2. Montierung-diverse tech. probleme bei Planung

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Clark

Aktives Mitglied
Hallo,
hab ein Stahlblock besorgt 110x110x250 für Rekt.Achse
da soll jetzt ein d 73 mm Loch längsseitig für die Achse rein.Wie bohren lassen(geht das überhaupt,selbst wenn man von beiden enden herbohrt wegen Bohrerlänge?)
Fa. Alzmetall hat solch Bohrmaschinen
wenn ich ein 73 mm loch hab, dann ist die Stahlwandung 17-18 mm stark ,reicht wohl?!
oder ist ausdrehen billiger(wohl kaum!)?
allerdings sind Kugellager(Kegelrollenlager NTN 30315 und NSK HR 32312J) so groß ,das sie nicht ins in Stahlblock passen, deshalb dachte ich ,zwei Planscheiben (EQ system Fa. Ote) mit entsprechender Ausdreherei zu verwenden , die an den enden des Stahlblock verschweißt werden
an den Ecken des stahlblocks ist ja genug material für StahlPaßstifte bzw. gewindeschrauben
des weiteren konnt ich bei EBay ein V2A Rundblock D 105 L 250-der allerdings 10-11 cm zu kurz
wie verlängern ? hab ein V2A D 60mm welle L 340 mm
wie tief reinbohren in großen V2A Block?
natürlich erst verbinden ,dann das ganzwe plandrehen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" />
dann werd ich ein 30 mm dicke Stahlring über die Planscheibe befestigen ,damit das Kugellager festsitzt
das ganze soll später mal ein 8"f20 bzw 10"f15 Refraktor halten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />
Was meint Ihr dazu?
 
Hallo!

Ein solches Loch (eine Bohrung, bitte! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ) kannst Du mit einer normalen Bohrmaschine nicht bohren.
Ich habe an Ständerbohrmaschinen von Alzmetall gearbeitet, da schaffen die auch nicht.

Leider habe die Formel für die nötige Schnittkraft nicht bereit, daraus kann man dann die motorische Leistung der Maschine errechnen.
Bei 73mm Durchmesser geht das aber in den kW-Bereich rein.

Du wirst eine Pilot-Bohrung von etwa 15mm Durchmesser anbringen müssen (man kann das von zwei Seiten machen, eine Tieflochbohrmaschine wäre aber nicht schlecht) und den Rest ausdrehen lassen müssen.
Du brauchst sowieso eine saubere Passung für die Lager, da kommst Du um´s Drehen nicht herum.

Darf ich fragen, um welchen Stahl es sich bei dem langen Block handelt?

Grüße
Thomas
 
Hi,
Der Stahlblock :ST 52
der allerdings ne schartige Oberfläche (wohl lange vor sich hingerostet <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/mad.gif" alt="" /> , das hätt der Ebay verkäufer auch sagen können <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> )so kann ich nicht prüfen ,ob die seiten 90° zueinander stehen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />
soll ich die Flächen planfräsen lassen?
hab ne ordentlich Ständerbohrmaschine(o,75 kw,MK 2) ,dann kann ich selbst bohren Loch für Loch im Umkreis innerhalb D 73
wozu die Pilotbohrung? kommt doch auf mm Genauigkeit nicht drauf an -
Lagersitze befinden sich in den Planscheiben ,die am Block angeschweißt werden
welche Bohrer am besten ?welches Kühlwasser bzw , mittel?
Gruß Marc ( auf das C lege ich großen Wert <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Mark,

>> ...dann ist die Stahlwandung 17-18 mm stark reicht wohl?!

das reicht!

>> allerdings sind Kugellager so groß ,das sie nicht in Stahlblock passen, deshalb dachte ich zwei Planscheiben (EQ system Fa. Ote) mit entsprechender Ausdreherei zu verwenden , die an den enden des Stahlblock verschweißt werden

wenn du am Gehäuse etwas schweißen mußt, gibt es immer Verzug. Also zuerst schweißen und dann erst auf Fertigmaß drehen. Die Bohrungen für die Lager müssen exakt fluchten, müssen auf 0,01mm genau stimmen und dürfen natürlich nicht unrund sein. Das geht am besten durch "Drehen zwischen Spitzen". Falls das Gehäuse durchbohrt ist, kann man zwei runde Platten einpassen, die in der Mitte eine Zentrierbohrung haben und nach dem Bearbeiten der Lagersitze wieder entfernt werden.

>> das ganze soll später mal ein 8"f20 bzw 10"f15 Refraktor halten

da hast dir ja was vorgenommen...

Freundliche Grüße, Herbert Zellhuber
VdS-Fachgruppe Amateurteleskope/Selbstbau
http://www.vds-astro.de/fg-selbstbau
http://www.vds-astro.de (Vereinigung der Sternfreunde)
 
Hallo!

Ist also ein Feld-, Wald- und Wiesenstahl.
Ja, auf jeden Fall planfräsen lassen, wenn man sowas macht, sollte man es ordentlich machen.
Und dann solltest Du die Flächen ölen, damit sie nicht rosten, bis Du das Ding lackierst.

Ich würde diese 73mm-Bohrung in einem drehen lassen, erst die Pilotbohrung, damit der Drehstahl Platz hat, und dann ordentlich ausdrehen, alles andere ist doch Huddelei.

Für´n St52 reichen normale Bohrer aus Hochleistungs-Schnellschneidestahl (HSS) vollkommen aus, wenn Du was ordentliches willst, kannst Du welche nehmen mit aufgelöteter Hartmetallspitze. Braucht man aber nicht unbedingt.

Wenn Du drankommst, kannst Du ´n Kühlschmierstoff nehmen, das schont den Bohrer. Vielleicht gibt es bei Dir in der Nähe ´ne mechanische Werkstatt, die Dir ´nen Liter abgibt und bitte auch wieder zurücknimmt, das Zeug ist nämlich Sondermüll.

Zur Not tut´s aber auch Wasser, aber den Block und das Werkzeug schön abtrocknen und dann ölen, wenn es ´ne Weile liegenbleiben soll.
Habe auch scho mal von einem Gemisch von Wasser, Milch (als Emulgator) und Maschinenöl gehört, muss aber auch entsorgt werden.

Grüße
Thomas
 
Hi, Thomas
Mal ne Entlohnungsfrage ,da ich ja weder Dreherkenntnisse und Maschine habe(mal angeleiert als gedanke, das selbst zu machen,aber das rechnet sich nicht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" /> )
wie viel Arbeit müßte ein Fachmann da reinstecken:
Bohrung d 73 in Stahlblock drehen;Planscheiben anschweißen; Lagersitze drehen
@Herr Zellhuber:wenn ich sie richtig verstanden habe , erst die Planscheiben anschweißen dann Tiefbohrung und Lagersitze passend drehen-Problem :die große Planscheiben hat genau die Passung für Außenring des großen kegelrollenlager D 160 mm
wenn man innen ausdreht- wie geht das praktisch? , wenn sie doch sagen "zwischen den Spitzen einspannen"
was haltet ihr vom verlängern der Rekt achse-dazu gabs noch keine Stellungsnahme <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
den Rundblock V2A D105 L 250 hab ich deshalb gekauft bei e- bay , weil längere in dem Durchmesser selten zu haben sind ,wohl auch wesentlich teuer
Gruß Marc
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,Rainer Schell
Hab deine Mail bekommen, leider kann ich nicht zurückmailen-stimmt deine Mail so ohne Punkt bzw. Bindestrich? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />
Vielen Dank
veröffentliche doch mal deine Monti <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> Nun geschehen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
http://www.astromart.com/forumphotos/138706.jpg
der Rainer hat ne schnucke Montierung nach Anton Stauss gebaut
Sorry ,hoffe du hast nichts dagegen ,daß ich auf diesem Wege antworte
PS:Bilder sind teils zu dunkel bzw. verschwommen
vielleicht können wir ja über PN weiter austauschen
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Marc

Leider weiß ich nicht,wie ich ein Bild ins Forum bekomme.
Habe mit PC nicht so viel Ahnung.
Marc deine PN funktioniert nicht.Meine Mailadresse ist so in
Ortnung.

Gruß Rainer
 
Hi,
Ich bringe deine Bilder gern in dieses Forum, schick sie mir einfach zu.
Gruß Marc
 
Hallo Clark
Ich befürchte, Du hast die Lager auch schon?!
Ich hab aber mal bei skf gekuckt, nehme an, daß die Abmessungen woanders ähnlich sind.
Jedenfalls gibt es da die kleinsten Kegelrollenlager für ne 60er Welle mit Außendurchmesser 95, dann würden ja an der schwächsten Stelle noch 7mm Wand bleiben - in den Ecken natürlich mehr. Würde ja vielleicht gerade so genügen.
Denn die Schweißnaht stellt ja auch eine Art Schwachstelle dar. Eine 7mm Naht wäre ja schon ein ganz schöner Brocken.
Allerdings ist die Tragzahl schon geringer als bei den Lagern mit dickerem Außenring.
Für eben jenes mit D=95mm sind dyn. Tragzahl 82000 N angegeben, aber frag mich nicht, wie die zu dem Wert kommen und wie aussagekräftig er bei solch empfindlichen Anwendungen wie ner Montierung ist.

Lange Rede, kurzer Sinn: So könnte man sich die Zwei zusätzlichen Teile und einige Arbeit sparen - für den Preis zweier Lager.

servus
 
Hallo Haasi und Clark,

Kegelrollenlager gelten als sog. Schwerlastlager und sind in einer Montierung eigentlich schon überdimensioniert. Wenn am Rand des Stahlgehäuses auch nur noch 7mm "Fleisch" sind, so geht das sicher noch. Wenn du also ein Lager mit schmälerem Außenlager bekommen (oder umtauschen) kannst, so ist das mit Sicherheit kein Nachteil für die Traglast bzw.die Lagersteifigkeit.

Ich bin grad dabei, auf meiner Webseite die Herstellung eines Montierungsgehäuses zu beschreiben. Das schwierigste dabei ist die sehr wichtige Lagerflucht-Toleranz einzuhalten zu können...

Freundliche Grüße, Herbert Zellhuber
VdS-Fachgruppe Amateurteleskope/Selbstbau
http://www.vds-astro.de/fg-selbstbau
http://www.vds-astro.de (Vereinigung der Sternfreunde)
 
Hi,
wie groß muß denn die frei Abstand zwischen Stahlblock und Planscheibe sein , um diese anzuschweißen ?
Um kosten zu sparen,kann man den Stahlblock durch Loch zu Lochbohrung von beiden Seiten aushöhlen(hab ich auch scon mit Alublöcken gemacht),dann die Planscheiben mit 6 mm paßstiften und ~2-3 mm Luft andocken(hier ist pennibles ausrichten angesagt!), nach dem Schweißen(fremdleistung-durch die Paßstifte kann nichts verrutschen)
dann auf drehbank spannen-kleine planscheibe in die Backen-von der großen ausfluchten
 
Hallo,

vor allem darf man hier die dynamische Tragzahl gar nicht anwenden, weil die Drehzahl unter 10 Umdrehungen pro Minute liegt.
Hier muss man statisch rechnen, und die statische Tragzahl ist wesentlich geringer.

Grüße
Thomas
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,Herbert
"Kegelrollenlager überdimensioniert"gegenüber schrägkugellager nehmen sie Axialkräfte besser auf ,während die anderen genauer sind
da die Lager dermaßen langsam laufen , können die Rollen sich eindrücken bei entsprechenden Teleskopgewichten und Hebelarmen-große lange Refraktoren ab 8"f 20( bei Wam 850, Alt 7 AD, Sideres 85 hätt ich schon bedenken <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" /> -und das für über 10.000 € <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/shocked.gif" alt="" /> )
warum haben historische Montierungen meist doppelte lagerabstände bei entsprechender Öffnung ? Hat doch sicher was mit den Hebelkräften zu tun oder?
wenn ich fürs große Kegelrollenlager D 160 die Planscheibe EQ PS 200 ( D 200 höhe 53,5)als Lagersitz nehme ,hab ich 20 mm Fleisch
hab auch ein kegelrollenlager D 130 d75 B 31-nehme ich EQ PS 150-hätte ich 10 mm Fleisch
preisunterschied PS 150 - PS 200 nicht groß ,nur PS 200 V2A 155 €
das schwierigste bzw. teuerste, wird sein ,den Stahlblock aushöhlen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" />
Geschweige: Schneckenrad mit Steuerung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />
Hans Oberndorfer verwendet für sein großen Montiplan " Montierung München" 360 mm Triebkreis- billiger als 960 € (Ote ,~Gierlinger)?
Genauigkeit gleich gut ?? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben