16" Erstlingswerk

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LoganRuns

Aktives Mitglied
Frohes neues Jahr Selbstbauer,

nachdem ich jahrelang davon geträumt habe und immer die tollen Selbstbauprojekte in den Foren sehen durfte, habe ich mich letzten Sommer daran gewagt meinen ersten Dobson zu bauen. Das ich viele Information und Ideen im Netz gefunden habe, will ich auch meine Erfahrungen veröffentlichen. Vielleicht nutzt es ja dem Einen oder Anderen.

Mein Hauptziele waren:
1. Der Dobson soll maximal mögliche Öffnung für Deep Sky Beobachtungen bereitstellen.
2. Stabilität ist wichtiger als Leichtbau. Es soll kein ultraleichter Dobson aber ein leichter Dobson werden. Das Gewicht der gängingen Meade Lightbridges soll sehr deutlich unterschritten werden.
3. Er soll ohne Werkzeug aufzubauen und zu justieren sein.
4. Es sollen – insbesondere am Hut – keine losen Teile zum Einsatz kommen.

Ich habe bereits viel dokumentiert, es geht aber noch weiter. Ich hoffe ich kann Euch auf die Seiten neugierig machen:
photonenfangen.de

Es handelt sich im Wesentlichen um einen Dobson nach Reiner Vogel oder Stathis Kafalis auf Basis eines 16 Zoll GSO. An dieser Stelle bereits Danke an die Meister, denn die wenigsten verwirklichten Ideen stammen von mir.

Der Spiegel stammt übrigens hier aus dem Forum - Danke Burkhard!

Gruss,
Kai

Link zur Grafik: http://photonenfangen.de/publicdata/ade/P1030414.JPG

Link zur Grafik: http://photonenfangen.de/publicdata/ade/P1030448.JPG

Link zur Grafik: http://photonenfangen.de/publicdata/ade/P1030480.JPG

Link zur Grafik: http://photonenfangen.de/publicdata/ade/P1030377.JPG
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,


dann können wir uns ja auf ein paar Wochen Regenwetter einrichten ...

Sieht aber ziemlich professionell aus für Dein Erstlingswerk. Gratulation!

CS
Jörg
 
Danke Jörg,
das mit dem Regenwetter kann doch eigentlich nicht mehr schlimmer werden - oder? Die letzen Wocken hatte ich ja eine Ersatzbeschäftigung, aber jetzt?
Gruss,
Kai
 
Super Arbeit - Sieht klasse aus, und ich drucke Dir die Daumen, dass Du ihn lange, und vor allem oft, nutzen wirst!

Und das Beste: alles selber gemacht!


Viel Spass damit,
Ernie
 
Hallo Ernie,

danke. Ja das mit dem "oft nutzen" ist das Stichwort. Aber ich arbeite dran!

Gruss,
Kai
 
So,

das Gerät hat jetzt sein first light hinter sich. Und die Dokumentation ist abgeschlossen. Ganz einfach gesagt: <Anfang Eigenlob> Ich hätte nicht gedacht, dass das Gerät auf Anhieb so gut gelingt.<Ende Eigenlob> Für mich ist so ein 16er noch mal ein ganz anderes Kaliber als mein 8er oder gar ein 4 Zoll Refraktor. Bei 200x sind viele Planetarische Nebel immer noch "hell". Für mich tun sich damit neue Welten auf.
Die Lagerung funktioniert perfekt. Kein Haltemoment, keine wahrnehmbare Hysterese. Beim Okularwechsel bewegt sich auch nach dem Herausnehmen eines 726g Boliden nichts. Ich bin auch positiv überrascht wie gut die "Nachführung" bei 400x noch geht.

Ich bin in (fast) jeder Hinsicht zufrieden:

Abstriche sehe ich bei der Größe. Zusammengelegt ist die Kiste allein nur sehr eingeschränkt zu bewegen.

Link zur Grafik: http://photonenfangen.de/wp-content/uploads/2018/01/P1030512.jpg


Ich habe unterschätzt wie lange es dauert ein thermisches "Gleichgewicht" zu erreichen. Daher wird die Kiste jetzt an einem kalten Ort gelagert, damit der Spiegel "vorgekühlt" ist. Da hilft auch so ein Lüfter mit 80 m^3/h auch nur eingeschränkt.

Link zur Grafik: http://photonenfangen.de/wp-content/uploads/2018/01/P1030527.jpg

CS,
Kai
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Kai,

ein wirklich sehr schönes Teleskop ist dir da gelungen und ich wünsche dir klaren Himmel und viel Beobachtungsfreude mit dem Gerät. Durchdacht und handwerklich sehr schön umgesetzt.
Wenn ich das sehe so juckt es auch in den Fingern, aber mittlerweile habe ich alles an Gerätschaften, außer klaren Himmel, und "optimiere" nur noch mein Gerödel.
Vielleicht könntest du ja noch ein paar Gummiräder anstecken, um den Transport einfacher zu gestalten, wenn dein Weg befahrbar ist. Auch sehe ich die Möglichkeit noch ein paar Bohrungen in das Holz zu setzen, ohne die Statik negativ zu beeinflussen. Messingringe gegen POM tauschen, Alusstangen gegen Carbon. Das sind nur Kleinigkeiten, bringen aber ein bis zwei Kilo und die merkt man deutlich beim Schleppen.
Und der innere Schleppschweinehund wird mit zunehmenden Alter großer ;-)

Gruß und CS Thomas
 
Hallo Thomas,

vielen Dank für Deinen Kommentar und Grüße nach Thüringen und den Rennsteig!

Also das mit den Carbonstangen sehe ich noch nicht so zwingend. Aber wenn ich mal was passendes finde würde ich vielleicht umrüsten. Bei den Stangen bin ich vielmehr daran interessiert, diese teilbar zu machen - passt dann besser ins Auto. Erzeugt aber wieder etwas Zusatzmasse.

Eine echte Idee ist es die Messingringe aus POM zu machen. Die schlagen nämlich mit 244 g zu Buche! - Warum bin ich nicht früher drauf gekommen?

Ja bei den Seitenteilen der Rockerbox könnte man durchaus noch ein paar Gewichssparbohrungen anbringen. Bisher hatte ich Angst mit einem ausgefransten Rand die Kiste zu verschandeln.... Da ein Seitenteil etwa 1 kg wiegt erwarte ich nicht allzu viel Einsparung. Aber ich werde es wohl mal abschätzen.

Danke, Gruss und hoffend auf besseres Wetter...
Kai
 
Hallo Kai,

sehr schönes Gerät, gut gedacht und kompakt, gratuliere.

Ich sehe keine seitliche Unterstützung der Sicheln. Springen sie nicht vom Rockerbox, wenn das Gerät nah am Horizont zeigt?

Viele Grüße,
Horia
 
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