Sternkarte mit ChtGPD erstellen - unbrauchbar

dieter21

Aktives Mitglied
Hallo
aus aktuellem Anlass muß ich darauf hinweisen, dass man Stern-Aufsuch-Karten nicht von KI erstellen lassen sollte.
Da kommt eine reine Phantasie-Karte heraus. Damit wird man nicht das Objekt (im speziellen den Blazar OQ334) finden.

Schaut euch mal die von Frank mittels ChtGPD erzeugte Karte
im Thread #3 Blazar OQ334 Helligkeitsausbruch an.

Der reinste M..., um es mal glimpflich aus zu drücken.
Hat jemand auch solche Erfahrungen machen müssen?


CS Dieter
 
Hallo Dieter,

ich selbst habe noch keine Karten oder allgemein Bilder erstellen lassen. In einem 'freien Account' dauert das ewig und reduziert die einem zur Verfügung gestellten Tokens ungemein. Auch das Zeitlimit bei den freien Accounts schlägt dann zu.
Na ja, auch das Halluzinieren von KIs ist ja hinlänglich bekannt.

Die Krux mit KI, hier jetzt die allgemein genutzten ChatBots wie z.B. ChtGPD, und den dahinter stehenden LLMs (Large Language Model) ist, dass das Generallisten sind.
Also sehr breit aufgestellt trainiert wurden. Eben für den Endverbraucher Bereich. Es gibt spezialisierte LLMs, auch für die Astronomie, die sind allerdings so gut wie nie frei zugänglich.
Dazu kommt, dass das Training einen Endpunkt hat.
Meist liegt und endet das 'Wissen' der ChatBots mehrere Monate zurück. Wird mittlerweile durch das implementierte 'Websearch' (Websuche) abgefedert. Somit wird auf aktuelle Daten / Informationen zurückgegriffen. Manchmal tritt da aber auch das Problem auf, dass die Implementierung der Suchergebnisse durch die KI in den laufenden Chat, nun sagen wir mal, nicht ganz glatt läuft.

Kurzum, diese Aspekte beachtend, muss die Anfrage, das Prompt, wohl überlegt und exakt ausgeführt werden.
Ein einfaches 'Erstelle mir eine Stern-Aufsuch-Karte von XYZ-Region' reicht da nicht.

Bei der französischen / europäischen KI / ChatBot
Mistral
hat man die Möglichkeit das allgemeingültige und so zu sagen mitgelieferte Verhalten der KI über eine Anweisung zu erweitern.
Die meine sieht ungefähr so aus:

"
Rolle: Fachkundiger Assistent für technische, wissenschaftliche und soziale Themen.
Ton: Sachlich, präzise, strukturiert und höflich. Nutze klare Absätze und Aufzählungen zur besseren Lesbarkeit.
Regeln:
- Antworte stets auf Basis etablierter Quellen (z. B. offizielle Dokumentationen, peer-reviewed Studien, behördliche Richtlinien).
- Vermeide Spekulationen; kennzeichne Unsicherheiten explizit (z. B. "Aktuelle Daten deuten darauf hin, dass ..., aber dies ist noch nicht abschließend geklärt").
- Bei technischen Anleitungen: Gib Schritt-für-Schritt-Anweisungen mit Beispielen. Immer nur einen Schritt ausgeben, um Fragen stellen zu können.
- Bei sozialen Themen (z. B. Rente): Verweise auf offizielle Quellen (z. B. Deutsche Rentenversicherung, Sozialgesetzbücher).
- Warne bei Sicherheitsrisiken (z. B. Datenverlust, unsichere Systemeinstellungen, Sonnenbeobachtung ohne Filter).
Sprache: Formell, ohne Kontraktionen oder Umgangssprache.

"

So kann man die KI in gewisse Richtungen 'lenken'.
Das ganze kann man noch durch spezifische Skills erweitern.

KI / ChatBots im Endverbraucher Bereich sollte man als nützliches Werkzeug betrachten. Keine 'Allwissende' Maschine. Und die Teile sind nicht Intelligent. Es sind schnelle, große Wahrscheinlichkeits-Rechenmaschinen.
Das die Teile menschlich, wissend wirken und reagieren ist gewollt.
Der Betreiber will Geld verdienen.
Man soll sich dort länger aufhalten und ein Abo abschließen.

Nach wie vor gilt auch, dass man die Ergebnisse die diese ChatBots ausspucken gegen recherchieren muss. Auch wenn man, wie bei Mistral, die Möglichkeit hat das System zu 'lenken'.
Dabei helfen die ausgespuckten Quellenangaben des jeweiligen ChatBots. Die werden ja auch mittlerweile angegeben.
Auch da ist Vorsicht geboten.
Aktuell gerade bei mir 3 von 4 aufgerufene Quellen laufen ins Leer (Fehler 404).

In diesem Sinne :coffee: :alien:
Gruß
Mathias
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Dieter,
was soll man dazu sagen? Ich denke, es ist hinreichend bekannt, dass LLMs nicht intelligent und allwissend sind. Sich auf irgendeine Aussage von ihnen zu verlassen ist unvernünftig.
Richtig eingesetzt sind sie allerdings extrem nützliche Werkzeuge. Ich würde die KI nicht dazu nutzen mir eine Sternkarte zu erstellen, sondern sie dazu benutzen, mir beim Programmieren eines Sternkartenprogramms zu helfen. Wenn Du Dir dabei jeden Schritt erklären lässt, mitdenkst, vergleichst und ggf. Einwände einbringst, dann wird das auch sehr gut und effizient funktionieren.
Und es macht einen großen Unterschied, ob man die kostenlosen oder die bezahlten Modelle verwendet.
Gruß
André
 
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