Empfehlung für Großfeldokular für 80mm f/7 Refraktor?

lpaelke

Aktives Mitglied
Hallo,

ich bin am überlegen, mir für meinen Svbony SV503 80mm ED (f/7, also f=560mm) Refraktor ein 2“ „Großfeldokular“ zuzulegen.

Hintergrund: Mit steigender Erfahrung in der Astrofotografie bekomme ich mein Foto-Rig mittlerweile relativ schnell und unproblematisch ans Laufen, sodass ich nun auch häufiger wieder zur visuellen Beobachtung komme (hat halt ihren eigenen Reiz).

Meinen 12“ f/5 Dobson nutze ich nur noch selten (das zusätzlich zum Foto-Rig raus zu schleppen ist mir dann doch meistens zu viel des Guten), aber dafür habe ich 2 grab&go Setups.

Nachts nutze ich hauptsächlich ein Celestron C6 SCT mit ES 68° 24mm, Celestron Luminos 15mm (decloaked) und Baader Morpheus 9mm. Prima für Planeten und kleine bis mittelgroße DSOs.

Außerdem habe ich noch ein Svbony SV503 80mm ED, das ich aktuell meistens tagsüber mit einem Herschelkeil zur Sonnenbeobachtung nutze.

Nachts hätte ich nun aber manchmal doch gerne ein größeres Feld. Mit dem ES 24mm Okular geht der Refraktor da schon in die richtige Richtung, aber mit 2“ wäre da noch mehr drin.

Daher meine Frage: Welches Okular ist dafür empfehlenswert?

Ein 2“ dielectric mirror von Svbony ist vorhanden. Das Okular muss ausreichend Augenabstand für Brillenträger haben und gut am f/7 Refraktor funktionieren. Es sollte nach Möglichkeit auch gut am f/5 Dobson funktionieren (für die 1-2 Mal pro Jahr wenn ich ihn doch mal rauswuchte).

Als Montierung verwende ich eine Vixen Porta II auf einem Berlebach Report Stativ.

Bisher ins Auge gefasst habe ich das Baader Aspheric 31mm (wobei ich das 36mm mal hatte, aber mit der Randabbildung nicht zufrieden war) und das ES 68° 34mm (was etwas schwer ist).

Gibt es mit den beiden Erfahrungen?

Gibt es weitere Empfehlungen in der gleichen Preisklasse?



CS Lutz
 
Hallo Lutz,

ich habe gerade ähnliche Überlegungen angestellt (https://forum.astronomie.de/threads/grossfeld-mit-f-6-refraktor-flattener-fuer-visuell.401364/). Bei mit geht es um den 72mm f/6. Mit dem Hyperion 36mm bin ich - wie du - nicht zufrieden. Das leihweise getestete Pentax XW 40mm war aber auch alles andere als randscharf (wenn auch besser als das Hyperion).
Ich gehe aktuell davon aus, dass wohl ein Flattener hier die richtige Lösung ist. Weil diese schnellen Refraktoren haben halt eine Bildfeldwölbung, die man mit Okular alleine nicht ausgleichen kann.
Sobald ich das getestet habe, werde ich berichten.

-- Sebastian
 
Hallo Sebastian,

danke für die Info. Ich denke aber, dass es zumindest bei dem f/7 eigentlich auch ohne Flattener gehen müsste (kritische Fokuszone f/5: 55µm, f/6: 79µm, f/7: 108µm).
Und der Beitrag von Christopher/Schiefspiegler in deinem Thread klingt ja auch erstmal positiv bezüglich des Baader Aspheric 31mm für meinen Anwendungsfall.

CS Lutz
 
Hallo Lutz,

ich selbst bin mit dem APM Ultra Flat Field (UFF) 30 mm mit 70° sehr zufrieden. Das ist sehr gut korrigiert und verhält sich ähnlich wie die Morpheus hinsichtlich Einblickverhalten etc.

Wird auch auf CloudyNights sehr gelobt.

Ansonsten lese ich immer wieder vom 28 mm UWA mit 82°, das es auch von versch. Marken gibt.

Alles Gute & CS
Johannes :)
 
Hi
f/7 und 5 macht einen Unterschied in der Abbildung und der AP.
Falls die AP im Vordergrund steht und möglichst groß sein soll, landest Du bei Brennweiten die für f/5 ob der AP nicht mehr passen.
Aus der Summe ist mein Erstgedanke ein 35mm Panoptik. Große AP am f/5 und Fernglas AP mit 5mm am Apo.
Hier gibt es großen Augenabstand, Feld fast einem Nagler 31 oder ES 30mm 82Grad gleich und kann f/5 am Dobson auch gescheit.
Das ES 30 nehme ich selbst für diese Fragestellung. Aber dann muß man die 1,05 Kilo Gewicht hinnehmen.
Leicht und auch sehr ordentlich ist das 30mm APM 80 Grad.

Das 36mm Hyperion sehe ich ob Deiner Anforderung nicht. Das 31iger eher, aber auch nicht als Topempfehlung.
CS
 
Hallo,

zunächst mal Danke für eure Empfehlungen.

Der Reihe nach:

Das APM UFF 30mm ist mangels Verfügbarkeit raus (Lieferzeit bei APM 3-4 Monate, bei allen anderen auf Nachfrage).

82° 28mm sind mir zu nah am vorhandenen ES 68° 24mm. Dank des größeren scheinbaren Sichtfelds würde zwar das angezeigte Sichtfeld deutlich größer, aber mehr als die 68° nehme ich sowieso nicht aktiv wahr. Wenn ich drauf achte, sehe ich den Rand zwar noch allseitig, aber er stört mich nicht mehr. Mehr als die 76° eine Baader Morpheus sind bei mir Verschwendung, 82° ist gerade noch OK. Irgendein toller "Spacewalk-Effekt" stellt sich bei mir bei größeren Sichtfeldern nicht ein. Eher fängt mein Auge an, unruhig über das Bild zu wandern.

35mm Panoptic und andere Televue Okulare sind leider deutlich über meinem Budget.

Der einzige Grund, der aus meiner Sicht evtl. problematisch am ES 68° 34mm sein könnte, ist das Gewicht. Und da legt das 82° 30mm halt noch mal deutlich einen drauf.

Ich habe am Wochenende auch noch weitere Erfahrungsberichte gelesen. Das 31mm Aspheric wäre für meine Zwecke wohl schon deutlich besser als das 36mm und vermutlich OK. Aber das ES 68° 34mm hat optisch wohl die Nase vorn.

Mein Garten ist Bortle 4, da sind die ca. 4,9mm AP beim Refraktor schon gut passend. Auch die ca. 6,9mm beim Dobson sind noch OK, insbesondere mit Nebelfilter.
Meine eigene Pupillengröße habe ich heute nacht auch noch mal gemessen und bin im Rahmen der Messgenauigkeit bei guten 6mm gelandet. (Mit meinen 53 Jahren würde ich sagen: [zensiert] gehabt.) Ja, ich verschenke etwas Licht beim Dobson, aber den nutze ich wie gesagt nur noch selten.

Da es das ES 68° 34mm aktuell bei Bresser.de im Sonderangebot (198€) gibt, und somit kaum teurer als das günstigste Angebot für das Baader Aspheric 31mm (179€ bei Teleskop Spezialisten) wird es wohl das ES 34mm werden.

CS Lutz
 
Hallo,
wie Antares würde ich auch ein Panoptic 35mm empfehlen. Ich benutze es an einem 80/600 Skywatcher und an einem 14,5" f/5,5 Dobson. Am 12" f/5 Dobson ist die AP von 7mm zu groß, da passt das ES 68° 24mm besser, das aber hinsichtlich Randschärfe und Farbreinheit dem Panoptic deutlich nachsteht.
 
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