Neuer Mondkrater McGetchin

Rolf_Hempel

Aktives Mitglied
Hallo,

heute habe ich mal meine Mondpanoramen daraufhin überprüft, ob ich auf ihnen den neuen Mondkrater McGetchin erkennen kann. Der ca. 220m große Krater ist ja im April/Mai 2024 entstanden. Tatsächlich habe ich an genau der Stelle auf zwei Panoramen dieses Jahres einen hellen Punkt gefunden. Auf allen Panoramen, die ich vorher aufgenommen hatte (2016 bis 2023) war an der Stelle nichts zu sehen.

Ich habe den entsprechenden Ausschnitt aus allen Panoramen durch Drehung, Stauchung und Streckung (wegen der unterschiedlichen Librationsbedingungen) einigermaßen zur Deckung gebracht und dann eine GIF-Animation erstellt. Leider ist die Datei mit 7Mb zu groß, um sie hier anzuzeigen. Ihr könnt sie aber über diesen Dropbox-Link herunterladen. Ist doch cool, oder?

Schöne Grüße
Rolf
 
Hallo Karl-Heinz,
das Datum kommt doch im Loop immer wieder. Es sind vier Aufnahmen vor und zwei nach dem Einschlag. Die nach dem Einschlag sind vom 2. März und 25. April 2026.
Beste Grüße
Rolf
 
Hallo Rolf,

wow, so scharfe Bilder, wozu schicken die Raumsonden hoch...? ;) Osten ist in Deiner Bildfolge oben, hat mich erstmal verwirrt...
Also man kann McGetchin doch sehen, zumindest den Auswurf drumherum. :y:
Die Libration ist allerdings erst nächstes Frühjahr wieder günstig. Ich vermute, dass man einen hohen lokalen Sonnenstand braucht (Albedoformation), um ihn sehen zu können. Kann man sich ja mal im Librations-Applet anschauen.
März und April 2027 sieht es gut aus, auch die Mondhöhe. Am Ostrand von Mare Spumans die Krater Stewart und Pomortsev, sollte einfach sein. Schon schwieriger Dubyago N. Und daneben muss McGetchin sein. Wenn ich mir Dubyago N in der LRO-Quickmap anschaue und dann im selben Maßstab das Alpenquertal - eine Herausforderung..! Mal sehen...

Beste Grüße,
Niko
 
Hallo Niko,
visuell habe ich McGetchin auch noch nicht gesehen. Das stelle ich mir auch schwierig vor, aber ich werde es im nächsten Frühjahr auf jeden Fall mal versuchen. Die Panoramen habe ich übrigens mit meinem Celestron 11 aufgenommen. Prinzipiell müsste ich mit demselben Gerät den Krater auch visuell sehen können. Aber das Seeing ist eben leichter fotografisch auszuschalten. Wie Du schon schreibst: Eine Herausforderung!
Schöne Grüße
Rolf
 
Hallo Rolf,

visuell habe ich McGetchin auch noch nicht gesehen. Das stelle ich mir auch schwierig vor, aber ich werde es im nächsten Frühjahr auf jeden Fall mal versuchen.

Dein Versuch in Ehren, jedoch die Größe des Kraters macht im Durchmesser noch weniger als 1/3 der Auflösung deines Teleskops aus. Die weitaus geringere Kontrastwahrnehmung des menschlichen Auges im Vergleich zu einer empfindlichen Kamera + Nachschärfungsalgorithmen reicht zudem nicht aus, da irgend etwas visuell wahrzunehmen.

Viele Grüße
Werner
 
Hallo Werner
Du hast natürlich recht, wir sehen McGetchin nicht aufgelöst sondern als ein durch Beugung aufgepumpter Kontrastfleck.
Wäre doch spannend seine Augen da mal hinzurichten, um zu sehen was geht?
Die fast weiße Ejekta- bzw. Auswurfdecke vergrößert quasi die scheinbare Ausdehnung von McGetchin auf ca. 500-600m, was dann wiederum ca. 0,3" Bogensekunden entspricht.
Das wäre immer noch sehr sportlich für einen visuellen Nachweis!
Bei diversen Rillen meine ich das schon mit 16" Öffnung geschafft zu haben.
Wenn das Teleskop groß genug ist, die Kulminationshöhe, sowie Beleuchtungs- und Kontrastverhältnisse optimal sind? :cool:
LG
 
Hallo Quanten,

Das wäre immer noch sehr sportlich für einen visuellen Nachweis!
Bei diversen Rillen meine ich das schon mit 16" Öffnung geschafft zu haben.
Wenn das Teleskop groß genug ist, die Kulminationshöhe, sowie Beleuchtungs- und Kontrastverhältnisse optimal sind? :cool:

Ja, unter diesen Umständen könnte das mit vergleichsweise großer Optik klappen, vorausgesetzt die Ausdehnung der sichtbar helleren Auswurfmassen erreichen den von dir beschriebenen Durchmesser. Ein Versuch schadet selbstverständlich nicht.:)

Viele Grüße
Werner
 
Hallo zusammen,

angenommen der Krater ist im Vergleich zu seiner Umhebung sehr hell, spielt die geringe Größe dann überhaupt noch eine Rolle?
Auch Sterne sind ja sichtbar, obwohl nicht auflösbar.
CS Mike
 
Hallo Mike,

klar, aber der Kontrastunterschied ist schon ein anderer.
Wenn dort oben jemand noch zusätzlich mit einem immens starken Strahler leuchtet…dann ja.

Viele Grüße
Werner
 
Naja, bei den Platinos scheint es ja auch zu klappen, hier ein Plato bei hochstehender Sonne mit meinem 18" Dobs:
2025-11-04-2018_0-B_lapl5_ap97.jpg

CS Mike
 
Man darf nicht verwechseln: Fotografische Bearbeitung mit den gesamten Vorteilen der (extremen) Kontrastanhebung und das freie Auge. Das Auge hat leider nicht die kontrastanhebenden Möglichkeiten. Das wäre natürlich nicht schlecht. Vielleicht in 200 Jahren?:unsure:

Vergleiche einmal was mit fotografischen Mitteln im Plato sichtbar gemacht werden kann und was du visuell selbst bei Optimalbedingungen siehst. Das ist ein himmelweiter Unterschied.

P.S.: Ich glaube nicht, dass ich einmal mehr als ca. 15-20 Krater selbst bei besten Bedingungen mit meinem 22er visuell gesehen habe. Meist ist es noch eine ganze Ecke weniger.

Viele Grüße
Werner
 
Zuletzt bearbeitet:
Da hast du natürlich Recht, ich habe mich bei meinem Einstiegspost auf Fotografie bezogen nicht aufs Visuelle. Probieren werden wir es mit dem Okular am neuen Kratern natürlich trotzdem:D
Bei den Platinos ist das Verhältnis von Foto zu Visuell bei mir etwa 70/19.
CS Mike
 
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