Andreas68
Aktives Mitglied
Hallo,
da bei mir seit Jahren ein Tubus für ein 12-Zoll-Teleskop herumsteht und ich mangels Werkzeug noch nicht dazu gekommen bin, praktisch an die Sache heranzugehen, habe ich es bei bisher nicht verwirklichten Plänen belassen.
Mittlerweile wäre mir mein 12-Zoll Tubus nicht mehr ausreichend. Für einen einfachen Transport würde ich auch eine Gitterkonstruktion bevorzugen.
Mein derzeitiges Konzept ist ein 12-Zöller mit 1738 mm Brennweite, d.h. f/5,7.
Um die Obstruktion niedrig zu halten, würde ich mit einer Schnittweite von 55 mm rechnen bzw. 55 mm Abstand des Brennpunktes vom einfallenden Lichtstrahl, was für die meisten Okulare ausreichend wäre. Eine normale Barlowlinse müsste dann auch verwendet werden können, ohne in den Lichtstrahl zu geraten. Lediglich ein Komakorrektor könnte nicht verwendet werden, wäre jedoch bei f/5,7 für die visuelle Beobachtung nicht erforderlich. Die vignettierungsfreie Ausleuchtung sollte in der Diagonale etwa 13 mm betragen, das wären etwa 0,43° oder ca. 25 Bogenminuten. Bei einem Übersichtsokular wäre der Helligkeitsabfall über das Bildfeld zwar messbar, aber nicht störend, da er unter 0,4 Magnituden betragen würde. Bei Okularen mit weniger als 2 bis 3 mm AP wäre er vollständig vernachlässigbar.
Ich kam so auf einen Abstand des Fangspiegels zum Hauptspiegel von 1738 mm – 55 mm – 304,8/2 mm – 5,7 mm = ca. 1525 mm entlang der optischen Achse. Der Okularauszug dürfte nicht zu lang sein und müsste gegebenenfalls in einer Vertiefung sitzen, um etwas Toleranz beim Tubusdurchmesser zu haben.
Der Abstand des Brennpunktes zur optischen Achse müsste durch eine Höhenjustierung genau eingehalten werden. Der erforderliche Fangspiegel hätte 50 mm Durchmesser entlang der kleinen Achse, was einer Obstruktion von 16,4 % entspricht.
Die Okularhöhe wäre, wenn das Teleskop auf den Zenit ausgerichtet ist, 1525 mm zuzüglich Spiegelzelle und Abstand der Rockerbox vom Boden. Wären das noch 15 cm, so käme man auf eine Einblickhöhe von etwa 168 cm.
Bei einem 14-Zöller wäre als f/5,1 bei maximal 10° Neigung des Auszugs und der gleichen Okularhöhe eine Obstruktion von etwa 17% möglich bzw. ein Fangspiegel von 60,5 mm * 79 mm, bei gleicher korrekter Ausleuchtung.
Viele Grüße,
Andreas
da bei mir seit Jahren ein Tubus für ein 12-Zoll-Teleskop herumsteht und ich mangels Werkzeug noch nicht dazu gekommen bin, praktisch an die Sache heranzugehen, habe ich es bei bisher nicht verwirklichten Plänen belassen.
Mittlerweile wäre mir mein 12-Zoll Tubus nicht mehr ausreichend. Für einen einfachen Transport würde ich auch eine Gitterkonstruktion bevorzugen.
Mein derzeitiges Konzept ist ein 12-Zöller mit 1738 mm Brennweite, d.h. f/5,7.
Um die Obstruktion niedrig zu halten, würde ich mit einer Schnittweite von 55 mm rechnen bzw. 55 mm Abstand des Brennpunktes vom einfallenden Lichtstrahl, was für die meisten Okulare ausreichend wäre. Eine normale Barlowlinse müsste dann auch verwendet werden können, ohne in den Lichtstrahl zu geraten. Lediglich ein Komakorrektor könnte nicht verwendet werden, wäre jedoch bei f/5,7 für die visuelle Beobachtung nicht erforderlich. Die vignettierungsfreie Ausleuchtung sollte in der Diagonale etwa 13 mm betragen, das wären etwa 0,43° oder ca. 25 Bogenminuten. Bei einem Übersichtsokular wäre der Helligkeitsabfall über das Bildfeld zwar messbar, aber nicht störend, da er unter 0,4 Magnituden betragen würde. Bei Okularen mit weniger als 2 bis 3 mm AP wäre er vollständig vernachlässigbar.
Ich kam so auf einen Abstand des Fangspiegels zum Hauptspiegel von 1738 mm – 55 mm – 304,8/2 mm – 5,7 mm = ca. 1525 mm entlang der optischen Achse. Der Okularauszug dürfte nicht zu lang sein und müsste gegebenenfalls in einer Vertiefung sitzen, um etwas Toleranz beim Tubusdurchmesser zu haben.
Der Abstand des Brennpunktes zur optischen Achse müsste durch eine Höhenjustierung genau eingehalten werden. Der erforderliche Fangspiegel hätte 50 mm Durchmesser entlang der kleinen Achse, was einer Obstruktion von 16,4 % entspricht.
Die Okularhöhe wäre, wenn das Teleskop auf den Zenit ausgerichtet ist, 1525 mm zuzüglich Spiegelzelle und Abstand der Rockerbox vom Boden. Wären das noch 15 cm, so käme man auf eine Einblickhöhe von etwa 168 cm.
Bei einem 14-Zöller wäre als f/5,1 bei maximal 10° Neigung des Auszugs und der gleichen Okularhöhe eine Obstruktion von etwa 17% möglich bzw. ein Fangspiegel von 60,5 mm * 79 mm, bei gleicher korrekter Ausleuchtung.
Viele Grüße,
Andreas