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Jupiter vom 10.2.13, Cam- Vergleich

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Ich kam erst jetzt zur Bildbearbeitung der AVI´s.
Celestron C8, F/10, mäßiges Seeing. Ich habe nacheinander mit folgenden Cams aufgenommen (die DMK habe ich von einem Vereinskollegen ausgeliehen):

1.) DMK21AU618, Astrolumina RGB- Filtersatz.

2.) Modifizierte MS LifeCam HD. (Giotto, 2-fach vergrößert)

Gestackt mit AutoStakkert (DKM- AVI´s), gestackt mit Giotto (MS LifeCam) Bearbeitung mit Giotto und FitsWork. Ich habe zum Vergleich verschiedene Bearbeitungsmodi eingestellt.
Bitte nicht wundern, bei den DMK- Bildern habe ich die korrigierende Rotation stärker gewählt als bei den MS-LifeCam- Bildern, diese sind aber zeitlich früher aufgenommen worden...
Im Vergleich sieht man schon die Überlegenheit der DMK, obwohl bei dieser schon das Seeing noch schlechter wurde und erste Wolkenschleier durchzogen.
Bei der MS LifeCam fällt es sehr schwer, einigermassen realistische Farben zu erzielen...

Ich hoffe, die Bilder gefallen einigermassen,
beste Grüße aus Rheinhessen!
Carsten
Hallo Carsten,

ein interessanter Vergleich! Wobei die LifeCam gar nicht mal so schlecht weg kommt. Auf den Bildern sind viele Details zu sehen, insgesamt wirken die Bilder aber ein bisschen unscharf.

hast du bei f/10 aufgenommen?

Wenn ja, würde ich auf jeden Fall mit der Brennweite hoch gehen. Eine zweifache Barlowlinse kann nicht schaden, auch bei schlechtem Seeing nicht. Die zweifache Nachvergrößerung sieht man dadurch natürlich recht deutlich.


Sorry der vielleicht harten Worte, ist aber nicht so gemeint. :)

Viele Grüße,
Christian
 
Hallo Christian!
Vielen Dank für den comment!

An dem Abend war es wegen mäßigem Seeing schwierig, ordentlich zu fokusieren. Je größer die Brennweite (bzw. auch das "Zomming" des WebCam- Bildes vermittels SharpCap), desto schwerer fiel mir das Scharfstellen.
Ich glaube, dass die Rest- Unschärfe aber dann letztlich durch das mässige Seeing bedingt war (ist zur Zeit bein uns selten gut: mitten in einer Kleinstadt, rundherum Häuser in näherer Umgebung). Bin mir auch nicht ganz sicher, wieviel "planetarische Bilddefinition" mein C8 (etwa 5 Jahre alt, schon mit Starbright- Vergütung,gebraucht erworben, vom Vorgänger aber kaum benutzt) auch bei optimalen Bedingungen liefern kann: die Streuung ist bei diesen Teilen ja recht hoch (schätzt, meines liegt eher im Durchschnitt).
Stärkeres Software- Schärfen ging ´halt auch nicht wegen Bildung von Artefakten...

Die DMK- AVI´s machte ich zum Abschluss unter dem "Zeitdruck der aufziehenden Wolken", somit sicherlich unter nicht ganz optimalen Bedingungen.
Bei nächster Gelegenheit werde ich aber auch F/ 20 testen.

Viele Grüße!
Carsten
 
Hallo Carsten,

Deine Bilder zeigen eine Menge Details, zum Beispiel diese grauen Ausläufer aus den Bändern. Besonders gut sieht man die auf den DMK-Bildern.

Zu fokussieren finde ich abenfalls nicht leicht, bei meinen letzten beiden Versuchen ging es aber ganz gut. Durch ein Hin- und Her-Pendeln durch den Fokus hab ich dann quasi iterativ, intuitiv den für mich besten Fokus gefunden. :)

Hattest du eine bestimmte Absicht, weswegen du mit 2 Metern aufgenommen hast?

Du könntest ja noch mal die Justage ins Auge fassen, wenn du das nicht sowieso schon im Auge hast. Ich habe neulich am künstlichen Stern in ca. 10 Metern Abstand kollimiert. Leider musste ich trotz massiver Verlagerung des Fokus durch Verlängerungen den Hauptspiegel dabei aber recht stark verstellen. Ich schätze so 5mm auf den Blendrohr ist der schon gewandert. Weiß nicht, wie stark das die Kollimation wieder kaputt macht, das werde ich dann am Stern sehen, wenn es wieder besseres Wetter wird.

Grundsätzlich versuche ich (auch in Zukunft) nur sanft zu schärfen, mit einem passenden, aber möglichst kleinen Schräfungsfilter. Optimalerweise sollte das Jupiterbild schon bei der Aufnahme am Monitor definierte Strukturen zeigen - durchaus auch recht kleine Details. Dabei hilft natürlich ein größeres Bild. Du könntest das C8 ja auch am Mond austesten, der steht nun wieder recht günstig im Frühjahr. Da ist der im Ersten Viertel wieder sehr gut zu beobachten.


Viele Grüße,
Christian
 
Hallo Christian!
Kollimiert ist das C8 schon, ich habe es zuvor am "echten Stern" überprüft.
Wie gesagt, die "nur 2000mm" Brennweite entstanden, da ich mit dem Fokussieren bei 4000mm Brennweite nicht gut hin kam (und die Zeit wegen des unstabilen Wetters etwas drängte...).
Werde aber beim nächsten Mal probieren!

Eine andere mögliche Ursache könnte noch sein, dass auf der Innenseite der Schmidtplatte flaue Schlieren sind, die ich noch nicht entfernt habe, da der Ausbau der Platte ja ein etwas heikles Unterfangen ist.

Wenn denn mal wieder (endlich) stabile Witterung ist, werde ich einen Drehmikrofokussierer zwischenbauen, das bringt evtl. nochmals etwas bessere Schärfe.

Vielen Dank für das Mitdenken und die Tipps, Grüße!
Carsten
 

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