Sh2-84 – OIII-Filamente über einer H-II-Region in Sagitta, HSOO

pmneo85

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Diese Weitfeldaufnahme zeigt die H-II-Region Sh2-84, auch bekannt als LBN 055.73-03.64, in Sagitta. Es handelt sich um ein riesiges Gebiet ionisierten interstellaren Gases. Zarte OIII-Filamente ziehen in kühlem Blau und Teal durchs Bild. Die Hα- und SII-Emission umgibt sie in tiefen Kupfer- und Rottönen. Die beiden Schichten überlagern und durchdringen sich, und der Kontrast zwischen ihnen verleiht dem Bild einen Großteil seiner Tiefe.

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Volle Auflösung: https://app.astrobin.com/i/qxwc85

Der hellste und am stärksten strukturierte Teil des Nebels verläuft diagonal durch die Bildmitte, mit feinen, turbulenten Armen, die an Rauch in einer Strömung erinnern. Im unteren Bildbereich markiert ein dünner, geisterhafter blauer OIII-Bogen den Wolf-Rayet-Nebel um WR 128:
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Oben rechts hat die lange Integrationszeit Falls 3 sichtbar gemacht, einen sehr alten Planetaren Nebel:
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Seine unregelmäßige OIII-Hülle ist am linken unteren Rand am hellsten und rechts mit kleinen Knoten durchsetzt.
Ein schwacher, feiner Streifen zieht von der Hülle nach links oben, ein zarter Ausläufer, den nur tiefe Daten erfassen.

Das warme Leuchten von Delta Sagittae verankert den unteren Bildteil, Zeta Sagittae steht rechts und 9 Sagittae nahe dem oberen Rand. Am oberen Bildrand verleiht der Kugelsternhaufen M71 dem Bild Maßstab und einen warmen Farbtupfer.

Im Feld liegen außerdem LBN 131 und mehrere Lynds-Dunkelnebel (LDN 745, 753, 754, 758 und 766), die sich als dunkle Aussparungen vom leuchtenden Gas abheben.

Das Sternfeld wurde separat bearbeitet. Die Sterne wurden mit Gaia-RGB-Daten rekonstruiert, wodurch sie natürliche, korrekte Farben erhalten statt der ungewöhnlichen Farbtöne, die Narrowband-Filter sonst liefern. Außerdem bleiben sie klein und kompakt und überstrahlen die schwache Nebulosität nicht.

Aufnahmedaten
  • Hα: 20,0 h
  • SII: 19,92 h
  • OIII: 18,83 h
  • Gesamtbelichtungszeit: 58,75 h
 
Vielen Dank euch allen!

Die Aufnahme hat mir aber auch viel Kopfzerbrechen beschert ... Da das Feld quasi "nur" aus sternen Besteht, war das ergebnis nach SXT quasi ein Schachbrett:

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Der Overlap von 0.5 hat zwar die übergänge sanfter gemacht, aber da manche tiles eben von SXT sehr dunkel kommen, blieb auch da ein kreuz muster übrig ...
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Daher konnte ich am ende nicht ganz so viel von den dunkleren bereichen Zeigen ...

CS
Philip
 
Die Aufnahme hat mir aber auch viel Kopfzerbrechen beschert ... Da das Feld quasi "nur" aus sternen Besteht, war das ergebnis nach SXT quasi ein Schachbrett:
Der Overlap von 0.5 hat zwar die übergänge sanfter gemacht, aber da manche tiles eben von SXT sehr dunkel kommen, blieb auch da ein kreuz muster übrig ...
Daher konnte ich am ende nicht ganz so viel von den dunkleren bereichen Zeigen ...
Hallo Philip,
das Problem kenne ich auch. Bei mir hat SXT in sehr dichten Sternfeldern auch schon Pseudonebel in den Hintergrund gezaubert.

CS Dietmar
 
Hab ich nicht getestet. Das Problem entsteht IMO, weil SXT die 512er kachel einzeln betrachtet streckt und entsternt.

Starnet habe ich gar nicht mehr installiert. Seit dem ich SXT gekauft habe, nutze ich eigentlich nur noch das ...

Gruß
 
Hi,

wenn Du eh mit Pix arbeitest wäre es doch ein leichtes mal Starnet einzubinden und zu vergleichen. Würde mich sehr interessieren. Oder ist SXT so viel besser als Starnet?

Gruß Markus
 
Ich hab Starnet gar nicht mehr weiter verfolgt. Hier die Ausgabe:

1792747307058.png

Vom Hintergrund recht smooth :) Aber es hinterlast einige rest-halos:
1792747376051.png


Im 2x upsample modus ist dsa besser:
1792747470139.png


Damit muss ich ggf. noch herum experimentieren ...
 
Hallo Philip,

Da ist dir eine sehr schöne und detailreiche Aufnahme der Sh2-84 Region gelungen.
Diese spannende Gegend kannte ich noch gar nicht.
Danke fürs Herzeigen.

LG & CS, Herfried
 
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