch raus gesagt, das ein Bereich irgendwo zwischen 50-100 Fotos sinnvoll ist, ansonsten dehnt man die Aufnahmezeit eben etwas aus, um mehr Licht zu sammeln (sofern das die Lichtverhältnisse zulassen). Die Experten: korrigiert mich bitte :)

Wichtiger als reines Number-Crunching sind begleitende Aufnahmen wie Darks und Flats, um mehr Qualität rauszuholen und systematische Fehler zu reduzieren.

Übrigens: was für einen Himmel hast Du eigentlich? Also welchen Bortle, oder FST, meinetwegem auch NELM, also welche Magnitude hat der schwächste Stern, den du bei dir noch sehen kannst?

PS: Und schau Dir auch mal EAA an, da kann man per Live-Stacking die Astro-Aufnahme vorbereiten, das ist ein heisses Thema.

Für Deep Sky: b) 10 bis 60 sec pro Belichtung. Bei DSLR wenn möglich im LiveView mit elektronischem Verschluss.

Bei Astro-modifizierten Canons sollte man mit LiveView aufpassen: da leuchtet im Gehäuse irgend eine infrarot-Quelle die dann die Aufnahmen versauen, da wird empfohlen, mit LiveView die Aufnahme nur vorzubereiten, es aber dann abzuschalten. Aber das wird man dann schon merken, und sich hinterher ärgern.

CS
Andreas
 
Zudem verlängere ich noch die Gewichtsstange, da ich mit dem 200 er PDS und den 2 Gewichten aktuell kein Gleichgewicht bekomme. Und nochmals 5 Kg möchte ich dem Montierungsgetriebe nicht antun. Oder was meint Ihr was besser ist. Mehr Masse, oder eine Verlängerung des Gegengewicht-Stabes.

Mehr Masse aber dafür kürzeren Hebel.
Was hast du denn für Gegengewichte dabei?
 
Übrigens: was für einen Himmel hast Du eigentlich? Also welchen Bortle, oder FST, meinetwegem auch NELM, also welche Magnitude hat der schwächste Stern, den du bei dir noch sehen kannst?
Hier muss ich schon passen bei den Kürzeln. Ich komme aus dem nördlichen Saarland nähe Tholey. Muss mir mal die Karte anschauen, wie hier so die Lichtverschmutzung ist.

Danke für deinen Beitrag. :-)

V.G.

Alex
 
Mehr Masse aber dafür kürzeren Hebel.
Was hast du denn für Gegengewichte dabei?
Das sind die regulären 2 vom Skywatcher HEQ-5pro. Ich glaube 5 Kg. hat da eines. Wo ich mir aber gerade das EQ6R-Pro angeschaut habe, würde das mit dem Riemenantrieb und der höheren Nennbelastung schon besser passen. Nur da streikt aktuell mein Geldbeutel. Muss erst mal jemanden finden, der mir das HEQ5-Pro Synscan abkauft :rolleyes:.Und das zusätzliche 5,1 Kg Gewicht, kostet so viel wie die Verlängerungsstange. Das macht einem die Entscheidung auch nicht leichter...:unsure:
 
Mich wundert das du mit 2 x 5kg einen 200PDS nicht in Balance bringen kannst, so viel wiegt der doch nicht.
 
Habe den 150/750 PDS auf der HEQ5, die beiden Gewichtsscheiben habe ich quasi ganz innen verbaut, also minimal weit von der Monte entfernt. Der 200 PDS hat 8,8kg ... wenn man die beiden Gewichtsscheiben ganz nach außen hängt müsste das doch passen, oder nicht?
 
Gewichte lassen sich ja sonst auch recht leicht improvisieren um mal zu testen.

Ich habe schon mal jemanden gesehen, der dafür Getränkedosen und Klebeband benutzt hat.

CS,

Günther
 
Habe den 150/750 PDS auf der HEQ5, die beiden Gewichtsscheiben habe ich quasi ganz innen verbaut, also minimal weit von der Monte entfernt. Der 200 PDS hat 8,8kg ... wenn man die beiden Gewichtsscheiben ganz nach außen hängt müsste das doch passen, oder nicht?
Hier ist jemand, der den gleichen Aufbau hat, und auch eine Verlängerung anbauen musste. Also scheint es wohl normal zu sein. HEQ5 Pro, Newton 200/1000 Teleskop Aufbau in meinem Garten
 
Wo ich mir aber gerade das EQ6R-Pro angeschaut habe, würde das mit dem Riemenantrieb und der höheren Nennbelastung schon besser passen. Nur da streikt aktuell mein Geldbeutel.

Kleiner Tipp noch, wenn Du schon am gucken bist: ich hatte mir neulich eine EQ6-Pro geholt, für 1,5k€, und bin super glücklich mit meiner Entscheidung.

Das neue Design der R-Version und der Rowan Belt sind heute der heiße Scheiß. Sie ist vielleicht oder bestimmt ein klein wenig besser, aber ich glaube nicht, daß Du das spüren wirst. Die EQ6 ist ein etablierter Standard, seit Jahrzehnten ist das eine gute und zuverlässige Montierung. Und wenn man sich die "einfache" EQ6-Pro holt, kann man sich später immer noch den Roman Belt Upgrade holen und einbauen.

Ich sehe die EQ6-Pro immer noch in einem Shop für 1,5k€, angeblich das letzte Exemplar, aber das stimmt nicht. Das Board ist schon das neue, mit dem USB, das Motherboard ist identisch zur EQ6R-Pro (die Blende ist anders aber nicht das Board), aber die Produktfotos im Shop sind noch alt. Ich glaube, die gibt es inzwischen nur noch mit dem neuen Board. Der Händler weiß wahrscheinlich gar nicht, was in den Boxen ist, die wird er auch nicht öffnen, die werden nur durchgeschoben. Und wenn Du doch ein Paket ohne den USB bekommst, kannst Du sie ja wieder zurückgeben, wenn Dir das wichtig ist.

Also mein Tipp: hol' dir die EQ6-Pro, die ist meiner Meinung nach gut genug.

CS
Andreas
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,
Hattest du dein Equipment (HEQ5, etc..) egal ob visuell oder mit Kamera dran eigentlich schon mal draußen am Himmel im Einsatz?
Oder war bisher erstmal alles zusammen kaufen angesagt?
 
Guten Morgen zusammen,

nach kurzem nochmaligem überfliegen des Threads, kann ich nur Thomas / @Thomas F unter #5 zustimmen und verweisen.

Sich erstmal mit dem Grundsätzlichen auseinandersetzen.
- System nach Norden ausrichten
- grobes Einnorden, reicht für die visuelle Beobachtung
- ausbalancieren des Systems
- Alignment und GoTo
- Himmel lernen
- Beobachten lernen

Wenn man das Geraffel nicht fest und stationär betreiben will oder kann, muss diese Routine sitzen. Und mit Hinblick auf die angepeilte Fotografie noch genauer und sicherer.

eigentlich schon mal draußen am Himmel im Einsatz?
würde ich dann auch erst mal anpeilen. Da halt im rein visuellen Bereich.
 
Moin,
Hattest du dein Equipment (HEQ5, etc..) egal ob visuell oder mit Kamera dran eigentlich schon mal draußen am Himmel im Einsatz?
Oder war bisher erstmal alles zusammen kaufen angesagt?
Hallo Alex,

du hast mich erwischt. Ich habe bisher erst einmal vieles Gebraucht eingekauft was ich oben angegeben habe. Außer der 5 x Barlow 2" Handgranate passt auch alles soweit für eine Anfängerkonfiguration. Leider regnet es hier im Saarland aktuell nur und ist bewölkt. Aber du hast Recht. Mit den Basics sollte ich anfangen jetzt wo die Grundkonfiguration an Material vorhanden ist. Die HEQ 6 und eine dezidierte Astrocam damit warte ich noch. Das sind dann doch größere Ausgaben. Im Moment sind Trockenübungen in Theorie und Raspberry 4 und 5 / Arch und Astroberry angesagt mit etwas einlesen in die ganze Materie des Einnorden und alles was dazu gehört.

V.G.

Alex
 
und Raspberry 4 und 5 / Arch und Astroberry
würde ich noch nicht dran gehen.
Wenn, später, RPi dann den 5er in 8GB und da schauen wie der WLANChip ist. Da hat es bis jetzt beim RPi immer dran gehapert.
Astroberry wir so gut wie gar nicht mehr gepflegt. Weiß jetzt gar nicht ob es das auch Arch-Basis gibt. Soweit ich weiß hängt das noch auf 32bit.
 
würde ich noch nicht dran gehen.
Wenn, später, RPi dann den 5er in 8GB und da schauen wie der WLANChip ist. Da hat es bis jetzt beim RPi immer dran gehapert.
Astroberry wir so gut wie gar nicht mehr gepflegt. Weiß jetzt gar nicht ob es das auch Arch-Basis gibt. Soweit ich weiß hängt das noch auf 32bit.

Ich hatte oben Astro-Arch empfohlen, Link dabei, die ist aktuell, spricht da was dagegen? Läuft auf dem PI5.

Gruß
Andreas
 
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