Televue Panoptic 41mm Austrittspupille und Auge im Alter

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cidercyber

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Mein Panoptic 41 hat an meinem Refraktor (f=7,6) eine Austrittspupille von rund 5,4mm. Mit 71 ist meine Pupille der altersgemäßen Beschränkung der Öffnung u.U. nicht mehr in der Lage, von der AP des 41mm zu profitieren.
Ich erwäge deshalb, für Übersichts-Spaziergänge am Nachthimmel auf ein 30mm Okular (etwa das Televue Nagler 31mm) mit rund 4mm umzusteigen und mir einen Tauschpartner zu suchen oder es zum Verkauf anzubieten.

Interessant dabei ist die Streuung der Pupillengröße, die in dieser Studie untersucht wurde:


Dort sieht man, dass es durchaus auch im Alter noch Ausreißer nach oben gibt, aber die statistische Mehrheit der 70-jährigen bei rund 5mm liegt.

Natürlich lässt sich die Öffnung meiner Pupille in der Dunkelheit schlecht messen, ich würde mich aber über Erfahrungen und Ratschläge von Altersgenossen freuen.
 
Selbst wenn du die AP nicht komplett nutzen kannst, nutzt du ja doch die maximale Helligkeit die du durch dein Auge befördern kannst, nur halt quasi von einem minimal kleinerem Teleskop.
Außerdeme zeigt das Nagler deutlich weniger Feld am Himmel als das Pano, ich würde nicht tauschen. AP wird total überbewertet.

LG
Olli
 
Hallo Cidercyber, ich würde auch das Pano 41 behalten. Das ist ein tolles Okular mit maximal möglicher Feldblende in einer 2" Steckhülse. Und selbst wenn du etwas Licht an der Pupille verlieren solltest - so what! Dafür hast du einen optimalen und ruhigen Einblick, ähnlich wie mit einem 7x50 Nachtglas.

Übrigens, dein Augenarzt sollte die maximale Pupillenöffnung bei Dunkeladaption messen können.

Alternativ kannst du das aber auch selber messen, indem du mit dunkeladaptierten Augen einen Stern am Himmel betrachtest und mit einem vor das Auge gehaltenen Stift oder Bohrer geeigneter Dicke den Durchmesser bestimmst, welcher den Stern gerade so blockiert.

Measure Your Entrance Pupil Size

Ob man jetzt wie in dem Link vorgeschlagen einen Inbus-Schlüssel (Allen wrench) oder ein anderes Objekt geeigneter Dicke vor das Auge hält, ist dabei völlig egal. Die Idee ist jedenfalls, die weit geöffnete Pupille mit einem Objekt bekannter Dicke so zu blockieren, dass vom Stern gerade nichts mehr zu sehen ist.

Gruß, Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Das sehe ich aber deutlich anders. Gerade wenn es um die Wahrnehmungsgrenze geht, ist für mich gerade die AP oft der entscheidende Faktor um den optimalen Kontrast zu erhalten...

Gruß Horst
Und gehst du dabei ernsthaft an die Kommastellen der AP und rechnest dir vorher aus welches Okular du unbedingt kaufen musst, weil du nur 4,6mm AP hast aber gern 4,4mm AP hättest?
Oder nimmst du einfach das nächste Okular aus dem Koffer wenn das was grad drinsteckt zu hell oder dunkel ist?
Klar ist AP eine wichtige Einflussgröße, aber wegen einzelner Zehntel mm ein anderes Okular zu kaufen ist halt echt unnötig.
An meinem Newton hab ich mit 31mm 6,56mm AP und mit 24mm 5,08mm AP, aber ich hatte noch nie das Gefühl, dass ich stattdessen unbedingt eher was mit 5,2mm AP bräuchte, oder generell etwas zusätzlich zwischen den Beiden egal welcher Wert.
Der Schritt von 31 zu 24 ist mit 29% der kleinste in meiner Reihe.

LG
Olli
 
Hallo Olli,

hier geht's doch nicht um 2 zehntel Millimeter, sondern konkret um den Unterschied von 5,4mm zu 4,1mm. Gerade wenn die eigne AP (vermutlich) dazwischen liegt, wird es für viele einen großen Unterschied machen.

Jedenfalls für mich ist der Unterschied von 6,1 zu 4,9mm gewaltig
So gewaltig, daß ich die pauschale Aussage:" AP wird total überbewertet" relativiert habe, denn für mich ist sie eine sehr wichtige Kenngröße.

Gruß Horst
 
Measure Your Entrance Pupil Size

Ob man jetzt wie in dem Link vorgeschlagen einen Inbus-Schlüssel (Allen wrench) oder ein anderes Objekt geeigneter Dicke vor das Auge hält, ist dabei völlig egal. Die Idee ist jedenfalls, die weit geöffnete Pupille mit einem Objekt bekannter Dicke so zu blockieren, dass vom Stern gerade nichts mehr zu sehen ist.

Gruß, Peter
Ich hatte mal von SkyPublishing die 'Pupil Gauge' - eine durchsichtige Folie mit aufgedruckten Durchmessern. Hat gut funktioniert, ist aber leider 'verschollen'.

csm
 
Selbst wenn du die AP nicht komplett nutzen kannst, nutzt du ja doch die maximale Helligkeit die du durch dein Auge befördern kannst, nur halt quasi von einem minimal kleinerem Teleskop.
Außerdeme zeigt das Nagler deutlich weniger Feld am Himmel als das Pano, ich würde nicht tauschen. AP wird total überbewertet.
Das sehe ich aber deutlich anders. Gerade wenn es um die Wahrnehmungsgrenze geht, ist für mich gerade die AP oft der entscheidende Faktor um den optimalen Kontrast zu erhalten...
Hier ging es aber weniger um die Einstellung von optimalem Kontrast, sondern was für Auswirkungen die Verwendung eines Okulars mit einer größeren AP als die altersbedingt möglicherweise etwas reduzierte maximale Pupillenöffnung des Beobachters hat, und zwar an einem Refraktor.

Dazu schreibt Al Nagler in seinem Artikel Choosing Your Telescope's Magnification einige weise Worte, die wohl auch hier gelten:

Now comes the question of how low you can go. First, consider the exit-pupil limits of refractors and reflectors. The 7-mm diameter of the dark-adapted eye's pupil seems to be a popularly enshrined value among astronomers. It is promoted by the 7-mm exit pupil of so-called night binoculars and corresponds to the exit pupil of a telescope used at a magnification of 3.5x per inch of aperture.

What we can physically fit into our eye as an exit pupil and what is appropriate may not be the same. Furthermore, they differ for reflectors and refractors. A refractor has no limits on how low the power can go and how large the exit pupil can be. This idea is heresy to many, so let me explain. Consider a 4-inch f/4 refractor with a 55-mm eyepiece. The exit pupil has a diameter of about 14 mm. Since you can only use about 7 mm, some would say that half the aperture is wasted and you are really using a 2-inch telescope. They would say you are wasting light and wasting resolution.

However, the truth is that while you are wasting potential aperture, you are not wasting light because your eye is fully illuminated, and you have the brightest possible image that you can ever have at that low magnification. Think of using 7 x 50 binoculars in the daytime when your eye's pupil is only 3.5 mm. Does the image appear dimmer than it does in 7 x 25 binoculars, which has a pupil that matches your eye's? Of course not. Also, the resolution reduction for a 2-inch telescope compared to a 4-inch is totally invisible at that magnification.

If a 14-mm exit pupil at 8x doesn't cost you anything in brightness or resolution, does it have any benefits? Sure. At 8x, a 2-inch eyepiece will produce a true field 6° or more in diameter. If you want that large a field to view the Milky Way, for example, why not have it! I'm not arguing that it is particularly wonderful to have an 8x scope, but the concept is valid.


Für Newton- und andere Reflektor-Teleskope gilt das Argument wegen der zentralen Abschattung durch den Fangspiegel je nach dessen Größe aber nur noch eingeschränkt oder auch gar nicht mehr.

Gruß, Peter
 
Natürlich lässt sich die Öffnung meiner Pupille in der Dunkelheit schlecht messen, ich würde mich aber über Erfahrungen und Ratschläge von Altersgenossen freuen.
EInfach mal einen mittelhellen Stern unscharf stellen und dann das Auge bzw. den ganzen Kopf hin und her bewegen. Dann sieht man wie das Auge den Stern abschneidet und man kann gut abschätzen ob man die jeweilige AP noch voll erfassen kann.
 
EInfach mal einen mittelhellen Stern unscharf stellen und dann das Auge bzw. den ganzen Kopf hin und her bewegen. Dann sieht man wie das Auge den Stern abschneidet und man kann gut abschätzen ob man die jeweilige AP noch voll erfassen kann.
Wenn du unscharf stellst, ist die AP des Okulars nicht mehr parallel sondern konvergent bzw divergent, also nach 20mm Augenabstand an der Augenpupille deutlich kleiner bzw größer, so funzt das nicht. Außerdem ist der Stern ja nicht plötzlich unsichtbar wenn man einen Teil der AP mit der Augenpupille abschneidet, ist im Prinzip so wie ein etwas zu kleiner FS.
Man muss auch bedenken, dass auch ein Auge, welches noch 7mm öffnet, eine 6,8mm AP eigentlich auch schon nicht mehr sinnvoll nutzen kann, Niemand kann sein Auge auf ein zehntel mm positionieren.

LG
Olli
 
Hallo cidercyber,


mit der Gefahr, jetzt ausgelacht zu werden aufgrund meines Tipps.
Ich denke aber auch eine gewisse Verspieltheit im Hobby sollte Platz haben, beziehungsweise ich wende sie an.


Austrittspupille im Dunkeln "messen".


Das brauchst Du
- Kamera mit Verzögerung oder Fernauslöser und Blitz (bei Smartphones, manche machen vorher schon den Vorblitz an und dann ist Deine AP futsch, aber auch bei einigen Modellen ausschaltbar)
- Fester Ablageort für die Kamera (Tisch, Stuhl, Fensterbank, vorhandenes Stativ,...)
- Millimeterband und Maßband.

Mein Ablauf war

Da ich so ein Popel gerne alleine mache, weil Missgeschicke und Fehlschläge so im verborgenen bleiben, musste ich etwas improvisieren.
Ich habe damit tagsüber geprobt.

Angefangen damit, das Stativ + Kamera circa 30 cm (gehen auch mehr Zentimeter) vor meine geschlossene Schlafzimmertür gestellt, dann die Türklinke manuell fokussiert. Blitz an, Knipsen und Bild anschauen, ob es "scharf" ist. Türklinke deshalb, weil bei mir die Höhe ungefähr mit der Höhe übereinstimmt, wie wenn ich auf der Bettkante sitze.
Wenn alles passt, weiter.

Danach habe ich das Stativ neben meine Bettseite gestellt und wieder die circa 30 cm Abstand eingehalten. Mich auf die Bettkante aufrecht gesetzt, in die Kamera mit weiten Augen gesehen, Millimeterband unter das Auge gehalten und Bilder gemacht. So konnte ich an verschiedenen Tagen, mit und ohne abgedunkelten Fenstern (Rollos) meine AP auf circa 3–4 mm "nachmessen". Wenn alles passt vom Bild her und der Position, nichts mehr an der Kamera und dem Stativ verändern und das Millimeterband bereitlegen, sodass es im Dunkeln schnell greifbar ist (logisch).

Der Versuch
Nachts den Wecker gestellt, da ich nicht weiß, ob beim Schlafen sich die Pupillen öffnen, habe ich immer so 30 Minuten gewartet, bevor es losging. In die Kamera gelurkt, Prozedere einhalten (Augen auf und Millimeterband unters Auge halten) fertig.
Keine Angst bei dem Blitzlicht, die Pupillen verengen sich erst danach. Bild ansehen, prüfen, ob es passt und weiterschlafen.
Nach mehrmaligen Versuchen waren die "Ergebnisse" bei mir meist bei circa 6 mm.


Es ist mir völlig klar, dass dies eher "Naja" ist, aber zeigt mir eine gewisse Tendenz.

Mein etwas improvisierter Ratschlag an Dich.

Wegen Deines Okulars würde ich jetzt keine Panik schieben, aufgrund irgendwelcher Statistiken und der Ungewissheit Deiner eigenen Austrittspupille in der Nacht.
Erst bei aufkommenden Problemen/Auffälligkeiten würde ich agieren.

Grüße und einen klaren Himmel,


Thomas
 
ich habs bei mir im Zwielicht vorm Spiegel mit Messchieber gemacht, einfach Stück für Stück zusammenschieben bis die Messflächen die Pupille unrund wirken lassen, ablesen dann im Hellen. Komme auf ca 8mm, und das mit 34

LG
Olli
 
Ha-ha!

Aber Bilder lügen nicht, anders als zwielichtige Aussagen.
(づ ̄ ³ ̄)づ
 
Hallo zusammen,

Selbst wenn du die AP nicht komplett nutzen kannst, nutzt du ja doch die maximale Helligkeit die du durch dein Auge befördern kannst, nur halt quasi von einem minimal kleinerem Teleskop.
Und selbst wenn du etwas Licht an der Pupille verlieren solltest - so what!

jetzt möchte ich mal eine Verständnisfrage stellen, da ich vor einer ähnlichen Entscheidung wie der Eröffner des Threads stehe.

Konkret geht es darum, ob ich zu meinem ES 82 Grad/30 mm noch ein ES 68 Grad/40 mm für meinen 8-Zoll-Dobson ergänzen soll. Mit Letzerem läge ich bei einer AP von rund 6,6 mm, die sich in meinem Alter (Mitte/Ende 40) nicht mehr effektiv nutzen lässt.

Demzufolge, was ihr schreibt, geht bei der höhere AP, genutzt am älteren Auge, einfach Licht verloren, das heißt, es ergibt sich für den Betrachter ein Bild gleicher Helligkeit wie bei der maximal nutzbaren AP. Ich würde also beim ES 68 Grad/40 mm immerhin durch ein größeres Sehfeld und die geringere Vergrößerung beim Aufsuchen von Objekten bzw. Beobachten großflächiger Nebel profitieren.

Bringt die höhere, nicht nutzbare AP ansonsten keine Nachteile? Ich hatte mal gehört, dass das verloren gehende Licht sich vom Auge ins Okular spiegelt und dort störende Reflexionen erzeugt. Ist das bekannt, oder kann man diese Problematik ignorieren und jegliche AP größer 6 einfach als max. AP nutzen?

CS und viele Grüße

Claus
 
Konkret geht es darum, ob ich zu meinem ES 82 Grad/30 mm noch ein ES 68 Grad/40 mm für meinen 8-Zoll-Dobson ergänzen soll.
Ich würds tun

Mit Letzerem läge ich bei einer AP von rund 6,6 mm, die sich in meinem Alter (Mitte/Ende 40) nicht mehr effektiv nutzen lässt.
Schon gemessen? Vllt hast du ja genauso Glück wie ich
Demzufolge, was ihr schreibt, geht bei der höhere AP, genutzt am älteren Auge, einfach Licht verloren, das heißt, es ergibt sich für den Betrachter ein Bild gleicher Helligkeit wie bei der maximal nutzbaren AP.
Exakt

Ich würde also beim ES 68 Grad/40 mm immerhin durch ein größeres Sehfeld und die geringere Vergrößerung beim Aufsuchen von Objekten bzw. Beobachten großflächiger Nebel profitieren.
Ja

bringt die höhere, nicht nutzbare AP ansonsten keine Nachteile?
Nein

Ich hatte mal gehört, dass das verloren gehende Licht sich vom Auge ins Okular spiegelt und dort störende Reflexionen erzeugt. Ist das bekannt, oder kann man diese Problematik ignorieren und jegliche AP größer 6 einfach als max. AP nutzen?
Das passiert genauso bei kleiner AP, die Hornhaut des Auges hat immer eine Reflexion zurück zum Okular, und zwar auf ganzer Fläche, innen wie außen, da kommt es auf die Bauweise des Okulars an, dass die Radien und Abstände nicht so ungünstig liegen, dass der Augenreflex scharf abgebildet wird.
H alpha Beobachtung ist da am häufigsten problematisch, da die meisten Vergütungen nicht unbedingt auch das rote Ende des Spektrum gleichermaßen berücksichtigen.
Mond un Jupiter sind auch Kandidaten dafür, aber diese Beobachtet man auch mit kleinen APs, trotzdem hat man oft Augenreflexionen.
Bei Deep Sky sind die Helligkeiten der Objekte derart gering, dass man Das, was vom Auge reflektiert wird, und dann ja vom entspiegelten Okular nochmals zurück reflektiert werden muss um auch wieder im Auge anzukommen, ohnehin nicht mehr wahrnehmen kann.

LG
Olli
 
Hallo Olli,


die Verlockung ist da, nur geize ich noch mit dem Budget. Zweiter Okularkoffer steht hier aber schon und wartet nur darauf, befüllt zu werden ;)

Schon gemessen? Vllt hast du ja genauso Glück wie ich

Ich werde die max. Pupillenöffnung bei Gelegenheit mal messen. Anleitungen gab es ja hier im Thread.

Das passiert genauso bei kleiner AP, die Hornhaut des Auges hat immer eine Reflexion zurück zum Okular, und zwar auf ganzer Fläche, innen wie außen, da kommt es auf die Bauweise des Okulars an, dass die Radien und Abstände nicht so ungünstig liegen, dass der Augenreflex scharf abgebildet wird.

Das höre ich jetzt zum ersten Mal. Es ist natürlich nachvollziehbar, dass dieser Zusammenhang besteht.

H alpha Beobachtung ist da am häufigsten problematisch, da die meisten Vergütungen nicht unbedingt auch das rote Ende des Spektrum gleichermaßen berücksichtigen.
Mond un Jupiter sind auch Kandidaten dafür, aber diese Beobachtet man auch mit kleinen APs, trotzdem hat man oft Augenreflexionen.

Hast du Erfahrungen, wie gut in dieser Hinsicht die Okulare von ES (82, 92 und 100 Grad) und Pentax XW abschneiden?

Für H-Alpha hatte ich gelesen, dass Baader Hyperions gut sein sollen. Habe meine leider verkauft. Sie wären evtl. nützlich gewesen, falls ich noch in die Sonnenbeobachtung einsteigen möchte.

Bei Deep Sky sind die Helligkeiten der Objekte derart gering, dass man Das, was vom Auge reflektiert wird, und dann ja vom entspiegelten Okular nochmals zurück reflektiert werden muss um auch wieder im Auge anzukommen, ohnehin nicht mehr wahrnehmen kann.

Gut zu wissen und beruhigend, dass das Problem hier zu vernachlässigen ist.

Viele Grüße

Claus
 
Ich persönlich würde es nicht tun, mir wäre der Gewinn des wahren Gesichtfelds von 2,05° auf 2,27° zu gering.
Die Aussage Naglers bezgl. zu hoher AP hat mich zwar gelehrt, dass ich mit zu großer AP (an unobstruierten Teleskopen) zwar nur Öffnung verschenke, den Kontrastverlust den ich am Dobson sehe, ist aber real. Und großflächige, lichtschwache Nebel leben von Himmelsqualität, Öffnung und Kontrast. So zumindest meine Erfahrung...

Gruß Horst
 
die Verlockung ist da, nur geize ich noch mit dem Budget. Zweiter Okularkoffer steht hier aber schon und wartet nur darauf, befüllt zu werden ;)
Das kenne ich nur zu gut XD

Das höre ich jetzt zum ersten Mal. Es ist natürlich nachvollziehbar, dass dieser Zusammenhang besteht.
Ich kenne so einige Okular, die zu Reflexen zwischen letzter Linse und Auge neigen.
Wenn man Jupiter im Bild hat, oder Mond bei geringer Vergrößerung, merkt man das daran, dass ein heller Schleier oder scharf begrenzter Reflex mit jeder Augenbewegung durchs Bild huscht. Manchmal sogar ein kleines scharf abgebildetes Geisterbild mit Details, aber das ist selten, störend ist es allemal.

hast du Erfahrungen, wie gut in dieser Hinsicht die Okulare von ES (82, 92 und 100 Grad) und Pentax XW abschneiden?
Leider nein

Für H-Alpha hatte ich gelesen, dass Baader Hyperions gut sein sollen. Habe meine leider verkauft. Sie wären evtl. nützlich gewesen, falls ich noch in die Sonnenbeobachtung einsteigen möchte.
Sind sie, Ich benutze die Hyperion Aspheric 36 und 31, und die Hyperion 24 und 21 sowie ein TeleVue Delite 18,2 am Daystar Quark. Das 21 und das 31 von Baader mag ich am liebsten, das 36 hat meist etwas zu schwache Vergrößerung, das 24 ist minimal schwächer, aber immernoch besser als alles was ich bisher in diesem Bereich hatte (immer auf H alpha bezogen) evtl wird es bald von einem TeleVue Panoptic 24 ersetzt.
Aber gerade das 21er ist bei mir ein Spezialist, denn ansonsten hat es zu viel Farbquerfehler.

Ich persönlich würde es nicht tun, mir wäre der Gewinn des wahren Gesichtfelds von 2,05° auf 2,27° zu gering.
Ich würde vermutlich das eine durch das andere ersetzen, aber das ist nur mein persönliches befinden in diesem Fall.

Die Aussage Naglers bezgl. zu hoher AP hat mich zwar gelehrt, dass ich mit zu großer AP (an unobstruierten Teleskopen) zwar nur Öffnung verschenke, den Kontrastverlust den ich am Dobson sehe, ist aber real. Und großflächige, lichtschwache Nebel leben von Himmelsqualität, Öffnung und Kontrast. So zumindest meine Erfahrung...
Ich finde, da muss man differenzieren ob es um reine Übersicht und Aufsuchen geht oder ob damit auch ernsthaft dauerhafter beobachtet will. Da stellt sich natürlich die Frage ob man bereit ist so viel Geld zu investieren um beide Zwecke mit seperaten Okularen zu bedienen, oder ob man es überhaupt braucht geschweige denn diese Anwendungen überhaupt trennt. Da sind die Meinungen durchaus verschieden.
Ich suche zB sehr gerne mit dem Hyp 36mm auf, beobachte dann meist aber mit 31mm oder 24mm.
Das ist ziemlich subjektiv und man muss sein eigenes Beobacbtungsverhalten eratmal kennen um zu wissen, ob es für einen selbst sinnvoll wäre oder ob man es doch nicht nutzen würde.

LG
Olli
 
Hallo Claus,


ich sehe es auch wie Horst.

Auf jeden Fall standortabhängig machen, beobachtest Du unter 5 Mag- Himmel und nutzt ein Okular mit 7mm AP, setzt es halt auch voraus, die Dunkeladaption deiner Augen auf 7mm zu bringen und bei Nebeln der Einsatz von geeigneten Filtern, um die Lichtverschmutzung "auszugleichen" .

Nächste Überlegung wäre für mich halt auch, bei welcher Vergrößerung bist Du mit dem 40-iger Okular.
Lohnt sich da nicht einfach auch ein Fernglas?

Oder

Um es noch weiter zu treiben (ist gerade mein Vorhaben), der Einsatz von einem 4" oder 5" Weitfeld-Refraktor, denn Du Huckepack auf dein Gerät nimmst. Damit hast Du viel mehr Feld, mit dem sich auch weitere neue Möglichkeiten eröffnen (Nebelbeobachtung mit zwei unterschiedlichen Filtern). Große Öffnung und weites Feld sind immer gut. Es ist aber nur als Anregung gedacht.


Unterm Strich, ich würde das Okular nur in Betracht ziehen, wenn die Anforderungen (Lichtverschmutzung) stimmen. Nur als Übersichtsokular genutzt, wäre es für mich unwirtschaftlich.


Grüße und einen klaren Himmel,


Thomas
 
Hallo zusammen,

danke für die Hinweise und eure Meinungen zum geplanten Okularkauf :)

Auf jeden Fall standortabhängig machen, beobachtest Du unter 5 Mag- Himmel und nutzt ein Okular mit 7mm AP, setzt es halt auch voraus, die Dunkeladaption deiner Augen auf 7mm zu bringen und bei Nebeln der Einsatz von geeigneten Filtern, um die Lichtverschmutzung "auszugleichen" .

Ich beobachte meistens unter ländlichem Himmel mit fst ca. 5.5 mag. Als Filter sind UHC und OIII vorhanden.

Ich gehe mal davon aus, dass ich die fast 7 mm AP in meinem Alter nicht mehr nutzen kann. Von daher würde wohl in dieser Hinsicht das ES 30 mm mit 5 mm AP voll ausreichen. Es ginge also nur um das Gesichtsfeld und die geringere Vergrößerung. Ich hatte hier an ausgedehnte Objekte wie Nordamerikanebel, Californianebel usw. gedacht und auch an die Übersicht beim Aufsuchen von Objekten.

Nächste Überlegung wäre für mich halt auch, bei welcher Vergrößerung bist Du mit dem 40-iger Okular.
Lohnt sich da nicht einfach auch ein Fernglas?

Ich läge mit dem ES 68 Grad/40 mm bei 30-fach im Vergleich zu 40-fach beim ES 82 Grad/30 mm. Ich habe das gerade mal in Stellarium unter "Okularansicht" verglichen. Ich finde, der Unterschied ist nicht besonders groß - hätte mir da mehr erwartet.

Von daher bin ich jetzt auch geneigt, mich der Meinung von dir und Horst anzuschließen und auf das Okular zu verzichten.

Um es noch weiter zu treiben (ist gerade mein Vorhaben), der Einsatz von einem 4" oder 5" Weitfeld-Refraktor, denn Du Huckepack auf dein Gerät nimmst. Damit hast Du viel mehr Feld, mit dem sich auch weitere neue Möglichkeiten eröffnen (Nebelbeobachtung mit zwei unterschiedlichen Filtern). Große Öffnung und weites Feld sind immer gut. Es ist aber nur als Anregung gedacht.

Das wäre sicher eine interessante Lösung, von der ich aber aus Gewichtsgründen absehen möchte. Ich habe mit den schweren 2-Zoll-Okularen und meinem Winkelsucher schon genug Gewicht am Tubus. Grundsätzlich ist "Huckepack" natürlich praktisch und ermöglicht zusätzliche Beobachtungen flächiger Objekte.

Unterm Strich, ich würde das Okular nur in Betracht ziehen, wenn die Anforderungen (Lichtverschmutzung) stimmen. Nur als Übersichtsokular genutzt, wäre es für mich unwirtschaftlich.

Ja, kann ich nachvollziehen. Ich komme auch nur selten unter einen wirklich dunklen Himmel mit fast 6 mag und besser. Die Vorteile des Okulars dürften sich daher in Grenzen halten.

Den Preis von rund 360 Euro für bloß ein wenig mehr Übersicht zu zahlen, ist dann wohl auch übertrieben ...

Sorry übrigens, dass ich jetzt mit dieser Beratung den Thread übernommen habe ;)

Viele Grüße

Claus
 
Hey Claus,

Was die Sache Fernglas und Huckepack angeht.

Oh ja, da habe ich eindeutig gepennt. Da sind die beiden Ratschläge von mir völlig fehl am Platz. Du hast es klar beschrieben, was Du Dein Eigen nennst. Sorry dafür!


Ich denke auch, das Geld kann man in eine etwas lohnendere Astroausrüstung investieren.

Viel Spaß und einen klaren Himmel,

Thomas
 
Für große Gesichtsfelder habe ich mir als Ergänzung zum Dobson einen SW 120/600 geholt. Damit komme ich auf über 4° wahres Gesichtsfeld mit meinem ES 30mm.

Gebraucht auf einer akzeptablen Azimutalen Montierung nicht viel teurer als ein neues ES 40mm 68°. Vielleicht mal dahin überlegen und den Gebrauchtmarkt im Auge halten....

Gruß Horst
 
Mein Panoptic 41 hat an meinem Refraktor (f=7,6) eine Austrittspupille von rund 5,4mm. Mit 71 ist meine Pupille der altersgemäßen Beschränkung der Öffnung u.U. nicht mehr in der Lage, von der AP des 41mm zu profitieren.
Ich erwäge deshalb, für Übersichts-Spaziergänge am Nachthimmel auf ein 30mm Okular (etwa das Televue Nagler 31mm) mit rund 4mm umzusteigen und mir einen Tauschpartner zu suchen oder es zum Verkauf anzubieten.
jetzt möchte ich mal eine Verständnisfrage stellen, da ich vor einer ähnlichen Entscheidung wie der Eröffner des Threads stehe.

Konkret geht es darum, ob ich zu meinem ES 82 Grad/30 mm noch ein ES 68 Grad/40 mm für meinen 8-Zoll-Dobson ergänzen soll. Mit Letzerem läge ich bei einer AP von rund 6,6 mm, die sich in meinem Alter (Mitte/Ende 40) nicht mehr effektiv nutzen lässt.
Was bei dieser Gegenüberstellung nicht recht rüberkommt, ist die asymmetrische Ausgangslage:

(1) cidercyber ist im bereits im Besitz von diesem tollen Pano 41, das er an einem Refraktor mit einer AP von 5,4 mm einsetzt, sich aber Sorgen macht, ob er dessen Qualität bei einer möglicherweise altersbedingt eingeschränkten Pupillenöffnung überhaupt voll ausschöpfen kann.

(2) Sperbereule hingegen erwägt die Anschaffung eines weiteren Okulars für seinen Dobson, womit er dann auf eine AP von 6,6 mm käme.

In dem oben bereits zitierten Artikel von Al Nagler wurde ja bereits klar gesagt, dass eine übergroße AP an einem Refraktor zu keinerlei Qualitätseinbußen führt. Man verschenkt zwar etwas von der Teleskopöffnung, but so what, wenn das Auge schon maximal ausgeleuchtet wird. Dafür sieht man ein größeres Feld. Die Situation ist analog zum Einsatz eines 7x50 Nachtglases am Tageshimmel. Auch da sieht man nicht weniger als mit einem 7x35 Glas!

Am Dobson ist die Situation jedoch anders, weil es sich dabei um eine obstruierte Optik handelt. Da verschenkt man mit einer übergroßen AP nicht nur Öffnung. Die Augenpupille wird dann nämlich vom Fangspiegelschatten obstruiert und zwar umso mehr, als die AP die Pupillenöffnung übersteigt. Die Folge sind dann irritierende Fangspiegelschatten, wie man sie an obstruierten Optiken typischerweise mit langbrennweitigen Okularen bei der Mondbeobachtung ohne Dämpfungsfilter bekommt, wenn die Pupillenöffnung kleiner als die AP ist.

Insofern ist die Auswirkung von übergroßen Austrittspupillen bei Refraktoren und obstruierten Optiken verschieden.

Gruß, Peter
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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