Welches Übersichtsokular?

Oliver_Schulz

Aktives Mitglied
Hallo Sternfreunde,
auf der Suche nach einem guten Übersichtsokular hatte ich eigentlich das APM 30mm UFF ins Auge gefasst. Jetzt sehe ich aber, dass es die ES 30mm 82 Grad „günstig“ gibt.
Da fällt die Wahl schwer. Zum Einsatz kommen soll es hauptsächlich an einem 10“ f/5-Newton. Welches würdet ihr bevorzugen?
Viele Grüße
Oliver
 
Hallo Oliver,
ich hab beide, bin dem Weitwinkel Wahn verfallen, daher nehme ich das ES 30/82° wenn das Gewicht keine Rolle spielt. Mit einem Kilo ist es schon recht schwer, und an meinem 16" F/4,5 Dob kommt dann noch der Paracorr dazu! Das APM 30UFF eher wenns leichter sein soll am Reise Dob. Ein Nagler 31mm hat den Weg zu einem Sternfreund genommen, für mich war das ES ebenbürtig.
CS
Arnold
 
Hi Oliver,

ich kenne von den beiden nur das ES, mag es aber so sehr, dass ich es Dir auch einzeln wärmstens empfehlen kann - wobei meine Erfahrungen rein auf der Nutzung in allen möglichen (langsamen wie schnellen) Refraktoren basieren.

Ich find's ziemlich genial.

Schöne Grüße,
Urs
 
Hallo zusammen,
Danke für eure Rückmeldungen!
Was mich bei dem ES 30mm ein bisschen wundert ist, dass die Feldblende 27mm betragen soll. Ist das realistisch? Wie kommt man denn dann auf 82 Grad?
VG Oliver
 
Hallo,

Was mich bei dem ES 30mm ein bisschen wundert ist, dass die Feldblende 27mm betragen soll.

Beim 30mm, 82° Okular misst die Feldblende 43,0mm.
Quelle:
Technische Daten Explore Scientific Okulare 62°/68°/82°/100°/120° - pdf Dokument.

Die 27mm oder genau 27,2mm treffen auf das 30mm, 52° Okular zu.
Quelle:
EXPLORE SCIENTIFIC 52° and 82° LER Eyepieces - pdf Dokument.

Zum Okular selbst:
ich bin mit meinem 30mm, 82° Explore Scientific Okular sehr zufrieden. Dieses Okular setze ich an Teleskopen von 110 bis 300mm Öffnung ein, sowohl an Refraktoren als auch an Spiegelteleskopen.
Das Okular hat einen gutmütigen Einblick und liefert ein helles und scharfes Bild.

Viele Grüße
Gerd
 
Hallo Oliver,

da dürfte wohl eine Verwechslung mit dem ES 30mm/52° vorliegen. Das hat 27.2mm Field Stop und 1.25" Stutzen.

Starman1 bei Cloudy Nights gibt in seinem 2025 Eyepiece Buyer's Guide für das ES30/82° 40 .9mm als Calculated Field Stop an und 41.7 als Manufacturers Field Stop, der Hersteller 43mm als Field Stop Diameter. Ein großer Unterschied zum Nagler 31mm/82° ist mir seinerzeit nicht aufgefallen.

So schnell in den 2" Stutzen reingeschaut und mit Lineal verglichen schaut knapp über 40mm realistisch aus. Wegen der Smyth Linse kann die Blende ja nicht direkt mit dem Messchieber gemessen werden, ebenso wie beim APM 30mm, wo es am Anfang auch einige Unklarheiten gab.

CS
Arnold
 
Vielleicht sollte ich es anders formulieren: Ich hatte ein Auge darauf geworfen. Ich hoffe, ich finde es wieder… 😉
 
Augen auf beim Okulare Kauf :) ,
Aber jetzt ernsthaft: Ich kann dir das 35mm Panoptik von TeleVue empfehlen, das hatte viel Jahre lang gerne an einem 12"f/6 Dobs im Einsatz und dann an einem 18"f/4.7.

CS Mike
 
Hallo Mike,
ja, das Pano ist sicher auch toll, aber einfach nicht ganz meine Preisklasse.
Und da sich nun auch meine Skepsis bezüglich der Feldblende zerschlagen hat, nutze ich den Umstand, dass es die ES gerade 100€ billiger gibt und bestelle mir das.
Es kommt auch noch rechtzeitig zum Havelländer Teleskoptreffen, dem ich nun noch gespannter entgegen fiebere! :giggle:
Viele Grüße
Oliver
 
Hi Oliver
ich hatte das 30iger ES und das 31iger Nagler im Vergleich vor Jahren. Sie geben sich quasi nichts war das finale Urteil von mir und den Mitbeobachtern. Das ES habe ich dann auch gekauft und empfehle es gerne für schnellere Geräte. Ich nutze es an f/5 und f/4,7 Newton aber auch gelegentlich an kleineren Apos.
CS
 
Hallo Oliver,

ich habe auch ein ES 30/82° und nutze es an meinem Galaxy Dobson (10 Zoll, f/5). Optisch bin ich mit dem Okular sehr zufrieden, daher wirst du damit sicher nichts verkehrt machen.

Trotzdem möchte ich zwei Aspekte betonen:

1. Gewicht: Wie bereits erwähnt, wiegt das Okular etwa 1 kg. An meinem Dobson muss ich deshalb zur Beobachtung ein Gegengewicht nutzen (siehe erstes Bild, rechte Seite). Da alle meine weiteren Okulare mit den nächstkleineren Brennweiten von 16 mm und 11 mm deutlich kleiner sind, ertappe ich mich öfter dabei, das Okular aus Bequemlichkeit zu übergehen. Erst wenn das große Gesichtsfeld wirklich notwendig ist, kommt das Okular zum Einsatz.

ES1.jpg


2. Fokus: An meinem Dobson, der visuell optimiert ist, liegt der Schärfepunkt des Okulars relativ weit außen. Deshalb muss der Okularauszug nahezu vollständig ausgefahren werden, um in den Fokus zu kommen. Dadurch fand ich das Scharfstellen jedoch sehr unbequem, da ich gerne zunächst etwas über den Schärfepunkt hinausfahre. Ich habe deshalb einen Homofokalklemmring in 2 Zoll oben an der Steckhülse montiert, um ein paar Millimeter beim Auszug zu gewinnen (siehe Bild 2). Erst dadurch lässt sich das Okular für mich bequem scharfstellen.

ES2.jpg


Freundliche Grüße
Alexander
 
Hallo Alexander,
danke für den Hinweis! Meinen Newton habe ich auf ein „Mittelding“ getrimmt, mit dem ich sowohl beobachte als auch fotografiere. Mal schauen, wie sich das auswirkt. Aber ich habe immer verschiedene Verlängerungshülsen dabei.
Viele Grüße
Oliver
 
Hi,

empfehle auch das ES82° 30mm. Absolut preis-wert. Benutze es an f/4 und f/4.5. Ist genauso gut wie das 31mm Nagler. :oops:

Wegen Gewicht muss man evtl. ein verschiebbares Gegengewicht benutzen. Am Metall-Volltubus z.B. so etwas hier:

20mm UWW Okulare sind in 2" auch relativ schwer. Das ist also nicht unbedingt eine exceptionelle Ausnahme insofern. Und 20mm wäre IMHO das perfekte Stepping nach unten... (auch von AP her).

Report mit rudimentärem Test:

Good luck,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Peter,
Danke für die Links. Ich habe allerdings keinen Dobson sondern beobachte mit der AZ-EQ6 im AZ-Modus. Da ist das mit dem Gewicht nicht so das Problem.
Viele Grüße
Oliver
 
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