20 x 80 für Deep-Sky-Objekte

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clearskies

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Hallo,

für astronomische Beobachtung habe ich neben einem 90 mm Refraktor (Meade) u.a. ein Tento 20x60; wenn ich z.B. den Orionnebel oder auch M 81/M82 mit meinem Tento anschaue, bin ich immer wieder über den Eindruck beim Betrachten mit einem Fernglas erstaunt; ich überlege, mir für Deep-Sky-Objekte ein 20x80, z.B. von TS, anzuschaffen; ich beobachte zwar meist von der Stadt aus, aber auch außerhalb der Stadt; kann man mit einem 20x80 bei Deep-Sky-Objekten deutlich mehr wahrnehmen als mit einem 20x60 (klar, dass die Vergrößerung die gleiche ist); für Hinweise wäre ich dankbar;

Gruss Rolf
 
Hallo Rolf,

auch ich nutze regelmäßig ein Fernglas neben meinem Teleskop zur Beobachtung. Gerade das binokulare Sehen und das große Gesichtsfeld macht mir dabei viel Freude. Da mein altes Fernglas einen Sturz nicht überlebt hat - der Klügere gibt halt nach - habe ich mich nach längerem Suchen auf ein TS 20 x 90 mm eingelassen. Das Glas ist bestellt und ich hoffe es in den nächsten Tagen zu erhalten.Leider kann ich dir erst dann Näheres mitteilen; vorausgesetzt die Wolken haben ein Erbarmen *gg*.

Grüße Micha
 
Hallo Rolf,
als Bino Fan kann ich Dir Deinen Entschluß nur anraten. Mit einem 80er Fernglas hast Du ein vielfaches an Lichrsammelvermögen wie mit 60 mm. Da ist es erstmal zweitrangig, das die vergrößerung gleich bleibt.
Aber wenn`s finanziell nicht zu eng wird, empfehle ich Dir ein 20x90 oder auch ein 25x100 von TS Ransburg. Diese Gläser sind ( bei TS zumindest ) immer super eingestellt und geben keinen Anlass zur Klage. Allerdings empfehle ich Dir noch ein gutes Stativ ( z. B. Parallelogramm Stativ von Orion - auch bei TS erhältlich ). Hiermit kriegst Du z.T. Bilder in die Hirnrinde, die Dir kein 8" Zöller bieten kann.( Übersicht mein ich ) Vor allen Dingen ist das beidäugige Sehen durch (fast ) nichts zu überbieten.

Gruß
Volvitur alias Stephan
 
Hallo,

zunächst herzlichen Dank für Euere Beiträge; Micha, auf Deine Erfahrungen mit dem TS 20x90 bin ich auch sehr gespannt; ich wünsche Dir und uns allen mal wieder gutes Astrowetter;

Gruss Rolf
 
Hallo Clearskies,

ich habe einen 12"-Dobson und das 20x80 von TS in meinem Fuhrpark stehen.

Vor dem 20x80 hatte ich das 10x60 - auch wenn die Austrittspupille gleich geblieben ist,
durch die höhere Vergrößerung nehme ich einiges mehr an Details wahr als zuvor.

Im 20x80 sehen z.B. Andromeda mit beiden Begleitgalaxien, der Perseus-Bewegungshaufen, diverse
Objekte im Schützen, viele Offene Sternhaufen in der Gegend um Cassiopeia, die Plejaden und vieles
mehr einfach super aus!

Zu betonen sei die gute Schärfe, auch zum Rand hin. Dies mag wahrscheinlich an dem Triplet-Objektiv liegen.

Ich habe mit dem 20x80 auch viele Kugelsternhaufen, M33, den Ringnebel in der Leier, M81+82 usw.
beobachtet, alles mit großem Erfolg und ganz tollem Anblick!

Daher rate ich dir zum 20x80 - ich benutze es übrigens mit einem guten Manfrotto-Stativ mit
Kugelkopf, damit ist es in alle Richtungen drehbar, und steht bombenfest.

Ach ja - ich nehme es derzeit öfter mit als den Dobson <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" />
 
Hallo Sternengucker,

konnte leider nicht früher antworten; Dank für Deine Empfehlungen; ich selbst habe ein stabiles Velbon-Stativ mit schwenkbarem Kopf, auch einen gut dimensionierten Kugelkopf; diese verwende ich, wenn ich mit meinem 20 x 60 beobachte und es macht damit schon richtig Freude,


Gruss Rolf
 
Auf die ganz schnelle: Habe beide Gläser, das 90iger und das 80iger ausgiebig getestet. Fazit: Das 90iger macht natürlich das hellere Bild, ist in der Stadt eher von Nachteil. Der Gewichts- und Grössenzuwachs detto. Die Optik merkbar schlechter, vor allem die Randschärfe. Wir haben uns für unseren Beobachtungsbetrieb auf der Volkssternwarte für das 8oiger entschieden.
Als Stativ ein Manfrotto mit ausfahrbarer Mittelsäule, muss nicht das schwerste sein, den 410er Getriebeneiger für uns selbst und für unsere Gäste einen Videoneiger. Letzterer ist für Ungeübte besser handbar, der Getriebeneiger lässt Positionen reproduzieren und Himmelsregionen definierter abfahren. Die auskurbelbare Mittelsäule erspart die Höhenanpassung der Stativbeine bei Wechsel der Beobachtungsposition zwischen Zenith und Horizontnähe.
Leider habe ich die Bezeichnung des Vidoneigers momentan nicht zur Hand.
Ingo Göritzer, Astronomische Vereinigung Kärntens, Volkssternwarte Kreuzbergl, Klagenfurt.
 
Hallo Peter,

Deinen Bericht kann ich voll unterschreiben, vor allem die beeindruckende Randschärfe des TS 20x80.

Kleine Korrektur am Rande:

=> "Vor dem 20x80 hatte ich das 10x60 - auch wenn die Austrittspupille gleich geblieben ist,
durch die höhere Vergrößerung nehme ich einiges mehr an Details wahr als zuvor."

Natürlich hat das 20x80 TS 4 mm AP und das 10x60 entsprechend 6 mm <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Man sieht also, daß man trotz geringerer AP mehr Lichtsammelvermögen haben kann! Die Dämmerungszahl (Wurzel aus Vergrößerung x Öffnung in mm) liegt beim 10x60 bei 24,5 und beim 20x80 bei 40. Zwar ist die Dämmerungszahl nicht das allein seligmachende Maß für die Dämmerungsleistung (hier fließen noch Transmission und maximale Augenpupille des Betrachters ein), jedoch bringt auch das physiologische Phänomen etwas, daß einem ein höher vergrößertes Bild heller erscheint.

Ingo:
Nun scheint ja auch die Frage beantwortet zu sein, ob das TS 20x90 ebenfalls ein Triplett-Objektiv hat <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Es wurde zwar nie so beworben, sicher war ich mir aber nie.
Viel Spaß mit dem "Gläsle", welches ich selber hatte, bis es mir orthopädisch (Zenit!) zum Problem wurde. An seine Stelle ist ein Miyauchi 20x77 mit 45°-Einblick getreten.

carpe noctem
Matthias

 
Hallo zusammen,

vorgestern wurde das TS 20 x 90 geliefert und ich würde euch gern erste Erfahrungen mit diesem Glas schildern, doch leider verhindert dies vorerst das Wetter; nichts als ein wolkenverhangener Sternenhimmel, der auch phasenweise nicht aufreißt.

Bin gespannt wie nichts und verbleibe mit dem Wunsch nach sternenklaren Nächten.

Micha
 
Hallo an alle!
Vielleicht noch ein nützlicher Hinweis für die Zukunft. Unser Glas war arg dejustiert angekommen. Wolfi bezieht die Gläser offensichtlich von der USA-Firma "Oberwerk" Auf www.oberwerk.com findet Ihr eine sehr gut Kollimationsanleitung für die "TS"-Gläser. Ich hoffe diesen Tipp braucht niemand, aber man kann ja nie wissen.
Mir hat dabei ein kleiner Binotester den Dirk Mohlitz vertrieben hat sehr geholfen. Ist für die Verwendung in einem Verein fast unentbehrlich. Damit ist eine Kollimatinsgüte erreichbar die mit der gewohnten Vorgangsweise nicht zu schaffen ist. Im Führunsbetrieb geht es doch recht rau zu, daher brauche ich dieses kleine Gerät immer wieder.
Hi. Matthias, hab aus dem selben Grunde ein 20/30x77.
Lg. Ingo
 
Hallo Ingo,

wir könnten Dir auch gerne die Kolli Anleitung zumailen, wir haben sie extra abgespeichert und arbeiten gerade an einer dt. Übersetzung.

Wolfi
 
Hallo zusammen,

gestern Abend, als ich gegen 23:30 Uhr von unserem Vereinsabend heimkehrte, klärte der Himmel plötzlich auf und ich konnte den ersten Spaziergang am Gestirn mit dem neuen Glas unternehmen.

Provisorisch verwende ich derzeit noch ein stabiles Kamera-Stativ, das zwar etwas hölzern in der Bedienung wirkt, aber seine Zwecke erfüllt.

Um es kurz zu machen, ich war schlicht begeistert. Saturn, Plejaden, Hyaden , Orion-Nebel und Zwillinge. Das Gesichtsfeld ist ein Traum - da der Sprung von meinem alten Fernglas zum jetzigen Glas einem Quatensprung gleicht - die optische Darstellung ist für meinen Geschmack gut und klar; leider zogen dann wieder urplötzlich Wolken auf und der Testlauf mußte beendet werden, bevor ich mich an weitere Objekte wagen konnte.

Insgesamt bin ich völlig zufrieden und warte gespannt auf weitere klare Nächte.


Grüße an alle

Micha
 
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