Welche ist die beste Kamera für Planetenfotografie?

TaurusM45

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

ich würde gerne in die Planetenfotografie einsteigen.
Die Optik - ein 14" ACF mit 3556mm Brennweite ist schonmal vorhanden.
Jetzt fehlt nur eine gute Planetenkamera. Ich dachte da an ein Modell von ZWO.
Nur leider sehe ich da den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Welche wäre die beste Planetenkamera die die besten Ergebnisse liefert?
Ich weiß, dass ich natürlich auch viel Bearbeitungszeit investieren muss.
Aber die Soft und Hardware soll von Anfang an stimmen.
Ich möchte da ungern zweimal kaufen.

Vielen Dank schon mal für eure Hilfe
Grüße
Andreas
 
Hallo Andreas,

da gibt es viele Möglichkeiten. Wenn es möglichst günstig sein soll reicht auch ein kleiner Sensor.
Teurere Modelle mit größeren Sensor werden dir keine besseren Ergebnisse liefern.

Pixelgröße könnte eher relevant werden. Ich verwende die Asi462mm & Asi662mc mit 2,9 Pixelgröße am 12" F5 Dobson mit Baader Q-Turret Barlow durch das Auflagemaß bei ca. F13.

Du liegst ohne Barlow schon bei F10. Eventuell würde da auch eine Kamera mit noch kleineren Pixeln gehen, die du dann komplett ohne Barlow verwenden kannst.

Gruß,
Holger
 
Hallo Andreas,

ja, wäre denkbar, die hatte ich eben auch schon angesehen. Ist halt auch eine Preisfrage, die Asi662mc konnte ich für 200 Euro weniger finden.

Gruß,
Holger
 
Hallo Andreas,

ich werfe mal die Asi715 in den Raum, wenn Du neu kaufen willst. Noch kleinere Pixel und günstiger als die 678. Ähnlich viele Bilder pro Sekunde. Eine gebrauchte 462, wie von Holger vorgeschlagen, wird aber keine schlechteren Bilder machen.

CS Olaf
 
Hi, die die bisherigen Vorschläge sind gut.
Ich selbst verwende für mein f/14.5 die ASI462mc, für dein f/10 sind aber Kameras mit einer Pixelgröße von 2.0my geeigneter.
Bedenke, du brauchst nicht nur eine Kamera, sondern auch einen ADC, ein einfacher reicht völlig aus.
CS Mike
 
Das Auflösungsvermögen von 14" ist 0,39", du solltest mindestens doppelt, also 0,2"/px samplen.
Eine Kamera mit IMX678 oder IMX676 (bei letzterer auf den Filter achten) samplen mit 0,12"/px und sollten sehr gut passen. Mikes Empfehlung für einen ADC kann ich nur unterschreiben. Von der Funktion tut es ein Einfacher, aber ein Guter liefert vor allem nochmal deutlichen Komfortgewinn, da beim Einstellen das Bild nicht versetzt wird.
Den GreatStar ADK von Steffen Noack kann ich bedenkenlos empfehlen.

CS, Ralf
 
Das Auflösungsvermögen von 14" ist 0,39", du solltest mindestens doppelt, also 0,2"/px samplen.
Eine Kamera mit IMX678 oder IMX676 (bei letzterer auf den Filter achten) samplen mit 0,12"/px und sollten sehr gut passen. Mikes Empfehlung für einen ADC kann ich nur unterschreiben. Von der Funktion tut es ein Einfacher, aber ein Guter liefert vor allem nochmal deutlichen Komfortgewinn, da beim Einstellen das Bild nicht versetzt wird.
Den GreatStar ADK von Steffen Noack kann ich bedenkenlos empfehlen.

CS, Ralf
+1

CS Jochen
 
Das Auflösungsvermögen von 14" ist 0,39", du solltest mindestens doppelt, also 0,2"/px samplen.
Eine Kamera mit IMX678 oder IMX676 (bei letzterer auf den Filter achten) samplen mit 0,12"/px und sollten sehr gut passen. Mikes Empfehlung für einen ADC kann ich nur unterschreiben. Von der Funktion tut es ein Einfacher, aber ein Guter liefert vor allem nochmal deutlichen Komfortgewinn, da beim Einstellen das Bild nicht versetzt wird.
Den GreatStar ADK von Steffen Noack kann ich bedenkenlos empfehlen.

CS, Ralf
Hallo Ralf,

das mit dem Komfortgewinn sehe ich nicht so.
Natürlich stelle ich den ADC vorher ein( bevor ich ihn einstöpsle)und dann zentriere ich das Bild, die notwendigen Werte lehrt die Ehrfahrung.
CS Mike
 
Der Bildversatz durch die günstigen ADC ist nicht unerheblich. Bei großen Brennweiten und kleinen Sensoren wandert das Objekt der Begierde beim Einstellen des ADC schnell mal aus dem Bild. Ich empfand das bei 3000mm Brennweite schon als sehr störend.
 
Nochmal: Ich stelle den ADC VORHER ein, DANACH zentriere ich, es gibt also KEINEN Bildversatz. Ich verwende 6700mm Brennweite.
Ein einfacher ADC ist also völlig ausreichend, sowohl optisch und mechanisch.
CS Mike
 
Ich gehe davon aus, dass die Horizontlage bei Dir konstant ist und dass Du den ADC entweder visuell oder nach Erfahrung einstellst, korrekt?
Mit wechselnder Horizontlage und Nutzung der Kamera für die Einstellung wird der Bildversatz jedoch relevant. Da das Objekt zur Bewertung je nach Kamera bereits bei kleinen Änderungen aus dem Sensorbereich fällt.

Nichts desto trotz, ich bin ganz bei Dir, dass für die meisten Anwendungsszenarien ein einfacher ADC reicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, die Horizontlage ist nicht konstant, da ich eine EQP verwende. Ich verwende den ADC zwischen 30 und 50 Grad Höhe, die richtige Winkelstellung kenne ich auswendig. Für die Verdrehung des ADC im Okularstutzen hab ich Markierung angebracht. Alles kein Hexenwerk, sondern recht simpel. Eine Überprüfung mit FC ergibt fast immer dass alles passt, falls kleine Korrektur doch einmal notwendig ist, die ist so minimal, dass es zu keinem nennenswerten Versatz kommt.
Der Glaube mit einem teuren ADC bessere Fotos zu machen ist ein teurer Irrglaube.
Ein einfacher ADC reicht schon aus.
CS Mike
 
Der Glaube mit einem teuren ADC bessere Fotos zu machen ist ein teurer Irrglaube.
Ein Bisschen Schlangenöl hilft doch manchmal ... wenn man dran glaubt ;)

Spannend wäre mal durch beide Typen die addierte Sphärische Aberration und Koma beim Durchgang und unterschiedlichen Einstellpositionen zu messen. Mein Fizeau-Interferometer ist leider noch nicht ganz fertig, aber das wäre doch mal ein netter Einstand.
 
Ich habe da einen praktischen Ansatz und schaue, welche Ausrüstung international (Alpo,CN, etc.) zum Einsatz kommt.

CS Mike
PS: Interferometer hätte ich auch gerne gehabt, war aber zu faul zum Bauen.
 
Zurück
Oben