pmneo85
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Versteckt im Sternbild Cepheus, gerade mal gut 11° vom Polarstern entfernt, liegen die beiden Molekülwolken LDN 1228 und LBN 552 – und die haben es in sich. Sie gehören zu den schwächsten und am schwersten einzufangenden Staubregionen am ganzen Nordhimmel. Ihre ineinander verschlungenen Formen haben ihnen den Spitznamen „Die kämpfenden Drachen" verpasst.
Anders als die typischen hell leuchtenden Nebel strahlen die beiden nicht aus eigener Kraft. LDN 1228 zeigt sich als dunkle Silhouette: Dichter interstellarer Staub schluckt das Licht und verdeckt das dahinterliegende, dicht gepackte Sternenfeld der Milchstraße. Das extrem schwache LBN 552 dagegen wird vor allem durch reflektiertes Licht naher Sterne überhaupt erst sichtbar. Es gilt als eines der schwächsten Objekte im Lynds-Katalog heller Nebel – ein echtes Geduldsmotiv, das einen richtig dunklen Himmel und viele Stunden Belichtung braucht.
Rechts in der Bildmitte sitzt der zart orangefarbene Reflexionsnebel RNO 129 (auch GN 21.00.4), der wie ein kleiner leuchtender Hügel aus dem Staubmeer ragt. In seinem Zentrum steckt ein noch junger, gerade entstehender Stern. Das ganze Bildfeld ist dabei nur ein Ausschnitt des viel größeren Cepheus-Molekülwolkenkomplexes – einer kosmischen Kinderstube, in der ganz langsam neue Sterngenerationen heranwachsen.
Mir ging es bei diesem Bild vor allem um das feine Gleichgewicht: zwischen dem dunklen, lichtschluckenden Staub, dem leisen reflektierten Sternenlicht und den unzähligen Hintergrundsternen, die zusammen einen der subtilsten Schätze des Deep-Sky-Himmels zeigen.
Aufnahmedaten
Aufgenommen von der heimischen Sternwarte in Westendorf (Bayern), Deutschland, unter einem Bortle-4-Himmel. Das Objekt liegt im Sternbild Cepheus (Cep) bei den Koordinaten 20h 55m 04s / +77° 21′ 55″.
Bildfeld: 3,26° × 2,18° bei einer Auflösung von 1,88″/px, Bildrotation 270,15°N.
Belichtung
Gesamtintegration von 58 h 33 min (summierte Zeit beider Image-Trains), gesammelt an 19 Nächten im Jahr 2026:
Groß
Gruß philip
Anders als die typischen hell leuchtenden Nebel strahlen die beiden nicht aus eigener Kraft. LDN 1228 zeigt sich als dunkle Silhouette: Dichter interstellarer Staub schluckt das Licht und verdeckt das dahinterliegende, dicht gepackte Sternenfeld der Milchstraße. Das extrem schwache LBN 552 dagegen wird vor allem durch reflektiertes Licht naher Sterne überhaupt erst sichtbar. Es gilt als eines der schwächsten Objekte im Lynds-Katalog heller Nebel – ein echtes Geduldsmotiv, das einen richtig dunklen Himmel und viele Stunden Belichtung braucht.
Rechts in der Bildmitte sitzt der zart orangefarbene Reflexionsnebel RNO 129 (auch GN 21.00.4), der wie ein kleiner leuchtender Hügel aus dem Staubmeer ragt. In seinem Zentrum steckt ein noch junger, gerade entstehender Stern. Das ganze Bildfeld ist dabei nur ein Ausschnitt des viel größeren Cepheus-Molekülwolkenkomplexes – einer kosmischen Kinderstube, in der ganz langsam neue Sterngenerationen heranwachsen.
Mir ging es bei diesem Bild vor allem um das feine Gleichgewicht: zwischen dem dunklen, lichtschluckenden Staub, dem leisen reflektierten Sternenlicht und den unzähligen Hintergrundsternen, die zusammen einen der subtilsten Schätze des Deep-Sky-Himmels zeigen.
Aufnahmedaten
Aufgenommen von der heimischen Sternwarte in Westendorf (Bayern), Deutschland, unter einem Bortle-4-Himmel. Das Objekt liegt im Sternbild Cepheus (Cep) bei den Koordinaten 20h 55m 04s / +77° 21′ 55″.
Bildfeld: 3,26° × 2,18° bei einer Auflösung von 1,88″/px, Bildrotation 270,15°N.
Belichtung
Gesamtintegration von 58 h 33 min (summierte Zeit beider Image-Trains), gesammelt an 19 Nächten im Jahr 2026:
- Luminanz (L): 467 × 180 s → 23 h 21 min
- Rot (R): 238 × 180 s → 11 h 54 min
- Grün (G): 238 × 180 s → 11 h 54 min
- Blau (B): 228 × 180 s → 11 h 24 min
Groß
Gruß philip