Hilfe bei Teleskop-Aufbesserung

Emirame

Neues Mitglied
Guten Tag allerseits!

Ich habe letztes Jahr zu meinem Geburtstag ein BRESSER Pollux-II 150/1400 EQ3 geschenkt bekommen. Jedoch ist mir das Teleskop viel zu wackelig und ungenau, auch schnell sehr unscharf. Mein Hauptinteresse ist die Planetenbeobachtung.
Jetzt wollte ich mal fragen ob es eine Möglichkeit/Equipment gibt das vorhandene Teleskop dahingehend ,,aufzuwerten"? Oder ist da jegliche Hoffnung verloren?

Vielen Dank schonmal und Liebe Grüße! :)
 
Hallo ?,

Du wirst wahrscheinlich nur das Lieferequipment haben, also 4mm und 20mm Okular.
4mm sollte kaum zu gebrauchen sein, 20mm müsste funktionieren.
Die Barlow am besten weglassen.

Eigentlich ja, aber ich versuche es dennoch mal.

1. Ein günstiges aber dennoch besseres Okular mit gutem Preis-Leistungsverhältnis
Brennweite zwischen 6-10mm.
Z.B. 6mm Goldkante, veilleicht auch eher die 9mm Variante, die wäre auch bei durchschnittlichen Bedingungen noch gut verwendbar.
Svbony bietet da z.B. günstige an, ich kenne die selbst aber nicht. Habe gerade auf die Schnelle bei amazon das 9mm im Angebot für 36,54 gefunden.
(Svbony 9mm 66° Okular)

2.
Jedoch ist mir das Teleskop viel zu wackelig
Auf jeden Fall genau ausbalancieren (Anleitunngsvideos auf youtube können helfen) und beim Stativ eventuell in der Mitte an der Okular-Halterung noch ein Gewicht anbringen.

Das alles ändert natürlich nichts an der vorhandenen Optik.

Falls vor Ort genügend Platz ist ( Garten, Terasse, großer Balkon) wäre als Neuanschaffung ein 8" F6 Dobson eine günstige gute Upgrade-Möglichkeit.
Vom alten Teleskop lässt sich die EQ3 eventuell später noch weiternutzen.
Nachführmotor dazu, ein kleines leichtes Teleskop / Objektiv und es wären erste Deepsky Aufnahmen möglich.

Gruß,
Holger
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi zusammen,

abgesehen davon, dass das Interesse bei der Planetenbeobachtung und nicht Deepskyfotografie liegt (;)) - die Okular Tips und ggf. Beruhigung des Stativs mit mittig angebrachtem Gewicht ist auf jeden Fall hilfreich.

Ich hatte seinerzeit bei einer EQ3-2 die ziemlich wackeligen Alubeine durch Selbstbau-Holzbeine ersetzt, was die Schwingungen aus dem Stativ heraus deutlich abmilderte. Da ich aber kein "Holzwissenschaftler" bin, waren die Beine allerdings fix und ließen sich nicht in der Höhe verstellen, passt sicherlich nicht unbedingt als ultimative Idee.

Damals wäre auch Selbstbaustative aus im Dreieck angeordneten Multiplexplatten und daran plan befestigt nach außen gehende Dreiecke als Füße - dazu finde ich aber kein Beispiel mehr...

Mit einem gewissen Anteil an Schwingung wird man bei gleicher Montierung leben müssen, da die Montierung mit dem Teleskop schon sehr in der Grenzbelastung ist und damit auch die Montierung selbst etwas Wackelige" beisteuert. Was bei mir geholfen hatte (bei mir war's ein Standardnewton ohne eingebautes Barlow-Element) war 'unhektisches Scharfstellen' - also schrittweises Fokussieren, und zwischen den Schafstellversuchen loslassen und ausschwingen lassen für ein ruhiges Bild, dann weiter fokussieren, bis es knackig war. Man kann mit "Wackelei" leben, wenn man sich auf sie einstellt :cool: . Die manuelle Nachführung dann möglichst gleichmäßig drehen, auch das vermeidet "Anfahrschwingung".
"Schnell unscharf" - generell auf jeden Fall das Teleskop "auskühlen", also an Umgebungstemperatur anpassen lassen, das dauert seine Zeit und kann schon mal eine halbe Stunde oder auch länger sein (bei meinem heutigen Schmidt-Cassegrain eher 2h...). Sollte dann der Fokuspunkt wandern, kann es an einem zu leichtgängigen Okularauszug liegen - aber jetzt geht es schon in den Bereich der Spekulation, was alles sein kann.
Vielleicht kannst du ja etwas näher beschreiben, was sich da wie bemerkbar macht.

In der Ruhe liegt bei so einem Setup die Kraft - da nüchtern betrachtet bei dieser Kombination einige Kompromisse den Preis des Paketes ausmachen, auf die man sich einlassen kann wie angedeutet.

Kare Nächte,
Micha
 
Hallo ?,

Du wirst wahrscheinlich nur das Lieferequipment haben, also 4mm und 20mm Okular.
4mm sollte kaum zu gebrauchen sein, 20mm müsste funktionieren.
Die Barlow am besten weglassen.


Eigentlich ja, aber ich versuche es dennoch mal.

1. Ein günstiges aber dennoch besseres Okular mit gutem Preis-Leistungsverhältnis
Brennweite zwischen 6-10mm.
Z.B. 6mm Goldkante, veilleicht auch eher die 9mm Variante, die wäre auch bei durchschnittlichen Bedingungen noch gut verwendbar.
Svbony bietet da z.B. günstige an, ich kenne die selbst aber nicht. Habe gerade auf die Schnelle bei amazon das 9mm im Angebot für 36,54 gefunden.
(Svbony 9mm 66° Okular)

2.

Auf jeden Fall genau ausbalancieren (Anleitunngsvideos auf youtube können helfen) und beim Stativ eventuell in der Mitte an der Okular-Halterung noch ein Gewicht anbringen.

Das alles ändert natürlich nichts an der vorhandenen Optik.

Falls vor Ort genügend Platz ist ( Garten, Terasse, großer Balkon) wäre als Neuanschaffung ein 8" F6 Dobson eine günstige gute Upgrade-Möglichkeit.
Vom alten Teleskop lässt sich die EQ3 eventuell später noch weiternutzen.
Nachführmotor dazu, ein kleines leichtes Teleskop / Objektiv und es wären erste Deepsky Aufnahmen möglich.

Gruß,
Holger
Vielen lieben Dank für die Tipps! :)

Bezüglich den Okularen, wie steht es denn um das Svbony SV135 Zoom Teleskop Okular, 1,25", 7–21 mm? Gibt es einmal mit 60°-40° und günstiger mit 57°-40°? Sind beide gerade im Angebot und dann könnte man ja mit einem Okular gleich einige Brennweiten abdecken.

Ein mittiges Gewicht zur Stabilisierung werde ich definitiv auch mal ausprobieren!

Gibt es eigentlich eine Möglichkeit bei diesem Teleskop eine elektrische Nachhilfe zum Finden von Himmelsobjekten nachzrüsten? Dann wär das extreme Wackeln nämlich auch nicht mehr ganz so nervig. Z.B. für meinen Versuch Uranus zu finden habe ich 4h geopfert (erfolglos) weil es durch die Instabilität andauernd weggerutscht ist und ich mit dem Starhopping wieder von vorn beginnen musste...

Ein ganz neues Teleskop wäre für mich nur im Notfall eine Option, wenn sonst keine Hoffnung mehr auf Uranus und Neptun besteht😂
 
Hi zusammen,

abgesehen davon, dass das Interesse bei der Planetenbeobachtung und nicht Deepskyfotografie liegt (;)) - die Okular Tips und ggf. Beruhigung des Stativs mit mittig angebrachtem Gewicht ist auf jeden Fall hilfreich.

Ich hatte seinerzeit bei einer EQ3-2 die ziemlich wackeligen Alubeine durch Selbstbau-Holzbeine ersetzt, was die Schwingungen aus dem Stativ heraus deutlich abmilderte. Da ich aber kein "Holzwissenschaftler" bin, waren die Beine allerdings fix und ließen sich nicht in der Höhe verstellen, passt sicherlich nicht unbedingt als ultimative Idee.

Damals wäre auch Selbstbaustative aus im Dreieck angeordneten Multiplexplatten und daran plan befestigt nach außen gehende Dreiecke als Füße - dazu finde ich aber kein Beispiel mehr...

Mit einem gewissen Anteil an Schwingung wird man bei gleicher Montierung leben müssen, da die Montierung mit dem Teleskop schon sehr in der Grenzbelastung ist und damit auch die Montierung selbst etwas Wackelige" beisteuert. Was bei mir geholfen hatte (bei mir war's ein Standardnewton ohne eingebautes Barlow-Element) war 'unhektisches Scharfstellen' - also schrittweises Fokussieren, und zwischen den Schafstellversuchen loslassen und ausschwingen lassen für ein ruhiges Bild, dann weiter fokussieren, bis es knackig war. Man kann mit "Wackelei" leben, wenn man sich auf sie einstellt :cool: . Die manuelle Nachführung dann möglichst gleichmäßig drehen, auch das vermeidet "Anfahrschwingung".
"Schnell unscharf" - generell auf jeden Fall das Teleskop "auskühlen", also an Umgebungstemperatur anpassen lassen, das dauert seine Zeit und kann schon mal eine halbe Stunde oder auch länger sein (bei meinem heutigen Schmidt-Cassegrain eher 2h...). Sollte dann der Fokuspunkt wandern, kann es an einem zu leichtgängigen Okularauszug liegen - aber jetzt geht es schon in den Bereich der Spekulation, was alles sein kann.
Vielleicht kannst du ja etwas näher beschreiben, was sich da wie bemerkbar macht.

In der Ruhe liegt bei so einem Setup die Kraft - da nüchtern betrachtet bei dieser Kombination einige Kompromisse den Preis des Paketes ausmachen, auf die man sich einlassen kann wie angedeutet.

Kare Nächte,
Micha
Vielen lieben Dank für die Antwort!! :)

Wie in meiner Antwort an die andere Person hier geschildert, geht es mir vorallem darum dass ich mit dem Teleskop durch die Instabilität enorme Probleme hab Himmelsobjekte zu finden, die man mit dem bloßen Auge nicht sehen kann. Da is in entscheidenden & präzisen Momenten immer zu stark wegwackelt... Auch Fotografie durch das Okular ist damit sehr mühselig, weil es bei der kleinsten Berührung mit dem Smartphone schon so stark schwankt, dass das eingestellte Objekt quasi schon wieder aus dem Gesichtsfeld ist...🥲
 
Svbony SV135 Zoom Teleskop Okular, 1,25", 7–21 mm? Gibt es einmal mit 60°-40° und günstiger mit 57°-40°?
Kenne ich zwar nicht aber das Risiko hält sich ja bei 45,59 in Grenzen, also die 57°-40° Variante. Die andere kostet ja gleich 71,99 für 3° mehr Gesichtsfeld.
Die Bewertungen sind ja ziemlich positiv.

. Z.B. für meinen Versuch Uranus zu finden habe ich 4h geopfert (erfolglos)
Uranus & Neptun sind nur kleine farbige Punkte. Unterscheiden sich schon deutlich von Sternen aber ohne Strukturen.
Ist das Teleskop denn in beiden Achsen richtig ausbalanciert ?
Bei lockeren Feststellschrauben sollte der Tubus nicht kippen (Lage in den Rohrschelle) und auch bei Drehung der Erdachse sollte es in jeder Position stehen bleiben.
(Wird mit den Gegengewichten eingestellt)

Gruß,
Holger
 
Zuletzt bearbeitet:
Jedoch ist mir das Teleskop viel zu wackelig und ungenau
nicht den Kopf hängen lassen und sich den Spaß und die Freude durch unzureichende Stabilität der Montierung-Stativ nehmen lassen.
Mein Rat: Auf einen guten-besseren Unterbau ==> Montierung+Stativ sparen. Auf dem Gebrauchtmarkt nach einer m.E. ausreichenden Vixen SP-DX / oder GP mit Motorsteuerung schauen. Kleinanzeigen und der hier nutzbare Marktplatz - und auch eine Suchanfrage - sollten wenn möglich zeitnah Abhilfe schaffen.
Die Basis sollte einigermaßen stimmen, ansonsten wirst das Problem nicht los-leider.
 
Hallo,

da Problem mit der Stabilität der Montierung könntest du z.B. durch den Selbstbau einer Dobson Montierung oder den Erwerb einer gebrauchten z.B. GP Montierung lösen.

Das Problem mit der "schnell unscharfen" Abbildung wirst du auch durch den Erwerb teurerer Okulare nicht in den Griff bekommen. Bei dem 150/1400 handelt es sich um einen sogenannten Bird-Jones. Es hat nur einen Kugelspiegel kurzer Brennweite, dessen sphärische Aberration durch das Bird-Jones Element im Okular Auszug korrigiert werden soll. Zugleich vergrößert dieses als Barlow Linse die Brennweite auf 1400mm.
Leider ist die Ausführung dieser Konstruktion, im Gegensatz zu den ersten z.B. von Tasco, aktuell immer Schrott. Vergrößerungen über 100x dürften dir kaum Freude machen. Selbst meine alten Exemplare kommen nicht an die Auflösung eines gleich großen guten Newton heran. So ein Teleskop justieren zu müssen ist eine peinliche Strafarbeit.

Warum die Dinger in ihrer heutigen Qualität noch produziert und verkauft werden, lässt sich nicht rechtfertigen!

Erwarte also bitte nicht zu viel und lass dir den Spaß an unserem schönen Hobby nicht verderben.

CS Gerhard
 
Gibt es eigentlich eine Möglichkeit bei diesem Teleskop eine elektrische Nachhilfe zum Finden von Himmelsobjekten nachzrüsten? Dann wär das extreme Wackeln nämlich auch nicht mehr ganz so nervig. Z.B. für meinen Versuch Uranus zu finden habe ich 4h geopfert (erfolglos) weil es durch die Instabilität andauernd weggerutscht ist und ich mit dem Starhopping wieder von vorn beginnen musste...

Ein ganz neues Teleskop wäre für mich nur im Notfall eine Option, wenn sonst keine Hoffnung mehr auf Uranus und Neptun besteht😂
Hallo,

eine Nachführung, bzw ein Goto wirst du, zumindest für dieses Teleskop-Setup nicht bezahlen wollen, glaubs mal.

Wenn du aber sagst, dir rutscht (oder schwenkt?) das Teleskop beim Aufsuchen weg, hast du das Teleskop richtig austarriert?
Beim Lösen der Klemmen sollte sich das Teleskop nicht oder nur minimal bewegen wollen, sowohl in der RA-Achse (also Gegengewicht auf der Stange nur soweit ausgefahren, dass sich das Teleskop bestenfalls nicht bewegt. Und in der Dec-Achse genauso, Teleskop mit Sucher, mit Okular drin in den Schellen verschieben, sodass sich das Teleskop wieder gerade so nicht bewegt. Die Klemmen an der Montierung haben ja nur eine begrenzte Klemmkraft, sie sollen das Telekop im Grunde mit so wenig Kraft wie möglich einfach nur festhalten, sodass man an den Trieben nur noch die Feineinstellung macht.

Zum Aufsuchen: Hast Du den Sucher, Peiler zuvor auf die Teleskopblickrichtung justiert? Also am besten noch am Tag auf einen Kirchturm, Strommast oder sonst irgendwas markantes. Geht natürlich auch Abends auf den Polarstern (oder jeden anderen markanten Stern, wenn Du routiniert vorgehst)

Okularfrage: Ja, ich habe das SV-Bony Zoom auch, das ist wirklich nicht schlecht. Du wirst aber merken, dass Du an deinem Teleskop über max. mittlere Vergrößerung kaum hinaus gehen willst, da das Bild dann zunehmend matschig wird (u.a. auch durch den Farbfehler, der durch das billige Korrekturelement im Teleskop eingeführt wird). Guck mal nach Okularen so zwischen 15-26mm Okularbrennweite, 65°-82° sGF. Da gibts z.B. die SVBony 66°, 15mm und 20mm, die sehen 'verdächtig' genau so aus wie Okulare, die wir früher mal "Goldkanten" nannten. Das waren brauchbare, aber noch nicht so teuere Okulare. Und dann vielleicht ein 25mm 65°. Du musst nur gucken, ab ca 26mm Okularbrennweite werden die Dinge auch gerne mit 2" (Zoll) Steckdurchmesser angeboten, vor allem dann Weitwinkelokulare. Die 2" Okulare passen an Dein Teleskop nicht dran.
 
Hi
diese Teleskope sind die katadiopter die es unter zig Namen gibt.
Sie sind so konstruiert, dass sie irgendwie funktionieren, aber leider meist mehr Probleme als Freude machen.
Tut mir Leid.
An Deiner Stelle würde ich in das Teleskop kein weitere Geld stecken und mit besserer Vorbereitung
etwas von besserer Güte kaufen.
CS
 
Ja viel kosten sollte die Aufbesserung nicht.

Ein günstiges aber denoch besseres Okular als die Beilagen wäre aber ein Versuch wert und lässt sich ja auch später weiternutzen.
Ausbalancieren des Teleskops kostet gar nichts und das Stativ zu stabilisieren ist ja auch noch möglich.

Die Qualität der Optik bleibt aber man kann ja versuchen das vorhandene Equipment erst einmal auszureizen.

Gruß,
Holger
 
Und dann wie immer noch folgender Ratschlag: Leute, die sich damit auskennen und in Deiner Gegend wohnen persönlich aufsuchen... Wohnst Du westlich vom Bodensee oder in Richtung Südschwarzwald? Dann helfe ich sehr gerne, persönlich...

Viele Grüsse, viel Erfolg

Markus
 
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